Schulausfall: Kein Unterrichts-Vollstart nach Osterferien, erklärt Lehrerverband

0
257
Werbebanner

Seit fast vier Wochen sind die Schulen dicht, Eltern müssen ihre Kinder selbst betreuen. Offiziell soll der Unterricht nach den Osterferien wieder starten. Doch der Lehrerverband macht wenig Hoffnung, dass an deutschen Schulen schnell wieder Normalität einkehrt.

Eine Rückkehr zum normalen Unterricht an den Schulen direkt nach den Osterferien wird es nach Einschätzung des Deutschen Lehrerverbandes nicht geben. Alles hänge von der medizinisch-virologischen Lageeinschätzung und den Maßnahmen ab, die am kommenden Mittwoch von den Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beschlossen und verkündet würden, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der Deutschen Presse-Agentur. “Ich bin mir aber sicher, dass es nach den Osterferien keinen Unterrichts-Vollstart an den Schulen geben wird.”

Merkel und die Länderchefs wollen am Mittwoch nach Ostern über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Es geht dabei vor allem um die Frage, inwieweit beschlossene Maßnahmen und Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung des Virus wieder gelockert werden können oder nicht. Sollte bei der Schalte eine Verlängerung oder Verschärfung der bisherigen Maßnahmen vereinbart werden, dann werde es auch keine Schulöffnungen geben, sagte Meidinger. “Wird aber der Lockdown gelockert, kann man auch eine stufenweise Rückkehr zum Schulbetrieb wieder andenken.”

Stufenweise Rückkehr möglich

Unter stufenweiser Rückkehr stellt sich der Lehrerverbandspräsident, der selbst ein Gymnasium im niederbayerischen Deggendorf führt, beispielsweise eine gestaffelte Rückkehr der Schüler vor, beginnend mit den Abschlussklassen für Abitur, Mittlere Reife und Hauptschulabschluss – vor allem wegen der Prüfungen. Die Kultusminister der Länder hatten Ende März vereinbart, dass die Schulabschlussprüfungen in Deutschland trotz Corona-Krise stattfinden sollen. In Hessen und Rheinland-Pfalz wurden zuletzt unter strengen Hygienevorschriften auch während der Zeit der Schulschließungen Abiturprüfungen durchgeführt.

Doch auch wenn der Betrieb bald schrittweise wieder losgeht, die lange Ausnahmesituation wird nach Ansicht des Lehrerverbandes lange nachwirken. Präsident Meidinger spricht von “Lernlücken, die trotz Homeschooling” entstanden seien. Diese zu schließen, werde sich noch bis weit ins nächste Schuljahr hineinziehen.

Die geplanten Termine: Wann der Unterricht wieder beginnen soll

Noch ist die Wiederaufnahme des Unterrichts für die Zeit nach den Osterferien angesetzt. Weil die Ferienzeiten je Bundesland teilweise variieren, gibt FOCUS Online einen Überblick.

Schließungen wegen Corona: Wo und wie lange Kitas und Schulen geschlossen sind

Bayern: Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossen

Baden-Württemberg: Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossen

Berlin: Schulen und Kitas bleiben bis 17. April geschlossen

Brandenburg: Schulen und Kitas bleiben bis 17. April geschlossen

Bremen: Schulen und Kitas bleiben bis 14. April geschlossen

Hamburg: Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossen

Hessen: Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossen

Mecklenburg-Vorpommern: Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossen

Niedersachsen: Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossen, Ausnahme: Abiturienten starten am 15. April

Nordrhein-Westfalen: Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossen

Rheinland-Pfalz: Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossen

Saarland: Schulen und Kitas bleiben bis 26. April geschlossen

Sachsen: Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossen

Sachsen-Anhalt: Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossen (eine Woche länger als Osterferien)

