Sport-News: Infizierter Läufer warnt: “Bei Hustenattacke Blut gespuckt”

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Das Coronavirus bringt den Sport durcheinander. Die Uefa verschiebt die Fußball-EM auf 2021, während das IOC an Olympia 2020 in Tokio festhalten will. Indes werden in der Formel 1 auch die drei Mai-Rennen abgesagt. Alle aktuellen Entwicklungen im News-Ticker von FOCUS Online.

Juve-Spieler brechen Quarantäne – Anwalt ist fassunglos und fordert Konsequenzen

10.47 Uhr: Juventus Turin steht komplett unter Quarantäne – eigentlich. Nach dem positiven Covid19-Test von Daniele Rugani isolierte der italienische Rekordmeister seine gesamte Mannschaft inklusive Präsident Andrea Agnelli. Anschließend wurden auch Blaise Matuidi und Paulo Dybala positiv auf das Coronavirus getestet.

Dass nun einige Spieler das Land verlassen, stößt aber auf Kritik von Journalisten, Virologen und Juristen. “Diese Situation lässt mich ratlos zurück, ich bin perplex”, sagte Anwalt Rinaldo Romanelli der italienischen Zeitung “Corriere dello Sport”. “Die Quarantäne-Zeit beträgt 14 Tage, so wie es das Gesundheitsamt bereits am 21. Februar in einem Beschluss festgelegt hat.” Ausnahmen seien in diesem Beschluss nicht festgelegt.

Juves Argument, die Quarantäne sei freiwillig, kann er nicht nachvollziehen. “Quarantäne wird angeordnet bei engem Kontakt mit bestätigten Covid-19-Fällen. Demzufolge müssten Ruganis Teamkollegen für mindestens 14 Tage unter Quarantäne”, fordert der Jurist. Dieser Zeitraum würde am 25. März ablaufen.

Zu den Spielern, die Italien verlassen haben, zählt auch Sami Khedira, der mit Genehmigung seines Arbeitgebers nach Deutschland reiste wie die “Gazzetta dello Sport” berichtet.. Außerdem kehrten Miralem Pjanic, Gonzalo Higuain und Douglas Costa in ihre Heimatländer zurück. Angreifer Higuain wurde dabei laut Berichten sogar besonders kreativ und flog zuerst nach Spanien, um das Einreiseverbot aus Italien, das in Argentinien gilt, zu umgehen.

Für Romanelli ist das ein Unding. “Es gibt wie gesagt keine Gesetze oder Beschlüsse, die jemandem erlauben, vorzeitig die Quarantäne zu verlassen – geschweige denn das Land zu verlassen.” Was Isolation wirklich bedeutet, schilderte Robin Gosens von Atalanta Bergamo im “Aktuellen Sportstudio”. “Ich habe nur meinen Hinterhof, wo ich meine Fitnessübungen mache und ein bisschen laufen gehe. Das ist dann mein Highlight des Tages, wo ich raus darf.”

Infizierter Läufer warnt: “Bei Hustenattacke Blut gespuckt”

10.06 Uhr: Der an Covid-19 erkrankte italienische Mittelstreckenläufer Edoardo Melloni appelliert an die Vernunft der Jogger in seinem Land.  Es gebe kein Risiko durch das Laufen an sich, sagte er in einem Interview. Das Problem sei jedoch, dass sich viele Jogger Risiken aussetzen und Menschenmassen nicht meiden würden.

Laut Melloni fehlt vielen momentan gesunder Menschenverstand. Es sei daher unvermeidlich, dass die Regierung strengere Regeln beschließe. ” (…) auch wenn damit diejenigen getroffen werden, die bisher vernünftig im Freien Sport getrieben haben”, sagte der Leistungssportler.

Der 29-Jährige ist selbst positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Italiener befinde sich aktuell in der Universitätsklinik in Mailand, nachdem er starke Symptome aufgewiesen habe. “Bei einer dieser Hustenattacken habe ich dann Blut gespuckt und das war der Moment, in dem ich in die Notaufnahme geschickt wurde”, so der 29-Jährige. Auch seinen Geruchs- und Geschmackssinn habe er aktuell komplett verloren. “Ich kann immer noch nicht wieder zwischen einem Stück Schokolade, gekochten Möhren oder Pasta mit Tomatensoße unterscheiden.”

