US-Wahl 2020: Biden gewinnt Vorwahlen in Arizona, Florida und Illinois

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Biden kommt Präsidentschaftskandidatur mit Vorwahl-Erfolg großen Schritt näher

Mittwoch, 18. März, 6.10 Uhr: Der frühere US-Vizepräsident Joe Biden ist der Präsidentschaftskandidatur der oppositionellen Demokraten einen großen Schritt näher gekommen. Bei den von der Coronavirus-Krise überschatteten Vorwahlen gewann der 77-Jährige in Florida, Illinois und Arizona und damit in allen drei Bundesstaaten, in denen am Dienstag abgestimmt wurde. Nun richten sich alle Augen auf seinen linksgerichteten Rivalen Bernie Sanders: Der Senator muss entscheiden, ob er weiter im Rennen bleibt oder aufgibt.

Einen wahren Erdrutschsieg fuhr Biden im bevölkerungsreichen und damit besonders wichtigen Florida ein: Prognosen zufolge landete der hoch favorisierte Mitte-Politiker mit rund 60 Prozent etwa 40 Prozentpunkte vor Sanders. Auch in Illinois und Arizona fielen die Siege US-Medien zufolge deutlich aus. 

Eigentlich hätte am Dienstag als vierter Bundesstaat in Ohio gewählt werden sollen. Der dortige Gouverneur sagte die Vorwahlen aber wegen der Coronavirus-Pandemie in letzter Minute ab.

Damit ging es um insgesamt 441 der 3979 Delegierten, die bei einem Parteitag im Juli den Herausforderer von Präsident Donald Trump küren sollen. Allein 219 Delegierte wurden in Florida vergeben. Biden konnte mit seinen Erfolgen seinen Vorsprung an Delegiertenstimmen deutlich ausbauen. Rein rechnerisch ist dem einstigen Stellvertreter von Präsident Barack Obama die Präsidentschaftskandidatur kaum mehr zu nehmen.

Damit dürfte der Druck der Demokraten auf Sanders wachsen, das Handtuch zu werfen, damit sich die Partei für die Präsidentschaftswahl im November hinter Biden vereinen kann. Sanders hatte sich 2016 ein langes und erbittertes Vorwahlrennen mit seiner Rivalin Hillary Clinton geliefert. Kritiker machen den langjährigen Senator deswegen mitverantwortlich für Clintons Niederlage gegen Trump bei der Präsidentschaftswahl.

Biden streckte den Anhängern seines Konkurrenten am Dienstagabend die Hand aus. Er und der selbsternannte “demokratische Sozialist” Sanders hätten vielleicht unterschiedliche Ansichten zu “Taktik, aber wir teilen eine gemeinsame Vision”, sagte er in einer Ansprache. Biden nannte unter anderem das Ziel einer besseren Gesundheitsversorgung sowie den Kampf gegen den Klimawandel.

Aus Sanders’ Lager kam aber eine ablehnende Reaktion: Sprecherin Briahna Joy Gray kommentierte im Kurzbotschaftendienst Twitter Bidens Äußerungen, wonach er und der Senator eine gemeinsame Vision teilten, mit den Worten: “Tun wir nicht.” Sanders selbst äußerte sich am Wahlabend nicht.

Biden hat zuletzt zunehmend versucht, den linken Parteiflügel für sich zu gewinnen. Er übernahm bereits mehrere Vorschläge des progressiven Demokraten-Lagers. Dazu gehört ein kostenloses Studium an öffentlichen Hochschulen für Studenten, deren Familien weniger als 125.000 Dollar im Jahr verdienen.

US-Präsidentschaftswahl 2020: Vorwahlen in Arizona, Florida und Illinois haben begonnen

23.15 Uhr: Bei der neuen Runde der Vorwahlen im US-Präsidentschaftsrennen haben am Dienstagmorgen (Ortszeit) die ersten Wahllokale in den Bundesstaaten Florida und Illinois geöffnet. Auch in Arizona sollte an diesem Dienstag abgestimmt werden. Ergebnisse werden nach deutscher Zeit erst am Mittwoch erwartet. Im Bundesstaat Ohio blieben die Wahllokale dagegen – anders als ursprünglich geplant – geschlossen.

