Tesla lässt deutsche Autobauer beim Profit alt aussehen – bis auf einen

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Nur Porsche ist noch profitabel: Verlust je Auto: Experte rechnet vor, wie tief die Krise der Autobauer wirklich ist

Tesla-Chef Elon Musk kann sich freuen: Das Krisenjahr 2020 verlief für seinen Konzern noch gut. Im Gegensatz für viele Konkurrenten. Die Kalifornier strichen Gewinne ein, die deutsche Premium-Konkurrenz machte mit ihren Fahrzeugen Verluste machten. Nur einer Marke kann Tesla bislang nicht das Wasser reichen.

Die Automobilindustrie kämpft sich derzeit durch eine ihrer schwersten Krisen. Die Hersteller verbuchen Verluste, die teilweise bis in die Milliarden reichen. Doch nicht alle Marken sind in die roten Zahlen gerutscht, wie eine neue Studie des Duisburgers Center for Automotive Research unter Federführung von „Autopapst“ Ferdinand Dudenhöffer zeigt.

Der Fokus der Studie liegt einzig auf dem Kerngeschäft mit Pkws im ersten Halbjahr. Finanzsparten und sonstige Geschäfte werden dabei nicht berücksichtigt. Die Ergebnisse zeigen schnell: Besonders die deutschen Premiummarken verloren – mit einer Ausnahme – in der ersten Jahreshälfte besonders viel Geld.

Für den Autoexperten ist das ein Indiz, wie viel Arbeit noch vor den Herstellern der Bundesrepublik liegt. „Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede im Corona-bedingten Restrukturierungs- und Anpassungsbedarf und bisher zum Teil verborgene Schwächen der Autobauer“, schreibt Dudenhöffer. Die Verluste geben dabei Hinweise darauf, wie groß der Anpassungsbedarf ist. Für die bessere Vergleichbarkeit rechnet Dudenhöffer den Verlust im operativen Geschäft dabei auf verkaufte Fahrzeuge herunter.

Hunderte bis tausende Euro Verlust: So unprofitabel sind Audi, BMW & Co.

Keine der drei deutschen Premiummarken BMW , Mercedes und Audi  kommt bei dieser Metrik gut weg. Die VW -Tochter Audi verlor im ersten Halbjahr 559 Euro je verkauftes Fahrzeug, Mercedes machte mit 599 Euro Verlust pro Fahrzeug noch etwas mehr Miese. Besonders defizitär aber wirtschafteten BMW und die VW-Luxusmarke Bentley: BMW machte zwischen Januar und Juni ein Minus 1135 Euro je Auto, Bentley verlor gar 19.800 Euro mit jedem verkauften Fahrzeug.

Natürlich verkaufen die Hersteller ihre Fahrzeuge nicht unter den Kosten der Produktion. Doch aufgrund des vielerorts massiv eingebrochenen Absatzes gingen einfach nicht genügend Autos an Kunden, um die Betriebskosten insgesamt zu decken. Im zweitwichtigsten Auslandsmarkt China beispielsweise brachen die Autoverkäufe Anfang Februar zeitweise um über 90 Prozent ein. In Deutschland wiederum lagen die Neuzulassungen in den Lockdown-Monaten April und Mai 61 respektive 50 Prozent niedriger als im Vorjahr.

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Nicht alle Hersteller aber machten im ersten Halbjahr pro Fahrzeug Verlust. Toyota  und PSA-Opel etwa strichen je Fahrzeug Gewinne von 533 beziehungsweise 707 Euro ein – und hängten damit den großen Konkurrenten Volkswagen ab. Die Wolfsburger verloren nämlich pro Fahrzeug über alle Marken und Märkte hinweg 415 Euro. Für Dudenhöffer ist das überraschend, hat VW doch „dreimal höhere Skaleneffekte als der PSA-Konzern“.

Dem Autoexperten zufolge zeige der Verlust je Fahrzeug deshalb, welcher Handlungsbedarf bei VW besteht: „Mit anderen Worten, der VW-Konzern muss seine Anpassungsgeschwindigkeit an die Nach-Corona-Zeit erhöhen.“ Einen schwachen Trost für VW gibt es immerhin: Die Tochter Porsche nämlich war mit 9853 Euro Gewinn je Fahrzeug im ersten Halbjahr die mit Abstand profitabelste Marke in der Statistik.

