Schulausfall: Wo die Schulen ab dem 20. April öffnen – und wo sie später starten

0
187
Werbebanner

In Deutschland sind die Schulen seit März geschlossen, Eltern müssen ihre Kinder selbst betreuen. Jetzt haben sich Bund und Länder geeinigt: Die Schulen sollen schrittweise wieder aufmachen. In der kommenden Woche soll in NRW der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden. Alle Termine für Schulstart und Abitur finden Sie in unserer Übersicht.

Schulstart in Deutschland schrittweise ab 20. April geplant

Bis Anfang Mai sollen die Schulen – mit Ausnahmen – grundsätzlich geschlossen bleiben. Der Regelschulbetrieb soll schrittweise ab dem 4. Mai wieder aufgenommen werden, zuerst mit Abschlussklassen und Schülern, die im kommenden Jahr vor Prüfungen stehen sowie den obersten Grundschulklassen.

Die Kultusminister der Länder sollen bis Ende April ein Konzept zu Hygienemaßnahmen, Schulbusbetrieb, Pausenzeiten und Gruppenaufteilung erarbeiten. Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen für Schüler, die jetzt vor dem Abschluss stehen, sind in den Schulen aber auch vor Anfang Mai schon unter strengen Auflagen möglich. So soll der Schulbetrieb in NRW etwa schon ab dem 20. April wieder aufgenommen werden.

Auch andere Bundesländer wollen von den Ausnahmen Gebrauch machen. Auch nach hinten darf abgewichen werden: So will Bayern erst am 11. Mai die Schulen wieder schrittweise öffnen. Besonders vom Coronavirus betroffene Länder könnten von der gemeinsamen Bund-Länder-Linie abweichen, sagte Markus Söder (CSU) am Mittwoch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Hamburgs Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD).

Kitas und die Klassen 1 bis 3 der Grundschule sollen laut Söder jedoch weiterhin geschlossen bleiben. Allerdings soll die Notfallversorgung ausgebaut werden, weil jetzt ja auch wieder mehr Geschäfte öffnen. Es sei kleinen Kindern “nicht zuzumuten”, Masken aufsetzen zu müssen, “und es ist auch schwer, da zu appellieren, wenn sich schon viele Erwachsene schwertun.”

Kein Schüler in Deutschland soll wegen Corona-Krise sitzen bleiben

Wegen des Schulausfalls durch die Corona-Pandemie sollte in Deutschland nach Ansicht von Söder zudem kein Schüler sitzen bleiben müssen. Bei der von Bund und Ländern beschlossenen langsamen Schulöffnung ab Mai müssten die Kultusminister nochmals genau über die Modalitäten nachdenken, sagte Söder am Mittwochabend “Bild Live”. Unter anderem müsse eine Handhabung beim Thema Versetzungen gefunden werden. Keiner solle “sitzen bleiben, nur weil wegen Corona die Schulzeit verkürzt wurde”.

Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig (SPD), geht davon aus, dass es in den Schulen bis zu den Sommerferien keinen normalen Unterricht geben wird. “Der Unterricht, der jetzt bis zu den Sommerferien kommt, wird natürlich ein anderer Unterricht sein als der, den es vor Corona gab”, sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin am Donnerstag im Radioprogramm SWR Aktuell. Wichtig sei vor allem, auch in den Schulen die Abstandsregeln einzuhalten.

Hessen verzichtet auf Sitzenbleiben

Als erstes Bundesland ging nun Hessen voran und verzichtet wegen der Einschränkungen des Schulbetriebs durch die Corona-Krise auf das Sitzenbleiben von Schülern mit schlechten Leistungen. “Da die Leistungsbewertung in diesem Schulhalbjahr nur eingeschränkt möglich sein wird, soll in der Regel eine Versetzung erfolgen”, teilte dazu das Kultusministerium in Frankfurt am Main mit. Hintergrund sind die aktuellen Schulschließungen.

“In den Fällen, in denen der vor der Zeit der Schulschließungen gezeigte Leistungsstand der Schülerin oder des Schülers eine erfolgreiche Mitarbeit in der nächsthöheren Leistungsstufe nicht erwarten lässt, sollen die Eltern beraten und auf die Möglichkeit der freiwilligen Wiederholung hingewiesen werden”, hieß es in der Mitteilung des Kultusministeriums weiter.