Auch die Republikaner halten in Florida und Illinois Vorwahlen ab. Ihr Präsidentschaftskandidat steht aber quasi schon fest: Amtsinhaber Donald Trump hat hier parteiintern keine ernstzunehmende Konkurrenz. Die republikanische Partei in Arizona hat die Vorwahl dort daher gleich ganz gestrichen.

Vorwahlen auch im US-Bundesstaat Ohio wegen Coronavirus verschoben

Dienstag, 17. März, 9.28 Uhr: Die für diesen Dienstag geplanten US-Präsidentschaftsvorwahlen im Bundesstaat Ohio sind wegen der Ausbreitung des Coronavirus kurzfristig abgesagt worden. Das teilte der Gouverneur von Ohio, Mike DeWine, am Montagabend (Ortszeit) mit. Einen neuen Termin nannte er noch nicht. Die ebenfalls für Dienstag angesetzten Vorwahlen in den Staaten Arizona, Florida und Illinois wurden hingegen nicht gestrichen.

Wahlen inmitten der Corona-Krise abzuhalten, würde die Mitarbeiter in den Wahllokalen sowie die Wähler einem “inakzeptablen Gesundheitsrisko aussetzen”, schrieb DeWine im Kurzbotschaftendienst Twitter. Der Dienstag gilt als wichtiger Wahltag bei den oppositionellen Demokraten – seine Bedeutung wird nun durch die Streichung der Abstimmung im Mittelweststaat Ohio allerdings ein Stück weit gemindert. 

Damit sind jetzt in drei US-Bundesstaaten die Vorwahlen verschoben worden: In Louisiana, Georgia und Ohio.

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Demokraten-Vorwahlen in Arizona, Florida, Illinois am Dienstag

22.40 Uhr: Im Duell der demokratischen US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden und Bernie Sanders steht am Dienstag der nächste große Vorwahl-Tag an. Abgestimmt wird in vier Bundesstaaten: Arizona, Florida, Illinois – in Ohio wurde die Vorwahl verschoben. Insgesamt geht es um 577 Stimmen von Delegierten für den Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer, bei dem der Präsidentschaftskandidat der Partei am Ende offiziell gekürt wird.

577 sind fast 15 Prozent aller regulären Parteitagsdelegierten. Allein 219 Delegiertenstimmen werden in Florida vergeben. Erste Wahllokale öffnen gegen Mittag deutscher Zeit. Ergebnisse werden nach deutscher Zeit erst am Mittwoch erwartet.

Der Gouverneur des US-Bundesstaates Ohio hatte wegen der Coronavirus-Krise eine Vertagung der am Dienstag geplanten Präsidentschaftsvorwahlen gefordert. Gouverneur Mike DeWine kündigte am Montag eine Klage an, um diese Forderung durchzusetzen. Der Republikaner erklärte, die Vorwahl müsse auf den 2. Juni verschoben werden. Man könne nicht die Menschen aufrufen, wegen der Pandemie zu Hause zu bleiben, und gleichzeitig, zur Wahl zur gehen.

Trump sagte am Montag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, er halte eine Verschiebung von Vorwahlen für “unnötig” und für “keine sehr gute Sache”. Wahlen seien das “Herz” im politischen Prozess. Die Wahlen könnten sicher abgehalten werden, etwa, indem Wähler auf Abstand zueinander gehalten würden, sagte der Präsident. In zwei Bundesstaaten wurden die Vorwahlen bereits verschoben (Eintrag von 12.14 Uhr).