Elon Musk hat für Tesla besondere Einnahmequelle entdeckt

Direkt dahinter folgt indes kein anderer als Tesla . Auch das sei laut Dudenhöffer erstaunlich. „Mit einem Gewinn pro Fahrzeug von 2.890 Euro ist Tesla weit von den anderen Premiumherstellern – mit Ausnahme von Porsche – entfernt“, merkte der Experte an. Tesla stelle die etablierten Premiumhersteller mitten in der Krise mit Gewinnen und enormen Investitionen „in den Schatten“.

Zwar muss hierbei angemerkt werden, dass Tesla insbesondere im zweiten Quartal ohne den Verkauf sogenannter „regulatory credits“ wohl nicht profitabel gewesen wäre, und auf Halbjahressicht dann schlechter abgeschnitten hätte. Der kalifornische Hersteller erhält diese von den Behörden vergebenen Punkte für emissionsfreie Vehikel umsonst und im Überfluss. Darum kann Tesla diese Punkte mit praktisch 100 Prozent Marge an Hersteller verkaufen, denen diese Punkte fehlen.

Zum Thema:Magic Musk: Wie der Tesla-Chef Gewinne ohne Autoverkäufe herbeizaubert

Im zweiten Quartal erlöste Tesla mit den Punkten 428 Millionen Dollar. Ohne diesen Umsatz hätte es im zweiten Jahresviertel vermutlich nicht zum vierten Quartalsgewinn in Folge gereicht. Und: Sind Teslas augenscheinlich so gute Zahlen dann überhaupt vergleichbar mit Audi, BMW & Co.? Autoexperte Dudenhöffer sagt: Ja.

Auf Anfrage von FOCUS Online schrieb Dudenhöffer: „Die regulatory credits sind nach meiner Einschätzung und Bewertung ‚Operatives Ergebnis‘ in der Autosparte. Die Fahrzeuge von Tesla sind gesellschaftlich mehr wert als der Kunde dafür bezahlt. Deshalb gibt es diese Kredits. Wenn Sie wollen, ist es eine negative Steuer. Eine Steuer oder Strafzahlung auf CO2 wird ja auch vom operativen Ergebnis abgezogen, es sind Aufwendungen, weil Bedingungen nicht erfüllt wurde.“

Das Urteil der Börsen könnte nicht eindeutiger sein

Tesla selbst gab in seinem jüngsten Quartalsbericht an, dass dieses Geschäft nicht ewig so laufen wird. Je mehr auch andere Hersteller auf Stromer und Hybride umsatteln, umso weniger benötigen sie in den USA die „regulatory credits“ von Elon Musks Konzern. Trotzdem half der Punkteverkauf Tesla, die Krise weit besser zu überstehen als die übrigen Hersteller.

Und: Der Konzern arbeitet mit Hochdruck an seiner Zukunft, etwa mit dem Bau der neuen Gigafactory nahe Berlin. Zuletzt gab es Lob für das Projekt, vor allem für das Tempo, in dem Tesla seine vierte Gigafactory aus dem Boden stampft. Musk bedankte sich dafür auf der Kurznachrichtenplattform Twitter sogar auf Deutsch.

Auch an der Börse fällt das Urteil eindeutig zugunsten Teslas aus. Die Aktie schoss seit Jahresbeginn um 390 Prozent nach oben, das Papier hat sich damit im Wert fast verfünffacht. Vorige Woche erst knackte der Kurs erstmals die Marke von 2000 US-Dollar. Dabei trieb auch die Aussicht auf den baldigen Aktiensplit den Kurs. Durch die Aufspaltung der Aktie wird das Papier rein optisch wieder erschwinglicher.

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Unterdessen notieren die Aktien von Volkswagen, Daimler  und BMW allesamt auf Jahressicht im Minus. Hier sehen viele Anleger noch massiven Nachholfbedarf – was die Studie des Autoexperten Dudenhöffer unterstreicht.

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