Schleswig-Holstein: Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossen

Thüringen: Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossen

Abschlussprüfungen 2020: Alle Termine im Überblick

Abiturprüfungen und weitere Abschlussprüfungen

Bayern
Bayern verschiebt den Beginn der Abiturprüfungen vom 30. April auf den 20. Mai. Die schriftlichen Prüfungen an Realschulen beginnen statt am 16. Juni am 30. Juni 2020. Die zentralen mündlichen Prüfungen in den Fremdsprachen werden ebenso nach hinten verschoben. Zudem verschiebt der Freistaat die Abschlussprüfungen an den beruflichen Oberschulen und den Fachoberschulen nach hinten. Die Prüfungen sollen nun am 18. Juni und nicht wie ursprünglich vorgesehen am 25. Mai beginnen. An Mittelschulen, Förderzentren und Schulen für Kranke beginnen die Prüfungen statt am 16. Juni am 30. Juni 2020. Qualifizierender Abschluss der Mittelschule: Die Prüfungen beginnen statt am 22. Juni am 6. Juli 2020. An Wirtschaftsschulen beginnen die Prüfungen statt am 27. April am 11. Mai 2020.

Baden-Württemberg
Die Abiturprüfungen sollen in Baden-Württemberg nach dem 18. Mai stattfinden. Die Abschlussprüfungen an den Realschulen beginnen ab dem 20. Mai. Hauptschulabschlussprüfungen starten laut Kultusministerium ab dem 16. Juni. Eine Übersicht über alle Abschlussprüfungen, genauen Abitur-Termine und weitere zentrale Abschlussprüfungen finden Sie hier.

Berlin
Das Abitur soll in Berlin nach den Osterferien durchgeführt werden. Am 20. April soll es losgehen. Darauf legte sich Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Freitag, 3. März, fest. Die Schulen sollen im Voraus gründlich desinfiziert werden.

Brandenburg
In Brandenburg können die Schulleitungen selbst entscheiden, ob die Abiturprüfungen an den Haupt- oder an den Nachschreibeterminen abgelegt werden. Laut Bildungsministerium wollten rund 80 Prozent aller Schulen die Haupttermine wahrnehmen. Die Prüfungen beginnen am 20. April.

Bremen

In Bremen werden zwei Prüfungszeiträume angeboten. Der erste bleibt wie geplant bestehen und ist vom 22. April bis 7. Mai, der zweite vom 12. bis 29. Mai. Schüler müssen sich zuvor entscheiden, welchen Zeitraum sie für ihre Prüfungen wählen. Die mündlichen Prüfungen finden gesammelt vom 6. bis 11. Mai statt. Die Nachschreibtermine sind zwischen 15. und 20. Juni.

Hamburg
In Hamburg starten die Abiturprüfungen fünf Tage später am 21. April. Zudem werden mit Rücksicht auf die Lage drei Mal so viele Nachschreibetermine angeboten bis in den Juni hinein. Erster Schulabschluss (ESA): Schulen entscheiden selbst über eine Terminverschiebung. Mittlerer Schulabschluss (MSA): Schulen entscheiden selbst über eine Terminverschiebung.

Hessen
In Hessen haben die Abiturienten ihre Abiturprüfungen bereits abgelegt.

Mecklenburg-Vorpommern
Mecklenburg-Vorpommern verschiebt den Beginn der Abiturprüfungen auf Mai. Die konkreten Termine werden möglichst bald mitgeteilt, sagte Bildungsministerin Bettina Martin.

Niedersachsen
Auch Niedersachsen verschiebt den Start der Abiturprüfungen. Die schriftlichen Prüfungen beginnen am 11. Mai, die mündlichen am 3. Juni. Auch die Abschlussprüfungen des Sekundarbereiches I werden verschoben. Es handelt sich um die Prüfungen zum Erwerb des Förderschulabschlusses Lernen, des Hauptschulabschlusses, des Realschulabschlusses und des Erweiterten Sekundarabschlusses I. Die schriftlichen Abschlussprüfungen sollen vom 20. bis 28. Mai stattfinden.

Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen verschiebt den Start der Abiturprüfungen auf den 12. Mai. Die Haupttermine der schriftlichen „Zentralen Prüfungen 10 (ZP10)“ finden in diesem Jahr vom 12. Mai bis zum 19. Mai statt.

Rheinland-Pfalz
In Rheinland-Pfalz haben die Abiturienten ihre Abiturprüfungen bereits abgelegt.

