Sport-News: Bundesliga-Klubs kassieren noch diesen Monat rettende TV-Millionen

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Die Corona-Krise bringt auch die Sportwelt komplett durcheinander: Die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele sind auf 2021 verschoben worden, Fußball-Ligen in Europa und die Formel 1 pausieren. Die Bundesliga verlängert ihre Zwangspause bis mindestens 30. April. Alle aktuellen Entwicklungen im News-Ticker von FOCUS Online.

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Wimbledon-Siegerinnen: Tennisspiele ohne Fans unvorstellbar

10.27 Uhr: Die beiden Grand-Slam-Turniersiegerinnen Simona Halep und Petra Kvitova haben sich gegen Tennis-Turniere ohne Publikum ausgesprochen. “Ich glaube nicht, dass Tennis ohne Fans funktioniert”, sagte die rumänische Wimbledonsiegerin Halep der Deutschen Presse-Agentur. “Die Atmosphäre würde so anders sein. Der Grund, warum wir die großen Bühnen alle so lieben, ist die unglaubliche Leidenschaft, die die Fans mitbringen. Ohne sie wäre Tennis ein anderer Sport.”

Die Tennis-Tour pausiert aufgrund der Coronavirus-Pandemie mindestens bis zum 13. Juli, auch der Rogers Cup in Kanada im August ist bereits abgesagt. Auch der zweimaligen Wimbledonsiegerin Kvitova gefällt die Idee nicht, ohne Zuschauer zu spielen. “Ich denke, die Fans sind zu wichtig für den Sport. Es ist eine Einzel-Sportart, darum nehmen die Fans wirklich einen Einfluss bei uns”, sagte die Tschechin.

Bericht: Formel 1 will Saison am 5. Juli in Österreich starten

Freitag, 17. April, 07.45 Uhr: Die Formel 1 steuert nach der Corona-Zwangspause angeblich einen Saisonstart ohne Zuschauer in Österreich an. Auf das Rennen in Spielberg am 5. Juli könnten dann zwei WM-Läufe vor leeren Rängen in Silverstone folgen, berichtete die BBC unter Berufung auf einen vorläufigen Plan der Rennserie. Die Formel-1-Spitzen hatten am Donnerstag in einer Video-Schalte über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten, Beschlüsse aber zunächst vertagt.

Österreich war auch im ursprünglichen Rennkalender für den 5. Juli als Gastgeber eingeplant. Sportminister und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) hatte zuletzt gesagt, dass die Regierung einem Geisterrennen “zumindest nicht im Wege stehe”. Auch die Formel-1-Verantwortlichen von Red Bull halten eine Veranstaltung ohne Zuschauer auf dem hauseigenen Kurs in der Steiermark für machbar, sofern es bis dahin die Beschränkungen in der Corona-Pandemie zulassen.

Ferrari-Star Sebastian Vettel hofft, dass die Formel 1 andere Lösungen als Geisterrennen findet, um die Coronakrise zu bewältigen. “Ich bin kein Fan davon”, sagte der Deutsche in einer Telefonkonferenz seines Teams: “Ein Rennen ohne Zuschauer ist fad und nicht richtig.” 

Gleichwohl weiß der 32-Jährige, dass Rennen ohne Zuschauer an der Strecke eventuell nötig sein werden, damit alle Teams die Krise überstehen. “Man sollte keine Schnellschüsse machen” und zunächst die weitere Entwicklung der Pandemie abwarten, meinte Vettel: “Es ist auch im Fernsehen nicht das Gleiche, wenn man keine Zuschauer vor Ort hat.”

Die ersten neun Saisonläufe der Königsklasse bis Mitte Juni wurden abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Formel 1 hofft dennoch, mit einem umgebauten Kalender noch bis zu 18 Rennen in diesem Jahr fahren zu können.

Noch kein Ergebnis gab es beim Online-Treffen der Bosse auch in der Debatte um eine weitere Reduzierung der für 2021 beschlossenen Budgetgrenze. Einig sind sich die Teams zwar darin, statt rund 161 Millionen Euro pro Jahr künftig nur 138 Millionen als Ausgabenlimit anstreben zu wollen.

