Virus-Krise: Bundespräsident Steinmeier hält Fernseh-Ansprache

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Das Coronavirus stürzt Deutschland und viele andere Länder weltweit in den Krisenmodus. Das Robert-Koch-Institut, aber auch Vertreter der Bundesregierung melden sich regelmäßig zu Wort. Im Ticker von FOCUS Online verpassen Sie kein Statement zur aktuellen Corona-Lage – sowohl aus Deutschland, Europa und der Welt.

Steinmeier richtet Appell ans Volk

19.45 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bürgerinnen und Bürger in der Corona-Krise zu Geduld, Disziplin und Solidarität gemahnt. Zugleich äußerte er sich am Samstag in einer Fernsehansprache zu Ostern optimistisch: “Wir können und wir werden auch in dieser Lage wachsen.”  Seine ganze Rede im Video:

Bundespräsident Steinmeier: “Jeder von Ihnen hat Menschenleben gerettet”

Bundespräsident Steinmeier hält TV-Ansprache

Samstag, 11. April, 17.52 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am Karsamstag eine Fernsehansprache zur aktuellen Situation in der Corona-Pandemie halten. Es ist das erste Mal, dass ein Bundespräsident in dieser Form auf ein aktuelles Ereignis eingeht, normalerweise hält er solche Ansprachen nur jedes Jahr an Weihnachten.

Nach Angaben des Bundespräsidialamtes wird die Ansprache in ARD und ZDF jeweils im Anschluss an die Hauptnachrichtensendungen am Abend ausgestrahlt. Steinmeier hatte in den vergangenen Tagen mehrfach in Videobotschaften die Bürger zu Zusammenhalt und Geduld angesichts der verordneten Beschränkungen in der Corona-Krise aufgerufen.

So sehen Sie die Ansprache von Frank-Walter Steinmeier im Live-Stream  

Bundespressekonferenz: “Die Epidemie wird nicht verschwinden, bevor wir einen Impfstoff haben”

Das Wichtigste in Kürze: Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht in der Coronakrise einen Hoffnungsschimmer – warnt aber auch davor, unachtsam zu werden. Die Entwicklung der Infizierten zeige, dass die Maßnahmen wirken. Mögliche Lockerungen der Kontaktbeschränkungen seien derzeit jedoch nur in sehr begrenztem Ausmaß vorstellbar: “Wir müssen ganz, ganz vorsichtig vorgehen”, sagte Merkel.

Die Pressekonferenz der Bundesregierung im Tickerprotokoll:

Wir könnten schnell wieder am Anfang sein

16.01 Uhr: Das war es von der Kanzlerin. “Trotz aller Umstände wünsche ich Ihnen natürlich ein schönes Osterfest”, sagt Merkel und verlässt das Rednerpult.

16.00 Uhr: “Es wird viel davon abhängen, ob die Menschen sich weiter an die Regeln halten, ob sie Abstand halten, ob sie sich weiter die Hände waschen”, so Merkel. “Wenn wir alles wieder vergessen, was wir gelernt haben, sind wir ganz schnell wieder am Anfang”, warnt die Kanzlerin.

Merkel: “Die Epidemie wird nicht verschwinden, bevor wir einen Impfstoff haben”

15.59 Uhr: Merkel warnt erneut: “Die Epidemie wird nicht verschwinden, bevor wir einen Impfstoff haben, mit dem wir die Bevölkerung immunisieren können. Das bedeutet: Leben mit dem Virus. Das ist nicht verschwunden, wenn sich einmal einen Tag lang weniger Menschen anstecken.”

15.56 Uhr: “Ich halte überhaupt nichts davon, zu sagen: Die Jüngeren können jetzt wieder raus, die Älteren müssen noch warten.” Das sei nicht tragbar, so Merkel.

15.54 Uhr: Merkel hofft, dass die Eurogruppe heute noch zu einem Ergebnis kommt, was finanzielle Hilfen angeht. “Das wäre ein gutes Signal”, so die Kanzlerin.