Saarland
Das Saarland verschiebt den Beginn der Abiturprüfungen auf den 25. Mai.

Sachsen
In Sachsen sollen die Abiturprüfungen planmäßig nach Ostern stattfinden. Man bereite sich aber auf alle Eventualitäten vor und prüfe Ausweichmöglichkeiten, hieß es. Vorerst gilt: Schüler in Sachsen sollen ihr Abitur im Zeitraum vom 22. April bis 11. Mai schreiben. Die mündlichen Prüfungen sollen zwischen 13. Mai und 5. Juni stattfinden.

Sachsen-Anhalt
Sachsen-Anhalt verschiebt den Beginn der Abiturprüfungen. Ein konkreter Termin steht noch nicht fest. Aber: Jedem Schüler sollen zwei Termine für die jeweiligen schriftlichen Abiturprüfungen angeboten werden, teilte das Bildungsministerium mit.

Schleswig-Holstein
Erst hatte Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) von einer kompletten Absage der Abiturprüfungen gesprochen, nun sollen sie doch wie geplant ab dem 21. April stattfinden.

Thüringen
Thüringen verschiebt den Start der Abiturprüfungen. Der konkrete Termin werde möglichst bald mitgeteilt, sagte Bildungsminister Helmut Holter.

IHK verschieben Azubi-Abschluss- und Weiterbildungsprüfungen

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) verschieben die für April und Mai geplanten schriftlichen Azubi-Abschlussprüfungen in den Sommer 2020. Bis einschließlich Mai finden demnach auch keine IHK-Weiterbildungsprüfungen statt. Sie sollen zwischen Juni und August nachgeholt werden.

Die schriftlichen IHK-Ausbildungsprüfungen werden nach jetzigem Stand in der Zeit vom 16. bis zum 19. Juni 2020 nachgeholt, teilten die Kammern mit: die industriell-technischen Prüfungen am 16. und 17. Juni und die kaufmännischen am 18. und 19. Juni. 

 

Baden-Württemberg

  • Schulen und Kitas sind vom 17. März bis 19. April geschlossen
  • Notfallbetreuung von Kindern, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten

Wegen der Coronavirus-Pandemie sind in Baden-Württemberg seit dem 17. März alle Schulen und Kindertagesstätten bis zum Ende der Osterferien (19. April) geschlossen.

Für Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen (etwa Polizei, Feuerwehr, medizinisches und pflegerisches Personal, Lebensmittelproduktion und Infrastruktur) gibt es eine Notfallbetreuung.

Zu den Abschlussprüfungen:

  • Prüfungen, die in die Zeit der Schulschließung fallen, werden verschoben – betroffen sind die Deutschprüfungen an den Beruflichen Gymnasien und an den Berufsoberschulen (geplant war 2. April) sowie einzelne Prüfungen des fachpraktischen Abiturs.
  • Alle zentralen, schulischen Abschlussprüfungen in Baden-Württemberg finden ab dem 18. Mai 2020 statt.

Mehr Informationen bietet das Bildungsministerium des Landes hier.

Bayern

  • Schulen und Kindergärten schließen von 16. März bis 19. April
  • Notfallplan für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten

In Bayern sind seit Montag, 16. März, alle Schulen, Kindergärten und Kitas dicht – bis zum Beginn der Osterferien am 6. April. Damit werden in Bayern faktisch bis zum 20. April die Bildungseinrichtungen geschlossen.

Das betrifft teils auch Hochschulen – wie die Technische Hochschule Nürnberg – Georg Simon Ohm und die Hochschule in Ansbach. Sie haben den Vorlesungsbeginn auf 20. April verschoben. Universitäten starten das neue Semester planmäßig erst nach den Osterferien.

Als Folge der Coronavirus-Krise tritt in Bayern ein Notfallplan für die Betreuung bestimmter Kinder in Kraft. “Wir werden eine Betreuung sicherstellen für Eltern, die in systemkritischem Berufen tätig sind”, so Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler).

Welche Berufe in Bayern als “systemkritisch” definiert sind, erklärt das Bildungsministerium hier.

