Thai-König fliegt trotz Beschränkungen mit Privat-Boeing durch Deutschland

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Das Vier-Sterne-Hotel „Grand Hotel Sonnenbichl“ beherbergt momentan einen prominenten Gast, für den das Hotel eigens die allgemein geltenden Corona-Verordnungen lockern ließ: So bleibt das Luxushotel für den thailändischen König Maha Vajiralongkorn geöffnet.

Nun berichtet die “Bild“-Zeitung, dass der Thai-König, auch Rama X. genannt, gleich mehrfach Ausflüge mit seiner Boeing 737-800 machen soll. Eine Starterlaubnis, die er für Donnerstag am Münchner Flughafen hatte, soll er laut dem Blatt in letzter Sekunde abgesagt haben.

Rama X. soll gleich mehrere Trips durch Deutschland absolviert haben

Ende März soll er jedoch bereits drei Trips durch Deutschland absolviert haben – nach Dresden, nach Leipzig und nach Hannover. Seine Boeing, mit der er dem Bericht zufolge unterwegs ist, ist in den Niederlanden eigens für ihn zu einem Luxusjet umgebaut worden.

Besonders beliebt beim König sollen sogenannte “Touch and go”-Manöver sein. Bei diesem Manöver setzt das Flugzeug am Zielflughafen nur kurz auf, um dann wieder durchzustarten. Meist soll der König sogar selbst das Flugzeug fliegen. Laut Luftfahrtbundesamt sind diese Manöver erlaubt, häufig handele es sich dabei um Manöver zur Verlängerung der Fluglizenz. Unterstellt sind seine Flugzeuge formal der thailändischen Luftwaffe.

Thai-König soll mit rund 20 Frauen in bayerischem Hotel leben

Damit der Thai-König mit seinem Anhang überhaupt in dem Garmischer Luxushotel leben darf, musste das Hotel eine Sondergenehmigung beim Landratsamt beantragen. Darüber hatte zunächst die “Bild” berichtet.

Die Genehmigung des Antrags begründet das Landratsamt auf Nachfrage von FOCUS Online: “Das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen hat dem Grand Hotel Sonnenbichl eine Ausnahme erteilt, da es sich bei den Gästen um eine einzige homogene Personengruppe handelt, bei der keine Fluktuation vorliegt. Das Hotel ist für den normalen Beherbergungsbetrieb nicht zugänglich.”

Vajiralongkorn soll laut “Bild” mit rund 20 Frauen plus Bediensteten in dem Hotel leben. Laut Landratsamt ist die tatsächliche Zahl der derzeitigen Bewohner im Hotel aber nicht bekannt. Ob der König sich wegen der Corona-Pandemie gleich einen Ärztestab mit ins Haus geholt haben könnte, blieb ebenfalls offen. “Unserem Gesundheitsamt ist diesbezüglich nichts bekannt”, sagte der Sprecher.

Surftipp: Bayern in der Virus-Krise: Im Freistaat gelten landesweit Ausgangsbeschränkungen 

König hält sich nicht an Augangsbeschränkungen? Das sagen Polizei und Ministerium

Die Nachrichtenagentur DPA berichtete, dass das Hotel mit Panoramablick auf die Berge dem König inzwischen selbst gehören soll. Das stimmt nicht, wie der Anwalt des Hotels FOCUS Online mitteilte. “Seit 1982 hat sich an den Eigentumsverhältnissen nichts verändert.” DPA korrigierte sich inzwischen und berichtet nun, dass das Hotel seit 1982 dem Geschäftsmann Omar Zawawi aus dem Oman gehört. Der Thai-König besitzt jedoch eine Villa in Tutzing am Starnberger See.

Laut “Bild”-Zeitung gelten für den thailändischen König auch die Ausgangbeschränkungen nicht. So sollen immer wieder Menschen aus seiner Gefolgschaft mit dem Fahrrad in Garmisch-Partenkirchen unterwegs sein.

Nach Auskunft des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd hielt sich der König und seine Gefolgschaft jedoch an die Regularien der Ausgangsbeschränkung. Der örtlichen Polizei seien bislang keine einschlägigen Verstöße bekannt, hieß es gegenüber FOCUS Online damals.

Auch dem bayerischen Gesundheitsministerium lägen keine Hinweise vor, dass es “seitens der thailändischen Belegschaft bzw. den Mitarbeitern des Königs zu Verstößen gegen die allgemeingültige Ausgangsbeschränkungen kam”, teilte es FOCUS Online auf Anfrage mit. Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sei außerdem nicht in die Erteilung der Sondergenehmigung eingebunden gewesen, hieß es.

Thailands König Vajiralongkorn hat den Ruf eines Lebemanns

Der König mit dem Ruf des Lebemanns hat aus drei gescheiterten Ehen zwei Töchter und fünf Söhne. Im vergangenen Jahr heiratete er seine ehemalige Leibwächterin Suthida und ernannte sie auch zur Königin.

Erst im vergangenen Mai war Maha Vajiralongkorn in seiner Heimat in goldenen Knickerbockern, Pantoffeln mit Sohle aus Blattgold und mit kiloschwerer Goldkrone auf dem Kopf zum König gekrönt worden. Er trat damit die Nachfolge seines gestorbenen Vaters Bhumibol an, dem die Thailänder sehr nachtrauerten. Ihren neuen König sehen sie selten. Nicht zuletzt ist er oft in Deutschland.

Kurz nachdem deutsche Medien über den Aufenthalt von König Vajiralongkor berichteten, sprach der thailändische Digitalminister Phuttiphong Punnakan auf Twitter eine Warnung aus, wie die “Bild”schreibt. Kritiker des Königs werden laut dem Post mit mehreren Jahren Haft bestraft. In Thailand ist es nämlich verboten, negativ über den König zu berichten.

Lesen Sie Alles zur Corona-Krise im News-Ticker von FOCUS Online


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