USA: Trump entdeckte ihn auf Fox – neuer Virus-Berater propagiert neue Strategie

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Trat in Lieblingssender auf: Trump entdeckte ihn auf Fox News: Neuer Coronaberater will Herdenimmunität

Trumps neuer Corona-Experte propagiert Herdenimmunität und meint, dass Kinder das Virus nicht weitergeben können. Scott Atlas sagt offenbar genau das, was der Präsident hören will. Kein Wunder, entdeckte Trump Atlas doch in seinem Lieblingssender.                                       

Die Schulen sollen so schnell wie möglich wieder öffnen. Das Tragen von Masken und Abstandsregeln seien dabei nicht nötig, da Kinder das Coronavirus grundsätzlich nicht übertragen können. Außerdem sollte die Regierung ihre Strategie in der Pandemiebekämpfung ändern und die Herdenimmunität verfolgen. Diese Aussagen von Scott Atlas auf “Fox News” machten US-Präsident Donald Trump im Juli auf ihn aufmerksam – und schnell wurde er am 10. August als neuer Pandemieberater im Weißen Haus vorgestellt.

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Atlas will Krisenmanagement der Regierung ändern, Trump gefallen seine “großartigen Ideen”

Als Trump im August seine Pressekonferenzen zum Coronavirus wieder aufnahm, waren es die Ideen von Atlas, die aus dem Mund des Präsidenten sprudelten. “Er hat viele großartige Ideen”, sagte Trump Reportern bei einem Briefing im Weißen Haus. “Und er hält das, was wir getan haben, für wirklich gut, und jetzt werden wir es auf ein neues Niveau bringen.” Atlas ist dabei weder Epidemiologe noch ein Experte für Infektionskrankheiten. Er ist Radiologe und Senior Fellow an der konservativen Hoover Institution der Stanford University in Kalifornien.

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Der “New York Times” zufolge will Atlas das Krisenmanagement der Regierung ändern und argumentiert mit Ideen, die die meisten Wissenschaftler als fragwürdig empfinden. Der Nutzen einer Mundnasenbedeckung sei laut Atlas wissenschaftlich umstritten. Außerdem sei es nicht die Aufgabe der Regierung, das Virus auszumerzen, sondern die schwächsten Bürger zu schützen. Atlas schlug dem “Centers for Disease Control und Prevention (CDC)” zudem vor, eine Empfehlung zu veröffentlichen: Menschen, die mit einer infizierten Person in Kontakt waren, aber keine Symptome aufweisen, sollten nicht getestet werden. Es ist jedoch wissenschaftlich bewiesen, dass Menschen ohne Symptome sehr wohl Verbreiter sein können.

Virus-Berater Atlas propagiert Herdenimmunität

Atlas will zudem die Strategie der Herdenimmunität verfolgen. Demnach werden die meisten Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, nicht ernsthaft erkranken, und irgendwann werden genügend Menschen Antikörper haben, um dem Virus Träger zu entziehen. “Wenn jüngere, gesündere Menschen die Krankheit bekommen, haben sie kein Problem mit der Krankheit. Ich bin mir nicht sicher, warum es für alle so schwierig ist, das zu verstehen” sagte Atlas im Juli auf “Fox News”. “Wenn man alle isoliert, auch alle gesunden Menschen, verlängert man das Problem, weil man die Immunität der Bevölkerung verhindert.”

Sollte sich aber die Mehrheit der Bevölkerung infizieren, würde sich schnell eine Resistenz gegen das Virus aufbauen, argumentiert Atlas. Gleichzeitig sollen aber Schutzmaßnahmen in Pflegeheimen und für andere gefährdete Bevölkerungsgruppen ergriffen werden, berichtete die “Washington Post”. In den USA gibt es aufgrund hoher Raten von Herz- und Lungenkrankheiten sowie Fettleibigkeit eine größere Zahl von gefährdeten Menschen aller Altersgruppen, und Millionen von Risikopersonen leben außerhalb von Pflegeheimen – viele in Haushalten mit Kindern, die nach Ansicht von Atlas persönlich in die Schule zurückkehren sollten.

 

“Keine Strategie, sondern Katastrophe”: Stimmen von Kritikern werden laut

Atlas scheinbare Ideen stoßen auf harte Kritik: “Der Versuch, die Herdenimmunität anders als mit einem Impfstoff zu erreichen, ist keine Strategie. Es ist eine Katastrophe”, sagte Tom Frieden, der ehemalige Direktor des CDC. Viele Experten innerhalb und außerhalb der Regierung fürchten, dass eine Herdenimmunitätsstrategie zu Hunderttausenden, wenn nicht gar Millionen Todesfällen führen könnte, berichtete die “Washington Post”. “Die Regierung steht vor einigen ziemlich ernsten Hürden, wenn sie dieses Argument vorbringt. Eine davon ist, dass viele Menschen sterben werden, selbst wenn man die Menschen in Pflegeheimen schützen kann”, sagte Paul Romer, Professor an der New York University.

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“Anti-Fauci” sagt das, was Trump hören will

Atlas hat sich selbst zum “Anti-Fauci” gemacht, sagte ein hochrangiger Regierungsbeamter der “Washington Post” und bezog sich dabei auf Anthony Fauci, den führenden Infektionswissenschaftler, der sich wiederholt mit Trump wegen seiner öffentlichen Kommentare über die Bedrohung durch das Virus in Konflikt befand. Atlas ist sowohl mit Fauci als auch mit Deborah Birx, der Coronavirus-Reaktionskoordinatorin des Weißen Hauses, wegen der Pandemie-Reaktion der Regierung aneinandergeraten, berichtete die “Washington Post”. Doch Trump ist von Atlas‘ Ideen scheinbar begeistert: “Ich denke, Trump gefällt der Rat, den er von den Experten – Fauci, Birx usw. – erhalten hat, ganz offensichtlich nicht, so dass er langsam von deren Rat zu jemandem übergegangen ist, der ihm sagt, was er hören will”, sagte Carlos del Rio, ein Experte für Infektionskrankheiten an der Emory Universität.

Fox News lädt Atlas immer seltener ein

Tatsächlich scheint aber selbst “Fox News” der Meinung, dass Atlas wissenschaftlich doch eher fragwürdige Thesen vertritt. Nun wird er immer seltener eingeladen. Seitdem Atlas im Weißen Haus tätig ist, trat er nicht mehr in den Nachrichtensendungen von “Fox News” auf, sondern nur in vereinzelten Shows. Produzenten sollen zur Vorsicht gemahnt worden sein, wenn Scott Atlas in einer Sendung zum Coronavirus sprechen soll, berichtete “Daily Beast”. Ein führender Mitarbeiter soll darauf aufmerksam gemacht haben, dass Atlas als Experte überhaupt nicht geeignet sei: “Atlas hat einen Hintergrund in der Radiologie, nicht in Infektionskrankheiten. Es macht keinen Sinn, mit ihm über ein ansteckendes Atemwegsvirus zu diskutieren, das sich in Teilen dieses Landes weiterhin wie ein Lauffeuer verbreitet”.

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al


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