Rückholaktion für deutsche Urlauber zunächst beendet | Aktuell Deutschland | DW

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Die Rückholaktion des Auswärtigen Amtes für im Ausland festsitzende Deutsche ist für die meisten Betroffenen abgeschlossen. Auf dem Flughafen in Frankfurt am Main traf eine Passagiermaschine ein, die 157 Urlauber aus Südafrika heimholte. Das teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes mit. Weitere Charterflüge seien nicht mehr geplant.

Allerdings sei die Aktion damit noch nicht vollständig beendet, so der Sprecher. Denn es gebe noch einige hundert deutsche Staatsbürger, die sich teilweise an abgelegenen Orten aufhielten, manchmal “tausende Kilometer vom nächsten Flughafen entfernt”, die aber gern nach Deutschland zurückkehren würden. Um diese Fälle würden sich jetzt die zuständigen Botschaften und Konsulate kümmern.

Kostenfrage klären

Das Auswärtige Amt will nach eigenen Angaben nun auch die Frage der Kostenerstattung für die Rückholaktionen in Angriff nehmen. Richtschnur sei weiterhin, dass sich die betroffenen Deutschen an der Finanzierung etwa in Höhe der Kosten eines Economy-Tickets beteiligen sollten.

Coronavirus | Deutschland | Maas im Krisenzentrum Auswärtiges Amt (picture-alliance/dpa/T. Köhler)

Außenminister Heiko Maas im Krisenzentrum des Auswärtigen Amtes – Von dort aus wurde die Aktion koordiniert

Zunächst werde die Höhe der Gesamtkosten der Aktion ermittelt, so der Sprecher. Für die Maßnahme seien zunächst Haushaltsgelder in Höhe von 100 Millionen Euro eingeplant worden. Danach würden die Betroffenen über ihren Beitrag informiert. Berücksichtigt würden auch Zuschüsse der Europäischen Union, da bei einem Teil der Flüge auch Bürger anderer EU-Staaten mitgenommen wurden.

“Beispielloser Kraftakt”

Derweil nannte Außenminister Heiko Maas die Rückholaktion der Bundesregierung für die gestrandeten deutschen Touristen einen “beispiellosen Kraftakt”. Mehr als 2000 Mitarbeiter des Auswärtigen Amts – ein Drittel der Belegschaft – hätten sich in den vergangenen fünf Wochen Tag und Nacht um die Rückkehr von 240.000 Deutschen gekümmert, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Mit Blick auf die verbliebenen Einzelfälle fügt der SPD-Politiker hinzu: “Wir wissen: das wird nicht immer einfach sein. Und wir werden vielleicht nicht für jeden Fall gleich eine Lösung parat haben. Aber unsere Botschaften und Konsulate kümmern sich jetzt mit frischer Kraft, freigewordenen Kapazitäten und viel Pragmatismus darum, auch für diese Leute Rückkehrmöglichkeiten zu schaffen.”

Grenzen geschlossen

Maas hatte die “Corona-Luftbrücke” am 17. März zusammen mit Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften gestartet, nachdem viele Länder kurzfristig Grenzen geschlossen und Flugverbindungen gekappt hatten. Das Auswärtige Amt charterte auch selbst Maschinen. Auf 260 Flügen wurden rund 66.000 Personen aus 65 Ländern zurückgebracht, darunter etwa 6100 Bürger anderer EU-Staaten und 3300 Menschen aus weiteren Ländern.

Alleine aus Südafrika gab es 20 Rückholflüge mit 4500 Deutschen und mehr als 1200 anderen EU-Staatsbürgern. Die wohl am weitesten entfernten Orte, von denen Deutsche abgeholt wurden, waren die Inselstaaten Tonga, Vanuatu und die Cook-Inseln. Dort saßen insgesamt 66 Deutsche fest. 34 Bürger aus anderen EU-Ländern wurden mit ausgeflogen.

kle/uh (afp, dpa, tagesschau.de)

 



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