Virus-Krisen-Gipfel: Lindner fordert Öffnung aller Geschäfte unter klaren Regeln

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Das Coronavirus stürzt Deutschland und viele andere Länder weltweit in den Krisenmodus. Am Mittwoch beraten Bund und Länder erneut in einer Telefonschalte. Die Ministerpräsidenten wollen dabei mit Bundeskanzlerin Angela Merkel klären, ob die bis zum 19. April laufende Kontaktsperre verlängert oder gelockert wird. Im Ticker von FOCUS Online verpassen Sie kein Statement zur aktuellen Corona-Lage – sowohl aus Deutschland, Europa und der Welt.

Lindner fordert Öffnung aller Geschäfte “unter klaren Regeln”

Mittwoch, 15. April, 06.49 Uhr: Vor den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten über erste Schritte zur Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen hat FDP-Chef Christian Lindner die “Öffnung aller Geschäfte unter klaren Regeln” gefordert. Mit der Ungleichbehandlung von Geschäften müsse Schluss sein, sagte Lindner dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Während ein Buchhändler in Berlin weiterhin öffnen dürfe, bleibe ein Elektrofachhandel, “wo man ein Tablet kaufen kann, um ein Buch elektronisch zu lesen”, geschlossen. “Das ergibt keinen Sinn”, sagte Lindner.

Es müssten alle Möglichkeiten genutzt werden, “um unser freies Leben zurückzubekommen”, forderte Lindner. In den wiedereröffneten Geschäften müsse desinfiziert werden, Servicekräfte müssten Schutzmasken tragen. “Die Zahl der Menschen, die sich gleichzeitig im Geschäft aufhalten, muss begrenzt werden”, sagte Lindner weiter. 

Der FDP-Chef schlug zudem “für eine begrenzte Zeit” Sonntagsöffnungen vor. So könne auch der Kundenverkehr entzerrt werden. “Spezielle Einkaufszeiten für ältere Menschen und Gefährdete” halte er für sinnvoll.

Die Bundeskanzlerin rief er dazu auf, einen konkreten Fahrplan vorzulegen, wie die Rückkehr in die Normalität Schritt für Schritt gestaltet werden soll. “Ein solcher Plan steht nicht mehr im Gegensatz zum notwendigen Gesundheitsschutz.” Die sozialen, psychologischen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgeschäden des Stillstands seien hoch, mahnte Lindner.

Montag: RKI informierte über aktuelle Lage

11.35 Uhr: Das Robert-Koch-Institut hat am Vormittag über die neuesten Zahlen und Entwicklungen in der Corona-Krise informiert. Das sind die wichtigsten Informationen in Kürze:

  • RKI-Chef Wieler: “Unsere Maßnahmen wirken, das sind gute Nachrichten”
  • 125.098 Infizierte; 2082 mehr als am Vortag – derzeitige Reproduktionsrate liegt bei 1,2
  • 2969 Todesfälle; 170 mehr als am Vortag
  • 68.100 bestätigte Genesene
  • viel weniger durchgeführte Corona-Tests über Ostern
  • Neue Datenerfassungsapp des RKI bisher 300.000 Mal runtergeladen
  • “Können noch nicht von Eindämmung sprechen, sondern nur von positiven Tendenzen”

10.50 Uhr: Wieler betont, dass selbstgefertigte Textilmasken nur als “zusätzlicher kleiner Baustein” gesehen werden sollen. Sie seien ein zusätzliches “Add-on” und dürften nicht dazu führen, dass man die anderen Maßnahmen vernachlässigt.

10.40 Uhr: “Es gibt niemanden der weiß, ob alle Menschen die infiziert wurden, auch wirklich immun sind. Und es kann auch niemand sagen, wie lange sie immun sind.” Darüber gibt es, so Wieler, eine große Unsicherheit. Überlegungen, dass immune Menschen einen Ausweis bekämen und dadurch weniger Einschränkungen hätten, seien insofern noch nicht greifbar.

10.35 Uhr: Laut Wieler besitzt das RKI nicht genügend Ressourcen, um allen gestreuten Falschinformationen zum Coronavirus etwas entgegenzuwirken.

