Viele Tote bei Häftlingsaufstand in Venezuela | Aktuell Amerika | DW

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Bei einem Häftlingsaufstand im Nordwesten Venezuelas sind mindestens 17 Menschen getötet und viele verletzt worden. In einigen Berichten ist sogar von 40 Toten die Rede.

Laut einer Mitteilung der Nationalgarde feuerten Sicherheitskräfte auf Insassen des Gefängnisses Los Llanos bei Guanare, der Hauptstadt des Bundesstaates Portuguesa. Die bewaffnete Gruppe habe einen Ausbruchsversuch gestartet und dabei eine Granate gezündet. Wie die Ministerin für den Strafvollzug, Iris Varela, bestätigte, wurde auch der Gefängnisdirektor bei den Krawallen verletzt.

Unterernährung und TBC

Auslöser der Meuterei war nach Angaben der Venezolanischen Beobachtungsstelle für Haftanstalten (OVP) ein Besuchsverbot. Eine Sprecherin der Nichtregierungsorganisation sagte der Nachrichtenagentur AFP, durch die Kontaktsperre, die wegen der Corona-Pandemie verhängt worden sei, habe es den Gefangenen an Nahrung und Wasser gemangelt.

Die Anstalt Los Llanos sei massiv überbelegt: Obwohl sie für 750 Häftlinge ausgelegt sei, würden dort mehr als dreimal so viele festgehalten. Die Insassen, die mehrheitlich unterernährt seien und an Tuberkulose litten, würden oftmals durch Angehörige versorgt.

In Venezuela kommt es immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen im Justizvollzug. Viele Haftanstalten werden von bewaffneten Gangs kontrolliert. Vor etwa einem Jahr waren bei Zusammenstößen zwischen Insassen der Gefangenensammelstelle in Portuguesa und der Polizei mindestens 29 Menschen getötet worden.

jj/se (dpa, afp, rtr, ap)



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