Tausende Japaner müssen vor Fluten fliehen | Aktuell Asien | DW

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Erneut leidet Japan unter den Naturgewalten. Extremer Dauerregen löste auf der südwestlichen Hauptinsel Kyushu Überflutungen und Erdrutsche aus. Besonders schwer betroffen sind die Provinzen Kumamoto und Kagoshima. Dort wurde die höchste Warnstufe ausgerufen.

Ganze Wohngebiete und große Teile der Stadt Hitoyoshi stehen unter Wasser, Teile von Häusern wurden weggeschwemmt, Bäume entwurzelt. Die schweren Niederschläge ließen unter anderem den Fluss Kuma über die Ufer treten. Berichten zufolge wurden auch mehrere Brücken von den Wassermassen fortgerissen.

Japan: Überschwemmungen in Hitoyoshi (picture-alliance/AP/Kyodo News)

Überflutete Stadt Hitoyoshi: Ganze Wohngebiete unter Wasser

Durch die Überschwemmungen wurden auch Strom- und Kommunikationsleitungen unterbrochen. Nach Angaben des örtlichen Energieversorgers sind etwa 8000 Häuser ohne Strom. Das genaue Ausmaß der Schäden lässt sich noch nicht abschätzen.

Aufruf zur Evakuierung

Wie die Deutsche Presse-Agentur meldet, haben die Behörden mehr als 200.000 Menschen aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Sie sollen ihre Wohnungen verlassen und Schutzräume aufzusuchen.

Japan Überschwemmungen in Hitoyoshi (picture-alliance/AP/Kyodo)

Wohnviertel in Hitoyoshi: Höchste Warnstufe

Toshiaki Mizukami von der Präfektur Kumamoto sagte der Nachrichtenagentur AFP: “Wir rufen die Menschen dringend dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen, um ihr Leben zu schützen, weil es immer noch ziemlich heftig regnet.”

Zu mehreren Bewohnern überschwemmter Städte gebe es keinen Kontakt, heißt es. 13 Menschen werden vermisst. Das Militär wurde zur Hilfe gerufen, um die Einsatzkräfte zu unterstützen.

Der japanische Regierungschef Shinzo Abe kündigte bei einer Notfallsitzung des Kabinetts die Entsendung von rund 10.000 Soldaten in die Katastrophenregion an. Zudem sollen die betroffenen Menschen mit Notfallgütern versorgt werden. “Die heftigen Regenfälle werden wahrscheinlich bis Sonntag andauern, und die Menschen in der Region müssen in höchster Alarmbereitschaft sein”, sagte Abe. Und die Meteorologen warnen: Die Regenfront droht auch Teile im Westen Japans mit heftigen Niederschlägen heimzusuchen.

AR/rb (dpa, afp, ap, rtr)



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