Spanien: Infektionszahlen steigen wieder – Kontrollverlust droht

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Tausende Briten müssen nach ihrem Sommerurlaub in Spanien in eine zweiwöchige Quarantäne. Sogar der britische Verkehrsminister Grant Shapps ist direkt betroffen: Der Minister ist mit seiner Familie in Spanien.

Grund für die britische Vorsicht, ist das veränderte Infektionsgeschehen auf der iberischen Halbinsel. Erst am 21. Juni hatte die Regierung in Madrid den Notstand aufgehoben, nachdem zuvor für 14 Wochen eine der europaweit striktesten Ausgangssperren galt. Durch die drastischen Maßnahmen konnten im schwer coronagebeutelten Land die Fallzahlen gesenkt werden, doch nun steigen die Infektionen erneut: 3300, 6300 und zuletzt 12.100 neue Fälle hat das staatliche Gesundheitsinstitut Carlos III in den vergangenen drei Wochen vermeldet.

“Die Situation ist anders als im März oder April”

Zahlen, die in der Bevölkerung die Angst vor einer zweiten Infektionswelle umgehen lassen. Insgesamt erlagen über 28.400 Menschen dort dem Virus, das Gesundheitssystem stieß zur Hochphase der Pandemie an seine Grenzen. Die spanische Zeitung “El Pais” veröffentlichte sogar eine Analyse der 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens, wonach die Zahl der Coronatoten im Land deutlich höher liegen soll, als von den öffentlichen Behörden angegeben. Demnach soll es 16.436 mehr Todesfälle durch Corona im Land geben. Die Gesamtzahl der Opfer würde demnach auf  44.868 steigen, schreibt das Blatt. Ähnlich dramatisch wie vor wenigen Wochen ist die Lage aktuell noch nicht.

“Die Situation ist anders als im März oder April”, sagt der Virologe Amós García Rojas dem “Spiegel. Damals wurden vor allem alte und schwer erkrankte Patienten positiv getestet. “Heute wird das Virus oft bei Menschen unter 50 entdeckt. Die Fälle sind längst nicht so schwer, oft asymptomatisch.” Dennoch könnten auch diese Menschen das Virus verbreiten, zeigt sich der Virologe besorgt.

Besonders in Katalonien wütet das Virus erneut

Besonders viele Neuninfektionen gibt es im Nordosten des Landes: in Aragon sowie in Katalonien. Gerade rund um die Metropole Barcelona wütet das Virus bereits erneut. Zuletzt meldeten dort die Behörden wiederholt mehr als 1000 Neuinfektionen, berichtet der “Spiegel”.

Ein Grund dafür sei vor allem der Personalmangel in den Gesundheitsämtern. Laut der Madrider Zeitung “El País” gab es anfangs nicht einmal 250 Mitarbeiter, die für die Nachverfolgung der Infektionsketten abgestellt wurden. Pro 30.000 Einwohner gibt es somit nur einen Mitarbeiter. Zum Vergleich: In Deutschland soll es nach den öffentlichen Vorgaben fünf Kontaktdetektive für je 20.000 Einwohner geben. Die Nachverfolgung der Infektionsketten ist somit in Katalonien denkbar schwierig.

“Sie haben die Kontrolle über die Infektionen verloren”

Kritik gibt es deswegen an Regionalpräsident Quim Torra. Die Regionalregierung habe zu spät reagiert, sagt Barcelonas Bürgermeisterin Ada Colau. Oppositionsführerin Lorena Roldan von den rechtsliberalen Ciudadanos wirft Torra politisches Versagen vor: “Sie haben die Kontrolle über die Infektionen verloren.” Torra hat Fehler eingeräumt und will 500 neue Scouts anheuern, heißt es im Bericht des “Spiegels” weiter.

Angesichts der vor allem in Barcelona wieder steigenden Zahl von Infektionen mit dem Coronavirus haben die Behörden neue Einschränkungen des öffentlichen Lebens angeordnet. So kündigte die Regionalregierung in der Touristenmetropole Barcelona am Freitagabend die Schließung aller Diskotheken, Clubs und anderer Lokale des Nachtlebens in der gesamten Region im Nordosten des Landes an, wie die Zeitung “El País” berichtete. 

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