Spielplätze wieder geöffnet: Wo Kinder jetzt spielen dürfen – und wo noch nicht

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Bundesländer im Überblick: Spielplätze wieder geöffnet: Wo Kinder jetzt spielen dürfen – und wo noch nicht

Mit Beginn der neuen Woche gibt es in fast allen Bundesländern gute Nachrichten für Eltern und Kinder. Denn viele Spielplätze dürfen seit Montag oder in den kommenden Tagen wieder geöffnet werden. Allerdings sollen Eltern und Kinder weiter auf Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen achten. FOCUS Online gibt einen Überblick, wo Schaukeln und Rutschen wieder erlaubt ist.

Nach wochenlangen Schließungen in der Corona-Krise dürfen die Kommunen in Deutschland nach und nach wieder öffentliche Spielplätze öffnen. Doch Eltern und Kinder sollten dabei wichtige Schutzmaßnahmen und Regeln einhalten, um das Ansteckungsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren.

Einige Verhaltensregeln, die für Eltern und Kinder gleichermaßen wichtig sind, hat etwa die Stadt Dresden auf ihrer Webseite veröffentlicht. An diesen Regeln können sich alle ein Beispiel nehmen, damit der Besuch von Spielplätzen sicher ist. Das empfiehlt die Stadt Dresden:

  1. Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist immer einzuhalten, auch beim Spielen. Spielgeräte dürfen nur dann gemeinsam genutzt werden, wenn der Mindestabstand gewahrt ist. Sonst nacheinander und so, dass jedes Kind an die Reihe kommt. 
  2. Den Spielplatz darf nur betreten, wer keine Symptome hat, die auf COVID-19 hindeuten. Dazu gehören zum Beispiel Husten, Fieber oder Halsschmerzen. 
  3. Der Kontakt zu Risikogruppen ist zu vermeiden. Zu Risikogruppen zählen Personen über 60 Jahre und Personen mit einer Vorerkrankung. 
  4. Nach dem Spielen sind Gesicht und Hände gründlich zu waschen. Für die Hände gilt: mindestens 20 Sekunden mit Seife und Wasser reinigen. 
  5. Auf Spielplätzen wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung angeraten. Eltern sollten mit gutem Beispiel vorangehen und so andere schützen. Kinder können eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn es altersgerecht möglich ist. Darüber entscheiden die Eltern.

Wie die Situation in den einzelnen Bundesländern ist, hat FOCUS Online im Folgenden zusammengefasst.

Baden-Württemberg

Baden-Württemberg wagt nach einigen Wochen des Lockdowns weitere Schritte zurück in die Normalität. Ab Mittwoch, 6. Mai, können Spielplätze, Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und Tierparks unter Auflagen wieder öffnen.

Der Freiburger Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) hatte zuvor dazu aufgerufen, Kinderspielplätze trotz der Corona-Krise rasch wieder zu öffnen. Das Infektionsrisiko im Freien ist Virologen zufolge deutlich niedriger als in geschlossenen Räumen, sagte Horn in Freiburg. Kinder und Eltern könnten sensibilisiert werden, vorsichtig zu sein und zum Schutz vor dem Coronavirus den Mindestabstand einzuhalten. Ein Öffnen der Spielplätze sei verhältnismäßig und wichtig, da Schulen und Kindergärten seit Wochen geschlossen seien. Familien mit Kindern benötigten nun Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.

Bayern

In Bayern könnten die Spielplätze in den kommenden Tagen wieder geöffnet werden, einen konkreten Termin gibt es allerdings noch nicht. Eltern und Kinder müssen sich weiter gedulden. Die Politik will zuerst noch offene Fragen und Konzepte zu Schutzmaßnahmen auf Spielplätzen diskutieren. Der Zeitpunkt für die Öffnung von Spielplätzen ist Sache der Länder.

Berlin

Gute Nachrichten für Berliner Familien: Pünktlich zum langen Wochenende haben fast alle Bezirke ihre Spielplätze am Donnerstag wieder geöffnet. In Einzelfällen müssen Kinder noch ein wenig Geduld haben. Pankow öffnete zum Beispiel erst knapp 100 seiner 224 Plätze. Die weiteren Anlagen sollen stufenweise in den kommenden Wochen folgen. Friedrichshain-Kreuzberg hat die Öffnung für den 1. Mai angekündigt, Tempelhof-Schöneberg für den 4. Mai.

Hinweisschilder sollen Nutzer der Spielplätze an die Hygiene- und Abstandsregeln erinnern. Vor allem erwachsene Begleitpersonen sollen darauf achten, dass sie 1,50 Meter Abstand zu anderen einhalten. Wenn eine Anlage überfüllt ist, darf sie demnach nicht betreten werden. Pankow hat dazu laut Bezirksstadtrat Vollrad Kuhn (Grüne) jeweils eine maximale Nutzerzahl für seine Spielplätze festgelegt.

