Sport-News: José Mourinho droht Strafe! Abstands-Regeln bei Training missachtet

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Die Corona-Krise bringt auch die Sportwelt komplett durcheinander: Die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele sind auf 2021 verschoben worden, Fußball-Ligen in Europa und die Formel 1 pausieren. Die Bundesliga verlängert ihre Zwangspause bis mindestens 30. April. Alle aktuellen Entwicklungen im News-Ticker von FOCUS Online.

Insgesamt 13 Millionen Euro für notleidende Sportvereine in NRW

15.31 Uhr: Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen will notleidende Sportvereine während der Coronavirus-Pandemie mit bis zu zehn Millionen Euro unterstützen. Existenzbedrohte Sportclubs in NRW können vom 15. April an über das Förderportal des Landessportbundes Mittel beantragen.

Die Höchstsumme pro Verein ist dabei zunächst auf 50 000 Euro beschränkt. Das teilte die für den Sport zuständige Staatssekretärin Andrea Milz (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf mit. Zusätzliche drei Millionen Euro stehen für die Arbeit der Übungsleiter in den Vereinen bereit.

Bericht: Französische Fußballverbände einigen sich auf Gehaltsverzicht

13.35 Uhr: Frankreichs Profifußballverbände haben sich Berichten zufolge in der Corona-Krise auf eine vorübergehende Lohnkürzung geeinigt. “Die Idee ist, dass die Spieler einen Teil ihrer Aprilgehälter zurückstellen, damit die Vereine über die Runden kommen”, sagte Philippe Piat, der Präsident der Spielergewerkschaft UNFP, der französischen Nachrichtenagentur AFP. Demnach sieht das Abkommen eine stufenweise Lohnkürzung vor, bis die ausgesetzten Gelder für Fernsehübertragungen wieder fließen.

So sollen etwa Spieler mit einem Einkommen zwischen 10 000 und 20 000 Euro im April 20 Prozent weniger Lohn erhalten, Spieler mit einem Einkommen von mehr als 100 000 Euro pro Monat sollen auf die Hälfte des Gehaltes verzichten. Bei der Vereinbarung handelt es sich jedoch lediglich um eine Empfehlung. Niemand könne gezwungen werden, sich daran zu halten, sagte UNFP-Chef Piat. “Es wird ihnen geraten, dies zu akzeptieren, denn es geht um die Erhaltung von Arbeitsplätzen.”

Zweitligist Heidenheim profitiert von “Transfer-Rekordsommer” 2019

13.27 Uhr: Fußball-Zweitligist 1. FC Heidenheim ist durch die Corona-Krise derzeit nicht in seiner Existenz bedroht und muss auch keine Insolvenz anmelden. Die aktuelle Lage sei “Gott sei Dank nicht so schlimm”, sagte Vorstandschef Holger Sanwald im Gespräch mit “Sponsors” am Mittwoch. “Wir würden’s wahrscheinlich durchhalten, selbst wenn es im Kalenderjahr 2020 ausgeschlossen wäre, dass Spiele mit Zuschauern stattfinden”, sagte Sanwald.

Als einen Grund dafür nannte er den “absoluten Transfer-Rekordsommer” 2019, als der FCH zehn Millionen Euro aus Spielerverkäufen erlöst hatte. Der zweite Grund sei, dass der FCH vor einem Jahr das Stadion von der Stadt abgekauft habe. Seitdem kann der Club langfristige Darlehensverträge abschließen. “Wenn wir den Fokus aufs Überleben setzen, dann können wir sicher länger überleben als manche unserer Kollegen”, sagte Sanwald.

Spielervermittler bezeichnet Fifa-Empfehlung als “Puren Aktionismus”

13.15 Uhr: Die Deutsche Fußballspieler-Vermittler Vereinigung (DFVV) hat die Empfehlung des Weltverbands FIFA zur verlängerten Vertragsdauer in der Coronavirus-Krise kritisiert. “Die Empfehlung ist aus meiner Sicht purer Aktionismus”, sagte Geschäftsführer Gregor Reiter am Mittwoch der “dpa”. “Die Frage der Laufzeit von Verträgen wird nicht von einem Weltverband entschieden, sondern von den Vertragsparteien.” Der Weltverband hatte sich dafür ausgesprochen, dass Verträge an den wirklichen Ablauf der derzeit unterbrochenen Spielzeit angepasst werden und erwartet, dass die Richtlinien “weltweit befolgt” werden.