Auch interessant: Deutschlands Lehrer-Chef Meidinger: “Ein Viertel aller Schüler abgehängt”

Schulen und Kitas: Was jetzt in den einzelnen Bundesländern gilt:

Baden-Württemberg

  • Schulen öffnen ab 4. Mai
  • Notfallbetreuung von Kindern, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten

Nach den Planungen von Bund und Ländern bleiben die Schulen in Baden-Württemberg für die meisten Klassen sowie die Hochschulen und Kindergärten geschlossen. Vom 4. Mai an beginnt der Unterricht stark eingeschränkt und schrittweise mit den Klassen aller allgemeinbildenden Schulen, bei denen in diesem oder im nächsten Jahr die Abschlussprüfungen anstehen, sowie mit den Abschlussklassen der beruflichen Schulen. In einem nächsten Schritt sollen die Viertklässler an die Grundschulen zurückkehren. Ein Datum nannten Kretschmann und Landeskultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) nicht.

Für Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen (etwa Polizei, Feuerwehr, medizinisches und pflegerisches Personal, Lebensmittelproduktion und Infrastruktur) gibt es eine Notfallbetreuung, diese soll nun ausgebaut werden.

Mehr Informationen bietet das Bildungsministerium des Landes hier.

Bayern

  • Schulen und Kindergärten schließen von 16. März bis 11. Mai
  • Notfallplan für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten

Ab dem 27. April sollen die Abschlussklassen in Bayern wieder zurück an die Schulen dürfen. Frühestens am 11. Mai sollen diejenigen Jahrgänge folgen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Kabinettssitzung am Donnerstag mit. Wann alle übrigen Jahrgänge zurück an die Schulen dürfen, ist noch offen.

Man habe Spielräume und einen Rahmen entwickelt, weil die Länder unterschiedlich betroffen seien, sagte Söder am Mittwoch nach knapp vierstündigen Beratungen von Bund und Ländern.

In Bayern gibt es einen Nottfallplan für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten. Welche Berufe in Bayern als “systemkritisch” definiert sind, erklärt das Bildungsministerium hier.

Surf-Tipp: Keine Schule, keine Großeltern: Was Eltern zum Corona-Chaos jetzt wissen müssen 

Berlin

  • Seit Mitte März sind die Oberstufenzentren geschlossen
  • Unterricht für die zehnten Klassen soll am 27. April wieder beginnen
  • Notbetreuung für Kita-Kinder und die Klassen 1 bis 6

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte Mitte März mitgeteilt, dass die Berliner Schulen und Kitas angesichts der steigenden Zahlen von Infizierten mit dem neuartigen Coronavirus geschlossen werden.

Nun soll der Unterricht für die zehnten Klassen schon am 27. April wieder beginnen. Das sagt Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) im RBB-Inforadio. Die Schüler sollten ausreichend Zeit haben, sich auf den Mittleren Schulabschluss vorzubereiten. Auch die Abiturprüfungen sollen wie geplant kommende Woche beginnen.

In Berlin sollen die Abiturprüfungen auch angesichts der neuen Corona-Regelungen wie geplant ab 20. April stattfinden. Bereits am 27. April sollen dann auch Zehntklässler wieder unterrichtet werden. In dem schrittweisen Hochfahren des Unterrichts soll dann am 4. Mai der Unterricht der Sechstklässler wieder beginnen.

Ab dem 4. Mai sollen dann vor allem auch die Schüler der Abschlussklassen wieder Unterricht erhalten, außerdem “qualifikationsrelevante” Jahrgänge, die im nächsten Schuljahr ihre Prüfungen ablegen. Auch für die letzten Grundschulklassen soll es den Beschlüssen von Bund und Ländern zufolge Anfang Mai wieder losgehen.

Kita-Kinder und Schulkinder bis zur 6. Klasse können weiterhin in eine Notbetreuung gebracht werden – wenn Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten und keine andere Möglichkeit einer Kinderbetreuung organisieren können.