10.28 Uhr: Aber Wieler macht klar: “Wir haben nach wie vor keine Blaupause. Von einer Eindämmung können wir nicht sprechen, wir sprechen von positiven Tendenzen.”

10.25 Uhr: Eine Journalistin fragt nach der Einschätzung zur Empfehlung der Leopoldina. “Wir sehen in unseren Einschätzungen keine größeren Unterschiede. Allerdings denken wir, dass es epidemologisch mehr Sinn macht, erst die älteren Kinder wieder zur Schule zu lassen.” Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hatte am Montag empfohlen, unter bestimmten Voraussetzungen sobald wie möglich zuerst Grundschulen und die Sekundarstufe I schrittweise wieder zu öffnen.

10.20 Uhr: RKI-Chef Wieler schließt das Statement mit einer Danksagung an alle Ärzten, Pflegekräften, Forschern und auch Bürger ab: “Bleiben Sie bei der Sache, nehmen Sie die Krankheit ernst. Wir alle haben den Verlauf dieser Krankheit in der Hand.”

10.17 Uhr: Die neue App zur Datenerfassung, die letzte Woche Dienstag vorgestellt wurde, wurde laut Wieler bereits 300.000 mal runtergeladen. “Das ist ein großer Gewinn und dafür möchte ich Ihnen allen sehr danken.”

10.14 Uhr: Der Informationsgewinn erfolge außerdem durch eigene Studien. Beispielsweise die geplante Studie zu Antikörpern, mit der man der sogenannten “Dunkelziffer” näher kommen möchte.

10.12 Uhr: Auf Basis von Meldezahlen modellieren die Mathematiker sogenannte “Nowcases”. Außerdem würde die Zahl der durchgeführten Tests ausgearbeitet werden. Dabei seien nicht nur die positiven, sondern auch die negativen Testergebnisse von großer Bedeutung. 

10.10 Uhr: Wieler will die heutige Pressekonferenz nutzen, um zu erklären, wie das RKI zu seinen Einschätzungen kommt. “Ich will Ihnen erklären, wie wir arbeiten.”

“Unsere Maßnahmen wirken”, erklärt der RKI-Chef – und schiebt dann gleich eine Einschränkung hinterher

10.09 Uhr: Der RKI-Chef schiebt gleich noch eine Einschränkung hinterher: Über Ostern wurden weniger Fälle übermittelt, so Wieler. Das läge daran, dass schlicht weniger getestet und dadurch übermittelt wurde. Deshalb seien die Fallzahlen in den letzten Tagen auch niedriger.

10.07 Uhr: Offiziell gemeldet sind in Deutschland 125.098 Fälle. Das seien 2082 mehr als am Vortag. Insgesamt habe es in Deutschland 2969 Todesfälle gegeben, heute waren es 170 mehr als am Vortag. 68.100 Patienten seien inzwischen vollständig genesen. Die derzeitige Reproduktionsrate liegt bei 1,2. Damit ist sie 0,2 über dem unkritischen Wert.

10.03 Uhr: „Die Disziplin, die wir in den letzten Wochen gehalten haben, sollten wir weiter halten, umso schöner wird die Belohnung sein.“

10.00 Uhr: “Die Zahlen zeigen einige positive Tendenzen”, beginnt RKI-Chef Lothar Wieler die heutige Pressekonferenz. Man habe ein Ziel bereits erreicht: Die Grippewelle von der Covid-19-Welle zu entkoppeln. “Und das ist uns gelungen.” Außerdem würden die verhängten Maßnahmen anschlagen. “Unsere Maßnahmen wirken, das sind gute Nachrichten.”

Dienstag, 14. April, 9.19 Uhr: Das Robert-Koch-Institut informiert um 10 Uhr über die aktuellen Lage. Hier können Sie das Statement mitlesen. So sehen Sie das Statement des Robert-Koch-Instituts live im Internet

Laschet: Brauchen Fahrplan zurück zu “verantwortungsvoller Normalität

18.00 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) fordert in seiner Oster-Ansprache einen Ausstiegsfahrplan aus den Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. “Wir benötigen einen Fahrplan, der uns den Weg in eine verantwortungsvolle Normalität zeigt”, sagt Laschet laut Redetext in seiner Rede, die kurz vor 20 Uhr im WDR ausgestrahlt wird. Angesichts der negativen Folgen der Corona-Krise nicht nur wirtschaftlicher Art sei er überzeugt, dass die Bereitschaft zum Verzicht “auch eine Aussicht auf Normalisierung” brauche.

