US-Wahl 2020: Joe Biden erhält Unterstützung von Obama und Ex-Kandidatin Warren

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  • Der linksgerichtete Bernie Sanders steigt aus dem Präsidentschaftsrennen der Demokraten aus
  • Somit ist der Weg für Ex-Vizepräsident Joe Bidden als Kandidat der Demokraten frei

Auch frühere Präsidentschaftsbewerberin Warren unterstützt Biden

Donnerstag, 16. April, 12.50 Uhr: Nach diversen anderen hochrangigen Demokraten hat sich auch die einflussreiche Senatorin Elizabeth Warren offiziell hinter Joe Biden als Präsidentschaftskandidaten der Partei gestellt. Warren, die selbst Anfang März ihre Präsidentschaftsbewerbung zurückgezogen hatte, veröffentlichte am Mittwoch eine Videobotschaft auf Twitter, in der sie Biden ihre volle Unterstützung zusagte.

Der 77-Jährige habe fast sein ganzes Leben in den Dienst des Landes gestellt, sagte sie. In der aktuellen Krise sei es wichtiger denn je, dass der nächste Präsident mit Integrität, Kompetenz und Herz führe und den Menschen den Glauben in gutes Regieren wiedergebe.

US-Präsidentschaftswahl 2020: Ex-Präsident Obama stellt sich hinter Biden

Mittwoch, 15. April, 13.45 Uhr: Signal der Einigkeit bei den US-Demokraten: Der frühere US-Präsident Barack Obama hat seinem einstigen Stellvertreter Joe Biden offiziell seine Unterstützung im Präsidentschaftsrennen zugesichert. “Joe hat alle Eigenschaften, die wir gerade in einem Präsidenten brauchen”, sagte Obama in einer am Dienstag auf Twitter verbreiteten Videobotschaft. Das dürfte Biden, dem einzig verbliebenen demokratischen Präsidentschaftsbewerber, einen weiteren Schub geben.

Nach dem Rückzug des linken Senators Bernie Sanders vor einigen Tagen steht der 77-Jährige quasi schon als Herausforderer für den Amtsinhaber Donald Trump bei der Präsidentenwahl Anfang November fest – lange vor dem Ende der Vorwahlen. Die offizielle Kür des Kandidaten soll bei einem Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer folgen. Die Demokraten bemühen sich inzwischen intensiv darum, die Reihen zu schließen und alle Kräfte hinter Biden zu versammeln, um Trump im November zu schlagen.

Obama pries Bidens lange politische Erfahrung. “Joe hat den Charakter und die Erfahrung, uns durch eine unserer dunkelsten Zeiten zu führen”, sagte der Ex-Präsident. Biden werde sich mit guten Experten und Beratern umgeben. In Anspielung auf Trump sagte Obama, die aktuelle Krise zeige, dass gutes Regieren wichtig sei, ebenso Fakten, Wissenschaft, Rechtsstaatlichkeit – und Anführer, die informiert und ehrlich seien.

Der frühere Regierungschef wandte sich zugleich mit einem einenden Signal an den linken Flügel seiner Partei und lobte die Arbeit von Bernie Sanders. Es sei wichtig, sich auf die Zukunft zu konzentrieren. “Bernie versteht das und Joe versteht das.” Wirkliche strukturelle Veränderungen seien nötig. “Die Demokratische Partei muss mutig sein.”

Die Demokratische Partei bemüht sich intensiv um Signale der Einigkeit gegen Trump. In den vergangenen Wochen hatten sich diverse ausgestiegene Präsidentschaftsbewerber hinter Biden gestellt. Am Montag hatte dann auch Sanders seinem bisherigen Konkurrenten Biden öffentlich seine volle Unterstützung zugesichert – bei einer gemeinsamen Online-Videoschalte.

Vorwahl der Demokraten in Alaska: Biden gewinnt

Ostersonntag, 12. April, 16.03 Uhr: Der einzige verbliebene Präsidentschaftsbewerber der US-Demokraten, Joe Biden, hat die Vorwahl im Bundesstaat Alaska erwartungsgemäß gewonnen. Die demokratische Partei von Alaska erklärte den früheren US-Vizepräsidenten am Samstagabend (Ortszeit) zum Sieger – mit 55,3 Prozent der Stimmen. In dem großen, aber äußerst dünn besiedelten Bundesstaat ging es nur um eine minimale Zahl von 15 Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag der Demokraten im August. Dort wird Bidens offizielle Kür als Präsidentschaftskandidat der Partei erwartet.