Surf-Tipp: Keine Schule, keine Großeltern: Was Eltern zum Corona-Chaos jetzt wissen müssen 

Berlin

  • Seit Mitte März sind die Oberstufenzentren geschlossen
  • Auch alle allgemeinbildenden Schulen in Berlin bleiben bis zum Ende der Osterferien geschlossen.
  • Notbetreuung für Kita-Kinder und die Klassen 1 bis 6

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte Mitte März mitgeteilt, dass die Berliner Schulen und Kitas angesichts der steigenden Zahlen von Infizierten mit dem neuartigen Coronavirus geschlossen werden.

Wie in den anderen Bundesländern werden auch im Land Berlin alle Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss (MSA/eBBR) und zum Abitur sowie alle Prüfungen an den beruflichen Schulen und Oberstufenzentren stattfinden. Die Prüfungen starten am 20. April.

Für die Kita-Kinder und Schulkinder bis zur 6. Klasse können in eine Notbetreuung gebracht werden – wenn Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten und keine andere Möglichkeit einer Kinderbetreuung organisieren können.

Systemrelevante Branchen sind zum Beispiel: Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen, Justizvollzug, Krisenstabspersonal, öffentlicher Nahverkehrs sowie die Ver- und Entsorgung, Energieversorgung (Strom, Gas), Gesundheits- und Pflegebereich, Notversorgung in Kita und Schule sichert.

Hier informiert die Stadt Berlin die Eltern.

Brandenburg

  • Der reguläre Schul- und Kitabetrieb ist seit dem 18. März eingestellt
  • Notbetreuung wird sichergestellt – Schulbesuche sind weiterhin möglich
  • Staatliche Hochschulen starten das Sommersemester erst am 20. April

Der reguläre Schulunterricht in Brandenburg ist angesichts der Gefahr durch die Ausbreitung des Coronavirus ausgesetzt (mehr Infos hier). In den Kommunen ist eine Notbetreuung für Kinder und Schüler organisiert worden. In Einzelfällen hatte es bereits vor dem 18. März Schulschließungen gegeben.

Das Land Brandenburg hat sich – wie andere Bundesländer auch – gegen einen Ausfall der schriftlichen Abiturprüfungen ausgesprochen, sodass die Schülerinnen und Schüler in diesem Schuljahr ein Abitur erhalten, das den gleichen Wert wie in den Vorjahren hat.

Für die staatlichen Fachhochschulen und Universitäten wird der Beginn der Präsenzveranstaltungen im Sommersemester laut Staatskanzlei auf den 20. April 2020 verlegt.

Tipp: Lesen Sie hier, wo der Semesterstart an Universitäten und Hochschulen verschoben wurde.

Bremen und Bremerhaven

  • Kitas und Schule schließen vom 16. März bis 14. April
  • Notfallbetreuung für einige Kinder geplant

Das Bundesland Bremen hat im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus zum Montag, 16. März, alle Schulen und Kitas geschlossen. “Der Senat sieht diese Maßnahme als notwendig an, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen”, hieß es.

Die Dienstpflicht des Lehrpersonals bleibt davon unberührt. Eine Notbetreuung für Kinder von Beschäftigten im Gesundheitswesen, bei der Polizei und der Feuerwehr ist für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens eingerichtet. Hierfür bringen Eltern, die in diesen Bereichen arbeiten, ihre Kinder in die Schule oder Kita und nennen dort ihren Beruf.

Mehr Informationen bietet Bremen auf der Seite der Bildungssenatorin.

Hamburg: Ferien werden bis 19. April verlängert

  • Die Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossen
  • Notbetreuung für nahezu alle Kinder

Wegen der Coronavirus-Pandemie bleiben in Hamburg die Schulen bis zum 19. April geschlossen. Außerdem wurde der Regelbetrieb in den Kitas eingestellt.

Vorerst können alle Eltern, die aus familiären Gründen darauf angewiesen sind, die Notbetreuung für Kinder bis 14 Jahren an den Schulen in Anspruch nehmen.