Merkel: Deutschland ist verpflichtet und bereit, zu helfen

15.51 Uhr: Auf Kritik aus Italien in Form von Ministerpräsident Conte antwortet Merkel: “Wir sind uns einig, dass es Solidarität bedarf.” Deutschland sei verpflichtet und bereit, zu helfen: “Deutschland wird es auf lange Sicht nur gut gehen, wenn es Europa gut geht.

15.50 Uhr: “Ich wäre gerne die Erste, die ihnen sagt: Es ist alles, wie es mal war – aber das geht nicht”, erklärt Merkel.

15.48 Uhr: Merkel wird gefragt, welche Lehren sie – persönlich und politisch – aus der Krise ziehe. Eine Antwort hierauf hält Merkel jedoch noch für “zu früh”. Sie sei jedoch sehr dankbar für all die hilfreichen Menschen im Land.

15.46 Uhr: “Solange wir keinen Impfstoff haben, bleiben Regeln wie ‘keine Handschläge’ bestehen”, sagt Merkel.

15.41 Uhr: Damit endet Merkels Statement, sie geht jetzt auf Fragen der anwesenden Journalisten ein.

15.40 Uhr: “Bis dahin möchte ich mich noch einmal an alle Bürgerinnen und Bürger wenden. Es gilt unverändert: Sie schützen Menschen, für die das Virus eine tödliche Gefahr sein kann, sie schützen unser Gesundheitssystem.”

Bundeskanzlerin: “Mein Dank an all die, die die Bestimmungen einhalten”

15.39 Uhr: Die kommenden Woche werde eine Woche der wichtigen Beratungen, auch zur Frage, ob und inwiefern Lockerungen möglich sei, so Merkel.  Am Dienstag werde sich die Bundesregierung erneut treffen, am Mittwoch folge dann ein Gespräch mit den Ministerpräsidenten.

15.37 Uhr: “Mein Dank an all die, die die Bestimmungen einhalten und auch die Bitte, dies beizubehalten.” Ja, der Trend sei da, so Merkel: Die Verdopplungszeiten hätten sich verlangsamt. “Aber: Wenn wir dann überlegen, wie kommen wir in eine nächste Phase, wissen wir nicht, wie sich eine Lockerung der Maßnahmen auswirken würde.”

Merkel: “Wir können schnell zerstören, was wir jetzt erreicht haben”

15.52 Uhr: “Wir dürfen jetzt nicht leichtsinnig sein, wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen. Und ich kenne das auch von mir persönlich: Man hat ein bisschen Hoffnung, dann gewinnt man Zutrauen, dann ist man innerlich etwas entspannter, und schon ist man auch ein bisschen leichtsinnig”, so Merkel.

15.36 Uhr: “Wir müssen konzentriert bleiben, die Lage ist fragil”, betont Merkel. “Wir können schnell zerstören, was wir jetzt erreicht haben.”

15.35 Uhr: “Die neusten Zahlen zum Coronavirus geben vorsichtigen Anlass zur Hoffnung”, so Merkel. Die Kurve habe sich etwas abgeflacht. Zu Beginn der Krise sei sie oft sehr besorgt gewesen und habe sich gefragt, ob man die Maßnahmen noch verschärfen müssen. “Gerade deshalb bin ich sehr froh über die aktuelle Entwicklung. Wir dürfen uns jedoch nicht in Sicherheit wiegen.” Weitere Verschärfungen seien derzeit nicht nötig.

15.33 Uhr: Mit der Frage nach der Versorgung mit Schutzausrüstung beginnt Merkel. Sie betont noch einmal, dass die Produktion von Schutzmasken auch in Deutschland stattfinden müsse, nicht nur in Asien. Dafür solle ein Stab im Wirtschaftsministerium gegründet werden, der die Produktion ankurbeln solle.

