SPD-Spitze nominiert Scholz als Kanzlerkandidaten | Aktuell Deutschland | DW

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Die SPD will Vizekanzler Olaf Scholz zu ihrem Kanzlerkandidaten küren. Das kündigte Scholz selbst via Twitter an. 

Die Personalie war lange vermutet worden – war in der Partei aber zugleich umstritten. “Wir wissen, dass diese Entscheidung für einige eine unerwartete Wendung darstellt”, erklärten die Parteichefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans daher. “Wir bitten um Vertrauen in unseren Weg. Wir sind entschieden, diesen Weg gemeinsam zu gehen.”

Erst Gegner, dann Verbündete 

Esken und Walter-Borjans galten lange als Gegner von Scholz, setzten sich im vergangenen Jahr bei der Wahl des Parteivorsitzenden auch gegen ihn durch. Seitdem habe es einen “engen Schulterschluss” und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Parteispitze, Fraktionsführung und den sozialdemokratischen Ministern gegeben, erklärten die Parteichefs.

Sie wiesen zugleich darauf hin, sie hätten Scholz seit ihrem Amtsantritt “als einen verlässlichen und am Team orientierten Partner erlebt, der für sozialdemokratische Politik für dieses Land kämpfen kann und will und der mit uns die Vision einer gerechten Gesellschaft teilt”.

Beim Volk beliebt

In der Bevölkerung gilt Scholz laut Umfragen als beliebtester SPD-Politiker. In Zeiten der Corona-Pandemie schätzten viele sein entschlossenes Handeln beim Schnüren der milliardenschweren Hilfspakete. In der SPD hat vor allem der linke Flügel aber seine Probleme mit ihm. Zuletzt sprachen sich vor allem Mitglieder der Bundestagsfraktion und andere SPD-Minister für Scholz als Kanzlerkandidaten aus. 

Außenminister Heiko Maas gratulierte Scholz und twitterte: “Für eine Kandidatur mit Wumms und einen sozialdemokratischen Kanzler in Deutschland: Wir stehen hinter Dir, Olaf Scholz!”. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sprach von einem engen Team aus Partei, Fraktion, Regierung und Kandidat. 

Deutschland Bundestag | Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Olaf Scholz (SPD) (picture-alliance/dpa/K. Niefeld)

Kanzlerin Angela Merkel und ihr Vize Mitte Juni im Bundestag

Der 62-Jährige ist seit März 2018 Vizekanzler und Bundesfinanzminister. Die Bundestagswahl findet im Herbst kommenden Jahres statt. 

In Umfragen ist die SPD derzeit drittstärkste Kraft hinter Union und Grünen. Die Union hatte in der sogenannten Sonntagsfrage im  ARD-DeutschlandTrend zuletzt 38 Prozent erreicht. Die Grünen kommen danach auf 18 und die SPD auf 15 Prozent.

se/sti (dpa, afp, rtr) 



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