Umwandlung in Krankenhaus? Maracanã-Stadion in Rio könnte Corona-Kranke aufnehmen

8.51 Uhr: Das Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro, in dem die Endspiele der Fußball-Weltmeisterschaften 1950 und 2014 ausgetragen wurden, könnte zur Unterkunft für Coronavirus-Patienten werden. Flamengo Rio de Janeiro gab am Sonntag in einer Erklärung bekannt, dass der Klub sein Trainingszentrum im Stadtteil Gávea, das in der Nähe eines Krankenhauses liegt, und das Maracanã dem Bundesstaat und der Stadt Rio für ein solches Projekt zur Verfügung gestellt hätte. Flamengo verwaltet das Maracanã derzeit zusammen mit Fluminense. Auch andere brasilianische Klubs wie Botafogo, Corinthians und Santos haben bundesstaatlichen und kommunalen Behörden im Kampf gegen das Coronavirus ihre Einrichtungen angeboten.

Auf Bildern war bereits zu sehen, wie etwa das Pacaembu in São Paulo in ein Hospital mit mehr als 200 Betten umgewandelt wurde. Die Idee ist, dass in Stadien und Trainingszentren Patienten untergebracht und Krankenhäuser und Kliniken dadurch entlastet werden können, falls das Virus in Brasilien weiter voranschreitet. Das brasilianische Gesundheitssystem ist darauf schlecht vorbereitet. Vor allem fehlt es landesweit an Intensivbetten. Die Zahl der Infizierten in dem größten lateinamerikanischen Land ist zuletzt auf mehr als 1000 gestiegen, 25 Menschen sind bislang gestorben.

“Ignorant, verantwortungslos, egoistisch” – Rüdiger wütet wegen Missachtung der Corona-Regeln

Montag, 23. März, 7.35 Uhr: Antonio Rüdiger ist empört, dass immer noch zu viele Menschen die Warnungen und Verhaltensregeln in der derzeitige Corona-Krise missachten. “Das ist ignorant und verantwortungslos! Ich habe in den sozialen Netzwerken einige Fotos aus deutschen Innenstädten gesehen und habe mir nur an den Kopf gefasst”, sagte der Profi vom FC Chelsea in einem Interview des “Kicker” (Montag).

Indes findet er wichtig, dass “wir Fußballer unsere Reichweite nutzen, um die Botschaften der Gesundheitsexperten zu bekräftigen”, sagte Rüdiger. Begeistert ist er, dass die Nationalspieler 2,5 Millionen Euro spendeten und Joshua Kimmich sowie Leon Goretzka die Aktion “We kick Corona” ins Leben gerufen haben. Die beiden seien “Ehrenmänner”, sagte Rüdiger.

Aber es gebe “scheinbar sehr viele, zu viele Menschen, die nicht verstehen, dass sie persönlich vielleicht nicht stärker gefährdet sind, aber sehr wohl Menschen in ihrem Umfeld – und damit dann leichtfertig umgehen. Das ist einfach nur egoistisch.”

Rüdiger befindet sich wie alle Chelsea-Profis, derzeit in häuslicher Quarantäne, nachdem Teamkollege Callum Hudson-Odoi positiv auf das Virus getestet worden war. “Im ersten Moment war ich natürlich kurz erschrocken. Zumal Callum auch einer meiner engsten Freunde im Team ist. Aber er hatte uns allen persönlich gleich Entwarnung gegeben, dass es ihm so weit gut geht”, erläuterte Rüdiger.

Neue Corona-Anordnungen: Weitere Bundesliga-Pause zwangsläufig

19.15 Uhr: Nach der von Bund und Ländern angeordneten umfassenden Reduzierung sozialer Kontakte zum Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ist ein baldiger Neustart der Bundesliga auch faktisch vom Tisch. Die von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntag verkündeten Einschränkungen des sozialen Lebens machen auch die Austragung sogenannter Geisterspiele ohne Zuschauer für mindestens zwei Wochen praktisch unmöglich.