Weiter gilt:

  • Schulbeförderung bleibt weiter aktiv.
  • Die Lehrer nennen Lernangebote, die Schülerinnen und Schüler zu Hause bearbeiten sollen, – und sichern die Kommunikation mittels E-Mail, Telefon oder andere digitale Kanäle.
  • Die Abschlussprüfungen, insbesondere das Abitur, finden wie geplant statt. Zusätzlich werden zur Sicherheit weitere Nachschreibetermine angeboten.

Mehr Informationen will die Schulbehörde auf ihrer Seite in dieser Zeit vermitteln – und zwar hier.

Lanz entlarvt verwirrende WHO-Masken-Empfehlung: Virologe gerät in die Defensive

 

Hessen

  • Kein Unterricht mehr ab dem 16.März
  • Das Abitur findet aktuell wie geplant ab dem 19. März statt

Wegen der Ausbreitung des Corona-Virus gilt in den hessischen Schulen keine Unterrichtsverpflichtung mehr. Bis zu den Osterferien fand kein Unterricht mehr statt. Die Schulen sind aber geöffnet geblieben, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Freitag in Wiesbaden. Für Kinder von Eltern bestimmter Berufsgruppen soll es Betreuungsmöglichkeiten geben.

Die schriftlichen Abiturprüfungen 2020 finden im Zeitraum vom 19. März  bis 02. April 2020 statt, die Nachprüfungen vom 23. April bis 07. Mai 2020. Die Abiturienten sollen die Schule nur noch dazu betreten.

Alle Exkursionen, Studien- und Klassenfahrten in diesem Schuljahr sind abzusagen.

Mecklenburg-Vorpommern

  • 16. März bis 20. April bleiben Schulen und Kitas geschlossen
  • Notbetreuung für einige Kinder wird angeboten

Seit dem 16. März sind in Mecklenburg-Vorpommern Schulen und Kitas flächendeckend geschlossen. Davon betroffen sind auch Schulpraktika. Lehrreferenten sowie Lehrer müssen weiter zum Dienst erscheinen. Berufsschüler in der dualen Ausbildung melden sich in ihren Ausbildungsbetrieben.

Das Land hat eine Notfallversorgung von Kindergartenkindern und Schülern bis zur sechsten Klasse in begründeten Ausnahmefällen eingerichtet – und zwar für Eltern im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge unverzichtbare Tätigkeiten ausüben. Hierzu zählt der Gesundheits- und Pflegebereich, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste sowie der Nahverkehr.

Niedersachsen

  • Schulen und Kitas bleiben vom 16. März bis 18. April geschlossen – die Zeit ist unterrichtsfrei
  • Für Abiturienten beginnt die Schulpflicht bereits ab dem 15. April wieder
  • Notfallbetreuung für Kinder bis zur achten Klasse findet statt – aber nur unter bestimmten Bedingungen

Auch Niedersachsen hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus alle Schulen und Kitas geschlossen. Nach zwei Wochen außerplanmäßiger Schließung haben am 30. März nahtlos zwei Wochen Osterferien begonnen.

Schulen und Kindertagesstätten bleiben zunächst für fünf Wochen bis zum 18. April geschlossen, der Zeitraum beinhaltet die Osterferien. Abiturienten sind bereits ab dem 15. April wieder schulpflichtig!

Für Kinder von Beschäftigten aus den Bereichen Pflege, Gesundheit, Medizin und öffentliche Sicherheit wie Polizei, Justiz, Rettungsdienste, Feuerwehr und Katastrophenschutz, sowie zur Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge gibt es eine Notbetreuung. Die Regelung gilt für Kinder bis zur achten Klasse.

Schüler haben unterrichtsfrei, ein Online-Unterricht ist nicht geplant. Schulfahrten werden bis zu den Sommerferien gestoppt, ebenso Besuche ausländischer Schülergruppen.

Nordrhein-Westfalen

  • Schulen und Kitas schließen vom 16. März bis 18. April
  • Notfallbetreuung nur für Kinder von Eltern mit systemrelevanten Berufen

In Nordrhein-Westfalen haben wegen des Coronavirus seit Montag, 16. März, alle Schulen bis zu den Osterferien ihren Betrieb eingestellt. Auch die Kitas in Nordrhein-Westfalen sind wegen der Ausbreitung des Coronavirus geschlossen.

