Viele Tote bei Unruhen in der Zentralafrikanischen Republik | Aktuell Afrika | DW

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Die Kämpfe ereigneten sich Medienberichten zufolge in der Stadt Ndélé. Dabei soll es mindestens 25 Tote gegeben haben. Andere Quellen sprechen von 37 Opfern. Bei den meisten von ihnen handele es sich um Zivilisten, berichtete die zentralafrikanische Nachrichtenwebsite “Corbeaunews Centrafrique”.

UN-Truppen machtlos

Nepalesischen Einheiten der UN-Mission MINUSCA sei es nicht gelungen, am Mittwoch angreifende Einheiten der RPRC-Miliz zurückzuschlagen. Diese habe ihr Hauptquartier in der katholischen Kirche der 10.000-Einwohner-Stadt aufgeschlagen und liefere sich von dort Gefechte mit verfeindeten Gruppen.

Die RPRC ist eine Splittergruppe der muslimischen Séléka-Rebellen und wird vom aktuellen Präsident Faustin Archange Touadéra unterstützt. Gemeinsam mit zwei verbündeten Rebellengruppen war die RPRC in Ndélé einmarschiert.

Die gegnerische Rebellengruppe FPRC, die Ndélé bis dahin gehalten hatte, zog sich in einen anderen Teil der Stadt zurück. Einwohner flohen den Berichten zufolge in ein Notlager nahe dem Stützpunkt der Vereinten Nationen. Von dort hatten FPRC-Einheiten sie erst wenige Monate zuvor vertrieben, um die Ausbreitung des Coronavirus zu unterbinden.

Zentralafrikanische Republik Markt in der Stadt Ndélé (picture-alliance/AP Photo/C. Larson)

Ndélé ist das Wirtschaftszentrum der Diamanten-Region Bamingui-Bangoran

Die Milizen kämpfen um die Vorherrschaft in der Region rund um Ndélé – und damit auch um die dortigen großen Diamantvorkommen.

Viele Milizen, wertloses Friedensabkommen

Die Zentralafrikanische Republik mit knapp fünf Millionen Einwohnern war nach dem Sturz von Präsident François Bozizé im März 2013 in einem blutigen Konflikt versunken, der trotz eines Friedensabkommens vom Februar vergangenen Jahres anhält. Dutzende Rebellengruppen, darunter die mehrheitlich christliche Anti-Balaka-Bewegung und die muslimisch-geprägten Séléka, liefern sich seitdem Gefechte.

Trotz des Einsatzes von mehr als 10.000 Soldaten und Polizisten unter dem Mandat der Vereinten Nationen kommt das Land nicht zur Ruhe. Nach UN-Angaben sind rund 2,6 Millionen Menschen, die Hälfte der Bevölkerung, auf humanitäre Hilfe angewiesen.

mak/wa (epd, afpe)



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