Biden hat das parteiinterne Rennen quasi schon für sich entschieden, nachdem sein letzter Konkurrent, der linke Senator Bernie Sanders, am Mittwoch seinen Rückzug erklärt hatte. Sanders will bei den verbleibenden Vorwahlen jedoch auf den Wahlzetteln bleiben und weiter Delegiertenstimmen sammeln, um sich zumindest noch inhaltlichen Einfluss bei dem Parteitag im Sommer zu sichern. In Alaska kam Sanders auf 44,7 Prozent der Stimmen.

Der Bundesstaat hatte die Abstimmung wegen der Coronavirus-Pandemie per Briefwahl abgehalten und die Fristen dafür verlängert. Viele andere US-Staaten haben ihre Vorwahlen wegen der Epidemie auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Trump findet Sanders-Rückzug aus US-Präsidentschaftsrennen halbherzig

Donnerstag, 9. April, 10.50 Uhr: US-Präsident Donald Trump empfindet den Rückzug des linken Senators Bernie Sanders aus dem Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten als halbherzig. “Er ist nicht wirklich ausgestiegen”, sagte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) im Weißen Haus in Washington. Sanders halte an seinen bisher eingefahrenen Delegiertenstimmen fest und wolle bei den nächsten Vorwahlen weitere sammeln. “Das ist kein Ausstieg”, sagte Trump. “Das ist eine eigenartige Sache, die da vor sich geht.” Er nehme an, dass Sanders die Delegiertenstimmen als Hebel für Verhandlungen nutzen wolle.

Sanders hatte am Mittwoch seinen Rückzug aus dem Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten verkündet und damit den Weg frei gemacht für eine Kandidatur des Ex-US-Vizepräsidenten Joe Biden. Dieser ist nun der einzige verbleibende Bewerber in dem Rennen der Demokraten und steht so quasi schon als Herausforderer für den republikanischen Amtsinhaber Trump bei der Präsidentschaftswahl Anfang November fest – lange vor dem Ende der Vorwahlen.

Sanders hatte gesagt, Biden werde der Präsidentschaftskandidat der Partei sein, und man werde zusammenstehen, um Trump zu besiegen. Zugleich kündigte er an, bei den restlichen Vorwahlen auf den Wahlzetteln zu bleiben, um weiter Delegiertenstimmen zu sammeln und sich so zumindest noch inhaltlichen Einfluss beim großen Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer zu sichern.

Trump sagte, er hoffe darauf, dass enttäuschte Sanders-Anhänger nun für ihn stimmen würden. Bei der Wahl 2016, bei der sich Sanders ebenfalls vergeblich um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bemüht hatte, sei dies ebenfalls passiert, erklärte Trump weiter. Beim Thema Handel etwa lägen Sanders und er auf einer gemeinsamen Linie.

US-Wahl 2020: Bernie Sanders steigt aus Präsidentschaftsrennen der Demokraten aus

17.40 Uhr: Der linksgerichtete US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hat das Handtuch geworfen. Der 78-jährige Senator gab am Mittwoch seinen Ausstieg aus dem Präsidentschaftsrennen der oppositionellen Demokraten bekannt. Damit ist der Weg frei für eine Präsidentschaftskandidatur von Ex-Vizepräsident Joe Biden.

Für den linken Senator gab es nach eigenen Angaben keinen Pfad zum Sieg mehr. Der Vorsprung des früheren Vizepräsidenten Joe Biden sei nach den jüngsten Vorwahlen de facto nicht mehr einzuholen gewesen, sagte Sanders am Mittwoch vor Anhängern in einer Videobotschaft. Die Entscheidung, seine Bewerbung zu beenden, sei ihm nicht leicht gefallen. Wenn er noch an die Möglichkeit eines Sieges geglaubt hätte, wäre er weiter im Rennen geblieben, sagte Sanders.

Sanders hatte zum Auftakt der Vorwahlen zwar eine Reihe von Erfolgen eingefahren, dann aber schwere Schlappen gegen Biden erlitten, unter anderem beim sogenannten Super Tuesday am 3. März. Rein rechnerisch hatte der selbsternannte “demokratische Sozialist” kaum mehr Chancen auf die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten.