Das Präsidium der Deutschen Fußball Liga kommt am Dienstag zur Vorbereitung einer weiteren Mitgliederversammlung am 31. März zusammen, bei der das künftige Vorgehen beschlossen werden soll. Bislang hatten die 36 Profi-Klubs eine Zwangspause bis zum 2. April vereinbart, allerdings gleichzeitig verkündet, dass man nicht davon ausgehe, “dass der Spielbetrieb am ersten April-Wochenende wieder möglich sein wird”.

Andere europäische Top-Ligen haben bereits einen Fußball-Stopp bis Ende April beschlossen. Laut Medienberichten plant die englische Premier League eine Wiederaufnahme der noch ausstehenden Spieltage erst am 1. Juni.

Ziel der Bundesliga-Klubs ist es, die noch neun ausstehenden Spieltage zu absolvieren, um gravierende Einnahmeausfälle von bis zu 750 Millionen Euro zu vermeiden. Sollten das Geld aus TV- und Sponsorenverträgen wegfallen, drohe mehreren Klubs die Insolvenz, hatte DFL-Chef Seifert prophezeit. Bislang gilt der 30. Juni als spätester Zeitpunkt für ein Saisonende, da anschließend viele Spielerverträge enden. In England wird allerdings schon über ein Szenario bis Mitte Juli nachgedacht.

Rennen in Baku verschoben: Spätester Formel-1-Auftakt aller Zeiten

17.33 Uhr: Ein Saisonauftakt am 7. Juli war für die Formel 1 ohnehin schon ein Novum. Jetzt beginnt der Kampf um den WM-Titel 2020 wegen der Coronavirus-Pandemie noch später als ohnehin erst seit einigen Tagen geplant. Denn auch der Grand Prix von Aserbaidschan in Baku kann seinen geplanten Termin nicht halten.

“Motorsport-Total.com” hat aus verlässlicher Quelle erfahren: Der Veranstalter des spektakulären Stadtrennens hat in einer Krisensitzung am Sonntag entschieden, den Grand Prix 2020 zunächst zu verschieben. Von einer endgültigen Absage ist noch keine Rede. Allerdings gibt es auch keinen neuen Termin.

Lewandowski spendet eine Million Euro für Corona-Bekämpfung

15.10 Uhr: Nach Joshua Kimmich und Leon Goretzka engagiert sich auch Robert Lewandowski im Kampf gegen die Coronakrise. Der Pole spendet mit seiner Frau Anna einen siebenstelligen Betrag.

BBL-Klubs lassen weitere US-Basketballer ziehen – Saison fraglich

12.11 Uhr: In der Basketball-Bundesliga haben am Wochenende weitere US-Spieler ihre Klubs verlassen und sind in ihre Heimat zurückgekehrt. Die Telekom Baskets Bonn verabschiedeten in Branden Frazier, Stephen Zimmerman, Geno Lawrence und Donald Sloan gleich vier Profis.

Die Verträge mit dem Quartett seien einvernehmlich aufgelöst werden, teilten die Rheinländer am Sonntag mit. Für den Rest des Teams wurde Kurzarbeit beantragt. Auch der neue Trainer Will Voigt ist zu seiner Familie in die USA geflogen, steht aber auf Abruf bereit, sollte die Saison in der Bundesliga doch noch fortgesetzt werden.

Die BBL hat ihren Spielbetrieb derzeit bis auf Weiteres ausgesetzt. Voraussichtlich am kommenden Mittwoch wollen Liga und Klubs beraten, wie es weiter geht. Doch eine Saisonfortsetzung wird mit jedem Abgang eines Spielers unwahrscheinlicher.

Viele Vereins lassen derzeit aus finanziellen Gründen Spieler vor allem in die USA ziehen. Damit werden Gehälter eingespart. Rasta Vechta verlor am Wochenende ebenfalls vier US-Profis. Die Verträge mit Jordan Davis, Kamari Murphy und Steve Vasturia wurden aufgelöst. Max DiLeo kehrt ebenfalls zu seiner Familie zurück, der Vertrag bleibt aber bestehen. Sollte doch noch gespielt werden, würde DiLeo zu den Niedersachsen zurückkehren.

Bei den Jobstairs Gießen 46ers wurde der Vertrag mit dem Amerikaner Jordan Barnett aufgelöst. Zuvor waren bereits Barnetts Landsleute Luke Petrasek, Kendall Gray und Stephen Brown in ihre Heimat zurückgekehrt.