Vor allem kleinere Rennställe drängen auf eine noch niedrigere Summe. Im Raum stehe nun eine stufenweise Absenkung von 133 Millionen Euro im nächsten Jahr auf rund 120 Millionen Euro in der Saison 2022, berichteten Fachmedien.

Sky und DFL einig: Millionen sollen noch in diesem Monat auf die Konten fließen

20.12 Uhr: Wie die “Bild” berichtet, haben sich die DFL und Sky über eine Zahlung der letzten Rate der TV-Gelder geeinigt. Der Kompromiss: Der Pay-TV-Sender zahlt angeblich weniger als die eigentlich ausstehenden 225 Millionen Euro, dafür soll das Geld noch in diesem Monat an die klammen Klubs überwiesen werden.

Der Pay-TV-Sender ist der wichtigste Geldgeber der Liga, dementsprechend dürfte die Erleichterung unter den Klubs groß sein. Laut einem “kicker”-Bericht befürchteten insgesamt 13 Profi-Klubs zwischenzeitlich die Insolvenz.

Die Sky-Zahlung verschafft den Vereinen etwas Luft. Nach “Bild”-Informationen seien auch die öffentlich rechtlichen Sender bereit, ihre Zahlung von rund 40 Millionen Euro zu leisten. Dagegen würden die Verhandlungen mit dem Streaming-Anbieter DAZN weiter stocken.

Bericht: Champions-League-Finale soll Ende August stattfinden

19.42 Uhr: Das Finale der Champions-League wird aufgrund der Coronakrise wohl in den Spätsommer verlegt. Wie der “Telegraph” berichtet, soll das Endspiel im Atatürk-Stadion in Istanbul erst am 29. August stattfinden. Ursprünglich war die Partie für den 30. Mai angesetzt. 

Das Finale der Europa League in Danzig soll nach Informationen der britischen Zeitung vom 27. Mai auf den 26. August verschoben werden. Die beiden Endspiele hatte die Europäische Fußball-Union (UEFA) bereits Ende März auf unbestimmte Zeit nach hinten verlegt.

Die restlichen Achtelfinals und erste Viertelfinals sollen in beiden Wettbewerben wohl ab dem 28. und 29. Juli gespielt werden. Mit einer offiziellen Terminierung durch die UEFA ist allerdings frühestens Ende kommender Woche nach einer Sitzung des Exekutivkomitees sowie einer Videokonferenz der Generalsekretäre der 55 Mitgliedsländer zu rechnen. 

Durch den späten Termin sollen nationale Ligen die Chance erhalten, ihre Spielzeit bis zur Fortsetzung der Europapokalwettbewerbe zu beenden. Aber auch die üblichen Wochenspieltage während der laufenden nationalen Wettbewerbe sollen für die UEFA laut Telegraph weiter eine Option sein. 

Die spanische Sporttageszeitung “Mundo Deportivo” hatte am Dienstag auch ein mögliches Finalturnier an einem neutralen Ort mit den besten acht Mannschaften ins Gespräch gebracht. Eine Verlegung von Partien in den September oder Oktober hatte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin bereits öffentlich ausgeschlossen.

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Laborexperte sieht genügend Testkapazitäten für Bundesliga-Neustart

17.37 Uhr: Dr. Evangelos Kotsopoulos, Vorstand des Berufsverbands “Akkreditierte Labore in der Medizin”(ALM e.V.), glaubt, dass Deutschland genügend Corona-Testkapazitäten hat, um die Bundesliga-Saison ab Mai mit Geisterpielen fortzuführen. “Selbst wenn die 36 Vereine ihr Personal alle zwei Tage mit jeweils 40, 50 Personen durchtesten würden, liegen wir unter einem halben Prozent der Test-Kapazitäten. Das sehen wir als vollkommen unproblematisch an”, sagte Kotsopoulos gegenüber der “Bild”. Der Labor-Experte könne sich zudem nicht vorstellen, das die Fußballklubs Test-Kapazitäten, das für medizinisches Zwecke vorgesehen ist, für sich beanspruchen würden. 