15.32 Uhr: Die Kanzlerin ist da, es geht los.

15.27 Uhr: In wenigen Minuten informiert Kanzlerin Angela Merkel nach der Sitzung des Corona-Kabinetts über den aktuellen Stand der Pandemie. Bereits in einer CDU-Sitzung hatte Merkel davon gesprochen, dass es einen “Hoffnungsschimmer” in der Krise gebe.

15.13 Uhr: Die Pressekonferenz ist zwar noch nicht an ihrem Ende angekommen, aber wir gehen an dieser Stelle raus und wechseln ins Kanzleramt: Dort will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) um 15:30 Uhr sprechen.

Giffey zu häuslicher Gewalt: Wir sehen noch keinen signifikanten Anstieg

15.06 Uhr: Die sich in Entwicklung befindliche „Datenspende-App“ sei bereits ein großer Erfolg, sagt Wieler: 160.000 Menschen hätten sich bereits gemeldet.  Die App werde gemeinsam mit einem privaten Anbieter entwickelt, bestätigt Wieler. Die kommerzielle Nutzung der Userdaten durch den Anbieter sei aber untersagt. Diese Daten seien aber wichtig, „um Cluster zu erkennen“ und Infektionswege nachvollziehen zu können, fügt Spahn hinzu.

15.04 Uhr: „Wir sehen noch keinen signifikanten Anstieg“, sagt Giffey zur Frage, ob es bereits messbar einen Anstieg von häuslicher Gewalt gebe, wie ihn viele Experten befürchten. „Wir gehen aber davon aus, dass wir ihn sehen werden, sobald die Maßnahmen gelockert werden.“ Der Grund, so Giffey: Viele Opfer hätten jetzt gar nicht die nötige Privatsphäre, um Misshandlungen zu melden.

14.59 Uhr: Spahn warnt vor dem Ansatz, jetzt schon Lockerungen zu beschließen und sie – falls nötig – wieder zurückzunehmen. „Das halte ich nicht für vertrauensbildend.“

14.52 Uhr: „Mein Eindruck ist nicht, dass es eine einhellige Debatte gebe“, sagt Spahn zur Kritik von FDP-Chef Christian Lindner, Forderungen nach einer Lockerung von Ausgangsbeschränken werde ein „Maulkorb“ auferlegt. „Wir sind eine freie, plurale Gesellschaft“. Diese Fragen würden auch in der Forschung und der Politik offen diskutiert. Spahn warnt auch vor dem Begriff „Exit“: „Der suggeriert, dass danach sofort alles so sein wird wie vorher. Aber so ist es ja nicht.“ Der Gesundheitsminister habe allerdings „nicht den Eindruck – und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Christian Lindner den hat – dass es gerade keine Debatte gäbe in unserer Gesellschaft.“

14.47 Uhr: Sorgen macht dem Minister aber das schöne Osterwetter – „gestern hatte es teilweise 28 Grad“, sagt Spahn. Zwar sei es ausdrücklich nicht verboten, spazieren zu gehen. Wichtig sei es aber, die geltenden Regeln zu beachten: Abstand wahren, nicht in Gruppen spazieren.

14.43 Uhr: Wo liegt die Messlatte, um die Entwicklung über das Wochenende zu beurteilen, fragt ein Reporter? Wieler antwortet, es gebe eine Menge Maßzahlen. „Und wir werden diese Zahlen halt auswerten und sehen, wo der Trend ist.“ Spahn wiederum sagt, die lineare Entwicklung der Infiziertenzahlen über die nächsten Tage sei besonders wichtig., außerdem die sogenannte „R-Zahl“ – die Zahl, die angibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Diese Zahl habe schon bei sechs bis sieben gelegen, sagt Spahn, jetzt liege sie noch bei ungefähr eins.

14.42 Uhr: „Die Strukturen sind da, und sie sind intakt“, betont Adli, wenn es um psychologische Hilfe geht für Opfer häuslicher Gewalt. Jetzt dürfen die anwesenden Journalisten Fragen stellen.