Brose Bamberg lässt insgesamt fünf amerikanischen Basketballer nach Hause fliegen. Paris Lee, Kameron Taylor und Tre’ McLean werden für den Fall einer Fortsetzung der Saison oder spätestens in der neuen Spielzeit wieder für die Franken auflaufen, Darion Atkins und Jordan Crawford verlassen den Verein. Ihre Verträge liefen nur bis Saisonende.

Virologe Drosten zweifelt an vollen Stadien in absehbarer Zeit

11.13 Uhr: Renommierte Virologen rechnen angesichts der Coronavirus-Krise nicht mehr mit einem regulären Sportbetrieb mit Zuschauern in diesem Jahr.

Er glaube “überhaupt nicht daran, dass wir in irgendeiner absehbaren Zeit wieder Fußballstadien voll machen. Das ist überflüssig”, sagte der Berliner Virologe Christian Drosten von der Charité dem Nachrichtenmagazin “Stern”. Und weiter: “Das wird es bis nächstes Jahr um diese Zeit nicht geben. Auf Dinge, die schön sind, aber nicht systemrelevant, wird man lange verzichten.”

Surftipp: Portrait – Christian Drosten: Was der deutsche Coronavirus-Experte rät

Zuvor hatte auch Virologe Alexander Kekulé den Sportfans wenig Hoffnung auf einen Sommer mit Olympischen Spielen oder Fußballspielen vor vollen Rängen gemacht. “Ich halte das für ausgeschlossen, dass wir in Tokio dieses Jahr die Olympischen Spiele austragen können”, sagte der Experte der ARD-“Sportschau”.

Die “ganz große Welle” an Infizierten stehe Japan noch bevor, und Olympische Spiele mit mehr als 10.000 Athleten und vielen Tausend Fans seien unverantwortlich. “Es gibt für Viren quasi kein tolleres Fest als so eine Veranstaltung”, betonte Professor Kekulé.

Lesen Sie Alles zur Corona-Krise im News-Ticker von FOCUS Online

Gewinnt Liverpool die Premier League im Schnellverfahren?

Sonntag, 22. März, 09.55 Uhr: 25 Punkte Vorsprung hat der Tabellenführer FC Liverpool auf den aktuellen Zweitplatzierten, Manchester City. Nur sechs Punkte fehlen zur ersten Meisterschaft seit 30 Jahren.

Dann stoppte das Coronavirus vorerst den Großteil aller Wettbewerbe, woraufhin sich alle Fußball-Fans die Frage stellten, ob die Premier-League-Saison überhaupt fortgesetzt würde. Oder könnte der langersehnte Traum von Jürgen Klopp doch noch auf der Zielgeraden platzen?

Nein – das wird er wohl nicht! Wie “Sunday Telegraph” berichtet, haben die Verantwortlichen bereits die Wiederaufnahme des Spielbetriebs konkretisiert. Demnach soll die Saison am 01. Juni wieder aufgenommen – und innerhalb von sechs Wochen vor leeren Rängen beendet werden.

Aufgrund der vermehrten “englischen Wochen” könnten die “Reds” den Titel innerhalb weniger Tage perfekt machen.

Coronavirus: Ehemaliger Real-Boss Sanz auf Intensivstation gestorben

Topmeldung (22.31 Uhr):  Lorenzo Sanz, der frühere Präsident des spanischen Fußball-Rekordmeisters Real Madrid, ist im Alter von 76 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Das teilte sein Sohn Lorenzo Sanz Jr. am Samstagabend in einem Kommuniqué mit. Sanz habe neben der Infektion mit dem neuen Virus auch eine Nierenerkrankung gehabt, gaben die behandelnden Ärzte auf Anfrage bekannt. Zur Todesursache wurde zunächst aber nichts mitgeteilt.

Sanz war vor einigen Tagen positiv auf das neue Virus Sars-CoV-2 getestet worden und lag seit Dienstag auf der Intensivstation des Madrider Krankenhauses Hospital Jiménez Díaz. Die spanische Profiliga sprach den Hinterbliebenen ihr Beileid aus.