Zuletzt war deswegen der Druck auf den Senator gestiegen, aus dem Rennen auszusteigen und damit den Weg für Biden freizumachen. Die Coronavirus-Krise hatte aber die Vorwahlen und den Wahlkampf größtenteils zum Stillstand kommen lassen, was Sanders etwas Zeit verschaffte.

Nun gab Sanders, der vor allem von jüngeren Anhängern als Linken-Ikone verehrt wird, das Ende seiner Präsidentschaftsbewerbung bekannt. Er will sich noch am Mittwoch an seine Anhänger wenden.

Vorwahl im US-Bundesstaat Wisconsin finden trotz Virus-Krise statt

Mittwoch, 8. April, 10.46 Uhr: Trotz der Corona-Epidemie in den USA haben Wähler am Dienstag im Bundesstaat Wisconsin darüber abgestimmt, wer für die Demokraten gegen Präsident Donald Trump antreten soll. Die beiden Kandidaten, der moderate Ex-Vizepräsident Joe Biden und der linke Senator Bernie Sanders, hatten die Durchführung der Wahl wegen des Gesundheitsrisikos allerdings abgelehnt. Gouverneur Tony Evers hatte am Montag in letzter Minute eine Verschiebung der Abstimmung angeordnet, ein Gericht hob seine Anordnung jedoch wieder auf.

Evers erklärte am Dienstag, er sei weiterhin “zutiefst beunruhigt” darüber, welche Auswirkungen die Wahl für die Gesundheit der Menschen haben könnte. Zugleich sei er “überwältigt von dem Mut, der Widerstandskraft und dem Heldentum derer, die unsere Demokratie verteidigen und zur Wahl erscheinen, in den Wahllokalen arbeiten und über die Wahl berichten”, erklärte der Gouverneur. Am Vorabend der Wahl hatte er gewarnt, dass die Durchführung ein “extremes Risiko” für die Öffentlichkeit darstelle.

Lokale Medien berichteten, dass viele Wahllokale wegen des Mangels an Wahlhelfern geschlossen blieben. In der Stadt Milwaukee seien lediglich fünf von 180 geöffnet gewesen, wie die Zeitung “Milwaukee Journal Sentinel” berichtete. Dort, wo abgestimmt werden konnte, bildeten sich teils lange Schlangen von Menschen, die Schutzmasken trugen und sich mit Abstand aufgereiht hatten. Die Wartezeiten betrugen laut “Milwaukee Journal Sentinel” teils zweieinhalb Stunden. Viele Bürger in Wisconsin hatten schon vorab per Briefwahl abgestimmt. Ergebnisse können laut lokalen Medienberichten nicht vor kommender Woche erwartet werden.

Vertreter der Republikaner in Wisconsin waren gerichtlich gegen die Anordnung des Gouverneurs vorgegangen, die Wahl um zwei Monate zu verschieben, und warfen ihm ein “verfassungswidriges Manöver” vor. Es überschreite die Befugnisse des Gouverneurs, eine Wahl “abzusagen”, argumentierten sie. US-Medien berichteten zudem, dass der Supreme Court in Washington – das höchste US-Gericht – sich am Montagabend gegen eine Verlängerung der Frist für die Briefwahl um sechs Tage ausgesprochen hatte.

US-Wahl 2020: New York verlegt Vorwahlen auf 23. Juni

Montag, 30. März, 11.17 Uhr:  Der US-Bundesstaat New York verlegt seine Vorwahlen im Präsidentschaftsrennen wegen der Corona-Krise. Statt am 28. April würden die Abstimmungen nun am 23. Juni stattfinden, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Samstag. Damit folgt New York einer Reihe weiterer Staaten, die ihre Wahlen angesichts der Pandemie bereits verschoben haben. Im Rennen der Demokraten liegt der ehemalige Vize-Präsident Joe Biden vor Senator Bernie Sanders.

Lesen Sie alles Wichtige zur Corona-Krise im News-Ticker von FOCUS Online

Voraussichtliche Wahltermine in den USA:

Anbei finden Sie die voraussichtlichen Wahltermine für die noch ausstehenden Bundesstaaten. Eine Verschiebung aufgrund der Corona-Krise ist möglich.