14.39 Uhr: „Stress ist etwas ganz Normales“, sagt Adli. Gesundheitsgefährdend werde er aber dann, wenn man das Gefühl habe, man habe keinen Einfluss auf den Stress. „Unsere Psyche leidet bei Dauerbelastung ohne Aussicht auf Entlastung.“ Es helfe daher, sich vor Augen zu führen, dass dieser Zustand endlich sei.

14.36 Uhr: Der Stressforscher Mazda Adli ist jetzt dran. „Wir erleben nicht nur eine Pandemie, sondern auch eine psychologische Krise“, sagt Adli. Der Forscher ermuntert über die Ostertage dazu, seine sozialen Kontakte auf digitalem Wege zu pflegen.

Wieler kündigt repräsentative Blut-Tests an

14.31 Uhr: Jetzt stellt der RKI-Chef drei verschiedene Studien vor, bei der jeweils das Blut eines Teils der Bevölkerung untersucht werden sollen. Aus den Studien sollen sich Rückschlüsse über die Verbreitung von Covid-19 ziehen lassen. Erste Ergebnisse sollen im Mai vorliegen.

14.28 Uhr: Die Todesrate betrage mittlerweile 1,9 Prozent, sagt Wieler. „Das liegt daran, dass wir immer mehr Ausbrüche in Altenheimen, Pflegeheimen und Krankenhäusern haben“, warnt der RKI-Chef – ältere Menschen seien besonders gefährdet. Die jüngste bislang bekannte verstorbene Person sei 28 Jahre alt gewesen und habe an Vorerkrankungen gelitten.

14.25 Uhr: Professor Wieler vom RKI hat das Wort. „Die Zahl der neu übermittelten Fälle ist trotz aller Maßnahmen noch immer auf einem hohen Niveau“, warnt Wieler. „Von einer Entspannung kann man noch nicht wirklich ausgehen.“

14.23 Uhr: Ganz ausdrücklich will Giffey auch „den vielen, vielen Frauen“ danken, die in den sozialen Berufen arbeiten – nur 20 Prozent sind Männer. Zu Vorschlägen, die Ausgangsbeschränkungen zu lockern und Senioren dafür unter Quarantäne zu stellen, sagt Giffey: „Ich bin nicht der Meinung, dass wir eine Zwei-Klassen-Gesellschaft aufmachen sollten.“

14.21 Uhr: In den ersten acht Tagen habe es „eine große Antragsmenge“ für das neue, vorerst vereinfachte Kindergeld gegeben, sagt Giffey. Das sei eine große Belastung für die Mitarbeiter in den Arbeitsagenturen und Familienkassen, die diese Anträge bewältigen müssen, aber die bekämen das bislang großartig hin, lobt die Ministerin.

14.17 Uhr: „All denjenigen, die Hilfe brauchen, wird geholfen“, verspricht Giffey. Services wie die Kinder- und Jugendhilfe werden vor allem in diesen schwierigen Zeiten ihre Angebote aufrechtzuerhalten. Frauenhäuser und andere Beratungsstellen sollen dafür ein technisches Upgrade erhalten, finanziert aus Staatsmitteln. Die Mitarbeiter dieser Angebote sollen zukünftig als „systemrelevant“ eingestuft werden, damit sie ihre Kinder in die Kita geben können und Schutzausrüstung erhalten.

14.15 Uhr: Jetzt spricht Familienministerin Giffey. Auch sie appelliert noch einmal an alle Bürger, jetzt nicht locker zu lassen und diszipliniert zu bleiben. Es dürfe nicht vergebens sein, „was für Anstrengungen und was für Verzicht geleistet wurde von uns allen“.

„Ostern wird eine Weggabelung sein“

14.13 Uhr: „Ostern wird eine Weggabelung sein“, sagt Spahn. Wenn man jetzt konsequent bleibe, würden erste Lockerungen wahrscheinlicher. Allerdings werde man noch für eine lange Zeit auf Festivals und Club-Besuche verzichten müssen.