Systemrelevante Branchen sind zum Beispiel: Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen, Justizvollzug, Krisenstabspersonal, öffentlicher Nahverkehrs sowie die Ver- und Entsorgung, Energieversorgung (Strom, Gas), Gesundheits- und Pflegebereich, Notversorgung in Kita und Schule sichert.

Hier informiert die Stadt Berlin Schüler und Eltern.

FOCUS-Online-Aktion #CoronaCare: Deutschland hilft sich!

Die Corona-Pandemie schränkt den Alltag der Menschen in Deutschland ein. Vor allem für gefährdete Gruppen wie Senioren sind auch alltägliche Aufgaben mit einem Ansteckungsrisiko verbunden. Daher ist nun Solidarität gefragt! FOCUS Online hat deshalb die Aktion “#CoronaCare: Deutschland hilft sich” gestartet. Machen Sie mit! Alle Informationen finden Sie hier.

Brandenburg

  • Der reguläre Schul- und Kitabetrieb ist seit dem 18. März eingestellt – bis zum 4. Mai
  • Notbetreuung wird sichergestellt – Schulbesuche sind weiterhin möglich

Der reguläre Schulunterricht in Brandenburg ist angesichts der Gefahr durch die Ausbreitung des Coronavirus ausgesetzt (mehr Infos hier). In den Kommunen ist eine Notbetreuung für Kinder und Schüler organisiert worden. In Einzelfällen hatte es bereits vor dem 18. März Schulschließungen gegeben.

Nun sollen die Schulen ab 4. Mai für bestimmte Klassen wieder offen sein. Das kündigte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Mittwoch nach der Bund-Länder-Konferenz an.

Das Land Brandenburg hat sich – wie andere Bundesländer auch – gegen einen Ausfall der schriftlichen Abiturprüfungen ausgesprochen, sodass die Schülerinnen und Schüler in diesem Schuljahr ein Abitur erhalten, das den gleichen Wert wie in den Vorjahren hat.

Tipp: Lesen Sie hier, wo der Semesterstart an Universitäten und Hochschulen verschoben wurde.

Bremen und Bremerhaven

  • Schulen öffnen schrittweise ab 4. Mai wieder
  • Notfallbetreuung für einige Kinder

Die Schulen in Bremen werden vom 4. Mai an schrittweise wieder ihren Betrieb aufnehmen. Priorität hätten dabei Abschlussklassen von allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen sowie die vierten Klassen der Grundschulen, wie Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) am Mittwoch mitteilte. Über die Einzelheiten würden nun die Kultusminister beraten. Zu den offenen Fragen gehörten unter anderem, unter welchen Hygienebedingungen der Unterricht stattfinden könne, ob er rotierend an abwechselnden Tagen abgehalten werde und wie groß die Schülergruppen sein dürften.

Eine Notbetreuung für Kinder von Beschäftigten im Gesundheitswesen, bei der Polizei oder etwa der Feuerwehr bleibt bis dahin weiter eingerichtet. Hierfür bringen Eltern, die in diesen Bereichen arbeiten, ihre Kinder in die Schule oder Kita und nennen dort ihren Beruf.

Mehr Informationen bietet Bremen auf der Seite der Bildungssenatorin.

Hamburg

  • Die Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossen
  • Notbetreuung für nahezu alle Kinder

Gut einen Monat nach dem Shutdown bereitet sich Hamburg auf eine erste Lockerung der Corona-Auflagen vor. Entscheidungen dazu wollte der Senat erst am Freitag verkünden, außerdem auch, wie es mit den Schulen weitergehen soll. Bund und Länder hatten beschlossen, dass der Unterricht ab dem 4. Mai für einzelne Jahrgänge wieder losgehen soll. Die Kontaktbeschränkungen werden aber bis mindestens zum 3. Mai verlängert. Großveranstaltungen sollen bis zum 31. August untersagt bleiben. Davon betroffen ist beispielsweise auch der für Juli geplante Hamburger Schlagermove, der nun im September stattfinden soll.

Mehr Informationen will die Schulbehörde auf ihrer Seite in dieser Zeit vermitteln – und zwar hier.

