Tesla: Aktie nähert sich Rekord – beim Hoffnungsträger stottert die Nachfrage

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Lieferzeiten ungewöhnlich kurz: Tesla-Aktie pirscht sich an Rekord an – doch beim Hoffnungsträger stottert die Nachfrage

Millionen-Gage, ein bemannter Raketenflug, die Aktie nahe dem Rekordhoch – besser kann’s für Tesla-Chef Elon Musk nicht laufen. Doch nicht alles läuft rund in Musks Welt. Das neue Model Y ist offenbar weniger gefragt als gedacht.

Tesla  hatte es zuletzt nicht leicht. Wegen der Coronavirus-Pandemie standen erst im Werk in Shanghai die Bänder still, später dann teilweise auch im Stammwerk im kalifornischen Fremont. Tesla-Mitgründer und -Chef Elon Musk stänkerte öffentlich auf Twitter gegen die Maßnahmen, und kündigte an, einfach wieder produzieren zu lassen – gegen die Vorschriften.

Daraufhin bekam Tesla sogar Besuch von der Polizei, wenngleich Musk und seine Firma hier vermutlich ungeschoren davonkommen. Die Börsen jedenfalls bejubelten Musk damals, Mitte Mai, und taten es auch weiter.

Dank des erfolgreichen Starts einer bemannten SpaceX-Rakete Ende Mai sprintete die Aktie zuletzt nochmal um gut elf Prozent von 800 Dollar auf den aktuellen Kurs von 888 Dollar hoch. Damit pirscht sich das Papier wieder an das Rekordhoch bei knapp 969 Dollar heran. Auf Jahressicht summieren sich die Gewinne auf satte 110 Prozent.

Musk kassiert Millionen-Prämie

Mittlerweile ist von Krise bei Tesla kaum noch etwas zu spüren. Im Gegenteil: Musk erhielt kürzlich wegen erreichter Meilensteine ein Paket von Aktienoptionen, welches im einen Gewinn von fast 800 Millionen Dollar beschert, sollte er die Optionen ausüben. Auf diese Vergütung hatte sich Musk bereits 2018 mit Tesla geeinigt. Einer der erreichten Meilensteine etwa ist eine über sechs Monate durchschnittliche Marktkapitalisierung von über 100 Milliarden Dollar.

Das schaffte Tesla dank der Rally der Aktie mühelos. Derzeit ist der Konzern an der Börse 163 Milliarden Dollar (rund 145 Milliarden Euro) wert, und damit grob so viel wie die drei deutschen Auto-Riesen Volkswagen, Daimler und BMW zusammen.

Lieferzeit des neuesten Modells sinkt ungewöhnlich stark

Völlig problemlos läuft’s aber auch bei Tesla nicht. So scheint die Nachfrage nach dem jüngsten Spross in Tesla Stromer-Familie zu stottern. Für das Model Y ist die Lieferzeit zuletzt nämlich deutlich gesunken, wie das Branchenportal „Electrek“ berichtete. Mitte Mai lag die Lieferzeit noch bei acht bis zwölf Wochen.

Nur zwei Wochen später sei dieser Wert aber auf die Spanne von vier bis acht Wochen gesunken, wie „Electrek“ weiter schrieb. Im Optimalfall warten Kunden also nur halb so lange. Auch beim Massenmarkt-Auto Model 3 habe sich die Lieferzeit von vier bis acht Wochen auf fünf bis sieben Wochen geändert, so „Electrek“.

„Definitiv nicht normal“

Dem Portal zufolge hat die verkürzte Lieferzeit beim Model Y durchaus Gewicht. Immerhin sei das Modell brandneu und Tesla habe über ein Jahr lang Vorbestellungen eingesammelt, schrieb „Electrek“. Der Verdacht: Entweder hat Tesla die Produktionskapazität massiv hochgeschraubt – oder niemand will das Model Y noch haben.

„Es ist definitiv nicht normal für ein neues Tesla-Modell, dass neue Aufträge schon in vier und acht Wochen lieferbar sind, nachdem gerade erst nur knapp Monat ausgeliefert wurde“, merkte „Electrek“ an. Natürlich sei Tesla derzeit nicht der einzige Autobauer, der mit der Nachfrage kämpft – praktisch jeder Hersteller ist hier mit einem massiven Abschwung konfrontiert, fügte das Portal an.

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Dennoch könne die kürzere Lieferzeit nicht allein auf eine hochgeschraube Produktion zurückgeführt werden, vermutet das Portal. „Ich habe von dutzenden Kunden gehört, die ihre Bestellung des Model Y wegen des Konjunkturabschwungs entweder storniert oder verschoben haben, und einige waren auch davon enttäuscht, wie Musk und Tesla mit den Lockdown-Vorschriften umgegangen sind.“

Model Y soll den „iPhone-Moment“ bringen

Beim Model Y hapert’s also. Dabei sind die Ansprüche für den Stromer-SUV groß. Wiederholt etwa wurde das Model Y mit Apples iPhone verglichen, welches dem Tech-Konzern ab 2007 einen Boom ohnegleichen bescherte. Zusammen mit dem ebenfalls günstigeren Model 3 soll das Model Y Tesla endgültig den Weg in den Massenmarkt ebnen. Bei der ersten Präsentation im März vergangenen Jahres prophezeite Musk, Tesla werde sicher mehr Model Y als die beiden Premium-Modelle S und X zusammen verkaufen.

Vor allem im Heimatmarkt USA will Tesla mit dem SUV punkten, der den Geschmack der Kunden dort eher treffen dürfte als die Mittelklasse-Limousine Model 3. Wie stark der Hersteller auf das Model Y setzt, zeigt sich an der gerade in Bau befindlichen, mittlerweile vierten Gigafactory hier in Deutschland. Dort sollen, so Musks Plan, von Beginn an hauptsächlich das Model Y produziert werden.

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Ob der elektrische Kleingeländewagen am Ende den gewünschten Erfolg bringt, bleibt abzuwarten. Die Corona-Krise jedenfalls scheint den Start des Model Y deutlich zu erschweren.

Es wäre aber nicht das erste Mal, dass sich Tesla hier über alle Hürden hinwegsetzt. Auch beim Model 3 lief’s anfänglich weniger gut. Die Lieferzahlen blieben zunächst hinter den Erwartungen zurück. Dann aber legte Tesla los, und vermeldete für das Schlussquartal 2019 – dem letzten vor der Pandemie – über 92.500 ausgelieferte Model 3, fast 5000 Fahrzeuge mehr als erwartet.

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man


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