14.11 Uhr: In den meisten deutschen Laboren herrsche derzeit ein „Dreischichtbetrieb“, sagt Spahn, „fast an jedem Tag der Woche.“ Die Angestellten in den Laboren, Arztpraxen und Krankenhäusern könnten derzeit kein Homeoffice machen, für ihren Einsatz gebühre ihnen großer Dank. „Und ich weiß: Applaus ist gut, aber eine gerechte Bezahlung ist besser.“ Dafür werde er sich einsetzen, verspricht Spahn.

14.07 Uhr: Das deutsche Gesundheitssystem habe „bei allen Problemen, die es im Alltag gibt, eine starke Basis“, sagt Spahn.  Es gebe an den Universitäten eine ganze Reihe von Experten für Epidemiologie, 10.000 von 40.000 Intensivbetten seien derzeit noch frei. Das gebe Deutschland auch die Möglichkeit, Solidarität mit den europäischen Nachbarn zu zeigen und ihnen Patienten abzunehmen. Außerdem: „Wir schaffen momentan 100.000 Tests pro Tag.“

14.06 Uhr: Die Kurve der Neuinfizierten „flacht sich ab“, sagt Spahn. Insgesamt gebe es auch schon 50.000 Geheilte in Deutschland. „Die Bevölkerung in Deutschland hat mit ihrem Verhalten maßgeblich dazu beigetragen“, sagt Spahn. Wer jetzt aber nachlässig werde, gefährde diese ersten Erfolge.

14.04 Uhr: Es gebe gute Entwicklungen im Kampf gegen das Coronavirus, beginnt Spahn sein Statement. „Aber wir dürfen nicht nachlässig werden.“ Auch ihn schmerze es, an Ostern nicht seine Eltern im Münsterland besuchen zu können, sowie seine Neffen und Nichten.

14.02 Uhr: Jetzt geht es los! Familienministerin Giffey und Gesundheitsminister Spahn sind bereits eingetroffen, RKI-Präsident Wieler sitzt links daneben.

Bundeskanzlerin Merkel gibt Oster-Statement zur Corona-Krise

13.05 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert sich um 15.30 Uhr im Kanzleramt nach der Sitzung des Corona-Kabinetts.

RKI-Chef und Spahn sprechen um 14 Uhr

13.02 Uhr: Das für 10.00 Uhr geplante RKI-Pressebriefing wurde abgesagt. RKI-Präsident Lothar Wieler wird stattdessen in der Bundespressekonferenz um 14.00 Uhr sprechen. Auch Gesundheitsminister Jens Spahn und Familienministerin Franziska Giffey werden erwartet.

Heinsberg-Studie: „14 Prozent der untersuchten Bürger sind mittlerweile immun“

11.38 Uhr: Was macht NRW eigentlich, wenn die grenznahen Nachbarländer Belgien und die Niederlande sich für einen anderen Weg entscheiden – etwa wenn sie die Ausgangsbeschränkungen nicht lockern? „Ja, das ist eine schwierige Frage“, sagt Laschet. „Das werden wir in der Ad-hoc-Arbeitsgruppe, die wir mit den beiden Ländern gebildet haben, erörtern.“ Und das war es mit der Pressekonferenz. Danke fürs Mitlesen!

11.37 Uhr: „Man kann sich vorstellen, dass ein Autohaus auch Hygiene-Regeln einhält“, sagt Laschet. Möglicherweise müsste das zum neuen Kriterium werden: Ob es ein Laden schafft, die Hygiene-Regeln einzuhalten.

11.35 Uhr: „Dass man sich so sehr an den Infektionszahlen orientiert – das macht die Politik, das machen auch die Medien – ist eigentlich eine irrelevante Frage für das, was wir zu entscheiden haben“, sagt Laschet. Das hänge von der Anzahl der Tests ab. Darüber hinaus sei Laschet überzeugt, dass die Deutschen gelernt hätten, mit den neuen Hygiene-Empfehlungen umzugehen. Wenn das der Fall sei, könne man über eine Lockerung nachdenken.