Kinder werden noch betreut, sofern “deren Eltern in einem Bereich arbeiten, der gemäß Erlass als ‘kritische Infrastruktur’ gilt”.

Rheinland-Pfalz

  • Schulen und Kitas bleiben vom 16. März bis mindestens 19. April geschlossen

Rheinland-Pfalz hat mehr als 2500 Kitas und rund 1600 Schulen geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Betreuung und Unterricht bleiben bis Ende der Osterferien am 19. April eingestellt, wie das Bildungsministerium mitteilte. Eine Notbetreuung werde vor Ort ermöglicht.

Zudem wurde bekannt:

  • Die geplanten Prüfungen für das mündliche Abitur sollen erst in der Woche ab dem 23. März 2020 stattfinden.
  • Förderschulen, an denen überwiegend Schülerinnen und Schüler mit komplexen Behinderungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen unterrichtet werden, werden nicht geschlossen.
  • Für Lehrer und anderes Schulpersonal gilt Dienstpflicht.
  • Schulen sollen die Kindermit Lernmaterialien versorgen.
  • Es gibt eine Notfallbetreuung in Kleingruppen.

FOCUS-Online-Aktion #CoronaCare: Deutschland hilft sich!

Die Corona-Pandemie schränkt den Alltag der Menschen in Deutschland ein. Vor allem für gefährdete Gruppen wie Senioren sind auch alltägliche Aufgaben mit einem Ansteckungsrisiko verbunden. Daher ist nun Solidarität gefragt! FOCUS Online hat deshalb die Aktion “#CoronaCare: Deutschland hilft sich” gestartet. Machen Sie mit! Alle Informationen finden Sie hier.

 

Saarland

  • Schulen und Kitas sind vom 16. März bis  24. April  geschlossen
  • Notfallbetreuung ist gewährleistet
  • Abschlussprüfungen finden statt

Als erstes Bundesland hat das Saarland bekanntgegeben, dass wegen des Coronavirus landesweit Schulen und Kindertagesstätten ab Montag, 16. März, bis Ende der Osterferien geschlossen sind. Eine Notbetreuung für Familien werde sichergestellt. Damit solle die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden.

Die Lehrkräfte und Kita-Mitarbeiter sind aber weiterhin zum Dienst verpflichtet. Lehrer sollen nach Möglichkeit Lernangebote an ihre Schüler machen, die ohne persönlichen Kontakt möglich sind.

Alle Abschlussprüfungen (Hauptschulabschluss, Mittlerer Bildungsabschluss, Abitur, berufliche Abschlüsse) werden wir geplant vorbereitet und ihre Durchführung sichergestellt. Nachholtermine sind in Vorbereitung.

Das Sommersemester der Hochschulen beginnt erst am 4. Mai.

Sachsen: Schulen und Kitas schließen am Mittwoch, 18. März

  • Unterrichtsfreie Zeit ab 16. März – Schulen seit 18. März geschlossen
  • Kindergärten ebenfalls seit 18. März geschlossen
  • Eltern müssen Betreuung ihrer Kinder bis Ende der Osterferien (18.4.) selbst organisieren

Sachsen hat wegen des Coronavirus eine schulfreie Zeit für öffentliche Schulen angeordnet. Eine Schulpflicht besteht nicht. Seit dem 18. März sind Schulen und Kitas im gesamten Bundesland geschlossen.

Das Kultusministerium mahnt an, die unterrichtsfreie Zeit zu nutzen, um Lernmaterial aus den Schulen zu holen – um dann weiterhin lernen zu können.