Hessen

  • Schulen öffnen ab 27. April schrittweise wieder
  • Abiturienten müssen nur noch zur mündlichen Prüfung erscheinen
  • In diesem Schuljahr müssen Schüler und Schülerinnen in Hessen außerdem nicht um ihre Versetzung bangen

Ab 27. April öffnen die Schulen schrittweise wieder. Begonnen wird mit den Abschlussklassen von Haupt-, Real- und Berufsschulen sowie den vierten Klassen der Grundschulen. Auch für die Zwölftklässler fängt die Schule am 27. April wieder an. Die Abiturienten müssen nur noch zur mündlichen Prüfung erscheinen.

Das Land konzentriere sich bei der Wiedereröffnung auf die Jahrgänge, bei denen Abschlüsse oder ein Übergang in die höhere Schule anstehe, sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Um die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln zu gewährleisten, werden die Klassen auf eine maximale Größe von 15 Schülern verkleinert. Die zentralen Haupt- und Realschulprüfungen werden nach hinten geschoben und finden nun vom 25. bis 29. Mai statt.

Schülerinnen und Schüler in Hessen müssen während der Corona-Krise außerdem nicht um ihre Versetzung in das nächste Schuljahr bangen. “Da die Leistungsbewertung in diesem Schulhalbjahr nur eingeschränkt möglich sein wird, soll in der Regel eine Versetzung erfolgen”, teilte das Kultusministerium am Freitag mit. In Fällen, bei denen schon vor Schließung der Schulen wegen des Coronavirus die schulischen Leistungen womöglich nicht für eine Versetzung gereicht hätte, soll das Gespräch mit Schülern und Eltern gesucht werden, um auf die Möglichkeit der freiwilligen Wiederholung des Schuljahres hinzuweisen, hieß es weiter.

Mecklenburg-Vorpommern

  • Vom 16. März bis einschließlich 27. April 2020 bleiben Schulen und Kitas geschlossen
  • Notbetreuung für Kinder wird angeboten

In Mecklenburg-Vorpommern sollen vom 27. April an die Schulen wieder öffnen. Wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) mitteilte, werden zunächst die höheren Klassenstufen 10, 11 und 12 in die Unterrichtsräume zurückkehren. Damit solle insbesondere den Schülern der Abschlussklassen die Möglichkeit gegeben werden, sich mit Hilfe der Lehrer auf die anstehenden Prüfungen vorzubereiten. Zudem sei davon auszugehen, dass sich ältere Schüler in der Corona-Krise besser an die Hygieneregeln halten.

Parallel solle bis Anfang Mai ein Konzept erarbeitet werden, das auch die Rückkehr weiterer Altersklassen an die Schulen erlaubt. Nach den Worten Schwesigs könnten das die Schüler der vierten Klasse sein, weil diese den Schritt von der Grundschule in die weiterführende Schule vor sich hätten. “Wichtig ist, dass wir behutsam vorgehen”, warb Schwesig vor allem auch bei den Eltern um Geduld. Sie stellte zugleich aber auch Lockerungen für die bislang stringent gehandhabte Notfallbetreuung von Kindern in den Kitas in Aussicht.

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie waren im Nordosten Mitte März alle Schulen und Kitas geschlossen worden. Bis zu den Osterferien wurde Unterricht weitgehend über das Internet erteilt.

Niedersachsen

  • Für Abschlussjahrgänge beginnt Schule in Niedersachsen am 27. April
  • Vom 4. Mai an soll der Schulbetrieb mit einigen wenigen Klassenstufen beginnen
  • Notfallbetreuung für Kinder bis zur achten Klasse findet statt – aber nur unter bestimmten Bedingungen

In Niedersachsen sollen die Schüler bereits ab kommendem Mittwoch Online-Unterricht erhalten, bevor die Klassen vom 4. Mai an schrittweise wieder in die Schulen zurückkehren. Lediglich für die Abschlussklassen der Jahrgänge 10 und 13 beginne der Unterricht bereits am 27. April, kündigte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) an. Für den Online-Unterricht erhielten die Schüler von ihren Lehrerkräften ab der kommenden Woche Aufgaben und Lernpläne für daheim. Die Schulen müssen unterdessen umfangreiche Hygienemaßnahmen umsetzen.

