Schwellenländer: Profi sieht Renditechance von fast zehn Prozent jährlich

0
64
Werbebanner

Mut wird belohnt: Regionen im Börsen-Check: Hier haben Anleger die Chance auf fast zehn Prozent Rendite

Seit dem Corona-Crash notieren viele Börsen unter ihrem fairen Wert. Das verspricht außergewöhnlich hohe Renditen für mutige Anleger. Wer jetzt einsteigt, wird belohnt. FOCUS Money beleuchtet Branchen und Länder, wo das Erholungspotential besonders groß ist.

Nie zuvor rauschten die Aktienmärkte der Welt so schnell so tief nach unten. Verluste, für die vergangene Krisen ein Jahr brauchten, erzwang das Virus in nur 23 Handelstagen. Mit einem Einbruch von 34 Prozent beim US-Index S&P-500  zählt der Corona-Crash zudem schon heute zu den schwersten Börsenkrisen der letzten 120 Jahre.

Seltene Gelegenheit

Natürlich nicht ohne Grund: Selten zuvor wurde die Weltwirtschaft so abrupt zu einer Vollbremsung gezwungen. Doch nicht für alle Investoren ist der Crash ein Grund zur Verzweiflung. Hartgesottene und langfristig denkende Anleger erkennen jetzt sogar nahezu einmalige Gewinnaussichten. „Investitionen in Panikphasen eröffnen in aller Regel lukrative Chancen. In den letzten Jahrzehnten gab es nur selten die Gelegenheit, Aktien derart günstig zu erwerben”, erklärt Norbert Keimling, Research-Chef der Fondsgesellschaft Starcapital.

Wer in der Vergangenheit nach vergleichbaren Kurseinbrüchen mutig in den Aktienmarkt eingestiegen wäre, hätte in den folgenden Jahren überdurchschnittliche Gewinne buchen können. Bereits fünf Jahre nach dem Tief wäre ein Kursplus von durchschnittlich 65 Prozent zu verbuchen gewesen, errechnete Keimling anhand der Entwicklung des US-Aktienmarkts seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Zehn Jahre nach dem Absturz hätten sich Anleger sogar über Gewinne von durchschnittlich 190 Prozent freuen können.

Mit Stock Selection Europe erzielen Sie Überrenditen mit System! (Partnerangebot)

Alle Informationen zum Coronavirus finden Sie  im News-Ticker von FOCUS Online.

Heute stehen die Chancen mindestens genauso günstig, befindet der Analyst – wenngleich auch nicht unbedingt am US-Aktienmarkt. Der Grund für seinen Optimismus: Aktien in Europa und Asien werden heute an der Börse so niedrig bewertet wie in kaum einer anderen Krise der vergangenen hundert Jahre. Auch deutsche Aktien bieten nach seiner Ansicht aufgrund ihrer fundamentalen Unterbewertung langfristig hervorragende Chancen. Aktuell würden sowohl die Titel im Dax  wie auch kleinere Gesellschaften deutlich unterhalb ihres fairen Wertes gehandelt. Mit preiswerten börsennotierten Indexfonds (ETF) können Anleger von den Chancen am deutschen Aktienmarkt profitieren. Auch für die aussichtsreichsten internationalen Verluste immer aufgeholt.

FOCUS-MONEY – Das Jahrzehnt des Goldes: Kursziel 3000 $

Nullzins und Schuldenberge – steht jetzt der größte Goldanstieg aller Zeiten bevor? In diesem PDF-Heft zeigt FOCUS MONEY die sensationelle Analyse des weltgrößten Hedge-Fonds-Managers Ray Dalio. Plus: Wieso die US-Großbank Bank of America den Goldpreis schon in 18 Monaten bei 3000 Dollar sieht.

Chance auf 9,3 Prozent jährlich

Wer jetzt einsteigt, dürfte nach Keimlings Einschätzung reichlich für seinen Mut entschädigt werden. „Die durch die Rückschläge attraktiveren Bewertungsniveaus lassen die zu erwartenden langfristigen Aktienmarktrenditen ansteigen und eröffnen Investoren vor allem in Asien, Europa und in den Emerging Markets auf lange Sicht hohes Potenzial”, so der Forscher. Auf Basis seiner fundamentalen Analyse prognostiziert Keimling bei einer Anlagedauer von zehn Jahren eine durchschnittliche jährliche Rendite von rund sieben Prozent für den Weltaktienmarkt. Investments in europäische Aktien dürften nach seiner Einschätzung mit jährlich 8,5 Prozent rentieren, Anlagen in Aktien der Schwellenländer mit 9,3 Prozent pro Jahr. Deutsche Aktien sollten mit durchschnittlich 9,2 Prozent pro Jahr ähnlich verlockende Gewinne abwerfen. Die prognostizierten Renditen enthalten sowohl Kursgewinne als auch Dividendenausschüttungen.

