Virtual Reality Spiel Mission to Mars: Spielspaß für die ganze Familie

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Raus aus der Nische: Vorbild Netflix: Deutsches Startup will mit revolutionärem VR-Konzept die Welt erobern

Virtual Reality Brillen und die dafür gemachten Anwendungen sind bisher nur etwas für Nischen oder Nerds. Das Nürnberger Startup Spree Interactive hat nun ein System entwickelt, mit dem es die Massen begeistern möchte. Und nicht weniger als die Welt erobern.

Wie wäre es zum nächsten Kindergeburtstag mit einer Reise zum Mars? Funktioniert auch als Familienausflug, als Tour zum Junggesellenabschied oder Teamevent mit den Arbeitskollegen. Mit Direktflug von der Erde, kleinem Rundflug über den roten Planeten und anschließender Erkundung. Kostenpunkt: Für Erwachsene 7,50 Euro, Kinder zahlen einen Euro weniger.

Das geht so günstig, weil die Reise virtuell stattfindet – mit Virtual-Reality-Brillen. Die sehen aus wie etwas zu groß geratene Skibrillen. Schnallt man sich eine solche VR-Brille auf den Kopf, taucht man ab in eine neue Welt, die über Displays und eine Linsenkonstruktion vors Auge projiziert wird. Die Brille registriert die Kopfbewegungen und passt das Blickfeld entsprechend an – man kann also um sich herumschauen. Was man dann sieht, kann eine echte Welt sein, etwa der Rundumblick von einer Bergspitze. Oder es ist eine künstliche Welt, wie das animierte Computerspiel „Mission to Mars“ das das Nürnberger Startup Spree Interactive zusammen mit der Wissenssendung „Galileo“ von Pro Sieben entwickelt hat.

Derzeit kann man „Mission to Mars“ in einem Münchener Einkaufszentrum auf einer leerstehenden Ladenfläche ausprobieren. Setzt man sich die Brille auf, wird man aus dem schmucklosen Raum förmlich weggebeamt – und findet sich auf einem Raumschiff in der Erdumlaufbahn. Der Blick auf den blauen Planeten ist spektakulär. Dreht man sich um, schaut man auf die Terminals im Raumschiff und einen Rover.

In zehn Minuten zum Mars und zurück

Dann hört man über die Kopfhörer in der Brille wie die Triebwerke des Raumschiffs hochfahren – und ab geht die Reise zum Mars. Dort gelandet, geht es per Aufzug zur Oberfläche des Planeten, um ein paar Aufgaben zu lösen – man muss nur ein wenig herumlaufen, Objekte suchen und diese mit den Augen fixieren. So lernt man spielerisch etwas über die Raumfahrt selbst und über unseren Nachbar-Planeten. Nach zehn Minuten ist die Reise vorbei.

Die VR-Technik ist nicht neu, schon im Jahr 2012 stellte das mittlerweile von Facebook aufgekaufte Startup Oculus VR seine Oculus Rift vor. Fast alle Tech-Giganten haben sich bereits an Virtual-Reality-Brillen probiert: Google, Microsoft, Samsung, Sony, Lenovo, HTC und viele mehr. Der große Durchbruch ist niemandem gelungen: Zu teuer, zu umständlich, zu schlechte Qualität oder zu viel benötigte Rechenleistung sorgen dafür, dass Virtual Reality noch immer ein Nischenprodukt für Spezialanwendungen oder Nerds ist.

VR-Anlagen in jeder Schulturnhalle

Das will Spree Interactive nun ändern. Das Unternehmen wurde 2017 aus dem Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen ausgegründet und hat ein VR-Komplettsystem mit Rundum-Sorglos-Charakter entwickelt – die „Spree Arena“. Das Startup kümmert sich vom Aufbau und der Installation der nötigen Hardware bis zum Bereitstellen der Software um alles. Die Liste möglicher Kunden ist lang: Freizeitparks, Museen oder Einkaufszentren sind momentan die Hauptinteressenten. Langfristig denkt Spree-Mitgründer Jonathan Nowak Delgado aber noch viel weiter: „Unser Ziel ist es, dass irgendwann mal jede Schule in der Turnhalle eine VR-Ecke hat.“

Die Spree-Gründer machen eine Marktlücke aus: „VR-Systeme sind noch lange nicht so günstig und einfach zu konsumieren, dass sie jeder zuhause hat. Aber wir glauben, dass sie als soziales Event funktionieren.“ Also bauten und seine Mitstreiter so viele Zugangshürden wie möglich ab. Die Spieler setzen einfach eine der VR-Brillen auf und können sich dann auf einem definierten Feld frei bewegen und mit dem Spiel interagieren – sei es durch Laufen, Kopfbewegungen oder das Fixieren von Gegenständen mit den Augen. Ein System aus Hochgeschwindigkeits-Infrarotkameras erfasst zudem die Bewegungen aller Mitspieler auf dem Spielfeld – sie sind dann als Figuren in der virtuellen Welt zu sehen.

Ameisenbär und Käseplanet

Aus diesem einfachen Baukasten entstanden bisher eine Reihe von Minigames mit einer Spieldauer von zwei bis drei Minuten. So stapft man in „Ant Eater“ als Ameisenbär durch einen Garten und fängt mit dem Rüssel Insekten. In „Jumper Cheese“ findet man sich auf einem Käseplaneten, der von gefräßigen Würmern durchlöchert wird – die man erledigt, in dem man drauftritt. „Mission to Mars“ ist schon eine Spur komplexer, der Trip durchs All ist ein faszinierender Hingucker, der nebenher auf unterhaltsame Art Wissen vermittelt. Was alle Spiele gemeinsam haben: Statt mit Action geht es eher ruhig zu, und sie sind ohne Übung sofort zu verstehen.