Für die 4. Klassen der Grundschule startet der Unterricht demnach am 4. Mai und für die 12. Klasse am 11. Mai. Vom 18. Mai an sollen die 9., 10. und 3. Klassen wieder in die Schulen gehen. Zwischen Ende Mai und Mitte Juni folgen dann die übrigen Klassen.

Beim Wiederanlauf des Schulunterrichts sollen die Klassen geteilt werden und die Schüler dann tage- oder wochenweise abwechselnd in die Schule kommen.

Nordrhein-Westfalen

  • Die Schulen öffnen schrittweise ab dem 20. April – ab dem 23. April sollen Abschlussklassen wieder in die Schule gehen können
  • Abiturprüfungen in NRW sollen wie geplant am 12. Mai beginnen.
  • Notfallbetreuung nur für Kinder von Eltern mit systemrelevanten Berufen

In NRW steht der Schulbetrieb seit dem 16. März 2020 weitesgehend still. Auch die Kitas in Nordrhein-Westfalen sind wegen der Ausbreitung des Coronavirus geschlossen. Kinder werden noch betreut, sofern “deren Eltern in einem Bereich arbeiten, der gemäß Erlass als ‘kritische Infrastruktur’ gilt”.

Ab dem 20. April sollen die Schulen in NRW nun aber schrittweise wieder geöffnet werden. Zunächst soll dies für weiterführende Schule gelten, Lehrerinnen und Lehrer sollen dann drei Tage Zeit haben, um sich auf die Wiederaufnahme des Schulbetriebes vorzubereiten. Ab dem 23. April sollen dann Schüler und Schülerinnen der Abschlussklassen zur Vorbereitung auf die Prüfungen wieder in die Schule gehen können.

Der Grund: Die Abiturprüfungen in NRW sollen wie geplant am 12. Mai beginnen. Das hat Ministerpräsident Armin Laschet am Mittwoch klar gestellt. In der kommenden Woche sollen an den NRW-Schulen Prüfungen und Vorbereitungen der Abschlussklassen wieder stattfinden. Zahlreiche Eltern- und Lehrerverbände sowie Gewerkschaften in NRW hatten zuletzt eine Absage der Abitur-Prüfungen gefordert.

Ab dem 4. Mai sollen dann alle Schulen schrittweise wieder geöffnet werden. Begonnen werden soll hier mit den Schülern und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 4, um eine Vorbereitung auf den Wechsel auf weiterführende Schulen zu gewährleisten.

NRW startet Schulbetrieb unter strengen Hygieneauflagen

Das Bundesministerium hat für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs außerdem notwendige Hygienemaßnahmen festgelegt. Die zentrale Regel dabei lautet: Abstand halten. So müssen die Lerngruppen etwa so aufgebaut werden, dass zwischen den Schülern untereinander und den Lehrern der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Außerdem sollen Namenslisten erstellt werden, um Kontakte im Fall einer Infektion nachverfolgen zu können.

“Die Einhaltung des Infektionsschutzes war, ist und bleibt die Grundvoraussetzung, um erste und vorsichtige Schritte aus der durch das Coronavirus bedingten Ausnahmesituation zu unternehmen”, sagte der Staatssekretär für Schule und Bildung, Mathias Richter, der Deutschen Presse-Agentur. Eine Info-Mail mit den Vorgaben sei am Samstag an die Schulen verschickt worden, hieß es aus dem Ministerium.

Darin heißt es außerdem: Schüler oder Lehrer mit Symptomen sollen von Unterricht sowie Prüfungen ausgeschlossen werden. Es sei außerdem darauf zu achten, dass Trinkflaschen oder Gläser nicht gemeinsam genutzt würden. Außerdem sehen die Vorgaben ausreichende Waschbecken und Seifenspender vor, damit Hände regelmäßig gewaschen werden können. Darüber hinaus wird die generelle Corona-Etikette – also Niesen und Husten in den Ellbogen und aufs Händeschütteln verzichten – empfohlen. Auf eine generelle Maskenpflicht in Schulen verzichtet das Land. Als Grundlage hatte das Schulministerium ein Gutachtern von Wissenschaftlern unter anderem der Uni Bonn beauftragt.

