“Story im Ersten”: Mehr Meer – So drastisch werden sich Kreuzfahrten ändern

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Emden, Ostfriesland, riesige Kreuzfahrtschiffe liegen dort seit drei Monaten an Land, statt Urlaubsatmosphäre herrscht Geisterstimmung. Die Crewmitglieder müssen den Betrieb aufrecht erhalten, renovieren statt reisen. Viele haben ohnehin keine Wahl. Ein Crewmitglied aus Chile etwa hat bereits viermal erfolglos versucht, nach Hause zu fliegen, er hängt in Europa fest, ist froh, dass er wenigstens Arbeit hat. Das Schiff muss unterhalten werden, den Reedereien entstehen enorm hohe Kosten. Jeden Monat. Hohe Ausgaben statt Einnahmen.

“Von Deutschlandreisen werde ich nicht leben können”

Auch in der Reisebranche stehen viele Existenzen auf dem Spiel. Kreuzfahrten werden storniert, Umbuchungsmöglichkeiten gibt es wenige. “Von Deutschlandreisen werde ich nicht leben können”, sagt die Besitzerin eines Reisebüros. Wie lange noch? Das kann niemand sagen. Es hängt auch davon ab, ” wie reagiert die Welt auf uns, wenn wir wiederkommen wollen”. Etliche Länder haben Angst vor den Kreuzfahrtschiffen, sehen in ihnen Überbringer des Corona-Virus. Kanada verbietet bis Ende Oktober Kreuzfahrtschiffe, die Seychellen sogar bis Ende 2022. 

Viele Urlaubsländer betrachten die Corona-Krise mit einem lachenden und einem weinenden Auge. In Venedig etwa, wo pro Jahr an die 500 Kreuzfahrtschiffe anlegten, freuen sich Umweltschützer über die Ruhe, über bessere Wasserqualität und mehr Tiere in der Stadt, Der Lockdown gibt den Bewohnern ihre Städte wieder zurück. Doch fehlen den Menschen, die vom Tourismus leben, die Einkommen.

Kreuzfahrtkrise als Chance für die Umwelt?

Kreuzfahrtkrise als Chance für die Umwelt? Durch den Stopp reduzieren sich die CO2-Emissionen zwar drastisch – allerdings wird ohne die Milliarden der Branche womöglich nicht mehr in umweltfreundliche Antriebe investiert. Für den Naturschutzbund Deutschland ist der Stopp der Kreuzfahrtindustrie ein zweischneidiges Schwert. Zwar hat sich die CO2-Emission durch den Stopp drastisch reduziert, doch die Verbesserung ist nicht nachhaltig. Das Problem: Der Schadstoffausstoß  durch die Luft belastet die Städte, in denen die Schiffe gerade liegen. 

Und wie sieht die Zukunft für Kreuzfahrten aus? Geplant ist eine Weiterfahrt schon im August – dann mit Social Distancing-Plänen, einer geringeren Auslastung, Hygienemaßnahmen und einem Virus-Krisen Management. Bedeutet: Weniger Gäste an Bord, Maskenpflicht, Temperaturmessungen, keine Buffets, keine Landgänge.

Nun müssen die Passagiere entscheiden, ob sie statt fremde Länder und Kulturen kennenzulernen, mehr Meer sehen möchten.  

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