Nach TV-Duell: Joe Biden geht als klarer Favorit in nächste Runde der Vorwahlen

16.49 Uhr: Der US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden geht nach einem starken Auftritt beim TV-Duell gegen seinen Rivalen Bernie Sanders als klarer Favorit in die nächste Vorwahlrunde der Demokraten. Der frühere Vizepräsident konnte sich am Sonntagabend bei der TV-Debatte inmitten der Coronavirus-Krise als pragmatischer und krisenerprobter Macher präsentieren. Der Mitte-Politiker liegt Umfragen zufolge in allen vier Bundesstaaten weit vorne, in denen am Dienstag trotz der Pandemie gewählt wird.

Biden hat sich mit einer Reihe von Vorwahl-Erfolgen einen deutlichen Vorsprung im Präsidentschaftsrennen der Demokraten erarbeitet. Den Vorsprung könnte der 77-Jährige am Dienstag weiter ausbauen: Der einstige Stellvertreter von Präsident Barack Obama lag zuletzt in Umfragen in den Bundesstaaten Arizona, Florida, Illinois und Ohio klar vor Sanders. Im bevölkerungsreichen Florida, in dem allein 219 Delegierte vergeben werden, betrug der Vorsprung ganze 40 Prozentpunkte.

Der linksgerichtete Senator Sanders musste deswegen am Sonntagabend im TV-Duell punkten, um das Ruder noch herumzureißen. Dies gelang dem 78-Jährigen aber nach Einschätzung von Kommentatoren nicht.

Biden forderte unter anderem einen Einsatz der US-Armee bei der Bekämpfung der Pandemie: “Wir befinden uns in einem Krieg gegen das Virus.” Angesichts der sich abzeichnenden massiven Zunahme von Infizierten müsse die Infrastruktur zur Behandlung von Patienten schnell ausgebaut werden.

Einig waren sich Biden und Sanders in ihrer Kritik an Präsident Donald Trump, dem sie angesichts der Coronavirus-Krise ein schlechtes Krisenmanagement vorwarfen.

US-Wahl 2020: Biden will Frau als Vizepräsidentin

12.34 Uhr: Der US-Präsidentschaftsbewerber Biden hat versprochen, bei einem Wahlsieg eine Frau zu seiner Stellvertreterin zu machen. Er verpflichte sich, eine Frau zur Vizepräsidentin zu ernennen, sagte der Mitte-Politiker der Demokratischen Partei bei einem TV-Duell mit seinem linksgerichteten Konkurrenten Sanders.

Es gebe eine Reihe von Frauen, die für das Amt der Vizepräsidentin qualifiziert seien,  betonte Biden. Sanders sagte seinerseits, er würde “wahrscheinlich” eine Frau auswählen.

 

Bundesstaaten Louisiana und Georgia verschieben Wahlen

Montag, 16. März, 12.14 Uhr: Nach Louisiana verschiebt auch der US-Bundesstaat Georgia wegen der Coronavirus-Krise die Präsidentschaftsvorwahlen von Demokraten und Republikanern. Die für den 24. März geplante Vorwahl werde auf den 19. Mai verschoben, teilte die Regierung von Georgia am mit. Die Gesundheit der Wahlhelfer, ihrer Familien und der gesamten Bevölkerung habe für ihn “oberste Priorität”, erklärte der geschäftsführende Regierungsbeamte Brad Raffensperger.

Am 24. März wollten sowohl die oppositionellen Demokraten als auch die Republikaner von US-Präsident Donald Trump in Georgia ihre Vorwahlen abhalten. Nach 66 bestätigten Coronavirus-Fällen und einem Todesfall rief Gouverneur Brian Kemp am Samstag jedoch den Gesundheitsnotstand aus.

Am Freitag hatte bereits Louisiana seine für den 4. April geplante Vorwahl auf den 20. Juni verschoben. Arizona, Florida, Illinois und Ohio wollen dagegen an ihren für kommenden Dienstag geplanten Vorwahlen festhalten. In Ohio hatte Gouverneur Mike DeWine zu Wochenbeginn wegen der Coronavirus-Krise den Notstand ausgerufen.