Rheinland-Pfalz

  • Schulen und Kitas bleiben vom 16. März bis mindestens 27. April geschlossen

Für ein Drittel der Schülerinnen und Schüler fängt bis Anfang Mai der Unterricht im Klassenraum wieder an.

In der Öffnungsphase 1 zum 27. April starten rund 35.000 Jugendliche – zumeist Berufsschüler, die vor einer Prüfung stehen, und Abiturienten der Gymnasien mit achtjähriger Schulzeit (G8).

In der Öffnungsphase 2 ab 4. Mai folgen rund 130.000 Schülerinnen und Schüler, darunter 34.000 in den vierten Grundschulklassen, 26.000 an den Realschulen plus, 18.500 in Integrierten Gesamtschulen und 40.000 an Gymnasien. Bei den weiterführenden Schulen sind dies im Wesentlichen die Jugendlichen ab der 9., 10. oder 11. Klasse. Insgesamt soll für etwa 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen der Präsenzunterricht wiederaufgenommen werden.

Bei der Öffnung der Schulen sollen Klassen und Kurse in zwei Gruppen geteilt werden, die im Wochenrhythmus jeweils abwechselnd in der Schule und zuhause lernen. Die Bildungsministerin kündigte an, dass es nach den Osterferien auch eine Videoplattform für die Schulen geben soll, um den digitalen Unterricht weiter zu festigen. Über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Pandemie, auch im Bildungssystem, wollen Bund und Länder am 30. April beraten. Sowohl bei Schülern als auch bei Lehrkräften seien Angehörige von Risikogruppen besonders zu schützen.

FOCUS-Online-Aktion #CoronaCare: Deutschland hilft sich!

Die Corona-Pandemie schränkt den Alltag der Menschen in Deutschland ein. Vor allem für gefährdete Gruppen wie Senioren sind auch alltägliche Aufgaben mit einem Ansteckungsrisiko verbunden. Daher ist nun Solidarität gefragt! FOCUS Online hat deshalb die Aktion “#CoronaCare: Deutschland hilft sich” gestartet. Machen Sie mit! Alle Informationen finden Sie hier.

 

Saarland

  • Schulen öffnen wieder schrittweise ab 4. Mai
  • Notfallbetreuung ist gewährleistet
  • Abschlussprüfungen finden statt

Vom 4. Mai an wird eine schrittweise Öffnung der Schulen angestrebt. Zunächst sollen die Oberstufenklassen unterrichtet werden. Schüler, die vor Prüfungen stehen, sollen die Möglichkeit haben, sich adäquat darauf vorzubereiten. Um Hygienestandards zu gewährleisten, sollen Schulträger entsprechende Konzepte entwickeln.

Das Sommersemester der Hochschulen beginnt erst am 4. Mai.

Sachsen

  • Schulen öffnen ab 20. April wieder schrittweise
  • Kindergärten ebenfalls seit 18. März geschlossen

Für die Schüler der Abschlussklassen steht in Sachsen ab nächster Woche (20. April) wieder der Schulbesuch an. An den Gymnasien gehe die Prüfungsvorbereitung am Montag los, an den Oberschulen, Berufsschulen und Förderschulen am Mittwoch, sagte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) am Donnerstag in einem Livestream. Für die Abschlussklassen gelte dann auch wieder die Pflicht zum Schulbesuch. “Wenn wir die Schulen wieder öffnen, besteht auch die Pflicht, diese wieder zu besuchen”, sagte Piwarz. Unterricht solle es nur in prüfungsrelevanten Fächern geben.

Die Schulen würden vom Land bis Anfang nächster Woche mit einer “Erstausstattung” an Masken und Desinfektionen ausgerüstet, sagte Piwarz. Für jeden Schüler solle eine wiederverwendbare Maske zur Verfügung stehen.

Sachsen-Anhalt

  • Schul- und Kita-Schließungen gelten vom 16. März bis 4. Mai
  • Eine Notbetreuung wird angeboten

Die Schulen in Sachsen-Anhalt können nach Einschätzung von Bildungsminister Marco Tullner (CDU) in zwei Wochen wieder öffnen. “Wir haben jetzt das klare Signal, dass die Schulen in einem ersten sehr bedachtsamen Schritt in zwei Wochen öffnen”, teilte Tullner mit.

