Trumps irrsinniger Feldzug gegen chinesische Apps geht weiter

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Erst TikTok, jetzt WeChat: Trumps irrsinniger Feldzug gegen chinesische Apps geht weiter


Donald Trump, Xi Jinping

AP
Bild 1/2 – US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping


Tiktok

dpa/Andre M. Chang/ZUMA Wire/dpa
Bild 2/2 – China wehrt sich gegen das Vorgehen der USA gegen die App Tiktok.


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Per Dekret hat US-Präsident Donald Trump gleich zwei erfolgreiche chinesische Apps verboten. Während sich das beim Social-Media-Dienst TikTok noch mit Spionage-Sorgen begründen lässt, erstaunt das Dekret gegen WeChat selbst Experten.

In einem Rutsch hat US-Präsident Donald Trump am Freitagabend deutscher Zeit zwei beliebte Apps verboten. Weder TikTok noch WeChat dürfen demnach weiterhin in den USA von Privatpersonen oder Firmen verwendet werden. Das Dekret tritt in 45 Tagen, also am 20.  September, in Kraft.

Trump begründet seine Dekrete mit Sorgen um die nationale Sicherheit der USA. Demnach würden die in China entwickelten Apps Daten von US-Bürgern und Chinesen sammeln, die in den USA leben. Außerdem würde die chinesische Regierung politisch unbeliebte Inhalte in beiden Apps zensieren. Sie könnten, so das Dekret, damit für Desinformations-Kampagnen der Kommunistischen Partei Chinas genutzt werden.

Die Verbote beider Apps lösten große Proteste aus, zunächst einmal bei den betroffenen Firmen selbst. TikTok, entwickelt vom chinesischen Tech-Unternehmen ByteDance, zeigte sich in einem Statement „geschockt“ und kündigte an, „sämtliche Gegenmittel auszuschöpfen, um sicherzustellen, dass die Rechtsstaatlichkeit nicht außer Kraft gesetzt wird“. WeChats Hersteller Tencent  reagierte etwas zurückhaltender. Man werde die Executive Order erst einmal genau prüfen.

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US-Verbote könnten Apple massiv schaden

Das Verbot hat aber auch Auswirkungen auf US-Firmen. So darf etwa Apple  die beiden Apps nicht mehr in seinem Appstore anbieten oder auf iPhones vorinstallieren. Das ist in den USA selbst kein großes Problem, weil die Programme hier sowieso verboten wären. In China selbst schadet das Apple aber sehr. Mit einem Marktanteil von nur neun Prozent hechelt der iPhone-Hersteller Marktführer Huawei hier sowieso schon hinterher, muss aber jetzt auch noch auf zwei der beliebtesten Apps unter Chinesen verzichten.

Tencent

Gerade auf WeChat mag heutzutage kein Chinese mehr verzichten. Die App ist eine eierlegende Wollmilchsau: Sie verbindet eine Social-Media-Plattform wie Facebook mit einem WhatsApp-artigen Messenger, Spielen, einer Bezahlfunktion, die landesweit in Geschäften und bei Online-Händlern genutzt werden kann und einem News-Service. Kein Chinese würde wohl ein Smartphone ohne WeChat kaufen. Der Analyst Ming-Chi Kuo schätzt, dass Apples globaler iPhone-Umsatz durch das WeChat-Verbot um 25 bis 30 Prozent einbrechen könnte. „Wir schätzen zudem, dass der jährliche Absatz von anderen Apple-Produkten wie AirPods, iPad, AppleWatches und Macs um 15 bis 25 Prozent zurückgehen könnte.“

Die Trump-Regierung verteidigt ihr hartes Eingreifen gegen TikTok und WeChat damit, dass beide Apps für die chinesische Regierung spionieren würden. Der Vorwurf ist bisher unbewiesen und zudem äußerst fragwürdig. Bei TikTok hochgeladene Videos sind zunächst einmal öffentlich. Die chinesische Regierung könnte also nur die Registrierungsdaten, also etwa Namen und E-Mail-Adressen „ausspionieren“. WeChat hingegen wird in den USA kaum genutzt, dürfte also auch kaum die nationale Sicherheit des Landes gefährden.

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Microsoft will TikTok aufkaufen

Um die anhaltende Diskussion über mögliche Spionage zu beenden, hatte sich Microsoft  zuletzt angeboten, das US-Geschäft von TikTok aufzukaufen. ByteDance arbeitet deswegen bereits daran, eine internationale Version seiner App anzubieten, die von der chinesischen Version technisch strikt getrennt arbeitet. An einem Kauf würden sich auch Investoren wie Sequoia Capital beteiligen, die früh Anteile an TikTok kauften und bei einem Verbot der App nun herbe Verluste hinnehmen müssten.

TikTok besitzt in den USA nach eigenen Angaben 100 Millionen Nutzer, was rund ein Drittel der Bevölkerung wäre. Microsoft müsste wohl allein für das US-Geschäft einen zweitstelligen Milliardenbetrag zahlen. Zuletzt meldete die Financial Times, der US-Riese überlege sogar, die App komplett aufzukaufen. Dann wäre wohl ein Betrag von 50 Milliarden Dollar fällig.

Nutzer der beliebten App hatten Ende Juni Donald Trump persönlich einen Streich gespielt. Rund eine Million Tickets für eine Wahlkampfveranstaltung in Tulsa, Oklahoma, wurden über die App reserviert. Die Mitarbeiter des Präsidenten planten entsprechend für eine riesige Zuschauermenge. Am Ende kamen nur 6200 Gäste – und TikTok-Nutzer lachten den US-Präsidenten aus.

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