“Mein Vater ist jetzt vor Kurzem gestorben. Er hat ein solches Ende nicht verdient”, schrieb der älteste Sohn von Sanz in seiner Mitteilung an die Medien. “Eine der besten, mutigsten und fleißigsten Personen, die ich in meinem Leben gesehen habe, geht von uns. Seine Familie und Real Madrid waren sein Leben”, fügte er an.

Sanz war Chef der Königlichen zwischen 1995 und 2000. In dieser Zeit errang Real neben anderen Erfolgen zwei Mal die Champions League (1998 und 2000) und auch einen Ligatitel (1997).

Paolo Maldini und Paulo Dybala positiv auf Coronavirus getestet

22.20 Uhr: Milan-Legende Paolo Maldini und Juventus-Profi Paulo Dybala sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der AC Mailand mitteilte, wurden bei dem 51 Jahre alten Technischen Direktor des Clubs und dessen 18 Jahre alten Sohn, Daniel Maldini, der kürzlich sein Debüt in der Serie A gegeben hatte, Infektionen festgestellt. Beide seien bereits seit zwei Wochen in Quarantäne und würden nun bis zu einer Heilung weiter isoliert. Maldini hatte mit Milan fünfmal den Landesmeister-Pokal und die Champions League gewonnen.

Dybala ist eigenen Angaben zufolge ebenso wie seine Lebensgefährtin positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilten der 26 Jahre alte Argentinier und sein Club am Samstagabend mit. Er ist damit schon der dritte Spieler von Juventus Turin, bei dem das Virus festgestellt wurde.

“Sowohl Oriana als auch ich wurden positiv getestet. Zum Glück geht es uns perfekt. Danke für Eure Nachrichten”, schrieb der Angreifer des italienischen Fußball-Rekordmeisters bei Twitter und Instagram. Zuvor waren bei Juventus schon die Fälle des französischen Weltmeisters Blaise Matuidi und von Daniele Rugani bekanntgeworden. Italien ist weltweit das derzeit am stärksten von der Pandemie betroffene Land.

Eishockey-WM in der Schweiz abgesagt

15.17 Uhr: Die Coronavirus-Pandemie zwingt den Eishockey-Weltverband zu einer historischen Absage der Weltmeisterschaft im Mai. Das für die Zeit zwischen dem 8. und 24. Mai geplante WM-Turnier in Zürich und Lausanne kann in diesem Jahr nicht wie geplant stattfinden. Das teilte der Weltverband IIHF am Samstag mit.

“Das ist die harte Realität, der sich die Eishockey-Familie stellen muss, aber eine, die wir akzeptieren müssen”, sagte IIHF-Präsident René Fasel in der Mitteilung. “Das Coronavirus ist ein globales Problem und bedarf großer Maßnahmen durch die Regierungen, um seine Ausbreitung zu bekämpfen. Die IIHF muss alles tun, um diesen Kampf zu unterstützen.” Der Sport müsse zur Seite treten.

Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg gibt es damit wieder eine Zwangspause. Die Weltmeisterschaft im Eishockey findet normalerweise abgesehen von den Olympia-Jahren in den 1980ern seit 1947 jährlich statt.

Unklar ist noch, ob die Schweiz das Turnier in einem anderen Jahr nachholen kann. Die WM 2021 soll in Weißrussland und Lettland stattfinden, die weiteren Gastgeber bis 2025 stünden ebenfalls fest, erklärte die IIHF. Eine Entscheidung müsse der IIHF-Kongress treffen.

Manchester United und Manchester City spenden 100 000 Pfund

12:08 Uhr: Die englischen Fußball-Spitzenvereine Manchester United und Manchester City unterstützen angesichts der Corona-Krise Lebensmittelbanken mit einer gemeinsamen Spende von 100 000 Pfund.

Das Geld geht dabei an die Wohltätigkeitsorganisation Trussell Trust, die sich für die Vergabe von Lebensmitteln an hilfsbedürftige Personen – ähnlich der Tafel in Deutschland – einsetzt. In Großbritannien gibt es 1200 Lebensmittelbanken, allein 19 im Großraum Manchester.

Rummenigge: “120-Millionen-Euro-Transfers wird es bald nicht mehr geben”

09.00 Uhr: Der frühere Nationalspieler Michael Rummenigge erwartet durch die Coronakrise einen Einbruch auf dem Fußballmarkt. “Daher wird es so bald auch keine Vollzugsmeldungen bei Transfers geben – schon gar nicht mit Ablösen in Höhe von 120 Millionen Euro oder mehr”, schrieb der 56-Jährige in einer Kolumne für den “Sportbuzzer”.

