Rente mit 63: So gleichen Sie die Abschläge beim Ruhegehalt aus

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Freiwillig einzahlen: Früher in Rente: So gleichen Sie die Abschläge beim Ruhegehalt aus

Immer mehr Bürger wollen vorzeitig in Rente. Doch das ist teuer, denn dafür müssen Ruheständler lebenslang Einbußen hinnehmen. Doch mit einem einfachen Trick lässt sich das Minus ausgleichen. So müssen Sie vorgehen.

Die staatliche Rente steht unter Druck: Immer mehr Ruheständler kassieren immer länger Altersbezüge. Und immer weniger Beitragszahler müssen die vielen Milliarden aufbringen.

Deshalb steigt seit Jahren die sogenannte Regelaltersgrenze an. Das bedeutet: Arbeitnehmer müssen länger arbeiten, um regulär in Ruhestand gehen zu können. Galt früher das 65. Lebensjahr als Schwelle, so steigt dieser Zeitpunkt in den kommenden Jahren auf 67 Jahre an. Dieses Einstiegsalter gilt für alle, die ab 1964 geboren wurden.

Frühe Rente führt zu Abschlägen

Wer trotzdem früher in Ruhestand will, kann das machen – das hat aber einen hohen Preis. Jeder Monat vorgezogene Rente kostet 0,3 Prozent der Altersbezüge – und zwar auf Lebenszeit. Jährlich machen die Einbußen also 3,6 Prozent aus (12 Monate x 0,3 %).

Dieser Abschlag verschwindet also nicht, wenn der Rente irgendwann sein „reguläres“ Renteneintrittsalter erreicht hat. Er bleibt lebenslang.

Mit diesen Abschlägen müssen Frührentner rechnen

Um welche Einbußen es sich konkret handeln kann, zeigt eine Beispielrechnung: Herr A. wurde 1958 geboren und könnte abschlagsfrei mit 66 Jahren in Rente gehen. Weil er das zwölf Monate vorzeitig mit 65 Jahren tun will, entstehen ihm 3,6 Prozent Abschläge bei der monatlichen Rente.

Wenn Herr A. 1500 Euro reguläre Alters-Monatsrente erwarten kann, kosten ihn die Abschläge monatlich 54 Euro (= 3,6 % seiner regulären Altersbezüge). Pro Jahr sind das 648 Euro.

Unterstellt, dass Herr A. 85 Jahre alt wird – dann müsste er diese Einbuße 20 Jahre lang tragen. Daraus ergibt sich folgende Rechnung: 20 Jahre x 648 € = 12.960 Euro Renteneinbuße auf Lebenszeit.

Tatsächlich wird dieser Betrag sogar höher liegen, weil Herr A. von möglichen künftigen Rentensteigerungen weniger profitieren wird.

Mit Extra-Beiträgen die Einbußen ausgleichen

Diese Abschläge von der Altersrente lassen sich mit freiwilligen Einzahlungen in die gesetzliche Rentenkasse ausgleichen. Doch Vorsicht: Beim Rentenminus infolge fehlender Beitragsjahre geht das aber nicht. Deshalb lassen sich die Einbußen bei vorzeitigem Renteneintritt auch nicht komplett kompensieren.

Doch allein, um die Abschläge bei der Altersrente auszugleichen, sind meist hohe Beträge nötig.

So viel Geld bekommen Sie im Alter

So berechnet sich der Ausgleichsbetrag

Die Staatliche Rentenversicherung hat etwas von höherer Mathematik. Deshalb an dieser Stelle eine detaillierte Beispielrechnung, welche Beträge nötig sind, um eine Renteneinbuße ausgleichen zu können (s. dazu Tabelle oben).

Annahme: Für eine ungekürzte Altersrente sind 40 Entgeltpunkte (EP) notwendig. Der Versicherte will aber zwei Jahre früher in Rente gehen. Er muss also einen Abschlag von 24 Monaten x 0,3 Prozent = 7,2 Prozent hinnehmen. Sein Zugangsfaktor (ZF) beträgt damit 100 minus 7,2 = 92,8.

Das jährliche Durchschnittsentgelt liegt seit der Neuberechnung zum 1. Juli 2019 bei 38.901 Euro brutto – das entspricht monatlich 3242 Euro. Der Betrag wird übrigens zum Juli 2020 wie jedes Jahr angepasst, vermutlich auf 40.551 Euro.

1. Schritt: Ermittlung der fehlenden Entgeltpunkte (EP).

2. Schritt: Errechnung des Fehleinkommens zum Durchschnittsentgelt anhand des Zugangsfaktors (ZF).

3. Schritt: Individuelles Fehleinkommen = Schritt 2 x fehlende Entgeltpunkte.

4. Schritt: Nachzahlungsbetrag = Fehleinkommen mal Beitragssatz

Extrazahlungen lohnen sich nur bei langer Renten-Bezugszeit

Diese Extrazahlung sollten Interessierte sich aber genau überlegen – denn der eingezahlte Betrag rechnet sich erst nach Jahren.

Im obigen Beispiel: 2,88 EP bringen 2020 pro Monat in den alten Bundesländern 95,18 Euro mehr Rente – pro Jahr also gut 1142 Euro. Nach knapp 20 Jahren hat sich die Extrazahlung von 22.455 Euro amortisiert. Tatsächlich wird sie sich allerdings etwas schneller rechnen, weil die jährlichen Rentensteigerungen den Zeitraum verkürzen.

Wer Ausgleichszahlungen leisten möchte, muss der Deutsche Rentenversicherung (DRV) mitteilen, dass er eine vorzeitige Rente beanspruchen möchte. Das geschieht mit dem Vordruck V0210, der in diesem Ratgeber enthalten ist. Die DRV ermittelt dann die voraussichtliche Minderung der Altersrente. Daraus ergibt sich die Höhe von Ausgleichszahlungen.

Übrigens: Wer eine Ausgleichszahlung wegen eines geplanten früheren Renteneintritts leistet, dann aber doch noch bis zu Ihrer regulären Altersgrenze arbeitet, kann seine monatliche Rente erhöhen.

Steuertipp: Extra-Einzahlungen über mehrere Jahre verteilen

Abschläge können ab dem 50. Lebensjahr durch Beitragszahlungen ausgeglichen werden. Angesichts der teilweise hohen Extra-Beiträge lässt sich die Summe auf mehrere Jahresraten aufteilen. Die Extrazahlungen können teilweise von der Steuer abgesetzt werden. Der Vorteil beim Ratenzahlen über mehrere Jahre:  In diesem Fall überschreitet der Bürger nicht die steuerlichen Höchstgrenzen und kann seine Steuer deutlich drücken.

Auch die jährlichen Zahlungen lassen sich aufteilen – allerdings nur auf maximal zwei Teilbeträge.

 

Gehaltscheck: Zum Brutto-Netto-Rechner 2020

Staatliche Rentenversicherung hilft bei der Entscheidung

Wer sich für freiwillige Zahlungen interessiert, sollte sich im Vorfeld von der Rentenversicherung beraten lassen. So kann man sicher klären, wann und wie Zahlungen möglich sind beziehungsweise bis wann Nachzahlungen geleistet werden können.

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mbe/mit Material von dpa

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