Reiter nannte das Beispiel Alexander Nübel, der vom FC Schalke 04 im Sommer zum FC Bayern München wechselt. “Muss er bei Verlängerung der Saison über den 30. Juni noch einmal vier Wochen für das alte Gehalt bei Schalke spielen? Wird eventuell eine Differenz fällig und wer zahlt diese?”, sagte Reiter. “Eine Verlängerung der Saison könnte viele juristische Fragen aufwerfen, die man beantworten müsste. Diese Fragen im Kollektiv zu beantworten, könnte schwierig werden. Da ist eine Empfehlung der FIFA nicht hilfreich”, so Reiter.

Bayer-Coach Bosz zeigt nun doch Verständnis für Geisterspiele

12.47 Uhr: Leverkusen-Trainer Peter Bosz kann nach wie vor Geisterspielen nichts abgewinnen. “Ich bin immer noch der Meinung, dass wir Fußball für die Fans spielen”, sagte der 56 Jahre alte Niederländer am Mittwoch in einem per Video geführten Interview mit dem klubeigenen Bayer04-TV. Gleichwohl könne er Spiele ohne Zuschauer inzwischen aus Solidaritätszwecken akzeptieren. “Trotzdem verstehe ich, dass es Vereine gibt, die Schwierigkeiten bekommen, wenn wir gar nicht mehr spielen”, meinte Bosz.

Der Trainer des Bundesliga-Fünften hatte vor rund einem Monat gesagt, dass sich so genannte Geisterspiele nicht richtig anfühlten. Kurz darauf wurde die Saison wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochen. Inzwischen gelten Geisterspiele als einzige Möglichkeit, die Saison von Mai an weiterzuführen. Sollte der Plan der Deutschen Fußball Liga nicht funktionieren, könnten einige Proficlubs bereits in diesem Sommer existenzielle Probleme bekommen. Leverkusen gehört als hundertprozentige Tochter des Bayer-Konzerns nicht dazu.

José Mourinho droht Strafe: Abstands-Regeln bei Training missachtet

09.40 Uhr: Trainer José Mourinho droht Ärger, weil er sich trotz der rasant ausbreitenden Coronavirus-Pandemie in England nicht an die vorgeschriebene Abstandsregel gehalten haben soll. In englischen Medien tauchten Aufnahmen des 57-jährigen Portugiesen mit drei Spielern der Tottenham Hotspur auf, die zeigten, wie sie in einem Londoner Park trainierten und dabei die Regeln missachteten.

In England ist Sporttreiben im Freien mit maximal einer weiteren Person erlaubt, der Sicherheitsabstand beträgt zwei Meter. Zudem waren in den sozialen Medien Aufnahmen von anderen Spurs-Spielern beim Lauftraining im Umlauf, auch sie hielten dabei den Mindestabstand nicht ein. “Unsere Spieler wurden daran erinnert, die soziale Distanz zu respektieren, wenn sie draußen trainieren”, erklärte ein Clubsprecher der Spurs. “Wir werden diese Botschaft noch verstärken.”

Niederländischer Fußballverband will Spielbetrieb im Juni fortsetzen

Mittwoch, 08.04., 08.00 Uhr: Der niederländische Fußballverband KNVB will den Ligabetrieb bei einer entsprechenden Zustimmung von Regierung und Gesundheitsbehörden im Juni wieder fortsetzen. Am Dienstag fand eine Videokonferenz mit allen Klubbossen statt, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Ab Mitte Juni soll demnach wieder in den Niederlanden gespielt werden dürfen. Die Spiele sollen voraussichtlich ohne Publikum stattfinden.