11.33 Uhr: „Mit dem, was wir heute machen, entstehen auch Schäden“, sagt Laschet, „Tag für Tag“. Deshalb sei es so wichtig, eine Grundlage zu schaffen, „die uns hilft, zu einer verantwortlichen Entscheidung zu kommen“. Am Mittwoch werde man diese Entscheidung dann zusammen mit den anderen Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin treffen. „Es ist wichtig, dass wir dabei zu einer einheitlichen Entscheidung kommen“, sagt Laschet mit Blick auf die anderen Länder. Die Studie sei dafür wichtig, sagt Laschet, aber: „Die Wissenschaftler sagen uns nicht: Macht mal so oder so.“

„Heinsberg war eine ganz besondere Situation“

11.31 Uhr: Über den sogenannten R0-Wert, die Ansteckungsgefahr, könne Streck im Fall von Heinsberg noch nichts sagen. Ebenso wenig wurden wie Untersuchten befragt, ob sie ein Bundesliga-Spiel wenige Tage vor den Ausgangsbeschränkungen besucht hatten.

11.23 Uhr: „Heinsberg war eine ganz besondere Situation“, sagt Streeck. „Da ist das Virus schon reingekommen, als wir erst angefangen haben, es zu verstehen.“ Daher sei es zu Beginn richtig gewesen, in ganz Deutschland Ausgangsbeschränkungen durchzusetzen. Nun gehe man aber langsam in eine neue Phase über.

11.19 Uhr: Die Immunität halte nach derzeitigen Erkenntnissen „zwischen sechs und 18 Monate“, sagt Hartmann, „also durchaus limitiert“. Wenn man also eine Herdenimmunität herstellen wolle, für die 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung immun sein müssen, müsste das schnell gehen.

11.16 Uhr: „Bei Älteren, die vielleicht auch chronische Erkrankungen haben, halten wir es für wichtig, dass sie weiterhin geschützt sind“, sagt Exner. Gleichzeitig sei es wichtig, dass sich unter den Jüngeren langsam eine Herdenimmunität herausbildet. „In den Altenpflegeheimen werden wir sicher auch eine restriktive Politik aufrechterhalten müssen.“ Diese Phase könne bis Ende des Jahres dauern.

11.13 Uhr: „Die Dunkelziffer ist kein guter Faktor, um eine Infektion zu beschreiben“, sagt Streeck. Die Zahl hänge bedeutend von der Anzahl der Tests ab. In Gegenden mit vielen Tests werde die Dunkelziffer über- , in Gegenden mit wenigen Tests unterschätzt.

11.10 Uhr: Die Hoffnung der Forscher, sagt Professor Gunther Hartmann, ebenfalls an der Studie beteiligt: Durch weitreichende Hygiene-Maßnahmen ließe sich eventuell nicht nur die Anzahl der Infektionen zurückfahren, sondern auch deren Schwere. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass es eine Rolle spielt, auf welche Art sich ein Patient ansteckt. Hierfür seien aber noch mehr Studien nötig, eine konkrete Schlussfolgerung erlaube sich derzeit noch nicht.

11.07 Uhr: Können aus der Studie konkrete Empfehlungen abgeleitet werden, fragt ein Journalist? Streeck weicht aus: „Wir können nur Daten sammeln.“

11.05 Uhr: „Phase 2 bedeutet: Unter Einhaltung der Hygiene-Maßnahmen kontrolliert die Einschränkungen zurücknehmen“, sagt Exner, und betont das Wort „kontrolliert“.