Der Unterschied zu herkömmlichen Systemen: Die meisten VR-Brillen sind per Kabel an den Computer angebunden, der die Bildsignale errechnet. Das schränkt entweder die Bewegungsfreiheit massiv ein oder nötigt die Spieler, einen kiloschweren Rucksack mit der nötigen Hardware mit sich herumzutragen. Spree Interactive nun hat die VR-Brillen entfesselt, die Bildberechnung findet in einem Mini-Rechner direkt in der Brille statt – die Rechenkraft ist vergleichbar mit der eines Smartphones. Keine Kabel, keine Rucksäcke. Dafür schnell Spielspaß.

Mobiler Computer in der VR-Brille

Dahinter steckt allein für „Mission to Mars“ ganz schön viel Arbeit. Zehn Entwickler, Designer und Projektmanager haben im Hintergrund fünf Monate programmiert, gestaltet und getestet. Und kämpften mit besonderen Herausforderungen: „Auf den mobilen Brillen steht uns nicht so viel Rechenpower zur Verfügung wie auf einem starken Gamingcomputer“, erklärt Sarah Stief, VR Producerin und VR Content Director bei Spree Interactive.

 

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Also musste ihr Team so ressourcenschonend wie möglich arbeiten: Lichtberechnungen wie Schatten oder Reflektionen (sogenanntes Shading), die Oberflächen auf den Modellen (Texturen) und die Anzahl der Punkte aus denen die Gittermodelle (Polygonnetze) bestehen, die den Gegenständen in der virtuellen Welt ihre Form geben – alles muss in die Waagschale geworfen werden, um das Computersystem nicht zu überlasten. “Wenn das Eine etwas mehr braucht, muss man beim Anderen einsparen”, so Sarah Stief.”

Auch von der Spielanlage ist so ein VR-Game etwas anderes als ein herkömmliches Computerspiel. Statt mit Maus oder Tastatur können Spieler den Spielverlauf per Bewegung oder Blick steuern. Wo klassische Computerspieler viel üben, um ihre Steuerung zu perfektionieren, muss bei den VR-Spielen von der ersten Sekunde an alles klar sein: “Viele Nutzer haben ja das erste Mal eine VR-Brille auf oder es sind Kinder”, so Stief.

Selbst ausprobieren

Sie wollen die Reise zum Mars selbst ausprobieren? Noch den gesamten August ist “Mission to Mars” im “Forum Schwanthaler Höhe” in München zu Gast. Nähere Infos zu Terminen und zur Buchung finden Sie hier.

Auch das immersive Spielerlebnis hat seine Tücken. Der Spieler steht mit seinen Beinen in der realen Welt, um seine Augen herum passiert aber etwas, das nicht zu dem passt, was sein Körper spürt – Bewegungen zum Beispiel: “Viele Menschen werden Motion Sick, ihnen wird schwindlig oder sogar schlecht”, weiß Larissa Joos von der auf visuelle Effekte spezialisierten Firma Pixomondo. In dem Studio entstanden die Spezialeffekte für Filme wie “Die Tribute von Panem” oder die Serie “Fear The Walking Dead” – und nun der künstliche Mars.

Aufzug fahren ohne Ohnmachtsanfälle

Manche Szenen dauern Wochen, bis sie wirklich fertig sind: “In einer Szene etwa geht es mit einem Aufzug vom Raumschiff auf die Mars-Oberfläche. Da haben wir in der Agentur die Kollegen zusammengetrommelt und die das testen lassen”, erinnert sich Joos. Anfangs fuhr der Fahrstuhl viel zu schnell, selbst Entwickler mit viel VR-Erfahrung hielten das nicht aus. “Wir haben die Fahrt dann langsamer gemacht – bis wir uns sicher waren, dass uns niemand umkippt.”

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Die Digitalisierung verändert Deutschland – zum Positiven, wenn wir es richtig anpacken. Auf der Digitalkonferenz DLD, die wie FOCUS Online zu Hubert Burda Media gehört, diskutieren mehrmals im Jahr führende Experten darüber, wie Digitalisierung gelingen kann. Für DLDaily spricht FOCUS Online das ganze Jahr über mit Menschen, die Konzepte für die digitale Zukunft haben: mit innovativen Politikern, visionären Denkern, kreativen Gründern. Wir erklären die neuen Technologien und zeigen, wie sie sich in Beruf und Privatleben nutzen lassen. Alle DLDaily-Artikel finden Sie hier.

Es sind Details wie diese, die den Entwicklern von Spree Interactive so wichtig sind. Sie machen aus dem VR-Erlebnis eines, das man wiederholen möchte. Bis Ende August nun steht “Mission to Mars” im Münchener Einkaufszentren “Forum Schwanthaler Höhe”. Mit anderen Partnern ist man im Gespräch, nicht nur in Deutschland. Amerika, Mexiko, die arabische Halbinsel – das Interesse an der Spree Arena ist international. Doch Jonathan Nowak Delgado träumt von mehr. Er hofft, dass die VR-Technologie mit dem Spree-Ansatz den großen Durchbruch schafft. Das Startup selbst will sich dann als Content-Lieferant profilieren und da hat Nowak Delgado weit mehr vor als nur Kindergeburtstage und Junggesellenabschiede: „Wir wollen das Netflix der virtuellen Welt werden.“

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