Die Bundesliga hofft weiterhin darauf, ihre Saison Anfang Mai mit Geisterspielen fortzusetzen. Grundvoraussetzung dafür wäre, dass sich alle Spieler und Mitarbeiter der Teams alle paar Tage einem Corona-Test unterziehen müssten. Dann könnten eventuell Infizierte frühzeitig isoliert werden. So könnte einer weiteren Ansteckung und damit eine zweiwöchige Quarantäne der gesamten Mannschaft verhindert werden.

Dieser Plan sorgt in der Öffentlichkeit aber auch für Kritik. Schließlich seien die Testkapazitäten in Deutschland immer noch begrenzt und das Vorhaben der Bundesliga würde zigtausende Tests erfordern. “Ich weiß nicht, ob es ethisch vertretbar ist, wenn man 20.000 Tests bei Personen durchführt, die eigentlich keine Risikogruppe darstellen und auch keine Symptome haben. Das sehe ich sehr kritisch, wenn sich die Ressourcen für die Tests nicht deutlich verbessern”, meinte etwa der Virologe Ulf Dittmer.

Kotsopoulos sieht das offenbar anders. Zum Berufsverband der ALM gehören über 200 Labore und über 900 Fachärzte in Deutschland. 

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3. Liga: Fortsetzung der Saison für bayerische Klubs “alternativlos”

14.47 Uhr: Bayerns Fußball-Drittligisten haben sich klar für eine schnellstmögliche Fortführung der Saison ausgesprochen, auch wenn dies nur mit Geisterspielen möglich ist. Das teilte der Bayerische Fußball-Verband (BFV) nach einer Videoschalte der fünf Vereine mit Verbandsvertretern am Donnerstag mit. “Es gibt für uns gar keine andere Lösung, als die Saison zu Ende zu spielen, weil nur dann ein sportlich faires Endergebnis zustande kommt”, sagte Manfred Schwabl von der SpVgg Unterhaching. “Ansonsten sehe ich eine große Gefahr, dass der Fortbestand dieser ohnehin wirtschaftlich problematischen 3. Liga auf dem Spiel steht.”

Vom FC Ingolstadt hieß es: «Geisterspiele sind nicht schön, aber überhaupt kein Fußball ist die schlechteste Lösung. Daher wollen wir so schnell wie möglich versuchen, diese Saison auf sportlichem Wege zu Ende zu bringen.» Die Würzburger Kickers, der TSV 1860 München und die Reserve des FC Bayern sehen das ähnlich. Ligaweit befürworten 13 von 20 Vereinen eine Fortführung ohne Fans – der Rest will abbrechen.

Rainer Koch, der Chef des BFV und Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), lobte die Meinung seiner fünf Klubs. “Diese einhellige Auffassung der aktuellen Situation ist eine ebenso feste wie gute Basis, um den Schaden in Zusammenarbeit mit den weiteren Drittligisten so gut es geht zu minimieren”, sagte er.

Barca-Trainer hält La-Liga-Pläne für unrealistisch

14.27 Uhr: Trainer Quique Setién vom spanischen Meister FC Barcelona glaubt nicht an eine baldige Wiederaufnahme des vom Coronavirus unterbrochenen Spielbetriebs. Er halte die Absicht der La Liga, die Saison der Primera División schon ab Ende Mai, spätestens aber Ende Juni mit Geisterspielen und unter strengsten Sicherheitsbedingungen fortzusetzen, für kaum realisierbar, sagte Setién am Donnerstag im Interview des katalanischen Radiosenders “RAC1”.

“Ich habe gehört, dass die Liga vorhat, dass alle Teams für einige Monate an einem Ort isoliert werden sollen. Ich denke, das geht zu weit, das kann man nicht machen. Das würde zu viele Probleme verursachen”, sagte der 61 Jahre alte Coach, der das Team um Weltfußballer Lionel Messi und Nationaltorwart Marc-André ter Stegen erst seit Januar trainiert. Es gebe außerdem zu viele Regeln und Auflagen, die “logistisch kaum durchführbar” seien.

Das sogenannte “Protokoll” von Liga-Boss Javier Tebas sieht vor, dass der Spielbetrieb nach Möglichkeit schon Ende Mai, spätestens aber Ende Juni wiederaufgenommen werden soll. Tebas sagte jüngst, die Saison müsse allein aus finanziellen Gründen zu Ende gespielt werden. Schon jetzt rechnet die spanische Profiliga wegen der Krise mit einem Verlust von mindestens 150 Millionen Euro.

