Studie zu EU-Hauptstädten: Nur Berlin zieht Wirtschaft im Land nach unten

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Gäbe es Berlin nicht, wäre das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf demnach um 0,2 Prozent höher, heißt es in der Studie, die “T-Online” vorliegt. Ganz anders sieht das im Rest der EU aus. Dort spielen viele Hauptstädte auch wirtschaftlich eine herausragende Rolle und treiben die Wirtschaftsleistung pro Kopf nach oben.

Viele EU-Hauptstädte bescheren Land zweistellige BIP-Zuwachsraten

Zweistellige Zuwächse durch Hauptstädte in anderen EU-Staaten  Unter den untersuchten Staaten hängt Griechenland am meisten von seiner Hauptstadt ab. Ohne Athen würde die Wirtschaft des Landes um knapp 19 Prozent schrumpfen. Frankreich wäre ohne Paris knapp 16 Prozent ärmer, Dänemarks Wirtschaft wäre ohne Kopenhagen 14 Prozent schwächer.

Berlins Problem: Deutschland hat viele ökonomisch starke Zentren

Das IW erklärt die relativ schwache Position Berlins mit der Historie: Deutschland sei förderalistisch organisiert und verfüge daher über viele ökonomisch starke Zentren. „Das ist eigentlich ein wirtschaftlicher Vorteil von Deutschland“, sagte IW-Ökonom und Datenanalyst Henry Goecke.

Weitere Gründe für Berlins vergleichsweise geringes BIP pro Kopf seien der junge Altersdurchschnitt sowie die Arbeitslosenquote oberhalb des Bundesdurchschnitts. Dass seit Sommer 2020 mit dem Immobilienkonzern Deutsche Wohnen und dem Essenslieferdienst Delivery Hero immerhin zwei Berliner Unternehmen im Dax gelistet sind, werde sich dem IW zufolge in den kommenden Jahren vermutlich nicht sichtbar im BIP pro Kopf niederschlagen.

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