11.00 Uhr: „In Deutschland stellt man eine hohe Disziplin fest bei der Einhaltung dieser Maßnahmen“, sagt der Hygiene-Experte Martin Exner, der an der Studie mitgewirkt hatte, über die Ausgangsbeschränkungen. Nun könne man überlegen, die aus Supermärkten und anderen systemrelevanten Geschäften erlernten Schlussfolgerungen auf andere Geschäfte anzuwenden – „immer unter der Voraussetzung, dass die Bevölkerung diese Maßgaben ernst nimmt.“

10.57 Uhr: Man könne langsam in „Phase 2“ übergehen – der Lockerung von Ausgangsbeschränkungen. Diese Entscheidung „kann und soll aber nur die Politik treffen“, sagt Streeck. Viele Argumente spielten bei der Entscheidung eine Rolle, nicht nur die virologischen.

14 Prozent der Menschen im Kreis Heinsberg

10.51 Uhr: 14 Prozent der untersuchten Bürger hatten a) eine Infektion durchgemacht und seien b) mittlerweile immun, sagt Streeck. Insgesamt seien 15 Prozent infiziert gewesen, das sei jedoch eine „konservative Berechnung“. Die 15 Prozent beinhalteten nur die Fälle, bei denen man sicher sei. Zwei Prozent hätten eine bislang unerkannte Infektion in sich getragen. Die Sterberate lag in der untersuchten Gemeinde bei 0,37 Prozent – sehr viel niedriger als die bislang kursierenden Zahlen von 1 bis 1,5 Prozent. In der Heinsberg-Studie seien auch Menschen vertreten gewesen, die infiziert waren, aber keine Symptome verspürt und ihre Erkrankung gar nicht bemerkt hatten – so komme der Unterschied zustande.

10.47 Uhr: Jetzt spricht der Virologe Prof. Hendrik Streeck von der Uni Bonn, der Leiter der Studie. Streeck erklärt das Vorgehen: Die Forscher hätten eine repräsentative Zusammensetzung von Bürgern gesucht und dann schlussendlich 600 Haushalte angeschrieben. Nun gebe es erste Zwischenergebnisse mit 509 Personen – „ungefähr die Hälfte der Haushalte“. Die Studie habe auch andere Faktoren untersucht, etwa die Auswirkung der Karnevalsveranstaltungen im Februar auf die Entwicklung der Infizierten und mögliche Umwelt-Faktoren.

„Heinsberg ist an einer riesengroßen Katastrophe vorbeigeschlittert“

10.46 Uhr: „Heinsberg ist an einer riesengroßen Katastrophe vorbeigeschlittert“, sagt Pusch. Hätte man ein bis zwei Wochen später gehandelt, wären die Kapazitäten der Krankenhäuser überlastet gewesen. „Im Moment haben wir eine entspannte Lage, mit 60 bis 70 Prozent Auslastung.“

10.44 Uhr: „Ich bin heute auch hier, um etwas Mut zu machen“, sagt der Landrat. Viele Wirtschaftsbetriebe würden unter der derzeitigen Lage leiden. Aber Heinsberg sei jetzt in einer „Situation, in der wir sogar eine fallende Kurve haben. Ich will nicht sagen, dass wir über den Berg sind, aber das sind Zahlen die Mut machen. Die Maßnahmen wirken, die Eindämmungspolitik war richtig.“

10.43 Uhr: Landrat Stephan Pusch hat jetzt das Wort. „Die Bevölkerung hat in einer unglaublichen Art und Weise diese Studie begleitet“, sagt Pusch. Mehr als 80 Prozent der angefragten Haushalte hätten mitgemacht.

10.41 Uhr: Die Heinsberg-Studie soll die Entscheidungsgrundlage unterstützen, sagt Laschet. In der nächsten Woche wollen die Ministerpräsidenten der Länder zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel entscheiden. Bereits jetzt habe die Studie doppelt so viele Haushalte untersucht, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO vorschreibt.

10.40 Uhr: Jetzt geht es los. „Die Zahlen zu den bestätigten Covid-19-Fällen in Nordrhein-Westfalen zeigen ein Abflachen der Kurve“, sagt Laschet. Nun sei es wichtig, das richtige Maß zu finden, was Ausgangsbeschränkungen anbelangt.