Zuvor sprachen sich die Spitzenvereine Ajax Amsterdam, PSV Eindhoven und AZ Alkaar dafür aus, die laufende Spielzeit zu beenden. Wegen des Coronavirus sei es unmöglich, weiterhin Fußballspiele auszutragen. Nach aktuellem Stand ist Ajax Amsterdam Tabellenführer in der Eredivisie.

Formel 1 muss auch Kanada-Rennen verschieben

21.00 Uhr: Die Formel 1 wird von der Corona-Pandemie immer stärker eingebremst und muss nun auch das als neunten Saisonlauf geplante Kanada-Rennen verschieben. Die Veranstalter des für den 14. Juni angesetzten WM-Laufs in Montréal gaben am Dienstag die Verschiebung des Grand Prix auf unbestimmte Zeit bekannt.

Zuvor waren bereits die Gastspiele in Australien, Bahrain, Vietnam, China, den Niederlanden, Spanien, Monaco und Aserbaidschan abgesagt oder verlegt worden. Eigentlich standen im Rennkalender für dieses Jahr 22 Grand Prix, das wäre ein Rekord gewesen. Inzwischen ist offen, ob die Saison überhaupt noch beginnen kann.

FIFA empfiehlt Verlängerung von auslaufenden Spielerverträgen

19.15 Uhr: Die FIFA hat in der Coronavirus-Krise den Weg für eine mögliche Verlängerung der Fußball-Saison über das bisherige Ende am 30. Juni hinaus frei gemacht. In einer Empfehlung sprach sich der Weltverband am Dienstag dafür aus, dass Verträge von Profis an den wirklichen Ablauf der derzeit unterbrochenen Spielzeit angepasst werden. Demnach sollen auslaufende Kontrakte solange verlängert werden können, bis die Saison beendet ist. Im Sommer geplante Spielerwechsel sollen ebenfalls erst danach vollzogen werden.

Die FIFA hoffe und erwarte, dass die Richtlinien “weltweit befolgt werden”, hieß es in einer Mitteilung über die Empfehlungen einer Arbeitsgruppe mit Vertretern von Clubs, Spielern, Ligen, nationalen Verbänden und den Konföderationen weiter. Die Deutsche Presse-Agentur hatte zuvor am Montag darüber berichtet. Die Deutsche Fußball Liga hatte zuletzt betont, ein Saisonende wie bislang geplant zum 30. Juni anstreben zu wollen. Der Spielbetrieb in den Bundesligen ist derzeit bis mindestens zum 30. April unterbrochen.

Kroos in Coronavirus-Krise: Mit Gehalt “vernünftige Sachen” machen

17.10 Uhr: Fußball-Nationalspieler Toni Kroos hält in der Coronavirus-Krise einen Gehaltsverzicht bei Real Madrid nicht für die beste Lösung. “Was ich besser finde ist, schon dass volle Gehalt zu bekommen, aber dann mit dem Gehalt vernünftige Sachen zu machen und links und rechts zu helfen”, sagte der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler am Dienstag im SWR-Podcast “Steil extra!”. “Auf das Gehalt zu verzichten, ist wie eine Spende ins Nichts oder an den Verein, wobei es hier nicht nötig ist.”

Mit seiner Stiftung habe er sich neben einem Spendenaufruf überlegt, Familien Spielzeug zur Verfügung zu stellen, sagte Kroos. “Sie konnten sich in Spielzeugshops Spielzeug für ihre Kinder aussuchen, dass sie Zuhause ein bisschen Abwechslung haben. Da haben wir an die 80 bis 100 Bestellungen”, sagte der Profi von Real Madrid. “Ich bin ein Freund davon, wenn man sich was überlegt, was direkt hilft.”

Formel 1: Mercedes stellt Bauplan für Atemhilfe zur Verfügung

16.03 Uhr: Das Formel-1-Weltmeisterteam Mercedes setzt sein Know-how im Kampf gegen das Coronavirus ein. Das Werksteam um Champion Lewis Hamilton stellt das Design für eine neue Atemhilfe, die gemeinsam mit Ingenieuren des University College London entwickelt wurde, Herstellern frei zur Verfügung. Die Atemhilfe soll Covid-19-Patienten mit Lungeninfektionen dabei helfen, leichter zu atmen, wenn eine Sauerstoffstoffmaske allein nicht ausreichend ist.