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hatte bereits in den vergangenen Tagen die Vorwahlen der Demokraten zur Bestimmung des Trump-Herausforderers überschattet. So sagten die beiden Präsidentschaftsbewerber Joe Biden und Bernie Sanders geplante Wahlkampfveranstaltungen ab. 

Ein für Sonntag geplantes TV-Duell zwischen dem früheren Vizepräsidenten und dem linksgerichteten Senator wird wegen des Coronavirus ohne Publikum ausgetragen. Es wird außerdem von Arizona in die Bundeshauptstadt Washington verlegt.

US-Präsidentschaftsbewerber Biden attackiert Trump wegen Coronavirus

Freitag, 13. März, 13.03 Uhr: Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden hat den Umgang von Präsident Donald Trump mit der Coronavirus-Pandemie scharf kritisiert. Die Trump-Regierung habe sich eine Reihe von “Fehleinschätzungen” zuschulden kommen lassen und sei bei Coronavirus-Tests “kolossal gescheitert”, sagte der frühere Vizepräsident am Donnerstag. Es handle sich um ein Scheitern in “Planung, Führung und Umsetzung”.

Experten kritisieren einen Mangel an Coronavirus-Tests in den USA. Diese sind zudem sehr teuer und müssen bislang von den Patienten selbst bezahlt werden.

Biden forderte nun kostenlose Tests für alle, bei denen die Gefahr einer Infektion bestehe. Es müssten landesweit “hunderte” mobile Teststationen errichtet werden.

Auch Bidens Konkurrent im Präsidentschaftsrennen der Demokraten, Bernie Sanders, kritisierte Trumps Umgang mit der Coronavirus-Pandemie. Der Präsident sei “unfähig und nicht willens”, selbstlos zu handeln, sagte der linksgerichtete Senator. Trump müsse umgehend den nationalen Notstand ausrufen.

Kritiker werfen Trump vor, die Gefahr durch das Coronavirus lange Zeit heruntergespielt zu haben. Am Mittwochabend verhängte der Präsident ein Einreiseverbot für Reisende aus zahlreichen europäischen Staaten, was in Brüssel für scharfe Kritik sorgte. In den USA wurden bereits mehr als 1300 Infektionen und mindestens 38 Todesfälle gemeldet.

Biden siegt laut Prognosen auch bei Demokraten-Vorwahl in Idaho

11.47 Uhr: Der frühere US-Vizepräsident Joe Biden ist im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten Prognosen zufolge auch bei der Vorwahl im Bundesstaat Idaho erfolgreich gewesen. Nach Auszählung von 96 Prozent der Stimmen lag der 77-jährige Mitte-Politiker sieben Prozentpunkte vor dem linksgerichteten Senator Bernie Sanders, wie der Sender CNN am frühen Mittwochmorgen berichtete.

Damit setzte Biden bei den Vorwahlen am Dienstag seinen Siegeszug fort und gewann in mindestens vier von sechs Bundesstaaten – Michigan, Mississippi, Missouri und Idaho. Aus dem Bundesstaat Washington standen Ergebnisse zunächst aus. In North Dakota konnte sich Bernie Sanders durchsetzen.

Insgesamt wurde am Dienstag in den sechs Bundesstaaten über 352 der 3979 Delegierten entschieden, die auf einem Parteitag im Juli den Herausforderer von Präsident Donald Trump nominieren. Mehr als die Hälfte der insgesamt 57 Vorwahlen steht noch bevor. Um zum Trump-Herausforderer gekürt zu werden, braucht ein Bewerber beim Parteitag im ersten Wahlgang mindestens 1991 Delegiertenstimmen.

