Tausende nehmen Abschied von George Floyd | Aktuell Amerika | DW

Die Beisetzung des bei einem gewaltsamen Polizeieinsatz getöteten Afroamerikaners George Floyd soll im engen Kreis der Familie in seiner texanischen Heimatstadt Houston stattfinden. Bereits seit Montag pilgern tausende Menschen zu der Kirche, um ihm die letzte Ehre zu erweisen.

Bei brütender Hitze standen mehr als 6000 Menschen vor dem Gotteshaus Fountain of Praise an, in der der Sarg der neuen Symbolfigur der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung für mehrere Stunden aufgebahrt worden war. Vor ihm verharrten die Trauernden; einige bekreuzigten sich, knieten nieder, hielten in einem stillen Gebet inne oder ballten die Faust.

Biden trifft Floyds Familie 

Der designierte Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Joe Biden, war am Montag im texanischen Houston mit Angehörigen Floyds zusammengetroffen. Zudem soll bei der Beisetzung des Afroamerikaners eine Videobotschaft Bidens abgespielt werden. In Washington gedachten die oppositionellen Demokraten im Kongress Floyd mit einem Kniefall.

Floyd war am 25. Mai nach einem Polizeieinsatz gestorben. Ein weißer Beamte drückte ihm fast neun Minuten lang sein Knie in den Nacken, obwohl Floyd wiederholt klagte, er bekomme keine Luft. Am Montag wurde der wegen Mordes zweiten Grades angeklagte Polizist erstmals vor Gericht angehört. Der Richter setzte die Kaution für eine Freilassung des 44-Jährigen mit einer Million Dollar unter Bedingungen fest. Bei einer Verurteilung drohen Chauvin 40 Jahre Haft.

Floyds Tod hat in den USA und weltweit zu Demonstrationen gegen Polizeigewalt und Rassismus geführt. Landesweit rückte die Forderung nach tiefgreifenden Reformen im Polizei- und Justizsystem zunehmend in den Vordergrund.

sam/se (afp, dpa, rtr)



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