In dieser schwierigen Lage versuchten Regierung und Opposition, Bund und Land, so viel wie möglich gemeinsam zu entscheiden, fügt Laschet hinzu. “Klar ist: Nichts wird, wie es war.” Aber mit mehr Wissen über das Virus, Verantwortung, Rücksichtnahme und Schutz “können wir in eine neue Phase unseres Miteinanders eintreten”. Dies gehe nicht mit einem großen Sprung, sondern mit “vielen kleinen, vorsichtigen Schritten”. 

“Je mehr wir alle Geduld, Disziplin und Gemeinsinn aufbringen, desto leichter gelingt die Rückkehr ins Leben”, mahnt Laschet. “Wir werden diese Bewährungsprobe bestehen. Unser Land kann das”, zeigt sich der CDU-Politiker zuversichtlich. “Am Ende gewinnt das Leben.”

Laschet: “Eine Zeit mit großen Sorgen”

Laschet hebt hervor, noch nie seit seiner Gründung 1946 habe das Land “eine so schwere Bewährungsprobe” erlebt. Es sei “eine Zeit mit großen Sorgen”: um liebe Menschen, um die eigene Gesundheit, um den Arbeitsplatz, um die wirtschaftliche Existenz. Ostern werde nicht wie üblich gefeiert, “damit wir so Leben retten”. Besonders schmerzlich sei es, dass Familien weiter auf Abstand bleiben müssten. “Das alles ist hart.” 

Der Landesvater dankte ferner allen Bürgern, “dass Sie sich an die Regeln halten, dass Sie Abstand halten und zusammenhalten”. Seinen Dank sprach er auch jenen aus, die für andere einkauften und sich kümmerten. “Tun wir alles, damit viel von diesem Geist in der Zeit nach der Krise in unserem Land lebendig bleibt.” Auch denen, die selbst an Ostern “hart und unermüdlich” arbeiteten, dankte Laschet: “Den Ärztinnen und Ärzten, Pflegern und Schwestern, Rettungskräften, Polizistinnen und Polizisten, den Verkäuferinnen und Verkäufern in den Supermärkten und den vielen anderen, die dafür sorgen, dass unser Leben, unser Alltag, so gut es geht weiterlaufen kann.”

Armin Laschet spricht am Ostersonntag um 19.55 Uhr

Ostersonntag, 12. April, 17.27 Uhr: Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet (CDU) trifft am Ostersonntag vor die Kameras. Wie der WDR berichtet, wird der Politiker über die bisherigen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus und eine Rückkehr zur Normalität sprechen. Der Westdeutsche Rundfunk überträgt die Ansprache um 19.55 Uhr.

Grundlage könnte das Papier einer Expertengruppe aus NRW sein. Diese hat Maßgaben und Vorschläge für Lockerungen der strengen Corona-Einschränkungen vorgelegt. Demnach könne erst über Lockerungen nachgedacht werden, wenn klar sei, dass das Gesundheitssystem “absehbar nicht überfordert ist” und Voraussetzungen für ein besseres “Monitoring” der Krise geschaffen seien. Dann aber könne die Rückkehr zur Normalität “schrittweise forciert werden”. Das Papier liegt der Deutschen Presse-Agentur vor, zuvor hatte die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” berichtet.

Zu der Expertengruppe gehören unter anderem der Bonner Virologe Hendrik Streeck, der frühere Bundesverfassungsrichter Udo di Fabio und der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, Michael Hüther.

