US Open: Veranstalter präsentieren Ablauf und verwundern mit bizarrer Aussage

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Spielen um jeden Preis?: US-Verband gibt grünes Licht, aber Profis sehen US-Open-Start skeptisch entgegen

Vor dem Start der US Open garantieren die Veranstalter ein sicheres Hygienekonzept, aber einige Tennis-Profis sehen dem Start skeptisch entgegen. Die Nummer eins der Damen sagt ihre Teilnahme in New York ab, Nick Kyrgios und Alexander Zverev attackieren die Veranstalter.

Die US Open runden normalerweise das Grand-Slam-Jahr ab. Jetzt soll im legendären Flushing Meadows der Re-Start im Tennis steigen. Die Verantwortlichen der United States Tennis Association (USTA) gaben einen Monat vor Beginn des Turniers am 31. August grünes Licht für die Durchführung. “Wir sind zuversichtlich, dass Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten garantiert werden können”, schreibt die USTA am Freitag auf Twitter.

US Open nach Vorbild der abgeschotteten NBA

Das Grand-Slam-Turnier wird allerdings ohne Zuschauer stattfinden. Zuvor soll in Flushing Meadows das von Cincinnati nach New York verlegte Frauen- und Männerturnier ausgetragen werden. Das erste Spiel soll am 22. August starten.

Spieler und Betreuer sollen zwischen einem Hotel in Flughafennähe und dem Billie Jean King National Tennis Center transportiert werden. Weitere Informationen werde man zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben. Zum Vorbild dienen die aktuell von der Außenwelt abgeschotteten NBA-Teams, die in Floridas Disney World die Basketball-Saison zu Ende spielen.

Die Austragung der US Open soll für die Veranstalter oberste Priorität haben – finanziellen Auswirkungen einer möglichen Absage wären für USTA, Veranstalter und Sponsoren fatal. Über den Stellenwert der US Open im Tennis gibt es keine zwei Meinungen – über den Zeitpunkt der Austragung lässt sich dennoch streiten.

Aussage des US-Verbands verwundert

In der offiziellen Stellungnahme des amerikanischen Tennis-Verbands verwundert eine Aussage besonders. New York City “gilt als einer der sichersten Orte in ganz USA”. Im Vergleich zu vielen mittelamerikanischen Staaten ist der Anstieg der Neuinfektionen in New York mit -6,9 % zwar rückläufig. Dennoch handelt es sich immerhin noch um 652 (Stand: 01. August) neue Fälle pro Tag.

Dabei hat der US-Verband über Jahre hinweg die Chance verpasst, sich für solch eine Ausnahmesituation vorzubereiten. Die Wimbledon-Organisatoren haben lange vor Ausbruch des Corona-Virus eine Pandemie-Versicherung abgeschlossen und potentielle Gefahren erkannt.

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2003 reagierte der All England Club auf das SARS-Auftreten und schützte sich vor zukünftigen Pandemien. Jährlich wurde eine Summe von umgerechnet 1,8 Millionen Euro einbezahlt. Von der zuständigen Versicherungspolice erhielt Wimbledon nach der diesjährigen Absage eine Entschädigung in Höhe von 131 Millionen Euro. Auf dem “heiligen Rasen” hat man sich jahrelang intensiv auf eine mögliche Absage vorbereitet.

Barthy sagt Teilnahme aus Angst vor Corona ab

Die Elite der Tennis-Damen sieht dem Sicherheitskonzept der US Open skeptisch entgegen und reagiert mit Absagen. “Mein Team und ich haben entschieden, dass wir nicht in die USA reisen werden für die Western and Southern Open sowie die US Open in diesem Jahr”, so Ashleigh Barty gegenüber dem australischen Tagesblatt “Herald Sun”.

Die Weltranglistenerste spricht von “signifikanten Risiken, was COVID-19 angeht” und will sich und ihr Team nicht der hohen Ansteckungsgefahr aussetzen. In der Meldeliste von Cincinnati fehlt laut “tennisnet.com” auch der Name von Simona Halep. Die Absage für das Vorbereitungsturnier könnte ein Indiz für das Aus in Flushing Meadows sein.

Kyrgios attackiert US-Open-Veranstalter, Zverev will antreten

Bei den Herren macht Nick Kyrgios seinen Unmut via Twitter deutlich. “Ich verzichte für die Menschen, für meine Aussies, für die Hunderttausenden Amerikaner, die ihr Leben verloren haben, für euch alle. Es tut mir in der Seele weh”, so der Australier.

Auch Alexander Zverev kritisiert den Zeitpunkt der US-Open-Austragung und würde lieber die ersten Turniere in Europa absolvieren. “Es ist nicht die richtige Zeit, jetzt nach Amerika zu fliegen”, so Zverev in einer Online-PK. Eine Absage kommt für den gebürtigen Hamburger trotzdem nicht in Frage. Zum Eklat bei der Adria-Tour wollte sich Deutschlands Nummer eins nicht äußern.

Im Juni war er dort zunächst zusammen mit dem Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic und weiteren Profis wegen Partyvideos und der Missachtung von Hygieneempfehlungen negativ aufgefallen. Danach war ein Partyvideo mit ihm, ohne zeitliche Zuordnung, im Internet aufgetaucht.

Trainer von Serena Williams: “Klingt etwas verrückt”

Wie es nach den US Open weitergehen soll, ist ungewiss. Unmittelbar nach dem Showdown in New York steht das ATP-Turnier in Madrid an. Ersten Berichten zufolge steht das Sandplatzturnier vor einer Absage. Ob die US-Open-Teilnehmer anschließend in der spanischen Hauptstadt aufschlagen dürften oder sich zunächst in 14-tägige Quarantäne begeben müssten, ist noch ungeklärt.

Auch der Coach von Tennisstar Serena Willliams übt Kritik an der kurzen Vorbereitungszeit der Spieler auf die anstehenden Turniere. “Wenn sie nicht in Madrid und Rom spielen können und stattdessen in Quarantäne müssen, würde dies bedeuten, dass sie zwei Wochen in einem Appartement sitzen, bevor sie dann einen Grand Slam auf Sand spielen. Das klingt etwas verrückt”, so Patrick Mouratoglou.

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lsc/mit dpa

 

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