Aufgrund der Pandemie wird in den spanischen Stadien seit dem 11. März nicht mehr Fußball gespielt. Mit mehr als 180 000 Infizierten und 19 000 Todesopfern ist Spanien eines der von dem neuen Coronavirus am schwersten betroffenen Länder der Erde. Seit Mitte März und noch mindestens bis Mitternacht des 25. April gilt im ganzen Land eine sehr strenge Ausgangssperre.

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Handball-Klubs stimmen über Saison-Abbruch ab

14.50 Uhr: Die Handball-Vereine der Bundesliga und 2. Bundesliga entscheiden in den nächsten Tagen, ob sie die Saison abbrechen wollen. Stimmt eine Dreiviertel-Mehrheit dafür, sind die Spielzeiten in den beiden Top-Ligen Geschichte. Ob es dann Meister sowie Ab- und Aufsteiger gibt, entscheidet allein das Präsidium der Handball-Bundesliga GmbH (HBL).

In dieser Frage haben die Vereine kein Mitspracherecht. “Wir hoffen, dass wir schon bei der nächsten Schalte am kommenden Montag oder Dienstag das Ergebnis haben”, sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann am Donnerstag. Kurz zuvor hatten sich die 36 Vereine der beiden Top-Ligen per Videokonferenz auf dieses Vorgehen verständigt.

Sollte die Mehrheit der Vereine gegen einen Abbruch sein, gibt es Modelle für eine Fortsetzung der Saison. Eines brachte Bob Hanning, Geschäftsführer der Füchse Berlin, in die Diskussion ein. “Ich bin persönlich ein Freund des Weiterspielens und sehe dafür auch Möglichkeiten”, sagte Hanning. “Ich habe der Liga einen Vorschlag unterbreitet, wie ein Szenario aussehen könnte.” Genaueres wollte er nicht verraten.

Wie auch immer die Entscheidung ausfällt, die HBL befindet sich in einer misslichen Lage. “Wir werden keine 100-prozentige Gerechtigkeit herstellen können”, sagte Bohmann. Insbesondere die Bewertung durch die HBL wird vermutlich Proteste nach sich ziehen. “Wir haben ein juristisches Gutachten von Sportrechtlern anfertigen lassen.”

Eine Annullierung der bisherigen Saison ist offensichtlich nicht die bevorzugte Variante der HBL. Eine Quotienten-Regelung, bei der der bisherige Punkteschnitt jedes Teams ermittelt und anschließend hochgerechnet wird auf die ausstehenden Partien, ist denkbar.

Söder hält Geisterspiele im deutschen Fußball für “denkbar”

14.22 Uhr Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat dem deutschen Profifußball Hoffnung auf eine Fortsetzung der Saison ohne Zuschauer gemacht. “Wir werden in den nächsten Wochen gemeinschaftlich diskutieren, ob Geisterspiele möglich sind. Ich halte das aber für denkbar”, sagte Söder am Donnerstag in München.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) erstelle gerade ein “wie ich sehe und höre intensives und sehr gutes Hygienekonzept. Es ist ja eine Berufsausübung. Wir werden das jetzt noch einmal genau bewerten, und dann muss man sehen, ob man Geisterspiele erlaubt. Spiele mit Zuschauern sicherlich nicht”, führte der CSU-Politiker weiter aus.

Es sei am Ende auch so, “dass man die Relevanz von Fußball nicht nur in der finanziellen, sondern auch in der psychologischen Wirkung einordnet”, so Söder: “Für sehr viele Menschen ist der Fußball auch ein Teil von Freude.”

Basketball-Bundesliga erwägt Saison-Fortsetzung an wenigen Orten

12.37 Uhr: Die Basketball-Bundesliga erwägt im Falle einer Fortsetzung der seit Mitte März unterbrochenen Saison Spiele an nur wenigen Orten. “Wenn wir die Saison beenden, dann sicher nur an einigen Hubs”, sagte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz. Wegen der Folgen der Corona-Krise sei eine Durchführung des regulären Spielplans “mit Reisen quer durch die Republik” nicht denkbar. “Man würde sich dann wohl einen Ort im Norden, einen in der Mitte und einen im Süden Deutschlands suchen”, sagte Holz.