Biden gewinnt auch Vorwahlen in Michigan, Mississippi und Missouri

Mittwoch, 11. März, 6.08 Uhr: Der US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden hat bei den Vorwahlen der oppositionellen Demokraten seinen Siegeszug fortgesetzt. Der frühere Vizepräsident gewann laut Prognosen am Dienstag in mindestens drei von sechs Bundesstaaten: Er siegte in Michigan, Mississippi und Missouri gegen seinen linksgerichteten Rivalen Bernie Sanders und konnte damit seine Favoritenrolle ausbauen. Der 77-jährige Mitte-Politiker versprach am Wahlabend ein “Comeback für die Seele dieser Nation”.

Ergebnisse aus den Bundesstaaten Idaho, North Dakota und Washington standen zunächst aus. Michigan kam bei dieser Vorwahlrunde aber ohnehin die zentrale Rolle zu: Dort wurden 125 und damit besonders viele der Parteitagsdelegierten vergeben, die im Juli den Herausforderer von Präsident Donald Trump nominieren werden.

Biden rief Sanders noch am Wahlabend zur Zusammenarbeit auf. “Wir haben ein gemeinsames Ziel. Zusammen werden wir Donald Trump besiegen”, sagte der 77-Jährige in einer Ansprache. “Wir werden diese Nation zusammenbringen.” Er danke Sanders und seinen Anhängern für ihre “unermüdliche Energie und Leidenschaft”.

Biden ist seit seinem Erfolg beim Superwahltag “Super Tuesday” vor einer Woche Favorit für die Präsidentschaftskandidatur. Er hatte am Super-Dienstag zehn von 14 Bundesstaaten für sich entschieden. Der einstige Stellvertreter des früheren Präsidenten Barack Obama könnte seinen Vorsprung auf Senator Sanders nun entscheidend ausbauen.

Schätzungen zufolge hatte Biden vor den sechs Vorwahlen vom Dienstag bereits 670 Delegiertenstimmen gewonnen, Sanders 574. Um zum Trump-Herausforderer gekürt zu werden, braucht ein Bewerber beim Parteitag im ersten Wahlgang mindestens 1991 Delegiertenstimmen.

Sanders und Biden sagen Wahlkampfauftritte in Ohio wegen des Coronavirus ab

21.51 Uhr: Die Coronavirus-Epidemie hat auch Konsequenzen für den Präsidentschaftswahlkampf in den USA. Die demokratischen Präsidentschaftsbewerber, der linke Senator Bernie Sanders und Ex-US-Vizepräsident Joe Biden, sagten für diesen Dienstagabend (Ortszeit) geplante Wahlkampfauftritte im US-Bundesstaat Ohio ab. Damit würden Warnungen des Bundesstaates vor Großveranstaltung in geschlossenen Räumen beherzigt, teilte der Sprecher von Sanders’ Wahlkampfteam, Mike Casca, mit. Bei allen künftigen Wahlkampfveranstaltungen werde von Fall zu Fall entschieden, teilte das Wahlkampfteam weiter mit.

Die Absagen fielen auf einen wichtigen Tag im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur: In sechs Bundesstaaten wurden an diesem Dienstag Vorwahlen abgehalten. Sanders und Biden sind die einzigen verbliebenen Anwärter mit Aussicht auf die Nominierung der Partei. Kommende Woche stimmen Demokraten in Ohio, Florida, Arizona und Illinois darüber ab, wen von den beiden sie für den besten Herausforderer von US-Präsident Donald Trump bei der Wahl im November halten.

Auch Trump, der im November für eine zweite Amtszeit kandidieren will, tritt immer wieder vor großen Mengen von Anhängern auf. Noch am Samstag sagte er, er wolle weiterhin “gewaltige” Wahlkampfveranstaltungen abhalten. Termine in den kommenden Wochen gibt es allerdings bislang keine.

In Ohio wurden laut dortigem Gesundheitsministerium drei Menschen positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Nach Angaben der Johns Hopkins University sind mehr als 800 Coronavirus-Fälle in den USA bestätigt.