  • 29. März: Puerto Rico (51)
  • 4. April: Alaska (15), Hawaii (24), Wyoming (14) – jeweils per Briefwahl
  • 7. April: Wisconsin (79)
  • 28. April: Connecticut (60), Delaware (21), New York (274), Pennsylvania (186), Rhode Island (22)
  • 2. Mai: Guam (7), Kansas (39)
  • 5. Mai: Indiana (82)
  • 12. Mai: Nebraska (29), West Virginia (25)
  • 19. Mai: Georgia (verschoben vom 24. März, 105), Oregon (61)
  • 2. Juni: Disctrict of Columbia/Washington D.C. (20), Maryland (verschoben vom 28. April,, 96), Montana (17), New Jersey (112), New Mexico (30), Ohio (verschoben vom 17. März, 136), South Dakota (16)
  • 6. Juni: Virgin Islands (7)
  • 20. Juni: Louisiana (verschoben vom 4. April, 54)
  • 23. Juni: Kentucky (verschoben vom 19. Mai, 54), New York (verschoben vom 28. April)

Wie geht es im US-Wahlkampf jetzt weiter? Die wichtigsten Antworten

Donnerstag, 19. März, 15.25 Uhr: Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten hat der frühere Vizepräsident Joe Biden seine Führung weiter ausgebaut. Sein linker Konkurrent Bernie Sanders konnte bei wichtigen Vorwahlen in den Bundesstaaten Florida, Illinois und Arizona am Dienstag keinen einzigen Sieg verbuchen. Den übereinstimmenden Prognosen der US-Fernsehsender zufolge räumte Biden überall ab.

In Florida fiel sein Vorsprung besonders groß aus: Den Prognosen zufolge konnte er sich dort rund 60 Prozent der Stimmen sichern, Sanders nur gut 20 Prozent. Beide bewerben sich um die Kandidatur der Demokraten, um im November den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump herauszufordern.

Wo steht das Rennen insgesamt?

Abgestimmt wurde bislang bereits in 27 Bundesstaaten – 19 davon konnte Biden für sich entscheiden. Im Laufe der vergangenen Wochen gewann der 77-Jährige zahlreiche Vorwahlen und ließ Sanders zusehends hinter sich. Für den 78 Jahre alten Senator wird das Rennen immer enger.

Gibt Sanders nun auf?

Zunächst äußerte er sich nicht selbst zum Wahlausgang. Sein Wahlkampfmanager Faiz Shakir schrieb in einer E-Mail an Anhänger, der Senator wolle sich nun zunächst mit Unterstützern über das weitere Vorgehen beraten. Shakir räumte ein, es gebe nichts schönzureden – die vergangene Wahlnacht sei nicht gelaufen, wie man es sich gewünscht habe. Sanders’ Kampagne gewinne zwar den Kampf um die Ideen, verliere aber den Kampf um die Wählbarkeit gegen Biden.

Wie stehen Sanders’ Chancen überhaupt noch?

Rechnerisch mag es noch möglich sein, Bidens Vorsprung aufzuholen. Faktisch wird es immer schwieriger. Es ist dennoch fraglich, ob Sanders Biden das Feld bereits Monate vor dem eigentlichen Ende der Vorwahlen überlassen wird – zumal sich die Vorzeichen des Wahlkampfs mit der Ausbreitung des Coronavirus verändern. In der Krise dürfte das Thema Gesundheitsversorgung erheblich an Bedeutung gewinnen. Eines von Sanders’ wichtigsten Versprechen ist es, als Präsident eine Krankenversicherung für alle einzuführen. Am Dienstag stellte er noch seine Pläne gegen die Coronakrise vor.

Trump mutmaßte am Mittwoch auf Twitter, Sanders werde bald aus dem Rennen aussteigen. “Bernie hat aufgegeben, so wie beim letzten Mal”, schrieb Trump mit Blick auf Sanders’ erfolglose Präsidentschaftsbewerbung für die Wahl 2016. Die demokratische Partei habe nun, was sie sich gewünscht habe. Im Partei-Establishment hat Sanders tatsächlich viele Gegner.

Sieht sich Biden schon als Sieger des Rennens?

