US-Militär: Nordkoreas Kim führt sein Land | Aktuell Asien | DW

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Laut Aussage des stellvertretenden US-Generalstabschefs John Hyten geht das US-Militär davon aus, dass Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sein Land trotz Berichten über angebliche gesundheitliche Probleme weiterhin führt. “Ich vermute, dass Kim Jong Un noch volle Kontrolle über die koreanischen Atomwaffen und die koreanischen Streitkräfte hat”, sagte Hyton in Washington. Es gebe keinen Grund, von einem anderen Szenario auszugehen. Er habe keine geheimdienstlichen Erkenntnisse, um die Berichte über Kims kritischen Gesundheitszustand zu bestätigen oder zurückzuweisen, sagte Hyten weiter vor Journalisten.

Die Spekulationen waren dadurch ausgelöst worden, dass sich der 36-Jährige seit mehr als einer Woche nicht mehr bei Propaganda-Ereignissen in der Öffentlichkeit gezeigt hatte, die über die staatlichen Medien des abgeschotteten kommunistischen Landes auch ins Ausland lanciert werden.

Kim lässt wichtigsten Feiertag seiner Heimat aus

Auch bei den Feierlichkeiten zum Geburtstag seines Großvaters Kim Il Sung am 15. April, die in Nordkoreas Medien stets breiten Raum einnehmen, war er nicht öffentlich in Erscheinung getreten. Der Geburtstag des Staatsgründers ist der wichtigste Tag im politischen Kalender des Landes. Die Feierlichkeiten hatten allerdings wegen der Coronavirus-Pandemie in deutlich kleinerem Rahmen als üblich stattgefunden.

Neue Nahrung bekamen die Spekulationen über Kims Gesundheitszustand am Montag durch eine Meldung auf der von Seoul aus betriebenen und auf Nordkorea spezialisierten Website Daily NK. Dort hieß es, Kim sei am 12. April in ein Krankenhaus eingewiesen worden und habe sich dort einer Herzoperation unterzogen. Sein Zustand wurde als stabil beschrieben.

Der US-Nachrichtensender CNN hatte unter Berufung auf Erkenntnisse der Geheimdienste berichtet, dass sich Kim nach einer Herzoperation in kritischem Zustand befinde. Die Regierung in Südkorea reagierte verhalten. Aus dem Präsidialamt in Seoul verlautete lediglich, Kim gehe “normalen Aktivitäten” nach. US-Präsident Donald Trump hatte Kim am Dienstag alles Gute gewünscht, aber betont, die USA wüssten nicht, ob die Berichte über seine angebliche Krankheit zutreffend seien.

Die staatlichen Medien Nordkoreas gingen auch an diesem Mittwoch mit keiner Silbe auf Berichte ein, wonach Kim wegen Herzkreislauf-Problemen operiert worden sein soll.

qu/ww (dpa, afp, rtr)



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