Südkorea streitet sich um Zuständigkeit für nordkoreanische Hackerangriffe auf Kryptobörsen

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In Südkorea ist eine heiße politische Debatte darüber entbrannt, welche Behörde für die Abwehr nordkoreanischer Hackerangriffe auf heimische Kryptobörsen verantwortlich ist. Die südkoreanische Finanzaufsicht hatte zuletzt betont, dass sie sich selbst nicht zuständig sieht.

Laut einem Bericht der Fn News hat die südkoreanische Aufsichtsbehörde für Finanzdienstleistungen (FSC) am 23. Oktober die entsprechende Antwort auf eine schriftliche Anfrage des parlamentarischen Ausschusses für behördliche Angelegenheiten gegeben. So sieht sich die FSC nicht dafür zuständig, sich um gestohlene Krypto-Vermögen zu kümmern, die von der Lazarus Group, einer vom nordkoreanischen Regime gestützten Hackergruppe, erbeutet wurden.

Die Aufsichtsbehörde argumentiert, dass Kryptobörsen schlichtweg nicht in ihren Zuständigkeitsbereich fallen, ohne dafür konkrete Gründe zu nennen. Stattdessen sieht sie die Verantwortlichkeit beim Außenministerium und der Kommunikationsbehörde (KCC).

Sowohl das Außenministerium als auch die KCC sehen die FSC aber wiederum für Schäden zuständig, die Kryptobörsen durch die Hackerangriffe entstanden sind, da es sich hierbei um finanzielle Angelegenheiten handelt. Dahingehend betonen sie, dass die Finanzaufsicht „vollumfänglich mit der Bearbeitung und Beaufsichtigung von Dienstleistern für virtuelle Vermögenswerte, darunter auch Kryptobörsen, betraut ist“.

Der oppositionelle Parlamentarier Seong Il-jong stimmt der Einschätzung der FSC ebenfalls nicht zu und weist darauf hin, dass „mit der Abänderung des südkoreanischen Krypto-Gesetzes alle Krypto-bezogenen Vorgänge unter die Aufsicht der FSC gelegt wurden“.

Im Februar wurde berichtet, dass die Lazarus Group im Jahr 2019 gleich mehrere südkoreanische Kryptobörsen angegriffen hatte.

Im August hat die US-Army wiederum berichtet, dass Nordkorea inzwischen mehr als 6.000 Hacker in Ländern wie Weißrussland, China, Indien, Malaysia und Russland stationiert hat.


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