Renten: Experte will sie einfrieren: „Brauchen Moratorium bis Ende des Jahres“

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Raffelhüschen fordert Stopp der Erhöhung im Juli: Finanzexperte will Renten einfrieren: „Brauchen Moratorium bis Ende des Jahres“

Die geplante Rentenerhöhung im Juli soll nach Ansicht des Finanzwissenschaftlers Bernd Raffelhüschen wegen der Corona-Krise gestoppt werden.

„Wir brauchen ein Rentenmoratorium bis Ende des Jahres“, sagte Raffelhüschen der „Bild“-Zeitung vom Dienstag. Erst dann solle die Bundesregierung entscheiden, ob die Rentenerhöhung doch komme oder ob sie halbiert werden müsse. Andernfalls müssten nur die von Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit und ausfallenden Lohnerhöhungen betroffenen Erwerbstätigen die Last der Corona-Krise tragen.

Die Rente steigt nach einer Verordnung des Sozialministeriums zum 1. Juli in Westdeutschland um 3,45 Prozent, in den neuen Bundesländern um 4,20 Prozent. Grundlage für die Rentenanpassung ist die Lohnentwicklung im vergangenen Jahr. Auch die Beitragsentwicklung und das Verhältnis von Beitragszahlern und Rentnern spielen eine Rolle.

Regierung hat Rentenerhöhung bereits beschlossen

Die Folgen der Corona-Krise für die Wirtschaft sind in den Festlegungen noch nicht berücksichtigt worden. Auf die nun anstehende Rentenerhöhung hat dies demnach keine Auswirkungen.

Bereits Ende April hatte es einen Streit um die Rentenerhöhung trotz Corona-Krise gegeben. Damals schlugen Experten und Arbeitgeber vor, die Rentenanpassungen angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zeitlich zu strecken.

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Es gibt jedoch keinerlei Anzeichen dafür, dass die Bundesregierung auch nur im Entferntesten an einen Stopp der Rentenerhöhung denken würde: Die Erhöhung der Rente in diesem Jahr hat das Bundeskabinett bereits beschlossen – und zwar ohne Abstriche. Demnach steigt die Rente in Westdeutschland zum 1. Juli um 3,45 Prozent, in den neuen Bundesländern um 4,20 Prozent.

SPD will Grundrente trotz Zweifeln am 1. Januar 2021 einführen

Zudem soll nach langem Hin und Her in dieser Woche ein zusätzlicher Renten-Baustein, die Grundrente, im Bundestag behandelt werden. Ziel der SPD ist es, die Grundrente  vor der Sommerpause in Bundesrat und Bundestag zu  verabschieden und am 1. Januar 2021 in Kraft zu lassen. Experten und auch die Rentenversicherung äußerten allerdings längst erhebliche Zweifel an diesem Fahrplan.

Die Auszahlung könne frühestens ab Juli 2021 beginnen, stellte die Deutsche Rentenversicherung (DRV) klar. Stephan Fasshauer, Mitglied im Direktorium der DRV, sagte FOCUS: „Wir können mit der Auszahlung der Grundrente voraussichtlich im Juli des nächsten Jahres beginnen, bei ungünstigeren Rahmenbedingungen im Laufe des dritten Quartals.“

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Die Bundesregierung müsse entscheiden, ob sie an der zum 1. Januar 2021 geplanten Einführung festhalten wolle und dann die Leistungen nachgezahlt werden oder ob die Einführung insgesamt verschoben werden soll, so Fasshauer weiter.

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pom/mit dpa

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