Versorgung mit europäischem Corona-Impfstoff: USA und China an erster Stelle

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„Die Regierung der Vereinigten Staaten hat das Recht auf die größte Vorbestellung, denn sie hat investiert, um die Risiken zu teilen“, erklärte Paul Hudson, Vorstandsvorsitzender von Sanofi, kürzlich in einem Interview mit der Nachrichtenagentur „Bloomberg“. „So wird es jetzt kommen, denn sie haben investiert, um ihre Bevölkerung zu schützen und die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen“, sagte Hudson. Erste Andeutungen in diese Richtung machte der Brite laut „FAZ“ bereits Ende April. Die Amerikaner würden den Impfstoff wahrscheinlich als erstes bekommen, hieß es damals.

Investiert hat vor allem „Barda“, die Biomedical Advanced Research and Development Authority. Die US-amerikanische Behörde soll rund 30 Millionen US-Dollar investiert haben, schreibt die „FAZ“. An zweiter Stelle käme China, so Hudson. Auch die Chinesen würden sich an den Investitionen beteiligen. „Also werden diese beiden ökonomischen Kraftzentren zuerst geimpft werden.“ Europa hängt im Wettrennen um die Impfstoffe hinterher.

“Lasst Europa nicht zurückfallen”

Denn hier will man einen „Impfstoff-Nationalismus“ verhindern und setzt sich weiterhin für die faire Verteilung von Tests, Impfstoffen und Medikamenten ein. Für Hudson anscheinend der falsche Weg. Laut „FAZ“ habe er öfters Europa dazu aufgefordert, sich an der Barda ein Beispiel zu nehmen. Es sei „so wichtig, in Europa eine Debatte zu starten unter dem Motto: Lasst Europa nicht zurückfallen!“

Sanofi habe aber auch Produktionsstätten in Europa und anderen Regionen. Auch dorthin möchte man liefern. Das teilte das Unternehmen nach Hudsons America-First-Interview mit. Europa habe sich demnach in letzter Zeit ebenfalls um die Aufmerksamkeit Sanofis bemüht: „Wir haben sehr konstruktive Diskussionen mit den EU-Institutionen und mit der französischen und deutschen Regierung“, hieß es laut „FAZ“ in einer Unternehmensmitteilung.

Deutsches Unternehmen liefert dorthin, wo es zügig gebraucht wird

In Deutschland forscht das Mainzer Unternehmen Biontech an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Es arbeitet mit dem US-amerikanischen Pharmakonzern Pfizer zusammen. Auch hier schlechte Karten also für die Deutschen, um an den Impfstoff zu kommen? Gut möglich, aber nicht, weil es um Investments geht, sondern weil Pfizer erklärte, den Impfstoff dahinzuliefern, wo es am nötigsten ist: „Pfizer finanziert seine klinischen Versuche selbst. Wir kooperieren eng mit Regulierungs- und Gesundheitsbehörden auf der ganzen Welt, um potentiell mit einem Impfstoff jene Gegenden zu versorgen, die ihn am dringendsten benötigen“, so eine Unternehmenssprecherin.

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Wer überhaupt in der nächsten Zeit einen wirksamen Impfstoff zu bieten hat, ist unklar. Sanofi-Vorstandsmitglied Jochen Maas rechnet im Spätsommer mit ersten Ergebnissen: „Mehr als 100 Firmen und Institutionen forschen hier aktuell, und ich bin ziemlich sicher, dass bereits im Spätsommer erste Ergebnisse vorliegen werden.“ Die Hoffnung bremst er aber zugleich wieder aus. „Das bedeute aber leider noch nicht, dass dann schon ein Impfstoff für alle zur Verfügung steht. Man muss hier im Kopf haben, dass Impfstoffe im Gegensatz zu Medikamenten nicht Patienten, sondern gesunden Menschen appliziert werden. Dementsprechend sind die Sicherheitsanforderungen noch höher“, so Maas gegenüber „Börse am Sonntag“.

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