Die BBL-Verantwortlichen planen im Fall von Geisterspielen mit rund 80 bis 100 Personen bei den Partien. Eine große Herausforderung seien die Hygienevorschriften und die dann notwendigen Testverfahren für alle Beteiligten. “Das wäre sicherlich der größte Kostenpunkt”, sagte Holz.

Ende des Monats wollen sich die Klubs wieder zusammenschalten, um zu entscheiden, ob die Spielzeit beendet werden kann oder abgebrochen werden muss. Sollte weitergespielt werden, müssten zwei Wochen Quarantäne für die zurückkehrenden Spieler und zwei Wochen Vorbereitung berücksichtigt werden, erklärte Holz.

Formel-1-Rennen in Spa kann nicht wie geplant stattfinden

12.15 Uhr: Die Coronakrise wirbelt den Kalender der Formel 1 weiter durcheinander. Das für den 30. August angesetzte Rennen in Spa kann nicht wie geplant stattfinden, weil auch in Belgien vonseiten der Politik sämtliche Großveranstaltungen bis zum 31. August verboten sind. Dies bestätigte der Veranstalter am Donnerstag.

Man prüfe nun alle Optionen, sagte Vanessa Maes, Managerin des Grand Prix, der Nachrichtenagentur Belga: “Verschiebung, ohne Zuschauer oder Absage. Niemand kann sagen, wie es in viereinhalb Monaten sein wird.”

Mittlerweile sind neun der 22 Formel-1-Rennen abgesagt oder verschoben. Um als Weltmeisterschaft gewertet zu werden, müssen mindestens acht Rennen gefahren werden.

Am Plan, die Saison am 28. Juni in Frankreich zu beginnen, wird man wohl nicht festhalten können. Auch der Lauf in Monza am 6. September ist fraglich. “Wir bräuchten ein Wunder: Wir erleben eine Phase großer Ungewissheit und wir müssen mit größter Umsicht handeln”, sagte Angelo Sticchi Damiani, Vizepräsident des Automobil-Verbandes FIA und Veranstalter des italienischen Grand Prix, im Interview mit der “Gazzetta dello Sport”.

FDP-Politiker Kubicki: Geisterspiele zulassen, “alles andere wäre absurd”

11.57 Uhr: FDP-Politiker Wolfgang Kubicki hat sein Plädoyer für die zeitnahe Durchführung von Geisterspielen in der Fußball-Bundesliga erneuert. “Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, solange gewährleistet ist, dass wir keine Rudelbildung mit Zuschauern haben werden”, sagte Kubicki zu Sky. Entscheidend werde für ihn vielmehr sein, “dass nicht 50.000, 60.000, 70.000 Menschen ins Stadion kommen”. Die Infektionswahrscheinlichkeit bei den Spielen sei ohne Publikum “relativ gering”.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat den Spielbetrieb zunächst bis 30. April ausgesetzt. Nachdem Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten sich am Mittwoch aber auf eine Verlängerung der Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen bis 3. Mai geeinigt haben, könnte sich ein Neustart weiter verzögern. “Ich glaube, dass die Ministerpräsidenten sich darauf verständigen werden, Geisterspiele wieder zuzulassen. Alles andere wäre absurd”, erklärte Kubicki.

Bayern-Star Süle: “Ob wir früher oder später spielen, ist nicht von Belang”

11.37 Uhr: Nationalspieler Niklas Süle sieht eine mögliche Sonderrolle des Profifußballs in der Coronakrise kritisch. “Es gibt im Moment sehr viele wichtigere Dinge als Fußball. Natürlich will ich wieder fit werden und spielen, aber wichtig ist doch, dass es meiner Familie gut geht, dass alle gesund sind”, sagte der 24-Jährige von Bayern München.