Rummenigge, der auch eine Sportmarketing-Agentur betreibt, rechnet auch fest mit deutlich sinkenden Gehaltssummen für die Top-Verdiener der Branche. “Die Vereine werden künftig sparsamer handeln, sie sind aufgrund der vorerst fehlenden Einnahmen dazu gezwungen”, schrieb er.

Von den Profis forderte der Bruder des Bayern-Vorstandschefs Karl-Heinz Rummenigge solidarisches Handeln. “Denn eine Sache ist klar: Wenn der eine oder andere Club auf der Strecke bleibt, können wir die Bundesliga nicht mit neun Mannschaften austragen”, befand der Ex-Profi, der früher für den FC Bayern München und Borussia Dortmund spielte.

Wegen der schrumpfenden Finanzkraft der Clubs könne auch Bayer Leverkusen nicht mehr mit den angestrebten 100 Millionen Euro bei einem Transfer von Nationalspieler Kai Havertz (20) kalkulieren. “Für 50 oder 60 Millionen sollten sie ihn nicht abgeben. Denn: Wenn alles überstanden ist und die Gelder irgendwann tatsächlich wieder fließen sollten, können sie ihn immer noch verkaufen”, empfahl Rummenigge.

Trotz Party-Verbot: Harit feiert in Shisha-Bar

Samstag, 21. März, 8.15 Uhr: Erneuter Ärger um Amine Harit. Laut “Bild” wurde der Schalke-Star trotz Mobilitäts-Einschränkungen nachts außerhalb seiner Wohnung gesichtet. Demnach soll der 22-Jährige um 01.30 Uhr in einer Shisha-Bar in Essen von der Polizei kontrolliert worden sein.

Harit feierte dort eine Party mit zehn weiteren Personen. Hinsichtlich der Coronavirus-Vorschriften müssen Restaurants, Bars und Kneipen eigentlich um 18 Uhr schließen. Die Shisha-Bar hatte dennoch geöffnet. Der Betreiber bekam eine Anzeige, Harit wurde ermahnt und aus der Lokalität verwiesen.

Schalke-Vorstand Jochen Schneider bestätigte den Vorfall: ” Es stimmt, Amine war mit einem Bekannten dort, weil ihm zu Hause die Decke auf den Kopf gefallen ist”, so Schneider. “Es war ein Fehler, der hat er jetzt auch eingesehen. Ich habe ihm noch mal den Ernst der aktuellen Lage vor Augen geführt.”

Als Konsequenz will Harit nun Geld für einen guten Zweck spenden, so das Blatt weiter. Es war nicht das erste Mal, dass Harit für negative Schlagzeilen sorgt. 2018 verursachte er in Marrakesch einen tödlichen Autounfall, bei dem ein Mann sein Leben verlor.

Eine Million gegen Corona: Kimmich und Goretzka starten tolle Aktion

Topmeldung, 13.09 Uhr: Leon Goretzka und Joshua Kimmich starten die Initiative #WeKickCorona und stellen dafür als Privatpersonen 1. Million Euro Soforthilfe zur Verfügung. “Corona schlagen wir nur im Team. Mit #WeKickCorona möchten wir denen in ganz Deutschland helfen, die anderen helfen”, sagt Goretzka. “Das auch unser Engagement dabei nur einen kleinen Beitrag leisten kann, ist jedem von uns bewusst.”

Kimmich ergänzt, dass “jeder helfen kann, im Kleinen wie im Großen. Nur wenn wir als Gesellschaft jetzt zusammenstehen, Vernunft und Verantwortung zeigen und füreinander da sind, schaffen wir es aus dieser Krise. Egal ob mit Taten, Gesten oder finanziellen Mitteln – jede einzelne Hilfe ist in diesen Zeiten Gold wert.”

Das soll auch ein Ziel von #WeKickCorona sein. “Mit #WeKickCorona wollen wir unseren Beitrag leisten und gleichzeitig jedem, der auch bereit ist zu helfen, eine Unterstützungsmöglichkeit geben, um die Gesundung unserer Gesellschaft bestmöglich zu unterstützen”, so Kimmich.

