TV-Kolumne “ZDFzeit”: Wie Trump sich mitschuldig an 100.000 Corona-Toten machte

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„Die Beweislast ist erdrückend.“ Der Satz steht am Anfang der Doku. Ihr letzter Satz lautet: „Trump ist unverantwortlich.“ Zwischen diesen beiden Sätzen liegt eine 45-minütige Anklage. ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen dokumentiert, wie US-Präsident Donald Trump alle Warnungen seiner Geheimdienste und die Expertisen seiner medizinischen Fachleute einfach ignoriert hat und so für die vielen Corona-Toten maßgeblich verantwortlich ist. 100.000 Corona-Opfer verzeichnet die US-Statistik mittlerweile. Die Doku legt nahe, dass viele Menschen hätten gerettet werden können, wenn Trump schneller und konsequenter reagiert hätte. Stattdessen aber habe der Präsident das Virus verharmlost und lieber Wahlkampf für seine Wiederwahl betrieben.

Florida statt Krisenmanagement

Bereits im Januar und Februar hatte der US-Geheimdienst immer wieder Informationen über die Schwere des Virus ins Weiße Haus gesendet. Das Außenministerium glaubte dem Geheimdienst. Das tat auch der US-Gesundheitsminister, der daraufhin mit Trump reden wollte. Doch Trump flog mit seiner Familie lieber nach Florida und verkündete öffentlich: „Wir haben einen Plan und haben es schon gut gemacht.“ Doch es gab keinen Plan. Die ehemalige Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius (2009-2014) klagt: „Alle Alarmglocken wurden ignoriert. Amerika hat zwei Monate verschlafen.“ Trump sagte damals: „Viele denken, dass das Virus wieder verschwindet, wenn die Hitze kommt.“ Doch die Zahlen stiegen.

Schutzmasken fehlen

In den USA funktionierten zu diesem Zeitpunkt die Corona-Tests nicht. Auch fehlte es an medizinischer Ausrüstung. Die Lager der sogenannten Strategischen Reserve waren seit der Schweinegrippe von 2009 geplündert. Der frühere US-Präsident Barack Obama wollte sie seinerzeit wieder auffüllen lassen, aber die Republikaner sperrten sich gegen die Bereitstellung des Geldes. Begründung: Alle medizinischen Produkte ließen sich jederzeit im eigenen Land besorgen. Später wird Donald Trump behaupten, es sei Obamas Fehler gewesen, dass die Lager leer seien. Man habe sie ja leer vorgefunden.

Trump hört nur auf Trump

Ende Januar wurden in den USA die ersten Corona-Fälle gemeldet. Trump erklärte: „Ich denke, wir haben die Sache im Griff.“ Der US-Gesundheitsminister war allerdings anderer Meinung und forderte fünf Milliarden Dollar für Maßnahmen gegen Corona. Der Gesundheitsminister wurde daraufhin im Weißen Haus als Alarmist beschimpft. Das Problem, heißt es in der Doku: Wer nicht Trumps Meinung ist, hat es schwer unter ihm und läuft Gefahr seinen Job zu verlieren. Trump höre nur, was Trump hören wolle. Das macht eine zielstrebige Corona-Strategie kaum möglich.

Trump generiert sich als Experte

Auf einer Indienreise verkündete Donald Trump am 25. Februar: „Das Corona-Virus ist in unserem Land sehr unter Kontrolle.“ Einen Tag später stellte er fest, die normale Grippe würde zwischen 25000 und 69000 Menschen pro Jahr in den USA töten. Da seien die 15 Corona-Opfer kein Thema. Einer Besuchergruppe im Weißen Haus erklärte der Präsident zudem: „Wir haben einen unglaublichen Job gemacht. Es wird wie ein Wunder verschwinden.“ Zu diesem Zeitpunkt hatte Trump elf Wahlkampfveranstaltungen absolviert und lobte sich selbst „als Naturtalent“ in Sachen Virologie. Am 13. März gab es 55 Corona-Tote in den USA. Vier Tage später waren es mehr als 600.

Suche nach Sündenböcken

Am 27. März wuchs die Zahl der Corona-Opfer auf 1604 und Donald Trump leugnete die Gefahr längst nicht mehr. Stattdessen fand er Sündenböcke. Obama habe Schuld an den leeren medizinischen Lagern. Die WHO habe die Lage falsch eingeschätzt. China habe Informationen verheimlicht. Auch gab Donald Trump Tipps, wie man sich gegen das Virus schützen könne. Sein Rat: Man solle sich mit Desinfektionsmittel durchspülen. Das würde innerlich reinigen. Eindrucksvoll und mit Originalbildern dokumentiert ZDF-Korrespondent Theveßen eine lange Chronik des Versagens. Sein Fazit: Dem US-Präsidenten fehlt es in Sachen Corona an jeglicher Strategie. Durch schnelles Handeln hätten Menschenleben gerettet werden worden.

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