„Schlag den Star“: Das beste Paar der nächsten 50 Jahre wird zur Enttäuschung

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Es ist die 50. Sendung von „Schlag den Star“, dafür holt man sich nicht noch einen TV-Koch oder noch eine Til-Schweiger-Tochter, sondern die ganz harten Hunde in die (immer noch nahezu menschenleere) Studio-Arena. Diejenigen, die selbst mit Wattebäuschchen noch scharf schießen. Für die ein Zickenkrieg nur das Aufwärmprogramm ist. Mit anderen Worten: Männer aus der Mode-Branche.

 

Jorge González versus Thomas Hayo: Schiedsrichter Ron Ringguth hält das für die interessanteste Paarung, die es je bei „Schlag den Star“ gegeben hat, beziehungsweise in den nächsten 50 Jahren geben wird. Das ist etwas übertrieben, aber Lederjacken-Hayo gegen Lackhöschen-Träger González ist natürlich schon sehr schön.

Schlechte Haltungsnoten für González 

Jorge Gonzalez hat die Schuhe schön und eine Art Poncho-Pokémon als emotionale Verstärkung mitgebracht, doch die ersten Spielpunkte gehen allesamt an den im schwarzen New Yorker Street-Look eingetroffenen Hayo. Das Plastikmännchen, das bei Hayo fleißig eine Riesenfelge nach der anderen hinlegt, hängt bei Gonzalez nur schlaff am Reck. González‘ „Let’s Dance“-Kollege Joachim Llambi liegt vermutlich bereits vor Lachen unter dem Sofa und hält ein Paddel mit der Ziffer „1“ in die Höhe. 

In der Disziplin „Schwingen“ zeigt sich, dass sich beide Herren ihre Oberarmmuskulatur nicht allein wegen der Optik zugelegt haben, doch auch hier nimmt Hayo die Punkte mit. Und schon bald hört es sich an, als würde Schiedsrichter Ringguth Jorge wie einem Kind gut zureden: „Jorge, lass dich nicht nervös machen. Ja, probiere es weiter!“ Immerhin zeigt das Wirkung; González gewinnt mit dem „Skee Ball“ sein erstes Spiel: „Halleluja!“

Chica-Walk in Sneakers 

Inzwischen trägt auch Jorge González Turnschuhe, ein ungewohnter Anblick. Den „Chica-Walk“ schafft er damit trotzdem noch. Beim sechsten Spiel dann die Überraschung: Der Kubaner geht in Führung, ausgerechnet an der zehn Meter hohen Kletterwand ist er der Zähere, während Hayo wortwörtlich in den Seilen hängt. Schon tanzt González die Rumba der Sieger. Zu früh? 

Spiele, bei denen es auf den Inhalt im Köpfchen ankommt, sind nämlich nicht so Jorges Sache, schnell hat er den Vorsprung wieder verspielt. Selbst seine Spezialdisziplin, den „Catwalk“, muss er an den Kontrahenten abgeben. „Scheiße“, flucht González immer wieder, sein liebstes deutsches Wort, doch bei seinem Akzent klingt ja selbst das putzig.

Spannungsbogen mit der Form einer Kinderrutsche

Das so vollmundig angekündete Duo, es hinkt letztendlich doch hinter den Erwartungen her. Um Mitternacht – es sind immer noch fünf Spiele übrig – ist der Unterhaltsamkeitsgehalt inzwischen so dünn geworden wie González‘ Haarspitzen. Aber so ist das eben, wenn einem Sender die Werbeeinnahmen wichtiger sind als die Kundenzufriedenheit. 

Noch um halb 1 Uhr nachts startet Pro Sieben mutig das Game „Ringing the Bullchen“ – ausgerechnet jenes Spiel, dessen große Variante „Ringing the Bull“ als das längste „Schlag den Raab“-Spiel in die TV-Geschichte einging: 2014 wurde es nach einer Stunde Dauer ohne Ergebnis abgebrochen. 

Diesmal aber hat der TV-Gott ein Einsehen, Thomas Hayo entscheidet das Spiel schnell für sich und ist damit uneinholbar geworden für González. Der sieht aus, als sei er einfach nur froh über ein Ende noch vor Morgengrauen: Raus aus den Turnschuhen, rein in die High Heels – endlich wieder zu Hause!

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