Alle Details, die für die Herstellung des Geräts benötigt werden, stehen für Hersteller im Internet zum Download bereit. “Regierungen, relevante Hersteller aus der jeweiligen Branche, Akademiker und Gesundheitsexperten können Zugang zu den Designs beantragen, um die Qualitätskontrolle bei der Herstellung sicherzustellen. Die Geräte müssen zudem den Genehmigungsprozess in den jeweiligen Ländern durchlaufen”, hieß es in einer Stellungnahme.

Spaniens Liga-Chef: Saison könnte im Mai oder Juni wieder starten

15.04 Uhr: Der spanische Liga-Chef Javier Tebas hat sich am Dienstag zu möglichen Szenarien für den weiteren Saisonverlauf sowohl in seiner Heimat als auch auf europäischer Ebene geäußert.

“Wir denken darüber nach, in Spanien und anderen europäischen Ländern am 29. Mai oder am 6. Juni wieder zu spielen”, zitierte die Zeitung “El Mundo” Tebas, der zuvor eine Telefonkonferenz mit internationalen Medienvertretern zu den Folgen der Corona-Krise abgehalten hatte. Für die europäischen Wettbewerbe sei der 28. Juni angedacht worden. «Aber wir müssen abwarten, was im April passiert», sagte der 57-Jährige.

Sahin über Krisen-Pause als Chance: “Im Kopf alles wieder bei null”

13.46 Uhr: Aus Sicht von Werder Bremens Mittelfeldspieler Nuri Sahin kann die Zwangspause wegen der Corona-Krise für den Tabellenvorletzten der Fußball-Bundesliga auch eine Chance sein. “Jetzt fängt im Kopf alles wieder bei null an – und keiner denkt an die sportliche Krise, sondern an die Krise, die die ganze Welt beschäftigt. Das kann auch von Vorteil sein”, sagte der 31-Jährige in einem gemeinsamen Podcast des “Kicker” und von DAZN.

Unmittelbar vor der Coronavirus-Pandemie hat Sahin bei den Bremern allerdings auch eine kleine Trendwende ausgemacht. “In den letzten Wochen, wo alles noch normal war, hatte man das Gefühl, dass die Trainingsqualität steigt”, sagte er. “Da war ich auch ein bisschen zuversichtlich, dass vielleicht ein kleiner Lauf kommt. Und jetzt hast du ein abruptes Stoppschild hingestellt bekommen.”

Sportstätten dürfen für Top-Athleten in Niedersachsen öffnen

12.26 Uhr: Spitzensportler dürfen in Niedersachsen wieder an Sportstätten trainieren. Im Rahmen der geänderten Verordnung über die Beschränkung sozialer Kontakte zur Eindämmung der Corona-Pandemie teilte das niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport am Dienstag mit, dass für Athletinnen und Athleten, die mit dem Sport ihren überwiegenden Lebensunterhalt bestreiten, das Training als Berufsausübung anerkannt werde. Die Regelung gilt auch für die Olympia- und Perspektivkader des Deutschen Olympischen Sportbundes und Spitzenkader des Deutschen Behindertensportverbandes.

FC Augsburgs Geschäftsführer Ströll: Bis Juni nicht insolvenzbedroht

12.14 Uhr: Der FC Augsburg kommt nach Vereinseinschätzung in der Corona-Krise in dieser Saison nicht in existenzielle Nöte. Der Geschäftsführer Michael Ströll sagte dem “Kicker” und der “Augsburger Allgemeinen”, dass in den nächsten paar Wochen zunächst keine Zahlungsunfähigkeit drohe.

“Sollte bis Ende Juni nicht gespielt werden, sind wir als FCA zwar nicht insolvenzbedroht, die Situation würde sich für uns jedoch ebenfalls verschärfen”, sagte er.