Der 77-Jährige trat am Wahlabend betont zurückhaltend vor die Kamera, gab sich bescheiden und kollegial. Er dankte allen, die es trotz der Ausbreitung des Coronavirus möglich gemacht hatten, in drei Bundesstaaten sicher abstimmen zu können. “Es ist für uns wichtig, diese Krise zu überstehen und dabei sowohl die Gesundheit der Bevölkerung als auch unsere Demokratie zu schützen”, sagte Biden. Auf sein prognostiziertes Abschneiden hin sagte er lediglich: “Unsere Wahlkampagne hat einen sehr guten Abend gehabt.”

Biden appellierte auch an die Unterstützer seines Rivalen. Sanders und er hätten gewisse Differenzen, teilten jedoch eine “gemeinsame Vision”, sagte Biden. “Mein Ziel ist es, die Partei zu einen.” Er habe Anliegen wie das Streben nach einer besseren Gesundheitsversorgung für alle Amerikaner und den Kampf gegen den Klimawandel gehört und nehme sich diese zu Herzen.

Hat die Ausbreitung des Coronavirus den Wahltag beeinträchtigt?

Ja. Eigentlich hätte auch in Ohio eine Vorwahl stattfinden sollen – wegen des Infektionsrisikos ordnete die Gesundheitsbehörde jedoch in letzter Minute an, die Wahllokale geschlossen zu halten. US-Medien berichteten zudem über vereinzelte Probleme wegen fehlender Wahlhelfer in Florida. In Illinois blieben einige Wahllokale etwas länger geöffnet. Die Tragweite der Krise manifestierte sich auch, als Biden am Abend vor die Kamera trat: zu Hause, ohne jubelnde Anhänger, hinter ihm lediglich zwei US-Flaggen.

Warum waren die Vorwahlen der Demokraten am Dienstag wichtig?

In Florida, Arizona und Illinois geht es um die Stimmen von 441 Delegierten für den Nominierungsparteitag, bei dem im Sommer der Präsidentschaftskandidat gekürt werden wird. Allein 219 Delegiertenstimmen werden in Florida vergeben, 155 in Illinois, 67 in Arizona. Für die Nominierung braucht ein Kandidat mindestens 1991 von 3979 regulären Delegierten, um sich die Nominierung zu sichern. Mit den Ergebnissen der Vorwahlen vom Dienstag werden gut 58 Prozent aller Delegiertenstimmen bereits vergeben sein.

Wie steht das Rennen bei den Republikanern?

Es ist entschieden: Trump hat sich mit den Wahlen am Dienstag die Zahl der Delegiertenstimmen gesichert, die bei den Republikanern für die Nominierung nötig sind. Parteiintern hat der Präsident keine ernstzunehmende Konkurrenz, weshalb die Republikaner gar nicht in allen Staaten Vorwahlen abhalten.

Wie geht es bei den Vorwahlen jetzt weiter?

Eigentlich ziehen sie sich noch bis in den Juni hin. Im Sommer sind dann die Nominierungsparteitage geplant: Nach bisherigem Zeitplan wollen die Demokraten im Juli tagen, die Republikaner im August. Die Coronakrise scheint derzeit aber vor keinem Termin Halt zu machen. Einige Bundesstaaten – Louisiana, Georgia, Kentucky und Maryland – haben ihre Vorwahlen wegen der Ausbreitung des Coronavirus bereits verschoben. Weitere könnten folgen.

Bloomberg sagt Demokraten weitgehende Unterstützung zu

Samstag, 21. März, 17.30 Uhr: Nach der Ende seiner Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur hat Multimilliardär Mike Bloomberg den Demokraten weitreichende Unterstützung zugesagt. Seine Kampagne werde der Partei 18 Millionen Dollar (16,7 Millionen Euro) spenden und einige seiner bisherigen Wahlkampfbüros übergeben, erklärte Bloomberg am Freitag. Besonders in politisch umkämpften Bundesstaaten, in denen sich die Präsidentenwahl am 3. November entscheiden könnte, will Bloombergs Organisation der Partei auch bei der Einstellung  zusätzlichen Personals helfen.