“Wir als Fußball-Profis sind doch gesegnet, wenn man sieht, wie viele Unternehmen schließen müssen oder dass manche Familien gar nicht mehr wissen, wie es überhaupt weitergeht. Das ist schlimm. Ob wir jetzt früher oder später spielen, ist da nicht von Belang”, betonte Süle. Nichtsdestotrotz würde er sich “sehr freuen, wenn wir wieder starten dürften. Es wäre vielleicht auch eine kleine Ablenkung für die vielen Fans.”

Rummenigge: Bundesliga ist “gutes Beispiel für die Politik und das deutsche Volk”

11.32 Uhr: Bayern Münchens Vorstandchef Karl-Heinz Rummenigge befürchtet durch die Coronakrise erhebliche Schäden für den Fußball. “Ich glaube, dass der Markt stark leiden wird, weil jeder in den letzten 20 Jahren immer mehr für Transfers und Gehälter ausgegeben hat. Jetzt ist die Zeit der Liquidität. Wer über liquide Mittel verfügt, wird sehr umsichtig damit umgehen”, sagte Rummenigge im Interview mit dem “Corriere della Sera”.

Rummenigge hofft angesichts der Probleme, dass auch die Champions League zu Ende gespielt werden kann: “Wir müssen Lösungen finden, um diese Saison zu Ende zu bringen. Es gibt bereits sportliche und wirtschaftliche Schäden.”

In diesem Zusammenhang lobte der Bayern-Boss das Verantwortungsbewusstsein der Profis. “Niemand mag einen Teil seines Gehalts verlieren. Solidarität ist in diesem Moment auf allen Ebenen besonders wichtig, unter Menschen und unter Staaten”, sagte Rummenigge. Auch bei den Klubs der Bundesliga sei die Solidarität stark: “Ich glaube, dass wir ein gutes Beispiel für die Politik und für das deutsche Volk sind.”

Mit Andrea Agnelli, dem Chef der Europäischen Klubvereinigung (ECA), befindet sich Rummenigge im Austausch. “Er erlebt keine einfache Zeit. Er muss Lösungen finden, die sowohl für die Meisterschaften als auch für die europäischen Wettbewerbe passen. Er muss nicht nur den Spielkalender, sondern auch die wirtschaftlichen Aspekte berücksichtigen”, sagte Rummenigge.

Bundesliga: Letzte Rate der TV-Gelder steht noch aus

08.57 Uhr: Die deutschen Fußball-Klubs warten weiter auf die vierte und letzte Rate der TV-Gelder. Diese hätte eigentlich schon am 10. April bei der Deutschen Fußball Liga eingehen sollen. Aber nach einem Bericht des “kicker” hätten die Rechteinhaber die insgesamt 304 Millionen Euro bisher noch nicht überwiesen. Als neuer Zahltag für die 36 Vereine sei nun der 2. Mai vereinbart worden.

“Wir sind in ständigem Austausch mit unserem langjährigen Partner DFL, insbesondere angesichts der aktuellen Situation der Bundesliga und 2. Bundesliga. In diesem Zusammenhang gibt es aktive Diskussionen mit dem Ziel, auch im Hinblick auf Lizenzzahlungen und deren potenzielles Timing konstruktive Lösungen zu finden”, sagte ein Sky-Sprecher.

Ohne die Zahlung an die DFL drohe nach “kicker”-Informationen innerhalb der nächsten zwei Wochen 13 Vereinen, darunter vier Bundesligisten, im Mai und Juni die Insolvenz. Aber die Chancen auf eine zeitnahe Regelung mit den Medienpartnern und eine Zahlung in den kommenden Tagen seien gut.

Der Spielbetrieb ist aktuell bis mindestens zum 30. April ausgesetzt. In der kommenden Woche, am 23. April, wollen die Fußball-Klubs das weitere Vorgehen festlegen. Nach wie vor hofft der Profi-Fußball aber darauf, die Spielzeit mit Hilfe von Geisterspielen bis zum 30. Juni beenden zu können. Auf dem Spiel stehen rund 750 Millionen Euro, die bei einem Abbruch der Spielzeit fehlen würden.

Bisher sind aber Geisterspiele nicht sicher, da Bund und Länder sich am Mittwoch auf die Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen bis mindestens zum 31. August einigten. Konkrete Regelungen, etwa zur Größe der Großveranstaltungen, sollen von den Länder getroffen werden.