Die Prüfungen sind nach derzeitigem Stand aber nicht in Gefahr. Das Abitur in Sachsen kann trotz Corona-Krise zum regulären Zeitpunkt geschrieben werden. Die Prüfungen beginnen am 22. April, die Schulen werden wegen der Vorbereitung nur für die Abschlussklassen am 20. April wieder geöffnet, wie Kultusminister Christian Piwarz (CDU) sagte. Wann der übrige Unterricht weitergeht, werde später entschieden. “Ein Notabitur ist für uns keine Option, wir wollen den Schülern die Möglichkeit bieten, Prüfungen abzulegen, in guter Atmosphäre und unter fairen Bedingungen.” Die, die sich beim Ersttermin dazu nicht in der Lage fühlten, könnten Klausuren nachschreiben.

Auch die Kitas sind seit dem 18. März nicht mehr geöffnet.

Sachsen-Anhalt

  • Schul- und Kita-Schließungen gelten vom 16. März bis 13. April
  • Eine Notbetreuung wird angeboten

Klarheit auch in Sachsen-Anhalt: Das Bundesland hat seit dem 16. März die Schulen und Kitas im ganzen Land geschlossen. Die Regelung gelte bis zum 13. April, teilte die Landesregierung in Magdeburg mit.

“Die Schulen richten unterrichtliche Angebote ein”, hieß es in einer Mitteilung der Landesregierung. Für die Kinder, die keine andere Möglichkeit hätten, gibt es eine Betreuung. Auch in den Horten und Kindertageseinrichtungen ist eine Notbetreuung gesichert.

Schulen schließen wegen Coronavirus – Systemrelevante Berufe: Ab wann Eltern Notfallbetreuung nutzen dürfen 

Schleswig-Holstein

  • Schulen und Kitas bis 19. April geschlossen

Die Schulen und Kitas in Schleswig-Holstein bleiben bis zum 19. April geschlossen. Das teilten das Bildungsministerium und das Gesundheitsministerium in Kiel mit.

Zu einer Notbetreuung schreibt das Land: “Von diesem Betretungsverbot ausgenommen sind diejenigen Schülerinnen und Schüler, die einen täglichen, hohen Pflege- und Betreuungsaufwand benötigen, dem im häuslichen Rahmen nicht entsprochen werden kann. Für diese Schülerinnen und Schüler wird ein schulischer Notbetrieb (Betreuung) auf Elternwunsch nach Entscheidung der Schulleitung sichergestellt. Da diese Schülerschaft zur besonderen vulnerablen Bevölkerungsgruppe gehört, sind entsprechende Schutzmaßnahmen zu beachten und ein strenger Maßstab anzulegen.”

Thüringen

  • Vom 17.März bis 17. April sind die Schulen und Kitas geschlossen
  • Notfallsbetreuung gibt es
  • Das Sommersemester startet am 4. Mai

In Thüringen bleiben zum Schutz gegen das neuartige Coronavirus alle Schulen und Kitas geschlossen. Das teilte Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) mit.

Es gibt Notfallbetreuungsangebote in Schulen und Kindertagesstätten für Kinder der Klassenstufen 1 bis 6 zu den üblichen Unterrichts- und Betreuungszeiten. Schulen sollen Lernstoff für Schüler bereitstellen. “Wir werden den Schülerinnen und Schülern ein Lernen zu Hause ermöglichen. Dazu wird das pädagogische Personal Aufgabenstellungen und Lernhinweise erarbeiten und den Schülerinnen und Schülern ggf. schon am Montag zur Verfügung stellen (beispielsweise Aufgaben über Homepage der Schulen, öffentlich zugänglicher Aushang an der Schule).”

Zudem verschiebt sich der Semesterstart. Die Hochschulen und Universitäten werden wohl frühestens am 4. Mai in das Sommersemester starten.

Für Rückfragen öffnet das Bildungsministerium erneut eine Hotline unter der Nummer 0361 57 – 3411 500 – ab Montag ab 7.00 Uhr.

Wo tritt Coronavirus auf? Echtzeit-Karte zeigt die Verbreitung der Krankheit

Alles über den Corona-Ausbruch lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Dazu passend:

Was zu beachten ist

1) Zeigen sich Symptome, werden die Träger von Schulen, Kindertageseinrichtungen und Tagespflegepersonen gebeten, unverzüglich die Eltern darüber zu informieren und diese zu befragen, ob sich das Kind in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten hat. Sollte dies der Fall sein, ist unverzüglich telefonisch der Haus- oder Kinderarzt oder der ärztliche Bereitschaftsdienst zu kontaktieren.