Noch wesentlich lukrativer könnten sich Aktien aus Singapur, Südkorea und Österreich erweisen. Für diese Märkte prognostiziert der Analyst jährliche Renditen von knapp zwölf Prozent. Weniger attraktiv sind nach seiner Berechnung dagegen Aktien aus den Vereinigten Staaten und der Schweiz. Diesen noch immer hoch bewerteten Börsen traut Keimling auf Sicht der kommenden zehn Jahre nur durchschnittliche Jahresrenditen von weniger als fünf Prozent zu.

Alle Informationen zum Coronavirus finden Sie  +++ News-Ticker zum Corona-Crash+++ – Bericht: Staat rettet Lufthansa mit 9 Milliarden Euro

Den größten Markt der Welt richtig traden. Experten-Tipps für Ihr Forex-Trading (Partnerangebot)

Fundamente durchleuchtet

Keimlings Renditeprognosen beruhen auf der fundamentalen Bewertung der Aktienmärkte anhand des Buchwerts und des nach dem Nobelpreisträger Robert Shiller benannten Shiller-KGV, das dieser als Cape bezeichnet. Das Cape setzt die aktuellen Kurse ins Verhältnis zu den mittleren inflationsbereinigten Unternehmensgewinnen der vorausgehenden zehn Jahre.

Mit anderen Worten: Das Cape stellt nicht auf Gewinnschätzungen oder einen einzigen Jahresgewinn ab, sondern auf den Durchschnitt real erzielter Gewinne in der Vergangenheit. Kurzfristige Gewinnschwankungen werden so weitgehend neutralisiert, ebenso Auswirkungen zu hoher oder zu niedriger Gewinnschätzungen der Analysten.

In den vergangenen Jahrzehnten schwankten Buchwert und Cape bei fast allen Börsen innerhalb bestimmter Grenzen um ihren Durchschnittswert, erklärt Keimling. Auf Zeiten mit hoher Bewertung folgten regelmäßig Jahre mit unterdurchschnittlicher Bewertung. Wer in Phasen tiefer Cape-Niveaus und niedriger Buchwerte Aktien gekauft hätte, hätte sich stets langfristig über besonders hohe Wertsteigerungen freuen können. Aktuell sind bei vielen Börsen solche außergewöhnlich niedrigen Kennzahlen zu beobachten. So hätte in den letzten Jahrzehnten das mittlere Cape der Weltaktienmärkte rund 18 betragen. In den großen Krisen sei die Kennzahl bis auf durchschnittlich zwölf gesunken. Mehrere entwickelte Aktienmärkte sowie die zahlreicher Schwellenländer notieren jetzt nahe an dieser Krisenbewertung oder sogar noch tiefer. Auch deutsche Aktien sind derzeit mit ihrem Cape von 14 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,2 sehr preiswert. Nur der US-Markt ist noch immer teuer.

Gut möglich also, dass mutige Aktienkäufer diesmal besonders reich belohnt werden. Die beiden im letzten Jahrhundert durch Pandemien ausgelösten Einbrüche erwiesen sich jedenfalls als guter Einstiegszeitpunkt. „Die Börsen verloren durch die Pandemie nicht nur weniger als in anderen Baisse-Phasen, auch die Kurssteigerungen danach fielen überdurchschnittlich aus”, so Keimling.

Gelegenheit für Mutige

Viele Aktienmärkte in den Schwellenländern sind heute so tief bewertet wie kaum jemals zuvor. Umso stärker könnte auf lange Sicht die früher oder später anstehende Erholung ausfallen.

Es braucht schon einiges an Mut, um mitten in der Krise ausgerechnet in Aktien aus den Schwellenländern zu investieren. Möglicherweise werden die weniger entwickelten Märkte von der einbrechenden Weltwirtschaft besonders hart getroffen. Der starke Dollar könnte einigen Schwellenländern und ihren Unternehmen ebenfalls Probleme bereiten. Doch es gibt auch starke Kaufargumente. Viele der denkbaren Probleme wurden von den Börsen schon vorweggenommen: Der MSCI-Emerging-Markets-Index stürzte von seinem Jahreshoch Anfang Januar um mehr als 30 Prozent nach unten. An einigen Börsen verloren die Aktien fast die Hälfte ihres Wertes, beispielsweise in Moskau.