Möglicherweise drohen der DFL in den verschiedenen Bundesländern verschiedene Vorgaben, sodass gar nicht an allen Standorten gespielt werden kann. Zuletzt war von rund 240 Personen die Rede, die bei Bundesliga-Geisterspielen im Stadion sein müssten.

Sportrechtler: Bei Saison-Abbruch sollte aktuelle Tabelle zählen

Donnerstag, 16. April, 07.42 Uhr: Die Corona-Krise könnte in der Bundesliga Auswirkungen auf die Vertragslaufzeiten einiger Stars haben. Falls die Saison wegen der Pandemie erst nach dem 30. Juni endet, könnten Spielerverträge verlängert werden.

“Zahlreiche Spielerverträge enden am 30. Juni, da deren Dauer an das Ende einer Saison gekoppelt ist. Allerdings hat der DFB zugunsten größtmöglicher Flexibilität die Spielordnung geändert, sodass die Saison über den 30. Juni hinaus fortgesetzt und das neue Spieljahr 2020/21 zu einem späteren Zeitpunkt begonnen werden kann”, sagte Sportrechts-Experte Thomas Summerer.

“Da die Corona-Pandemie zu einer Störung der Geschäftsgrundlage geführt hat, können die Spielerverträge angepasst, also entsprechend verlängert werden”, erklärte der Rechtsanwalt. In der Bundesliga sind mehr als 100 Spieler betroffen. Bei über 70 Profis aus der deutschen Spitzenklasse endet der Vertrag, bei knapp 40 Spielern hört eine Leihe zum 30. Juni auf.

Falls die Saison allerdings doch nicht zu Ende gespielt werden kann, sollte nach Ansicht von Summerer die aktuelle Tabelle “als maßgeblich herangezogen werden, um die Teilnehmer an den europäischen Wettbewerben festzulegen, was freilich mit der Uefa abzustimmen wäre”, sagte Summerer. “Dies gilt konsequenterweise auch für die Kür des deutschen Meisters; vielleicht würde dieser als Akt der Solidarität darauf sogar verzichten. Absteiger sollte es möglichst keine geben, Aufsteiger schon, was zu einer Aufstockung der Bundesliga für eine Saison führen würde.”

Haie-Coach Krupp: DEL-Saisonende hat katastrophale Auswirkungen

21.11 Uhr: Uwe Krupp rechnet erst in einigen Wochen und Monaten mit einem klaren Bild der Folgen des Coronavirus für die Vereine der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Der Trainer der Kölner Haie sprach aber bereits von “katastrophalen Auswirkungen”, nachdem die Saison durch die Pandemie während der Playoffs gestoppt und für beendet erklärt worden war. Ein Meister war nicht gekürt worden.

“Ein paar Vereine werden schon hart zu kämpfen haben, um am Ende in die neue Saison zu starten”, sagte Krupp zu Sport1. Er betonte jedoch, dass es “schon die richtige Entscheidung war”, wenn man sich das globale Bild anschaue, nicht weiterzuspielen.

“Momentan sitzen wir alle und warten, aber die endgültigen Konsequenzen dieser Absage werden wir erst im Sommer oder Herbst sehen, wie sich die einzelnen Vereine mit dieser Sache auseinandergesetzt haben und welche finanziellen Auswirkungen es hat”, meinte der ehemalige Bundestrainer. Krupp geht aber davon aus, dass es eine neue Spielzeit geben wird.

“Aber es gibt auch eine gewisse Vorsicht in der Planung und wie aggressiv wir den Spielermarkt angehen, weil wir natürlich keine Garantien haben. Wir sind so ein bisschen in der Warteschleife”, sagte er. Der 54-Jährige hat die Haie erst Februar als Coach übernommen. Er hatte bis Ende Januar Sparta Prag trainiert. Derzeit hält sich Krupp auch immer noch in Tschechien auf.

Bericht: Premier-League-Klubs für vekürzte Saison

20.45 Uhr: Einem Bericht des “Mirror” zufolge sollen sich einige Vereine aus der Premier League für eine verkürzte Saison stark machen, um die Spielzeit zum 30. Juni beenden und unter anderem einen Meister küren zu können.