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DFL plant Geisterspiele in der Bundesliga – mit nur 239 Personen im Stadion

08.02 Uhr: Bei möglichen Geisterspielen in der Bundesliga will die Deutsche Fußball Liga einem “Bild”-Bericht zufolge nur noch 239 Menschen ins Stadion lassen. Zu den Partien, die nach der Unterbrechung der laufenden Saison frühestens Anfang Mai stattfinden könnten, dürften dann unter anderen 30 Ordner und vier Balljungen in den Innenraum einer Arena, schreibt die Zeitung, der nach eigenen Angaben entsprechende Planungen der DFL vorliegen.

Beim bis dato einzigen Geisterspiel der Bundesliga – am 11. März beim Mönchengladbacher 2:1 gegen Köln – durften noch 600 Menschen in den Borussia-Park: die Spieler, Trainer, wenige Journalisten, Ordner und Sanitäter. Die Zuschauerränge blieben leer.

Künftig dürfen nur noch 126 Personen in den Innenraum: Die Mannschaften in kompletter Stärke, pro Team sind nur noch acht Trainer, Betreuer und Ärzte zugelassen. Dazu kommen 113 Personen auf den Tribünen – darunter 30 Journalisten. Statt bislang zwölf werden nur noch vier Balljungen dabei sein. Die stärkste Gruppe im Innenraum stellt laut “Bild” das Fernsehen mit insgesamt 36 Personen.

VIP-Gäste und Clubmitarbeiter ohne Funktion dürfen nicht auf die Ränge. Nur acht Mitglieder pro Delegation sind erlaubt. Zu trinken und zu essen gibt es nichts. Vor dem Stadion sind nochmals 50 Ordner geplant, um Fan-Ansammlungen zu verhindern.

In der Bundesliga und in der 2. Liga wird aufgrund der Coronavirus-
Pandemie mindestens bis zum 30. April kein Fußball gespielt. Das hatten die 36 Profi-Clubs Ende März auf einer virtuellen Mitgliederversammlung auf Empfehlung des DFL-Präsidiums beschlossen. Das bislang letzte Bundesliga-Spiel fand am 11. März in Mönchengladbach statt – das ursprünglich geplante Saisonende am 16. Mai ist längst nicht mehr zu halten.

BBC: Formel 1 prüft Saisonstart mit Geisterrennen

07.45 Uhr: Die Formel 1 will ihre Saison wohl auch mit einigen Geisterrennen ohne Zuschauer retten. WM-Läufe hinter verschlossenen Türen würden nun von den Spitzen der Rennserie “ernsthaft geprüft”, berichtete die BBC nach einer Telefonkonferenz mit Teamchefs, Rechteinhabern und Weltverbandschef Jean Todt.

Die Formel 1 hofft demnach, dass sich die Lage in der Corona-Pandemie in Europa ausreichend für Geisterrennen im Juli oder August verbessert. Möglicher Auftaktort könnte die Strecke im britischen Silverstone sein, in deren Nähe sieben der zehn Rennställe beheimatet sind.

Wegen der Corona-Krise ruht der Rennbetrieb der Formel 1 bis mindestens Juni. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hatte jüngst der Zeitung “Österreich” zum Zeitpunkt eines Saisonstarts gesagt: “Ich hoffe, im Herbst.”

Die Sorge um mögliche Pleiten von Teams hat auch eine neue Diskussion um eine weitere Reduzierung der bereits beschlossenen Ausgabengrenze beschleunigt. Statt wie geplant bei jährlich 175 Millionen US-Dollar (161 Millionen Euro) soll das Budgetlimit vom kommenden Jahr an nun bei höchstens 150 Millionen Dollar (138 Millionen Euro) liegen. Eine weitere Absenkung auf 125 Millionen Dollar (115 Millionen Euro) sei von den Branchenriesen Mercedes, Ferrari und Red Bull vorerst abgelehnt worden, berichteten Fachmedien.