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Brandenburg

Kinder in Brandenburg können sich freuen: Die Spielplätze sollen trotz der Corona-Krise bald wieder öffnen. In der Pressemitteilung der Staatskanzlei wurde der 9. Mai als Öffnungstermin genannt. Das kündigte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Donnerstag nach einer Telefonkonferenz von Bund und Ländern an.

Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) geht von einer zügigen Öffnung der Spielplätze nach der Kabinettsentscheidung aus, die für Ende nächster Woche geplant ist. “Ich glaube es ist in unserem Interesse, dass das dann auch zügig geschieht”, sagte Ernst. “Das ist für alle Eltern eine sehr, sehr große Erleichterung.” Woidke hatte sich am Freitag vergangener Woche kritisch zu einer Öffnung gezeigt, weil er das Risiko noch für zu groß hielt. In Berlin haben fast alle Bezirke ihre Spielplätze am Donnerstag wieder geöffnet.

Bremen

Auch in Bremen sollen Spielplätze wieder geöffnet werden. Allerdings brauchen Eltern und Kinder hier noch ein wenig Geduld. Noch steht nämlich kein genaues Datum für die Wiederöffnung fest.

Hamburg

Geduld ist in Hamburg gefragt: In der Corona-Krise arbeitet auch der Hamburger Senat an Lockerungen von Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus. Entscheidungen werden für diesen Dienstag erwartet.

Die Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Leben sollen vorerst weitgehend bestehen bleiben. Spielplätze können aber unter Auflagen öffnen und auch Gottesdienste wieder stattfinden.

Hessen

Die hessische Staatskanzlei hatte am Freitag mitgeteilt, dass von Montag, 4. Mai, an die Corona-Beschränkungen für viele Freizeiteinrichtungen und Dienstleister gelockert werden. Das gilt unter anderem auch für Spielplätze in Hessen. “Die bisher geltenden Absperrungen und Verbotsschilder werden im Laufe der nächsten Tage von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Grünflächenamtes entfernt”, erklärte beispielsweise die Landeshauptstadt Wiesbaden dazu am Sonntag. Weiterhin gelten auch hier Hygieneregeln, deren Einhaltung kontrolliert werden soll.

Mecklenburg-Vorpommern

Pünktlich zum langen Wochenende sind bereits am Freitag Mecklenburg-Vorpommerns Spielplätze wieder geöffnet worden. In Schwerin tummelten sich schon am frühen Morgen Kinder in den Sandgruben, eroberten die Klettergerüste und brachten die lange ungenutzten Schaukeln wieder zum Schwingen. Absperrbänder, die wochenlang den Zugang zu den Spielgeräten versperrten, waren zerrissen und flatterten im Frühlingswind.

“Durch eine Öffnung der Spielplätze gewinnen Kinder, die in den letzten Wochen besonders unter den Einschränkungen leiden mussten, ein gutes Stück Lebensfreiheit zurück. Gleichzeitig werden ihre Eltern entlastet”, sagte Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung (SPD).

Schwerins Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) appellierte an die Eltern, die fortbestehenden Abstandsregeln einzuhalten und sich weiter besonnen und solidarisch zu zeigen. “Nutzen Sie dieses kleine Stückchen neu gewonnener Freiheit mit Augenmaß”, mahnte Badenschier.

Niedersachsen

Die Corona-Auflagen in Niedersachsen werden von Mittwoch an erneut deutlich gelockert. Zwar mahnte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) auch am Donnerstagabend nach rund vierstündigen Beratungen von Bund und Ländern: “Wir wollen nicht wieder in die Situation geraten, aus der wir uns gerade mühsam herausgearbeitet haben.” Dennoch steht am 6. Mai eine Reihe von Öffnungen an.

Wenn die neue Corona-Verordnung des Landes am Mittwoch in Kraft tritt, können die Spielplätze in Niedersachsen unter Auflagen am 6. Mai wieder öffnen. “Wir werden sehr kurzfristig mit unseren Kommunen in Gespräche eintreten, unter welchen Bedingungen das gelingen kann”, sagte Weil. Die Kommunen sollten dabei seiner Vorstellung nach einen “relativ weiten Spielraum” bekommen. Dieser Beschluss war nicht unbedingt erwartet worden: Der SPD-Politiker zeigte sich positiv überrascht, dass sich Bund und Länder darauf verständigen konnten.

Nordrhein-Westfalen

Tierparks, Museen, Spielplätze: Nach wochenlangen Schließungen wegen der Corona-Krise dürfen sich Menschen in Nordrhein-Westfalen auf einige Lockerungen freuen. Von Montag an dürfen Zoos, botanische Gärten, Museen, Schlösser und Galerien wieder öffnen, teilte die Landesregierung am Freitagabend in Düsseldorf mit. Bildungseinrichtungen wie Volkshochschulen und Musikschulen könnten ihren Betrieb aufnehmen. Ab Donnerstag (7. Mai) dürfen Kinder endlich wieder auf die Spielplätze – zeitgleich mit dem Schulbeginn der Viertklässler.