Laut dem britischen Blatt sollen mindestens neun Vereine darüber «ernsthafte Diskussionen» geführt haben. Sie wollen demnach ihre Position bei einem Gipfeltreffen der Liga am kommenden Freitag präsentieren und einen entsprechenden Vorschlag machen, wie das Prozedere aussehen könnte.

Die meisten Klubs haben noch neun Spiele zu absolvieren, darunter auch der FC Liverpool, der mit 25 Punkten die Tabellen vor Manchester City anführt. Vier Klubs müssen noch zehnmal antreten.

Die verkürzte Saison sei besser als “große Ungewissheit und völliges Chaos”, hieß es laut “Mirror”. Bedenken über eine mögliche Spielzeit nach dem 30. Juni hinaus soll es wegen endender Verträgen von Spielern zu eben diesem Datum und auch von Sponsoren geben. Die Ligachefs haben indes bisher klargemacht, dass der Rest der Saison zu Ende gespielt werden soll. Angeblich soll er vom 1. Juni an in sechs Wochen abgewickelt werden.

Großveranstaltungen bis 31. August verboten – was heißt das für Bundesliga?

20.01 Uhr: Die Konferenz von Bund und Ländern zur Coronavirus-Krise hat für den deutschen Profi-Fußball nur wenig Erkenntnisse gebracht. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten einigten sich am Mittwoch zwar auf die Verlängerung des generellen Verbots von Großveranstaltungen bis mindestens zum 31. August. Betroffen sind davon in jedem Fall auch Sportereignisse mit Zuschauern – ob oder wo in der Bundesliga und 2. Liga Geisterspiele stattfinden dürften, blieb aber offen.

“Die Bundesliga war kein Thema”, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Merkel und verwies auf die laufenden Gespräche bei der Deutschen Fußball Liga. “Ob und in welcher Form Geisterspiele möglich sind”, werde “sicherlich demnächst” zum Thema werden.

Konkrete Regelungen, etwa zur Größe von Großveranstaltungen, sollen von den Länder getroffen werden, deren Regierungen wohl am Donnerstag tagen werden. Söder kündigte an, sein Bundesland werde die Lockerungen teils “vorsichtiger” und “zurückhaltender” angehen.

Zuletzt war von rund 240 Personen die Rede, die bei Bundesliga-Geisterspielen im Stadion sein müssten. Die 36 Profi-Vereine der DFL werden am 23. April bei einer Mitgliederversammlung das weitere Vorgehen beraten. Bislang ist das erklärte Ziel, die derzeit bis mindestens zum 30. April ausgesetzte Saison mit Hilfe von Geisterspielen bis zum 30. Juni abschließen zu wollen.

Tour de France beginnt wegen Coronavirus-Pandemie erst im August

Die 107. Tour de France der Radprofis ist wegen der derzeitigen Coronavirus-Pandemie nach hinten verschoben worden und soll nun vom 29. August bis 20. September stattfinden. Das teilte der Veranstalter ASO am Mittwoch über die vom 27. Juni bis 19. Juli geplante Rundfahrt mit.

“Nach der Ansprache des Präsidenten am Montagabend und im Rahmen des Kampfes gegen die Verbreitung von Covid-19 stimmten die Organisatoren der Tour de France mit dem Radsport-Weltverband überein, die Tour zu verschieben”, hieß es in einem Statement der ASO.

Die Tour soll nun am 29. August in Nizza starten und nach 3287 Kilometern in Paris enden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte am Ostermontag verkündet, dass “Veranstaltungen mit großem Publikum frühestens Mitte Juli abgehalten werden” könnten.

Während Fußball-EM, Olympia und Wimbledon-Turnier in den vergangenen Wochen schon abgesagt oder verlegt wurden, hatten die Organisatoren des Prestige-Events lange um eine Austragung des größten Radrennens der Welt gekämpft.

In ihrer 117-jährigen Geschichte ist die Tour de France bisher nur wegen der beiden Weltkriege (1915 bis 1918 und 1940 bis 1946) ausgefallen.

 

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jmi/da/bhi/sh/dom/dpa/sid

 

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