Sechs Bundesstaaten: Nächste Vorwahlen im Präsidentschaftsrennen stehen an

Dienstag, 10. März, 9.52 Uhr: Im US-Präsidentschaftsrennen steht am Dienstag der nächste große Vorwahl-Tag an. Abgestimmt wird in sechs Bundesstaaten: Idaho, Michigan, Mississippi, Missouri, North Dakota und Washington.

Demokraten und Republikaner votieren dafür, wen sie für den besten Kandidaten ihrer Partei für die Präsidentschaftswahl im November halten. Erste Wahllokale öffnen am Mittag (MEZ). Ergebnisse werden nach deutscher Zeit erst am Mittwoch erwartet.

Elizabeth Warren zieht sich aus Präsidentschaftsrennen zurück

16.44 Uhr: Die Senatorin Elizabeth Warren steigt Medienberichten zufolge aus dem Rennen der Demokraten um die US-Präsidentschaftskandidatur aus. Das berichteten mehrere US-Medien, darunter die “New York Times” und der Sender CNN, am Donnerstag übereinstimmend unter Berufung auf Warrens Umfeld. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht.

Es wurde erwartet, dass sich Warren bald öffentlich zu ihrem Rückzug äußern würde. Die Vorwahlen der Demokraten wären damit endgültig ein Zweikampf zwischen dem linken Senator Bernie Sanders und dem Ex-Vizepräsidenten Joe Biden.

Warren war aussichtsreich in das Rennen ihrer Partei eingestiegen und hatte über längere Zeit in nationalen Umfragen unter den demokratischen Präsidentschaftsbewerbern weit vorne gelegen. Doch in den ersten vier Vorwahlstaaten hatte sie nur schwach abgeschnitten und auch am «Super Tuesday» bei Abstimmungen in 14 Bundesstaaten enttäuscht.

Biden gewinnt laut Prognosen auch Vorwahl im US-Staat Maine

22.05 Uhr: Der frühere US-Vizepräsident Joe Biden hat Prognosen zufolge die Vorwahl im US-Bundesstaat Maine gewonnnen. Das meldeten die US-Fernsehsender CNN und ABC übereinstimmend am Mittwoch, einen Tag nach der Abstimmung am “Super Tuesday”. Maine im Nordosten der USA gehört nicht zu den gewichtigen Bundesstaaten. Dort geht es nur um 24 Stimmen von Delegierten, die im Sommer am Nominierungsparteitag der Demokraten teilnehmen, wo der Präsidentschaftskandidat der Partei offiziell gekürt werden soll. Die Auszählung der Stimmen hatte sich etwas hingezogen.

Am Dienstag hatte es Vorwahlen in 14 Bundesstaaten gegeben, darunter in großen und daher für die Delegiertenstimmen wichtigen Staaten wie Kalifornien und Texas. Biden war dabei ein erstaunliches Comeback gelungen: Maine eingeschlossen fuhr er in 10 der 14 Staaten einen Sieg ein. Biden bedankte sich am Mittwoch auf Twitter für die Stimmen in Maine.

Sein parteiinterner Konkurrent, der linke Senator Bernie Sanders, gewann nach bisherigem Stand in drei “Super Tuesday”-Staaten und liegt nach ersten Berechnungen auch im wichtigsten Vorwahlstaat Kalifornien in Führung. Das Rennen dort wurde aber noch nicht für entschieden erklärt. Die Auszählung läuft.

Bloomberg gibt Bewerbung um Präsidentschaftskandidatur auf

16.17 Uhr: Der frühere Bürgermeister von New York, der Multimilliardär Michael Bloomberg, gibt seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten auf. Bloomberg erklärte seinen Rückzug am Mittwoch in einer Mail an seine Anhänger und sprach dem Ex-US-Vizepräsidenten Joe Biden offiziell seine Unterstützung aus. Nach dem “Super Tuesday” mit Vorwahlen in 14 Bundesstaaten bestehe für ihn rein rechnerisch keine Chance mehr, sich die Nominierung zu sichern, schrieb Bloomberg. Der richtige Kandidat sei Biden. Wenn er selbst im Rennen bleibe, würde es das Ziel, US-Präsident Donald Trump zu besiegen, nur erschweren, betonte er.

