Rettung aus Lockdown? Drosten über neue Studie: “Wirklich ein Hoffnungsschimmer”

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Corona-Krise lähmt Deutschland: Rettung aus Lockdown? Neue Studie ist laut Virologe “wirklich ein Hoffnungsschimmer”

Die seit Wochen geltenden Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen im Zuge der Coronakrise setzen den Deutschen zu. Eine neue Studie, die Virologe Christian Drosten analysiert, zeigt nun einen möglichen Weg, wie der Lockdown gelockert und vielleicht sogar aufgehoben werden könnte.

Am Freitag teilte das Robert-Koch-Institut mit, dass sich die Geschwindigkeit der Ausbreitung der Corona-Infektionen verlangsamt. Dank der Kontaktverbote und strengen Einschränkungen im öffentlichen Leben. Trotzdem stellen sich viel vor allem eine Frage: Wann und wie kann der derzeitige Lockdown in Deutschland wieder aufgehoben werden?

Seit einiger Zeit steht im Raum, dass spezielle Apps für Handys eine Möglichkeit dafür wären. Eine europaweite Studie einer Gruppe um den Forscher Christophe Fraser aus Oxford (Großbritannien), die im Magazin “Science” veröffentlicht worden ist, nährt diese Annahme, wie Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité im NDR-Podcast “Das Coronavirus-Update” erklärt.

“Man kann ab einem bestimmten Zeitpunkt diese Epidemie nicht stoppen”

Die Studie stellte zunächst folgende Frage: “Wie hoch ist der Anteil von präsymptomatischen und symptomatischen Übertragungen und wie hoch der von Umweltübertragungen und asymptomatischen Übertragungen?” Das Ergebnis nach der Untersuchung von 40 Übertragungspaaren: Etwa 46 Prozent der Übertragungen fand statt, bevor der Infizierende selbst erste Symptome aufwies.

Drosten bezeichnet diese Erkenntnis als “denkwürdig”. Er führt mit Blick auf einen infizierten Menschen aus: „Selbst wenn man bei Symptombeginn sofort isoliert, dann hat er nicht nur schon Leute infiziert, sondern diese Nachinfizierten sind zu dem Zeitpunkt, in dem beim ersten die Symptome beginnen, auch schon wieder infektiös und beginnen gerade, selbst Leute zu infizieren.“

 

 
 

Der Virologe stellt somit fest: “Mit einer einfachen Identifikation von Fällen und Kontaktverfolgung kommt man zu spät.” Und: “Man kann ab einem bestimmten Zeitpunkt mit gezielter Diagnostik plus Fallverfolgung plus Isolierung der Kontakte diese Epidemie nicht stoppen. Das ist nicht mehr möglich.”

App könnte “fast das gleiche bringen wie ein richtiger Lockdown”

Dann geht die Studie einen Schritt weiter, sie untersucht neben den bereits in Deutschland ergriffenen Maßnahmen die Auswirkung einer Addition einer fiktiven App für Mobilgeräte. Diese solle einen Diagnostikvorgang auslösen, sobald ein Nutzer angibt, dass er Symptome aufweist, ihm direkt einen Testtermin vorgeben und bei positivem Ergebnis dessen Kontaktpersonen der vergangenen Tage anonym vorwarnen.

  • Alle Entwicklungen zum Ausbruch des Coronavirus finden Sie im News-Ticker 

Wenn 60 Prozent der Bevölkerung solch eine App aktiv nutzen würden und wenn etwa 60 Prozent derjenigen, die informiert werden, zu Hause blieben, sei die Epidemie zu stoppen – gemessen an der Anfangsausbreitung des Virus im chinesischen Wuhan. Da sich das Virus mittlerweile schneller verbreitet als damals, würde man mittlerweile zwar einen höheren Teilnehmeranteil an der App-Nutzung benötigen, doch „die essenzielle Information zu kommunizieren und die Zeit, die man dadurch gewinnt, würde tatsächlich fast das gleiche bringen wie ein richtiger Lockdown”, sagt Drosten.

Szenario mit App: Nur gezielte Isolationen statt komplettem Lockdown

Da eine solche App mit ihren Parametern jederzeit auch schärfer gestellt werden könnte, beispielsweise durch Streichung von angeordneten Tests und direkter Isolationsanweisung nach Symptomauftreten, sieht der Berliner Mediziner darin durchaus eine Chance im Kampf gegen Corona.

„Mich fasziniert der Gedanke, dass man in so einer App, gerade wenn viele mitmachen würden, ein Instrument hätte, um eine ganz andere Feingliedrigkeit in der Steuerung zu erreichen.“

Seine Hoffnung: Das normale Leben könnte weitergehen, man bräuchte keinen allgemeinen Lockdown, Firmen könnten weiterarbeiten und Schulen unterrichten. Alles das könnte funktionieren, “aber eben nicht für alle zu allen Zeiten”, sondern nur für diejenigen, die keine Warnung via App erhalten haben.

Drosten gibt Verhaltenstipp: “Six feet, six seconds”

„Wenn ich sehe, was diese jetzigen Lockdown-Maßnahmen alles für Konsequenzen haben, das ist absolut schrecklich”, fasst Drosten schließlich ergriffen zusammen.

“Natürlich müssen wir aus diesen Maßnahmen raus. Da sind dann natürlich solche Studien, wie die mit der Handy-App, wirklich Hoffnungsschimmer.” Nach aktuellen Umfragen wären 47 Prozent der Deutschen derzeit bereit, eine entsprechende App zu nutzen.

Abschließend gibt Drosten in der neusten Ausgabe seines NDR-Podcasts noch einen Verhaltenstipp für der Öffentlichkeit, der aus den USA kommt: “Six feet, six seconds”, also rund zwei Meter Abstand halten und nicht länger als sechs Sekunden direkten Kontakt mit andern Menschen haben.

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fwe

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