Streitpunkt sind vor allem die Kosten für Forschung und Entwicklung. Die drei Top-Teams beliefern die meisten anderen Rennställe mit Bauteilen oder Motoreneinheiten und müssen dafür zunächst Millionen in die Entwicklung investieren. Dies müsse bei der Festlegung eines Budgetlimits berücksichtigt werden. Weitere Gespräche sollen in den kommenden Tagen eine Lösung bringen, hieß es.

Sky und DFL verhandeln über Vorauszahlungen

Dienstag, 07. April, 07.15 Uhr: Der Pay-TV-Sender Sky könnte durch die Corona-Krise finanziell stark belasteten Clubs der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga möglicherweise mit der Vorauszahlung von TV-Geldern helfen. Laut den Zeitungen der Funke Mediengruppe soll Sky mit der Deutschen Fußball Liga über diese finanzielle Unterstützung für die 36 Profiklubs verhandeln.

“Wir sind in ständigem Austausch mit unserem langjährigen Partner DFL. In diesem Zusammenhang gibt es aktive Diskussionen mit dem Ziel, auch im Hinblick auf Lizenzzahlungen und deren potenzielles Timing konstruktive Lösungen zu finden”, sagte ein Sky-Sprecher.

TV-Rechteinhaber Sky ist mit durchschnittlich 876 Millionen Euro pro Jahr aktuell der größte Finanzier der Liga. Wegen der Coronavirus-Pandemie ruht der Spielbetrieb in den beiden obersten Ligen bis mindestens zum 30. April.

Durch die ausbleibenden TV-Einnahmen fehlt einigen Clubs ein mehrstelliger Millionenbetrag, einigen von ihnen droht laut einem “Kicker”-Bericht sogar die Insolvenz. Die DFL-Vereine warten noch auf die vierte und letzte Rate für die laufende Saison, die im Mai von den TV-Rechteinhabern gezahlt werden soll.

Guardiola: Mutter von Ex-Bayern-Trainer an Coronavirus gestorben

16.22 Uhr: Wie Manchester City offiziell bestätigt hat, ist die Mutter von Trainer Pep Guardiola, Dolors Sala Carrió, im Alter von 82 Jahren in Manresa, Barcelona, an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

“Alle, die mit dem Club in Verbindung stehen, senden Pep, seiner Familie und all seinen Freunden in dieser äußerst schmerzlichen Zeit ihr tief empfundenes Mitgefühl”, hieß es in der Mitteilung.

Auch der FC Bayern München kondolierte. “Lieber Pep, der gesamte FC Bayern ist in Trauer mit Dir und Deiner Familie verbunden!”, schrieb der Verein auf Twitter. Der 49-jährige Guardiola war von 2013 bis 2016 Coach des deutschen Rekordmeisters und holte mit den Bayern drei Meistertitel, zwei Pokalsiege, den UEFA Super Cup und die FIFA-Club-WM.

Köln weist Insolvenz-Gerüchte zurück – Bochum ein betroffener Verein?

14.23 Uhr: Sportchef Horst Heldt hat klargestellt, dass der 1. FC Köln selbst bei einem möglichen Saison-Abbruch der Fußball-Bundesliga nicht in seiner Existenz bedroht sei. «Der 1. FC Köln gehört nicht zu den insolvenzgefährdeten Vereinen», sagte Heldt am Montag. Der “Kicker” hatte zuletzt berichtet, dass 13 von 36 Profiklubs bereits im Mai oder Juni die Insolvenz drohe, sollte die Saison nicht wie geplant im Mai fortgesetzt werden können.”«Das würde ich auch mal infrage stellen, ob es wirklich 13 Klubs sind”, sagte Heldt und befand: “Aktuelle Horrorszenarien sind deplatziert.”