Mit dem Geld sollen Einrichtungen der Tafel, medizinische Geräte in Krankenhäusern bis hin zur lokalen Obdachlosenhilfe oder Blutspendedienste, die jetzt auf sofortige Hilfe angewiesen sind, unterstützt werden.

Ohne Körperkontakt: RB Leipzig nimmt Training wieder auf

17.27 Uhr: Die Profis von Fußball-Bundesligist RB Leipzig haben sich nach einer mehrtägigen Pause am Freitag wieder im Trainingszentrum am Cottaweg eingefunden. Aufgrund der Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie wurde auf ein Mannschaftstraining allerdings verzichtet. “Wir bieten individuelles Training mit Ball an”, sagte Sportdirektor Markus Krösche bei Sky. Wie das Fachmagazin “Kicker” berichtet, wurden die Spieler in mehreren Gruppen auf drei Trainingsplätze aufgeteilt und mussten dort verschiedene Übungen absolvieren. “Es ist individuelles Training mit Ball, wo der Torschuss oder Passspiel mit dabei ist, ohne dass es da Körperkontakt gibt”, erklärte Krösche.  

Laut “Kicker” wolle Chefcoach Julian Nagelsmann diese Form des Trainings vorerst beibehalten. Auch vor und nach der Einheit wurde der Kontakt zwischen den Spielern auf ein Mindestmaß heruntergefahren. So zogen sich die Profis nicht in der Mannschaftskabine, sondern in ihren Einzelzimmern auf dem Trainingsgelände um.

Krösche erklärte, sich mit anderen Sportdirektoren über die derzeitige Situation regelmäßig auszutauschen. “Es gibt eine sehr große Solidarität untereinander. Letztendlich sitzen wir alle im gleichen Boot, wollen die Saison zu Ende spielen und den Zuschauern wieder Fußball anbieten. Denn der Fußball verbindet unheimlich”, sagte der RB-Sportchef.

Gehaltsverzicht im Fußball? Spielergewerkschaft: “Öffentliche Diskussion bringt uns nicht weiter”

13.19 Uhr: Geschäftsführer Ulf Baranowsky von der Spielergewerkschaft “Vereinigung der Vertragsfußballspieler» (VDV) hat sich für einen sachlichen Umgang mit der Forderung nach Gehaltsverzicht der Bundesliga-Profis ausgesprochen. “Viele Spieler sind den Klubs bereits entgegengekommen und haben teilweise auch Spenden für Bedürftige angekündigt. Ich werbe für Sachlichkeit, denn es geht darum, eine Pandemie zu besiegen und gleichzeitig wirtschaftliche Probleme zu lösen”, sagte Baranowsky der “Mitteldeutschen Zeitung”.   

Eine Lösung sei nicht durch öffentlichen Druck auf bestimmte Berufsgruppen zu schaffen, betonte der Gewerkschafter. Es müssten seriöse Hilfsszenarien durch vernünftige Gespräche entwickelt werden. “Jeder muss für sich entscheiden, was er leisten kann und will. Es wäre aber völlig unangemessen, wenn einer vorgibt, was wer zu tun hat”, erklärte Baranowsky. Für ihn sei es nachvollziehbar, wenn Hilfsbereitschaft nicht an die große Glocke gehängt wird. “Häufig passiert sehr viel Gutes im Stillen. Deshalb bringt uns eine öffentliche Diskussion über Gehaltsverzicht Einzelner nicht weiter”, sagte Baranowsky.

Der VDV-Geschäftsführer führte zudem aus, dass Klubs nicht willkürlich Gehälter ihrer Spieler kürzen können. Auch eine Kündigung befristeter Verträge sei nicht möglich. “Die Vereine sind darauf angewiesen, einvernehmliche Lösungen zu finden. Wenn Vereine die Problematik vernünftig darstellen, ist es etwas ganz anderes, als wenn man mit fragwürdigen Drohungen agiert”, äußerte Baranowsky.  