“Wir werden die Rahmenbedingungen im Land schaffen und Schulen und Schulträger bei der Organisation des anlaufenden Schulbetriebes unterstützen”, so der Minister. Dazu sollen Schulen und Schüler noch in dieser Woche weitere Informationen bekommen.

Die Wiedereröffnung der Schulen, die in Sachsen-Anhalt wegen des neuartigen Coronavirus seit dem 16. März geschlossen sind, brauche zwar einen gewissen Vorlauf. Mit dem von Bund und Ländern vereinbarten Fahrplan könne Sachsen-Anhalt das aber schaffen.

Deutschlands bewegendster Corona-Song: “Victoriam” – Hören Sie rein, wir unterstützen damit den guten Zweck

Deutschlands bewegendster Corona-Song: “Victoriam” – Hören Sie rein, wir unterstützen damit den guten Zweck

Wir lassen niemanden allein. Mit dem Song “Victoriam” unterstützt die Aktion #CoronaCare Tafeln in Deutschland.

 

Schleswig-Holstein

  • Schulen und Kitas bis 4. Mai geschlossen
  • Abiturprüfungen starten jedoch zum 21. April

Die Schulen und Kitas in Schleswig-Holstein bleiben bis zum 4. Mai geschlossen. Wie geplant sollen aber die Abiturprüfungen ab 21. April in Schleswig-Holstein beginnen. In den prüfungsfreien Tagen werde es Unterricht geben für die Abschlussjahrgänge, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU).

Zu einer Notbetreuung schreibt das Land: “Von diesem Betretungsverbot ausgenommen sind diejenigen Schülerinnen und Schüler, die einen täglichen, hohen Pflege- und Betreuungsaufwand benötigen, dem im häuslichen Rahmen nicht entsprochen werden kann. Für diese Schülerinnen und Schüler wird ein schulischer Notbetrieb (Betreuung) auf Elternwunsch nach Entscheidung der Schulleitung sichergestellt. Da diese Schülerschaft zur besonderen vulnerablen Bevölkerungsgruppe gehört, sind entsprechende Schutzmaßnahmen zu beachten und ein strenger Maßstab anzulegen.”

Thüringen

  • Schulen öffnen ab 27. April schrittweise wieder
  • Für einen eng begrenzten Kreis von Kindern findet eine Notbetreuung statt.
  • Das Sommersemester startet am 4. Mai

Thüringens Abiturienten sollen als erste wieder zurück in die Schulen. Ab 27. April würde der Abiturjahrgang in die Schulen geholt, kündigte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) an. Am 4. Mai würden die Jahrgänge folgen, die in diesem Jahr Prüfungen ablegen müssten.

Bis dahin gibt es Notfallbetreuungsangebote in Schulen und Kindertagesstätten für Kinder der Klassenstufen 1 bis 6 zu den üblichen Unterrichts- und Betreuungszeiten. Schulen sollen Lernstoff für Schüler bereitstellen. Stationäre Einrichtungen der Erziehungshilfe und der Eingliederungshilfe für behinderte Kinder und Jugendliche sind während der gesamten Corona-Krise geöffnet gewesen.

Zudem verschiebt sich der Semesterstart. Die Hochschulen und Universitäten werden wohl frühestens am 4. Mai in das Sommersemester starten.

Wo tritt Coronavirus auf? Echtzeit-Karte zeigt die Verbreitung der Krankheit

Vor Öffnung der Schulen Toiletten nachrüsten

Nach der Einigung von Bund und Ländern auf die schrittweise Wiederöffnung der Schulen werden Forderungen nach gründlichster Hygiene zum Schutz vor dem Corona-Virus laut. Die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, mahnte, bei Missachtung von Sauberkeits-Standards müssten Schulen geschlossen bleiben. Lehrerverbands-Präsident Heinz-Peter Meidinger verlangte die “Nachrüstung von Toiletten- und Waschanlagen, Desinfektionsspendern und enger getaktete Reinigungszyklen”.