Gemessen an Shiller-KGV und Buchwert, sind russische Aktien damit jetzt die preiswertesten Dividendenpapiere der Welt. Doch auch in vielen anderen Schwellenländern liegt das Shiller-KGV heute unter dem typischen Krisenniveau, beispielsweise in Südkorea und Singapur, also in zwei Ländern, die bislang das Coronavirus besser im Griff hatten als viele Industrienationen.

Für Investments in Schwellenländer-Aktien stehen zahlreiche börsennotierte Indexfonds (ETF) bereit. Einige der aussichtsreichsten zeigt die Tabelle unten. Routinierte ETF-Anleger werden sich vielleicht an den relativ hohen laufenden Kosten dieser Indexfonds stören, doch leider haben Schwellenländer-ETFs bislang den allgemeinen Preisrückgang bei ETFs nicht mitgemacht. Eine erfreuliche Ausnahme ist der vergleichsweise günstige iShares-Emerging-Markets-ETF, der Aktien aus 26 Schwellenländern enthält. Damit eignet sich der Fonds als Basisinvestment für alle Anleger, die keine eigenen Länderschwerpunkte setzen wollen. Allerdings stellen chinesische Aktien knapp 40 Prozent des Portfolios, Titel aus Taiwan und Südkorea kommen auf jeweils rund 13 Prozent. Der HSBC MSCI EM Far East  besteht sogar zu 90 Prozent aus Aktien dieser drei Länder.

Schwellenländer-ETFs mit Erholungspotential

HSBC MSCI Russia Capped

  • Anlageschwerpunkt: Russland; 24 größte Aktien
  • ISIN: IE00B5LJZQ16
  • Kosten pro Jahr in Prozent: 0,6
  • Fondsvolumen in Millionen Euro: 97
  • Wertentwicklung 1 Jahr in Prozent: –9,9
  • Wertentwicklung 3 Jahre in Prozent p. a.: 3,9

Xtrackers MSCI Singapore 

  • Anlageschwerpunkt: Singapur; 76 größte Aktien
  • ISIN: LU0659578842
  • Kosten pro Jahr in Prozent: 0,5
  • Fondsvolumen in Millionen Euro: 34
  • Wertentwicklung 1 Jahr in Prozent: –18,7
  • Wertentwicklung 3 Jahre in Prozent p. a.: –2,9

iShares MSCI Korea 

  • Anlageschwerpunkt: Südkorea; 110 größte Aktien
  • ISIN: IE00B0M63391
  • Kosten pro Jahr in Prozent: 0,74
  • Fondsvolumen in Millionen Euro: 332
  • Wertentwicklung 1 Jahr in Prozent: –13,2
  • Wertentwicklung 3 Jahre in Prozent p. a.: –3

iShares Core MSCI EM IMI 

  • Anlageschwerpunkt: 26 Schwellenländer; 2700 größte Aktien
  • ISIN: IE00BKM4GZ66
  • Kosten pro Jahr in Prozent: 0,18
  • Fondsvolumen in Millionen Euro: 11.202
  • Wertentwicklung 1 Jahr in Prozent: -14,4
  • Wertentwicklung 3 Jahre in Prozent p. a.: –1,8

HSBC MSCI EM Far East 

  • Anlageschwerpunkt: China, Taiwan, Südkorea; 600 größte Aktien
  • ISIN: IE00B5LP3W10
  • Kosten pro Jahr in Prozent: 0,6
  • Fondsvolumen in Millionen Euro: 11
  • Wertentwicklung 1 Jahr in Prozent: –3,3
  • Wertentwicklung 3 Jahre in Prozent p. a.: 2,8

Auch interessant: Kein großflächiger Shutdown – Schweden wählt in Corona-Krise Sonderweg – die Wirtschaft bricht trotzdem ein

Mit den Aktienempfehlungen des Bernecker Börsenkompass holen Sie mehr aus ihrem Geld heraus! (Partnerangebot)

Mehr als 3,1 Millionen Infizierte: Echtzeit-Karte zeigt Verbreitung des Coronavirus

Masken selber nähen: Feuerwehr veröffentlicht einfache Video-Anleitung

Immobilieninvestor rechnet ab: „Eigentümer werden faktisch enteignet“

Uli Kühn

[Coustom ad_2]
Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

Krypto-Nachrichten ist ein RSS-Nachrichtendienst und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unser Nachrichtenportal soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.

Werbebanner

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

18 − sechs =