Die Lockerungen werden in der aktualisierten Corona-Schutzverordnung des Landes festgehalten. Das Kontaktverbot und andere bestehende Einschränkungen werden mit der ab Montag geltenden Neufassung weiter verlängert. Verboten bleiben zum Beispiel Sport auf Sportanlagen und in Fitnessstudios sowie der Betrieb von Theatern, Clubs und Freizeitparks.

Die Öffnung der Spielplätze ist nach Worten von Familienminister Joachim Stamp (FDP) “ein kleiner, aber wichtiger Schritt für unsere Kinder und die Familien”. Kinder brauchten die Möglichkeit zu toben und mit Gleichaltrigen spielen zu können. Nach der Corona-Schutzverordnung müssen die Begleitpersonen auf den Spielplätzen einen Mindestabstand von 1,50 Metern zueinander wahren.

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Rheinland-Pfalz

An mehrerlei Stellen werden die Einschränkungen für die Rheinland-Pfälzer in der Corona-Pandemie in den kommenden Tagen gelockert. Seit Sonntag, 3. Mai, können nach Angaben der Staatskanzlei in Mainz die Spielplätze im Land wieder von Eltern und Kindern genutzt werden.

Die rheinland-pfälzische Familienministerin Anne Spiegel (Grüne) hat die Öffnung der Spielplätze begrüßt. “Die Entscheidung wird besonders Kindern helfen, die keinen eigenen Außenbereich in der Familie haben”, erklärte Spiegel. Familien mit Kindern seien in den vergangenen Wochen besonders von den Kontaktsperren betroffen gewesen. Bei den Beratungen der Jugend- und Familienministerkonferenz habe sie sich dafür eingesetzt, die Öffnung von Spielplätzen zu prüfen. Natürlich müssten dabei die Hygienemaßnahmen eingehalten werden, fügte die Ministerin hinzu.

Saarland

Im Saarland können ab Montag alle Spielplätze wieder öffnen. Das kündigte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Samstag in Saarbrücken an. Der Ministerrat beschloss am Samstag, dass ab Montag, 4. Mai, unter Auflagen auch Museen, Zoos, Freizeit- und Tierparks öffnen dürfen.

Sachsen

Seit Montag dürfen im Freistaat Gedenkstätten, Bibliotheken, Archive, Museen, Ausstellungen, Galerien und Zoos wieder öffnen. Gleiches gilt für Spielplätze – wenn ein Hygienekonzept vorliegt. Auch Außensportstätten sind zur Nutzung wieder zugelassen, wenn Regeln und Hygiene eingehalten werden.

Mehr als 200 städtische Spielplätze in Dresden haben ebenfalls am Montag wieder geöffnet. Es gelten jedoch coronabedingt weiterhin strenge Regeln, wie die Stadtverwaltung am Sonntag mitteilte. So dürfen Kinder nur mit einer Aufsichtsperson auf den Spielplatz. Spielgeräte dürften zudem nur gemeinsam genutzt werden, wenn ein Abstand von 1,50 Metern eingehalten werden kann.

Sachsen-Anhalt

Vom 8. Mai an dürfen Spielplätze in Sachsen-Anhalt wieder öffnen. Sie sind seit Mitte März gesperrt. Welche Anlagen Familien wieder öffnen dürfen, entscheiden aber jeweils die Kommunen selbst. “Manche Spielplätze sind sehr attraktiv, deswegen sollen die Kommunen selbst entscheiden”, begründete Grimm-Benne. Der Zugang müsse begrenzt und das Einhalten von Mindestabständen sichergestellt werden, heißt es in der neuen Verordnung.

Schleswig-Holstein

Von Montag an gelten in Schleswig-Holstein weitere Lockerungen. So können Friseure, Museen und Spielplätze öffnen, Außenanlagen botanischer Parks ebenfalls und Sportboothäfen auch. Dauercamping wird wieder möglich. Für alle Maßnahmen gelten strikte Abstands- und Hygienevorgaben.

Thüringen

Aufatmen können Kinder und Eltern auch in Thüringen. Spielplätze sind seit Montag, 4. Mai, wieder freigegeben. “Wir wollen auf den lokalen Ebenen Möglichkeiten einräumen, dass Spielplätze von Familien mit Kindern wieder besucht werden können”, sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow nach den Verhandlungen der Ministerpräsidenten mit Merkel. Der Linke-Politiker betonte, man wolle vermeiden, dass es zum Beispiel auf Spielplätzen zu großen Ansammlungen komme. Auch Individualsport auf Sportplätzen und anderen Freiluftanlagen ist wieder möglich.

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lob/dpa

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