Der Fußball-Zweitligist VfL Bochum gehört hingegen zu den in der Corona-Krise stark gefährdeten Klubs. Bereits im Mai drohe dem ehemaligen Bundesligisten im schlimmsten Fall die Insolvenz, berichtet die “Westdeutsche Allgemeine Zeitung” (Montag). “Die Insolvenz wäre ein Szenario, wenn keine der Maßnahmen von Vereins- oder Ligaseite greifen würde, quasi ein Worst-Worst-Case-Szenario. Wir tun derzeit und zukünftig alles dafür, dass dieses Szenario nicht eintreten wird», sagte VfL-Geschäftsführer Ilja Kaenzig der “WAZ”.

Das Problem des schuldenfreien Revierclubs sei es demnach, dass keine Rücklagen vorhanden seien. Kaenzig rechnet indes ausdrücklich nicht mit einer Insolvenz: “Wir sind davon überzeugt, dass die Maßnahmen, die geplant sind, ganz oder in großen Teilen greifen.” In Bochum haben Profis und Geschäftsführung auf zehn bis 15 Prozent ihres Gehalts verzichtet, viele Mitarbeiter sind in Kurzarbeit.

Hilfsaktionen von Eishockey-Profis Müller und Kahun

13.08 Uhr: Auch die Eishockey-Silbermedaillengewinner Dominik Kahun und Moritz Müller setzen in der Coronavirus-Krise mit Hilfsaktionen ein vorbildliches Zeichen. NHL-Stürmer Kahun unterstützt ein Kinderhospiz in München und hat 6200 Euro gespendet – für jeden seiner Scorerpunkte in dieser Spielzeit 200 Euro. Mit seiner Spendenaktion “Kahun kämpft für Kinderherzen” hofft der 24-Jährige von den Buffalo Sabres, bis Ende April 15 000 Euro zu sammeln. Bei 13 520 Euro stand die Spendenaktion am Montagmittag.

Nationalmannschaftskapitän Müller will mit einer Online-Plattform dazu beitragen, kleine Unternehmen zu retten. Kleine Läden oder auch Restaurants können dort auf ihre Probleme in der Coronavirus-Krise aufmerksam machen und aufzeigen, wie ihnen geholfen werden kann. “Es geht für mich als Profisportler darum, diejenigen zu unterstützen, die sonst uns die ganze Zeit unterstützen. Ohne Sponsoren wäre unser Sport nicht denkbar”, sagte der 33-Jährige am Montag in einer Mitteilung des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB).

“Afrika ist kein Versuchslabor” – Alaba und Drogba wüten wegen Impfstoff-Vorschlag gegen Forscher

11.55 Uhr: David Alaba hat mit heftiger Kritik auf den Vorschlag zweier französischer Wissenschaftler reagiert, einen möglichen neuen Impfstoff gegen COVID-19 in Afrika zu testen. “Sind diese beiden Typen Ärzte oder Clowns? Diese Art von Rassismus hätte ich mir nie vorstellen können”, schrieb der Abwehrspieler von Bayern München bei Twitter.

Alaba, dessen Vater George aus Nigeria stammt, reihte sich in eine lange Liste prominenter Fußballer ein, die sich öffentlich äußerten, darunter Didier Drogba und Samuel Eto’o. Afrika sei “kein Versuchslabor”, schrieb Drogba.

Die Wissenschaftler hatten zuvor im französischen Fernsehen darüber gesprochen, einen möglichen Impfstoff in Afrika zu testen. Dort gebe es “keine Masken, keine Behandlungsmöglichkeiten und keine Wiederbelebungsmaßnahmen”, sagte Jean-Paul Mira, Chefarzt am Pariser Cochin Krankenhaus. So sei es auch auch bei Studien zu AIDS gemacht worden. Mira hatte vorab gesagt, er werde nun bewusst provozieren.

Camille Locht, Forschungsdirektor des staatlichen Inserm-Institut, antwortete: “Sie haben recht, wir überlegen, eine parallele Studie in Afrika durchzuführen.” Gleichzeitig denke man aber auch über mögliche Studien in Europa oder Australien nach, so Locht weiter.

Alaba reagierte entrüstet. “Das ist schändlich und inakzeptabel. Wir müssen alle zusammenstehen und Hand in Hand arbeiten, um dieses Virus zu bekämpfen”, schrieb er.

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