 

Heinsberg-Studie: Laschet stellt Zwischenergebnisse vor

Donnerstag, 9. April, 10.15 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) erhält am Donnerstag vom Bonner Virologen Hendrik Streeck erste Zwischenergebnisse der Coronavirus-Feldstudie über den Kreis Heinsberg. Das kündigte die nordrhein-westfälische Staatskanzlei am Mittwochabend an. Laschet, Streeck und auch der Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch (CDU), wollen darüber in einem Presse-Briefing in Düsseldorf (10.30 Uhr) informieren. Dieses soll auch bei Twitter und Facebook übertragen werden. Hier können Sie die Pressekonferenz mitlesen.

Streeck untersucht derzeit im Auftrag der NRW-Landesregierung, wie sich das Coronavirus im besonders betroffenen Kreis Heinsberg ausgebreitet hat. Dafür ist sein Team vor allem in der Gemeinde Gangelt unterwegs. Der erste bestätige Corona-Patient in NRW kommt von dort. Die Wissenschaftler nehmen Blutproben, machen Rachenabstriche und untersuchen zum Beispiel auch Türklinken. Ein Ziel ist es, aufzuklären, wie viele Menschen sich unbemerkt infizieren.

Vertagung statt Ergebnis: Noch kein Corona-Rettungspaket der EU

11.05 Uhr: Im Streit über ein milliardenschweres Corona-Rettungspaket haben die EU-Finanzminister vorerst kein Ergebnis vorgelegt, sondern sich auf Donnerstag vertagt. Dies teilte Eurogruppen-Chef Mario Centeno am Mittwochmorgen auf Twitter mit. “Nach 16 Stunden Diskussionen sind wir einem Kompromiss nahe gekommen, aber wir haben es noch nicht geschafft”, schrieb Centeno. Deshalb habe er die Sitzung auf Donnerstag vertagt. Ziele bleibe ein starkes Sicherheitsnetz im Kampf gegen die Folgen der Pandemie.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz schrieb nach der Vertagung auf Twitter: “In dieser schweren Stunde muss Europa eng zusammenstehen. Gemeinsam mit (dem französischen Finanzminister) Bruno LeMaire rufe ich deshalb alle Euroländer auf, sich einer Lösung dieser schwierigen Finanzfragen nicht zu verweigern und einen guten Kompromiss zu ermöglichen – für alle Bürgerinnen und Bürger.”

Es ging um ein “Sicherheitsnetz” im Umfang von rund 500 Milliarden Euro mit drei Elementen, um die Folgen der schweren Wirtschaftskrise in Folge der Pandemie gemeinsam zu bewältigen: vorsorgliche Kreditlinien des Eurorettungsschirms ESM, die besonders betroffenen Staaten zugute kommen könnten; ein Garantiefonds für Unternehmenskredite der Europäischen Investitionsbank EIB; und das von der EU-Kommission vorgeschlagene Kurzarbeiter-Programm namens “Sure”.

Bundesfinanzminister Scholz hatte vor der Videoschalte mit seinen EU-Kollegen, die am Mittwoch kurz nach 16.00 Uhr begann, für diese drei “Instrumente der Solidarität” geworben. Und diese schienen auch im Kreis der Finanzminister weitgehend konsensfähig. Im Detail gab es dann dennoch Differenzen, die die Minister die ganze Nacht beschäftigten.

Die schwierigste Hürde war jedoch nach Angaben von Teilnehmern immer noch der Streit über die gemeinsame Schuldenaufnahme. Frankreich, Italien, Spanien und andere beharrten nach diesen Angaben in der Sitzung darauf, solche gemeinsamen europäischen Schuldtitel zumindest für Wiederaufbauprogramme nach der Pandemie ins Auge zu fassen. Deutschland, die Niederlande und andere hätten dies weiter abgelehnt, hieß es.

 

 

 

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“Weiß nicht, ob das Ihr Ernst ist”: Laschet fährt Hayali in ZDF-Interview an

 

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