“Es gibt keine größere Bedrohung unserer Demokratie als den gegenwärtigen Amtsinhaber im Weißen Haus”, erklärte Bloombergs Wahlkampfmanager Tom Perez. Bloomberg sei weiter entschlossen, den Demokraten dabei zu helfen, Trump zu besiegen und bei den Kongresswahlen im November zu triumphieren. Er werde den Kandidaten der Partei entschlossen unterstützen. Bloomberg hatte seine Bewerbung nach enttäuschenden Ergebnissen bei Vorwahlen Anfang März aufgegeben.

Wegen der Gesetze zur Wahlkampffinanzierung kann Bloomberg einzelne Kandidaten nur mit wenigen Tausend Dollar unterstützen. Falls er seine finanzielle Schlagkraft hinter einen Kandidaten stellen wollte – vermutlich wäre das der moderate Kandidat Biden – müsste er eine von dessen Wahlkampagne separate Organisation gründen oder unterstützen, eine sogenannte Super-Pac.

Sanders will nach neuen Schlappen bei US-Vorwahlen beraten

19.50 Uhr: Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders will nach weiteren Schlappen bei den US-Vorwahlen mit Unterstützern über den weiteren Weg beraten. Das schrieb der  Wahlkampfmanager des linken Senators, Faiz Shakir, am Mittwoch in einer E-Mail an Anhänger. Es gebe nichts schönzureden. Die vergangene Wahlnacht sei nicht gelaufen wie gewünscht. Sanders’ Kampagne gewinne zwar den Kampf der Ideen, verliere aber den Kampf der Wählbarkeit gegen den parteiinternen Konkurrenten, Ex-Vizepräsident Joe Biden.

Shakir erklärte weiter, Sanders werde am Mittwoch wohl zunächst bei der erwarteten Abstimmung im US-Senat zum Corona-Hilfspaket anwesend sein. Dann werde er gemeinsam mit seiner Frau Jane in seinen Heimat-Bundesstaat Vermont reisen, um sich dort mit Unterstützern über das weitere Vorgehen zu beraten.

Eigentlich ziehen sich die Vorwahlen noch bis in den Juni hin. Im Sommer sind dann die Nominierungsparteitage geplant: Nach bisherigem Zeitplan wollen die Demokraten im Juli tagen, die Republikaner im August. Die Coronakrise scheint derzeit aber vor keinem Termin Halt zu machen. Einige Bundesstaaten – Louisiana, Georgia, Kentucky und Maryland – haben ihre Vorwahlen wegen der Ausbreitung des Coronavirus bereits verschoben. Weitere könnten folgen.

Biden kommt Präsidentschaftskandidatur mit Vorwahl-Erfolg großen Schritt näher

Mittwoch, 18. März, 6.10 Uhr: Der frühere US-Vizepräsident Joe Biden ist der Präsidentschaftskandidatur der oppositionellen Demokraten einen großen Schritt näher gekommen. Bei den von der Coronavirus-Krise überschatteten Vorwahlen gewann der 77-Jährige in Florida, Illinois und Arizona und damit in allen drei Bundesstaaten, in denen am Dienstag abgestimmt wurde. Nun richten sich alle Augen auf seinen linksgerichteten Rivalen Bernie Sanders: Der Senator muss entscheiden, ob er weiter im Rennen bleibt oder aufgibt.

Einen wahren Erdrutschsieg fuhr Biden im bevölkerungsreichen und damit besonders wichtigen Florida ein: Prognosen zufolge landete der hoch favorisierte Mitte-Politiker mit rund 60 Prozent etwa 40 Prozentpunkte vor Sanders. Auch in Illinois und Arizona fielen die Siege US-Medien zufolge deutlich aus. 

Eigentlich hätte am Dienstag als vierter Bundesstaat in Ohio gewählt werden sollen. Der dortige Gouverneur sagte die Vorwahlen aber wegen der Coronavirus-Pandemie in letzter Minute ab.

Damit ging es um insgesamt 441 der 3979 Delegierten, die bei einem Parteitag im Juli den Herausforderer von Präsident Donald Trump küren sollen. Allein 219 Delegierte wurden in Florida vergeben. Biden konnte mit seinen Erfolgen seinen Vorsprung an Delegiertenstimmen deutlich ausbauen. Rein rechnerisch ist dem einstigen Stellvertreter von Präsident Barack Obama die Präsidentschaftskandidatur kaum mehr zu nehmen.