2) Entsprechendes gilt für das in den Einrichtungen tätige Personal oder externe Mitarbeiter. Sollten sich diese also kürzlich in einem Risikogebiet aufgehalten haben und zeigen sich Krankheitssymptome, darf die Einrichtung von vornherein nicht betreten werden.

3) Mit der Beachtung der üblichen und allseits bekannten Hygiene und Vorsichtsmaßnahmen können Sie das Ansteckungsrisiko erheblich reduzieren. Personal in den Einrichtungen und Eltern werden gebeten, besonders auf die Einhaltung einer guten persönlichen Hygiene, insbesondere die sorgfältige Händehygiene (häufiges Waschen mit Seife), zu achten und möglichst die Schleimhäute im Gesichtsbereich (Augen, Mund usw.) nicht mit ungewaschenen Händen zu berühren. Bitte halten Sie auch die Hustenetikette ein: Halten Sie Abstand, benutzen Sie Taschentüchern auch zum Husten und Niesen und entsorgen Sie sie regelmäßig im Hausmüll, alternativ: Niesen oder Husten in die Ellenbeuge.

Ob gegen Corona oder Influenza: So schützen Sie sich vor Viren

Wer sich vor dem Coronavirus, aber auch anderen Infektionen der Atemwege schützen will, sollte allgemeine Hygieneregeln einhalten. Diese sind bei allen Atemwegsinfekten gleich.

  • Häufig Händewaschen mit Wasser und Seife. Antimikrobielle Zusätze sind in der Regel nicht notwendig. Auch die Temperatur des Wassers spielt keine Rolle.
  • Mindestens 20 Sekunden Händewaschen.
  • Nach dem Waschen die Hände gründlich abtrocknen.
  • Abstand halten zu Menschen, die niesen oder husten und selbst Einwegtaschentücher benutzen. Nach dem Husten, Niesen und Naseputzen sollte man sich zudem möglichst umgehend die Hände waschen.

Covid-19 bereits außer Kontrolle? Die wichtigsten Antworten zur Corona-Pandemie

 

Im Video: “Weiß nicht, ob das Ihr Ernst ist”: Laschet fährt Hayali in ZDF-Interview an

Mehr Lesetipps zur Corona-Pandemie

  • In vielen Ländern ziehen vermummte Putztrupps mit Desinfektionskanistern durch die Straßen. Deutschland lehnt solche Maßnahmen ab. Übersehen wir da gefährliche Infektionsquellen oder bringen desinfizierte Bürgersteige wirklich nichts gegen Coronaviren? Mehr lesen Sie hier.
  • Krankenhaushygieniker sprechen von vier Phasen, Wirtschaftswissenschaftler von zwölf Punkten. Eines ist jedoch klar: Die Rückkehr zur Normalität kann nur schrittweise erfolgen. Wie der Weg aus dem Lockdown aussehen könnten. Mehr lesen Sie hier.
  • Auch wenn eine Covid-19-Erkrankung bei 80 Prozent der Betroffenen mild verläuft – es gibt Menschen, die schwer erkranken. Sie haben Lungenentzündungen, erleiden Atemnot, sterben. Pneumologe Michael Barczok erklärt, welche Faktoren über einen schweren Verlauf entscheiden. Mehr lesen Sie hier.
  • Am 27. Januar berichteten es die deutschen Gesundheitsbehörden zum ersten Mal: Ein 33-Jähriger hatte sich am neuartigen Coronavirus angesteckt. Seit dieser erste Fall in Deutschland bekannt wurde, sind zehn Wochen vergangen. Was wir mittlerweile über Sars-Cov-2 wissen. Mehr lesen Sie hier.

fas/rob/kam/mit Agenturmaterial

[Coustom ad_2]
Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

Krypto-Nachrichten ist ein RSS-Nachrichtendienst und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unser Nachrichtenportal soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.

Werbebanner

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

4 × vier =