Der Grundschulverband stellte ähnliche Forderungen auf: In den Schulen müssten mehrmals täglich Toiletten, Türklinken und Treppengeländer gereinigt und desinfiziert werden. Nach Ansicht der GEW spielt die Hygiene eine “zentrale Rolle”. Toiletten müssten saniert werden. Zudem würden Flüssigseife, warmes Wasser, Einmalhandtücher, Desinfektionsmittel und “hochwertige Atemschutzmasken” benötigt. Tepe: “Das darf nicht am Geld scheitern.”

Alles über den Corona-Ausbruch lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Dazu passend:

Was zu beachten ist

1) Zeigen sich Symptome, werden die Träger von Schulen, Kindertageseinrichtungen und Tagespflegepersonen gebeten, unverzüglich die Eltern darüber zu informieren und diese zu befragen, ob sich das Kind in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten hat. Sollte dies der Fall sein, ist unverzüglich telefonisch der Haus- oder Kinderarzt oder der ärztliche Bereitschaftsdienst zu kontaktieren.

2) Entsprechendes gilt für das in den Einrichtungen tätige Personal oder externe Mitarbeiter. Sollten sich diese also kürzlich in einem Risikogebiet aufgehalten haben und zeigen sich Krankheitssymptome, darf die Einrichtung von vornherein nicht betreten werden.

3) Mit der Beachtung der üblichen und allseits bekannten Hygiene und Vorsichtsmaßnahmen können Sie das Ansteckungsrisiko erheblich reduzieren. Personal in den Einrichtungen und Eltern werden gebeten, besonders auf die Einhaltung einer guten persönlichen Hygiene, insbesondere die sorgfältige Händehygiene (häufiges Waschen mit Seife), zu achten und möglichst die Schleimhäute im Gesichtsbereich (Augen, Mund usw.) nicht mit ungewaschenen Händen zu berühren. Bitte halten Sie auch die Hustenetikette ein: Halten Sie Abstand, benutzen Sie Taschentüchern auch zum Husten und Niesen und entsorgen Sie sie regelmäßig im Hausmüll, alternativ: Niesen oder Husten in die Ellenbeuge.

Lesen Sie auch: Friseure dürfen schon bald wieder öffnen – doch es gibt Bedingungen

Mehr Lesetipps zur Corona-Pandemie

  • In vielen Ländern ziehen vermummte Putztrupps mit Desinfektionskanistern durch die Straßen. Deutschland lehnt solche Maßnahmen ab. Übersehen wir da gefährliche Infektionsquellen oder bringen desinfizierte Bürgersteige wirklich nichts gegen Coronaviren? Mehr lesen Sie hier.
  • Krankenhaushygieniker sprechen von vier Phasen, Wirtschaftswissenschaftler von zwölf Punkten. Eines ist jedoch klar: Die Rückkehr zur Normalität kann nur schrittweise erfolgen. Wie der Weg aus dem Lockdown aussehen könnten. Mehr lesen Sie hier.
  • Auch wenn eine Covid-19-Erkrankung bei 80 Prozent der Betroffenen mild verläuft – es gibt Menschen, die schwer erkranken. Sie haben Lungenentzündungen, erleiden Atemnot, sterben. Pneumologe Michael Barczok erklärt, welche Faktoren über einen schweren Verlauf entscheiden. Mehr lesen Sie hier.
  • Am 27. Januar berichteten es die deutschen Gesundheitsbehörden zum ersten Mal: Ein 33-Jähriger hatte sich am neuartigen Coronavirus angesteckt. Seit dieser erste Fall in Deutschland bekannt wurde, sind zehn Wochen vergangen. Was wir mittlerweile über Sars-Cov-2 wissen. Mehr lesen Sie hier.

Mundschutz aus Stoff oder Papier basteln – so klappt es ganz ohne Nähen

Blutregen am Wochenende: Einige Landesteile erleben ein seltenes Wetter-Phänomen

fas/rob/kam/mit Agenturmaterial

[Coustom ad_2]
Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

Krypto-Nachrichten ist ein RSS-Nachrichtendienst und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unser Nachrichtenportal soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.

Werbebanner

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

sechzehn + neun =