Damit dürfte der Druck der Demokraten auf Sanders wachsen, das Handtuch zu werfen, damit sich die Partei für die Präsidentschaftswahl im November hinter Biden vereinen kann. Sanders hatte sich 2016 ein langes und erbittertes Vorwahlrennen mit seiner Rivalin Hillary Clinton geliefert. Kritiker machen den langjährigen Senator deswegen mitverantwortlich für Clintons Niederlage gegen Trump bei der Präsidentschaftswahl.

Biden streckte den Anhängern seines Konkurrenten am Dienstagabend die Hand aus. Er und der selbsternannte “demokratische Sozialist” Sanders hätten vielleicht unterschiedliche Ansichten zu “Taktik, aber wir teilen eine gemeinsame Vision”, sagte er in einer Ansprache. Biden nannte unter anderem das Ziel einer besseren Gesundheitsversorgung sowie den Kampf gegen den Klimawandel.

Aus Sanders’ Lager kam aber eine ablehnende Reaktion: Sprecherin Briahna Joy Gray kommentierte im Kurzbotschaftendienst Twitter Bidens Äußerungen, wonach er und der Senator eine gemeinsame Vision teilten, mit den Worten: “Tun wir nicht.” Sanders selbst äußerte sich am Wahlabend nicht.

Biden hat zuletzt zunehmend versucht, den linken Parteiflügel für sich zu gewinnen. Er übernahm bereits mehrere Vorschläge des progressiven Demokraten-Lagers. Dazu gehört ein kostenloses Studium an öffentlichen Hochschulen für Studenten, deren Familien weniger als 125.000 Dollar im Jahr verdienen.

US-Präsidentschaftswahl 2020: Vorwahlen in Arizona, Florida und Illinois haben begonnen

23.15 Uhr: Bei der neuen Runde der Vorwahlen im US-Präsidentschaftsrennen haben am Dienstagmorgen (Ortszeit) die ersten Wahllokale in den Bundesstaaten Florida und Illinois geöffnet. Auch in Arizona sollte an diesem Dienstag abgestimmt werden. Ergebnisse werden nach deutscher Zeit erst am Mittwoch erwartet. Im Bundesstaat Ohio blieben die Wahllokale dagegen – anders als ursprünglich geplant – geschlossen.

Auch die Republikaner halten in Florida und Illinois Vorwahlen ab. Ihr Präsidentschaftskandidat steht aber quasi schon fest: Amtsinhaber Donald Trump hat hier parteiintern keine ernstzunehmende Konkurrenz. Die republikanische Partei in Arizona hat die Vorwahl dort daher gleich ganz gestrichen.

Vorwahlen auch im US-Bundesstaat Ohio wegen Coronavirus verschoben

Dienstag, 17. März, 9.28 Uhr: Die für diesen Dienstag geplanten US-Präsidentschaftsvorwahlen im Bundesstaat Ohio sind wegen der Ausbreitung des Coronavirus kurzfristig abgesagt worden. Das teilte der Gouverneur von Ohio, Mike DeWine, am Montagabend (Ortszeit) mit. Einen neuen Termin nannte er noch nicht. Die ebenfalls für Dienstag angesetzten Vorwahlen in den Staaten Arizona, Florida und Illinois wurden hingegen nicht gestrichen.

Wahlen inmitten der Corona-Krise abzuhalten, würde die Mitarbeiter in den Wahllokalen sowie die Wähler einem “inakzeptablen Gesundheitsrisko aussetzen”, schrieb DeWine im Kurzbotschaftendienst Twitter. Der Dienstag gilt als wichtiger Wahltag bei den oppositionellen Demokraten – seine Bedeutung wird nun durch die Streichung der Abstimmung im Mittelweststaat Ohio allerdings ein Stück weit gemindert. 

Damit sind jetzt in drei US-Bundesstaaten die Vorwahlen verschoben worden: In Louisiana, Georgia und Ohio.

Demokraten-Vorwahlen in Arizona, Florida, Illinois am Dienstag

22.40 Uhr: Im Duell der demokratischen US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden und Bernie Sanders steht am Dienstag der nächste große Vorwahl-Tag an. Abgestimmt wird in vier Bundesstaaten: Arizona, Florida, Illinois – in Ohio wurde die Vorwahl verschoben. Insgesamt geht es um 577 Stimmen von Delegierten für den Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer, bei dem der Präsidentschaftskandidat der Partei am Ende offiziell gekürt wird.

