Schutz vor Viren im Supermarkt: So schützen Sie sich und Personal vor Ansteckung

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Wir stehen erst am Beginn der Corona-Krise und schon bekommen einzelne Bürger Panik. Sie räumen die Regale leer, drängeln sich an die Kasse – und niesen den anderen vors Gesicht. Wer sich so verhält, macht alles nur noch schlimmer – und nervt die Mitarbeiter gewaltig. Denn wenn die sich an der Kasse und an den Regalen, Tiefkühltruhen oder beim Leergut mit dem Coronavirus anstecken, wie sollen sie dann sicherstellen, dass wir Toilettenpapier, Seife und Lebensmittel kaufen können, wenn wir sie wirklich brauchen? Aldi Süd holt sich jetzt sogar Hilfe von McDonalds: Mitarbeiter der Burgerkette sollen in den Filialen des Discounters mit anpacken.

Apokalyptische Szenen im Supermarkt

Wie kostbar die Gesundheit dieser Menschen gerade jetzt für uns alle, aber natürlich auch für die Lebensmittelhändler ist, erkennt derzeit jeder beim Einkaufen. Die Discounter und Supermärkte probieren unterschiedlichste Lösungen aus – was helfen könnte, ist erlaubt: Während die Mitarbeiter eines Supermarktes plötzlich Handschuhe tragen, sortieren ihre Kollegen im Markt nebenan noch mit bloßen Händen das Gemüse – sind an der Kasse aber mit einer neuen Plexiglasscheibe von den Kunden abgeschirmt.

Mitunter fühlt man sich sogar an Szenen aus einem apokalyptischen Science-Fiction-Film erinnert, zum Beispiel, wenn sich die Mitarbeiter an der Kasse mit Folien von der Außenwelt abkapseln, wie hier in einem Supermarkt in Bayern:

Supermärkte und Discounter müssen Corona-Vorschriften erfüllen

Gibt es denn keine einheitlichen Maßnahmen, die jetzt überall vorgeschrieben sind? Und vor allem: Was hilft wirklich? FOCUS Online hat mit Christian Bötcher, Pressesprecher beim Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH), gesprochen. Er stellt zunächst klar: Geschäfte, die jetzt noch geöffnet sind, dürfen dies nur unter der Voraussetzung tun, dass sie die besonderen Corona-Vorschriften erfüllen. Dazu zählt etwa, dass die Kassenschlangen eine bestimmte Länge nicht überschreiten dürfen.

Davon abgesehen werde jedoch keine allgemeingültige Empfehlung ausgesprochen, geschweige denn eine Vorschrift beschlossen. Denn zum einen gebe es große Unterschiede zwischen den einzelnen Unternehmen und den damit einhergehenden Bedingungen im Umgang mit Kunden. So haben Discounter wie Aldi oder Lidl beispielsweise keine Bedientheken, wie sie in den meisten Supermärkten anzutreffen sind. Das macht es für sie schon einmal sehr viel einfacher.

400 unterschiedliche Behörden sind für Hygiene zuständig

Vor allem aber ist für die Überwachung der Hygiene die jeweilige kommunale Stelle verantwortlich, die auch sonst für die Lebensmittelsicherheit zuständig ist. Wie die Kommunen dies konkret umsetzen, bleibt ihnen dabei selbst überlassen. “Konkret gibt es 400 unterschiedliche Behörden, mit denen wir in Deutschland hierbei zu tun haben”, so Böttcher.

Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Bereits seit Wochen finde zwar ein Austausch zwischen einzelnen Behörden und Entscheidungsebenen statt. Doch bislang seien die Erkenntnisse der Experten unvollständig. Wie lange die Coronaviren außerhalb ihres Wirts überleben können – also beispielsweise dann, wenn sie auf Lebensmittelverpackungen gelandet sind – ist beispielsweise noch nicht geklärt.

Supermärkte in der Zwickmühle

Somit ließen sich daraus auch keine verpflichtenden Maßnahmen ableiten, die über das hinausgehen, was jeder Bürger ohnehin berücksichtigen sollte: Abstand zu den Mitmenschen einhalten und auf eine strenge Handhygiene achten.

Lebensmittelhändler befinden sich in einer Konfliktsituation: Sie sollen einerseits zur Risikominimierung beitragen, müssen andererseits aber die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung sicherstellen. Wie sie den Konflikt lösen, und welche Maßnahmen die Unternehmen ergreifen, bleibt ihnen selbst überlassen. Sie müssen sich lediglich mit den örtlichen Behörden absprechen.

Grundsätzlich stehen den Supermärkten drei Möglichkeiten zur Verfügung:

  1. Bauliche Maßnahmen ergreifen. Dort wo es baulich möglich ist, können die Händler ihre Mitarbeiter zum Beispiel mit einer Scheibe aus Plexiglas an der Kasse von den Kunden abschirmen.
  2. Den Mitarbeitern geeignete Handschuhe und Atemschutzmasken zur Verfügung stellen. Insbesondere “Schutzmasken sind aber bekanntlich nicht immer verfügbar”, schränkt Böttcher ein. Darüber hinaus hat die Regierung verfügt, dass das Gesundheitswesen bei der Versorgung mit Schutzmasken priorisiert wird. “Immerhin aber sehen wir uns direkt dahinter. Mindestens”, betont Böttcher.
  3. Desinfektionsmittel bereitstellen. Hier gibt es teilweise dieselben Herausforderungen wie beim zweiten Punkt. Nach Möglichkeit aber sollten alle „Kontaktstellen“ in den Geschäften regelmäßig desinfiziert und so eine möglichst keimfreie Umgebung aufrechterhalten werden. Wenn beispielsweise jemand an der Kasse doch nicht in die Armbeuge niest, sondern – aus welchen Gründen auch immer – gegen die Plexiglasscheibe, dann muss diese umgehend desinfiziert werden.

“Die Kunden müssen mithelfen, das geht nicht anders”

Die vielleicht wichtigste Maßnahme aber ist: Sicherstellen, dass sich die Kunden Corona-gerecht verhalten, wie Böttcher es formuliert. “Die Kunden müssen mithelfen, das geht nicht anders. Konkret heißt das: Sie müssen einfach nur das tun, was ohnehin gefordert wird – also Abstände einhalten, die Hände waschen, in den Arm niesen oder husten.

Hier lesen Sie alle News zur Entwicklung an den Börsen.

In den meisten Supermärkten finden sich außerdem längst Aufkleber und Schilder mit Verhaltenshinweisen, sei es am Eingang oder vor den Kassen. “Manche haben zur Orientierung sogar Klebestreifen auf dem Boden angebracht, die den richtigen Abstand anzeigen”, so Böttcher weiter. In kleineren Märkten sollten Kunden ihre Waren außerdem erst dann aufs Band legen, wenn der Vordermann oder die Vorderfrau abkassiert wurde.


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