Trotz Spielausfällen: Liverpool und Manchester United bezahlen Spieltags-Crews in ihren Stadien

12.27 Uhr: Gespielt wird nicht, bezahlt aber trotzdem – zumindest in Manchester und Liverpool. Vier bzw. drei Heimspiele fallen bei den beiden Klubs aus, so dass die Mitarbeiter, die an den Spieltagen im Stadion an der Anfield Road sowie im Old Trafford im Einsatz sind, nicht benötigt werden. Wie das Liverpool Echo und BBC Sport berichten, müssen die Crews aber erstmal keine Angst vor fehlenden Löhnen haben.

Beide Klubs bezahlen ihre Mitarbeiter weiter, der Spielausfälle zum Trotz. Die Kosten in Höhe von 750.000 Pfund (umgerechnet ca. 820.000 Euro) in Liverpool bzw. 1 Million Pfund (ca. 1,1 Millionen Euro) in Manchester übernehmen die Klubs.

Virologe mit düsterer Prognose: Kein Profifußball mehr in diesem Jahr

Freitag, 20. März, 7.15 Uhr: Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit erwartet, dass wegen der Corona-Pandemie nicht mehr in diesem Jahr Profifußball gespielt wird. “Ich gehe fest davon aus, dass es erst wieder im nächsten Jahr stattfinden kann in dem Umfang”, sagte der Mediziner des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin in Hamburg im “Sportclub” des NDR-Fernsehens.

Die Deutsche Fußball Liga hat die 1. und 2. Bundesliga vorerst bis zum 2. April ausgesetzt. Gerechnet wird aber damit, dass frühestens im Mai die Saison mit Spielen ohne Zuschauer fortgesetzt werden könnte. “Ich glaube, es ist nicht realistisch, dass die Saison zu Ende geführt werden kann”, sagte Schmidt-Chanasit. “Wir sehen ja, wie die Situation ist in Europa und was uns noch bevorsteht.”

Selbst wenn es Deutschland nicht so schlimm treffen sollte wie Italien, “wir es durch diese Maßnahmen schaffen, die Fallzahlen auf einem Niveau halten, das Deutschland verträgt, was wir behandeln können auf den Intensivstationen”, hieße das längst noch nicht, dass der Fußball wieder anfangen dürfe. “Das hieße, das würde wieder zu einer deutlichen Verschärfung der Situation führen.” Der Fußball werde erst ganz zum Schluss kommen, “weil er einen starken Einfluss auf die Dynamik dieser Ausbreitung hat.”

Formel 1 sagt auch die drei Mai-Rennen ab

16.34 Uhr: Die Formel 1 muss wegen der Corona-Pandemie auch ihre drei geplanten Mai-Rennen in den Niederlanden, Spanien und Monaco verschieben – damit wird im Fürstentum erstmals seit 1954 kein Grand Prix ausgetragen.

Die Rennserie und der Weltverband Fia hoffen nun, dass die Saison “nach dem Mai” beginnen könne, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung am Donnerstag. Die Entscheidung sei gemeinsam mit den Rennveranstaltern in Zandvoort, Barcelona und Monte Carlo getroffen worden. Ziel sei es, die Gesundheit und Sicherheit der reisenden Angestellten der Teams und der Fans zu gewährleisten.

In der vergangenen Woche war der Saisonstart in Melbourne kurzfristig abgesagt worden, nachdem es einen Coronavirus-Fall beim britischen Rennstall McLaren gab. Danach waren auch die Grand Prix in Bahrain und Vietnam auf einen noch unbestimmten Zeitpunkt verschoben worden. Das als vierter WM-Lauf geplante Rennen in China war wegen des Ausbruchs der Coronavirus-Epidemie in dem Land bereits vorher verlegt worden.

Ursprünglich sollten in diesem Jahr 22 Grand Prix gefahren werden, das wäre ein Rekord gewesen. Die Formel 1 und die Fia prüfen nun neue Kalendervorschläge. Ziel sind dem Vernehmen nach mindestens 17 Rennen. Dafür wurde auch die für August geplante Sommerpause auf März/April vorgezogen. Sebastian Vettels Ferrari-Team startete bereits am Donnerstag in die Werksferien.

Lesen Sie auch: IOC-Präsident Bach: Olympia-Absage wäre “am wenigsten faire Lösung”

 

Wo tritt Coronavirus auf? Echtzeit-Karte zeigt die Verbreitung der Krankheit

jmi/da/bhi/dpa/sid

 

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