Der 78-Jährige schnitt bei den Vorwahlen in 14 Bundesstaaten am Dienstag enttäuschend ab, obwohl er Hunderte Millionen US-Dollar seines eigenen Vermögens in den Wahlkampf gesteckt hatte. Er holte sich nur den Sieg in einem US-Außengebiet mit minimaler politischer Bedeutung, konnte aber keinen einzigen US-Bundesstaat für sich gewinnen. Biden hatte dagegen am “Super Tuesday” ein überraschendes Comeback hingelegt und in der Mehrheit der 14 Bundesstaaten gesiegt.

Nach Bloombergs Ausscheiden sind neben Biden nun nur noch die linken Senatoren Bernie Sanders und Elizabeth Warren ernsthafte Bewerber. Sie wollen bei der Präsidentenwahl am 3. November für die Demokraten gegen den republikanischen Amtsinhaber Trump antreten. Sanders liefert sich mit Biden einen Zweikampf, Warren ist dagegen weit abgeschlagen. Die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard, die ebenfalls noch im Rennen ist, gilt als völlig chancenlos.

Für Bloomberg waren die Abstimmungen am Dienstag, dem sogenannten «Super Tuesday», der erste Test an den Wahlurnen. Er war erst sehr spät, Ende November, in das Rennen der Demokraten um die Präsidentschaftskandidatur eingestiegen und bei den ersten Vorwahlen im Februar noch nicht angetreten.

Biden gewinnt auch in Texas

08.01 Uhr: US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden hat bei den Vorwahlen der oppositionellen Demokraten laut Prognosen auch den wichtigen Bundesstaat Texas gewonnen. Der frühere US-Vizepräsident setzte sich US-Medienberichten zufolge am sogenannten Super Tuesday in Texas knapp gegen seinen linksgerichteten Konkurrenten Bernie Sanders durch.

In dem Bundesstaat im Süden der USA werden 228 und damit besonders viele Delegiertenstimmen für die Wahl des Präsidentschaftskandidaten vergeben. Nur in Kalifornien geht es am Super-Dienstag um noch mehr Delegierte, nämlich um 415.

Biden legte beim “Super Tuesday” einen triumphalen Siegeszug hin: Er gewann laut Prognosen in mindestens neun der 14 Bundesstaaten, in denen am Dienstag gewählt wurde. Die Ergebnisse in Kalifornien und im Bundesstaat Maine standen zunächst noch aus. In Kalifornien war aber Sanders Favorit. Die Delegierten werden anteilsmäßig unter den Bewerbern verteilt, die auf mehr als 15 Prozent der Wählerstimmen kommen.

Trump verspottet Kandidaten

06.58 Uhr: Keine großen Erfolge konnte am “Super Tuesday” der frühere Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, verbuchen. Er war spät ins Rennen um die Präsidentschaftskandidatur eingestiegen und stand am Dienstag erstmals auf den Wahlzetteln. Nach den zunächst vorliegenden Prognosen konnte der Multimilliardär trotz einer gigantischen Werbeoffensive keinen einzigen Bundesstaat gewinnen.

Bloomberg siegte Prognosen zufolge lediglich im US-Außengebiet Amerikanisch-Samoa. Der 78-Jährige lag in mehreren Bundesstaaten allerdings oberhalb der Schwelle von 15 Prozent der Stimmen. Damit – und mit einem Erfolg in Amerikanisch-Samoa – kann er sich einzelne Delegiertenstimmen sichern. Trump spottete auf Twitter, “Mini Mike” Bloomberg sei der “größte Verlierer” des Abends. Er habe Hunderte Millionen Dollar verschwendet und nichts als die “komplette Zerstörung seines Rufes” erreicht.


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