577 sind fast 15 Prozent aller regulären Parteitagsdelegierten. Allein 219 Delegiertenstimmen werden in Florida vergeben. Erste Wahllokale öffnen gegen Mittag deutscher Zeit. Ergebnisse werden nach deutscher Zeit erst am Mittwoch erwartet.

Der Gouverneur des US-Bundesstaates Ohio hatte wegen der Coronavirus-Krise eine Vertagung der am Dienstag geplanten Präsidentschaftsvorwahlen gefordert. Gouverneur Mike DeWine kündigte am Montag eine Klage an, um diese Forderung durchzusetzen. Der Republikaner erklärte, die Vorwahl müsse auf den 2. Juni verschoben werden. Man könne nicht die Menschen aufrufen, wegen der Pandemie zu Hause zu bleiben, und gleichzeitig, zur Wahl zur gehen.

Trump sagte am Montag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, er halte eine Verschiebung von Vorwahlen für “unnötig” und für “keine sehr gute Sache”. Wahlen seien das “Herz” im politischen Prozess. Die Wahlen könnten sicher abgehalten werden, etwa, indem Wähler auf Abstand zueinander gehalten würden, sagte der Präsident. In zwei Bundesstaaten wurden die Vorwahlen bereits verschoben (Eintrag von 12.14 Uhr).

Nach TV-Duell: Joe Biden geht als klarer Favorit in nächste Runde der Vorwahlen

16.49 Uhr: Der US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden geht nach einem starken Auftritt beim TV-Duell gegen seinen Rivalen Bernie Sanders als klarer Favorit in die nächste Vorwahlrunde der Demokraten. Der frühere Vizepräsident konnte sich am Sonntagabend bei der TV-Debatte inmitten der Coronavirus-Krise als pragmatischer und krisenerprobter Macher präsentieren. Der Mitte-Politiker liegt Umfragen zufolge in allen vier Bundesstaaten weit vorne, in denen am Dienstag trotz der Pandemie gewählt wird.

Biden hat sich mit einer Reihe von Vorwahl-Erfolgen einen deutlichen Vorsprung im Präsidentschaftsrennen der Demokraten erarbeitet. Den Vorsprung könnte der 77-Jährige am Dienstag weiter ausbauen: Der einstige Stellvertreter von Präsident Barack Obama lag zuletzt in Umfragen in den Bundesstaaten Arizona, Florida, Illinois und Ohio klar vor Sanders. Im bevölkerungsreichen Florida, in dem allein 219 Delegierte vergeben werden, betrug der Vorsprung ganze 40 Prozentpunkte.

Der linksgerichtete Senator Sanders musste deswegen am Sonntagabend im TV-Duell punkten, um das Ruder noch herumzureißen. Dies gelang dem 78-Jährigen aber nach Einschätzung von Kommentatoren nicht.

Biden forderte unter anderem einen Einsatz der US-Armee bei der Bekämpfung der Pandemie: “Wir befinden uns in einem Krieg gegen das Virus.” Angesichts der sich abzeichnenden massiven Zunahme von Infizierten müsse die Infrastruktur zur Behandlung von Patienten schnell ausgebaut werden.

Einig waren sich Biden und Sanders in ihrer Kritik an Präsident Donald Trump, dem sie angesichts der Coronavirus-Krise ein schlechtes Krisenmanagement vorwarfen.

US-Wahl 2020: Biden will Frau als Vizepräsidentin

12.34 Uhr: Der US-Präsidentschaftsbewerber Biden hat versprochen, bei einem Wahlsieg eine Frau zu seiner Stellvertreterin zu machen. Er verpflichte sich, eine Frau zur Vizepräsidentin zu ernennen, sagte der Mitte-Politiker der Demokratischen Partei bei einem TV-Duell mit seinem linksgerichteten Konkurrenten Sanders.

Es gebe eine Reihe von Frauen, die für das Amt der Vizepräsidentin qualifiziert seien,  betonte Biden. Sanders sagte seinerseits, er würde “wahrscheinlich” eine Frau auswählen.

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