Steinmeier richtet Appell ans Volk

19.45 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bürgerinnen und Bürger in der Corona-Krise zu Geduld, Disziplin und Solidarität gemahnt. Zugleich äußerte er sich am Samstag in einer Fernsehansprache zu Ostern optimistisch: “Wir können und wir werden auch in dieser Lage wachsen.”  Seine ganze Rede im Video:

Bundespräsident Steinmeier: “Jeder von Ihnen hat Menschenleben gerettet”

Bundespräsident Steinmeier hält TV-Ansprache

Samstag, 11. April, 17.52 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am Karsamstag eine Fernsehansprache zur aktuellen Situation in der Corona-Pandemie halten. Es ist das erste Mal, dass ein Bundespräsident in dieser Form auf ein aktuelles Ereignis eingeht, normalerweise hält er solche Ansprachen nur jedes Jahr an Weihnachten.

Nach Angaben des Bundespräsidialamtes wird die Ansprache in ARD und ZDF jeweils im Anschluss an die Hauptnachrichtensendungen am Abend ausgestrahlt. Steinmeier hatte in den vergangenen Tagen mehrfach in Videobotschaften die Bürger zu Zusammenhalt und Geduld angesichts der verordneten Beschränkungen in der Corona-Krise aufgerufen.

So sehen Sie die Ansprache von Frank-Walter Steinmeier im Live-Stream  

Bundespressekonferenz: “Die Epidemie wird nicht verschwinden, bevor wir einen Impfstoff haben”

Das Wichtigste in Kürze: Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht in der Coronakrise einen Hoffnungsschimmer – warnt aber auch davor, unachtsam zu werden. Die Entwicklung der Infizierten zeige, dass die Maßnahmen wirken. Mögliche Lockerungen der Kontaktbeschränkungen seien derzeit jedoch nur in sehr begrenztem Ausmaß vorstellbar: “Wir müssen ganz, ganz vorsichtig vorgehen”, sagte Merkel.

Coronakrise: Merkel verkündet gute Nachrichten – spricht aber auch eine Warnung aus

Die Pressekonferenz der Bundesregierung im Tickerprotokoll:

Wir könnten schnell wieder am Anfang sein

16.01 Uhr: Das war es von der Kanzlerin. “Trotz aller Umstände wünsche ich Ihnen natürlich ein schönes Osterfest”, sagt Merkel und verlässt das Rednerpult.

16.00 Uhr: “Es wird viel davon abhängen, ob die Menschen sich weiter an die Regeln halten, ob sie Abstand halten, ob sie sich weiter die Hände waschen”, so Merkel. “Wenn wir alles wieder vergessen, was wir gelernt haben, sind wir ganz schnell wieder am Anfang”, warnt die Kanzlerin.

Merkel: “Die Epidemie wird nicht verschwinden, bevor wir einen Impfstoff haben”

15.59 Uhr: Merkel warnt erneut: “Die Epidemie wird nicht verschwinden, bevor wir einen Impfstoff haben, mit dem wir die Bevölkerung immunisieren können. Das bedeutet: Leben mit dem Virus. Das ist nicht verschwunden, wenn sich einmal einen Tag lang weniger Menschen anstecken.”

15.56 Uhr: “Ich halte überhaupt nichts davon, zu sagen: Die Jüngeren können jetzt wieder raus, die Älteren müssen noch warten.” Das sei nicht tragbar, so Merkel.

15.54 Uhr: Merkel hofft, dass die Eurogruppe heute noch zu einem Ergebnis kommt, was finanzielle Hilfen angeht. “Das wäre ein gutes Signal”, so die Kanzlerin.

Merkel: Deutschland ist verpflichtet und bereit, zu helfen

15.51 Uhr: Auf Kritik aus Italien in Form von Ministerpräsident Conte antwortet Merkel: “Wir sind uns einig, dass es Solidarität bedarf.” Deutschland sei verpflichtet und bereit, zu helfen: “Deutschland wird es auf lange Sicht nur gut gehen, wenn es Europa gut geht.

15.50 Uhr: “Ich wäre gerne die Erste, die ihnen sagt: Es ist alles, wie es mal war – aber das geht nicht”, erklärt Merkel.

15.48 Uhr: Merkel wird gefragt, welche Lehren sie – persönlich und politisch – aus der Krise ziehe. Eine Antwort hierauf hält Merkel jedoch noch für “zu früh”. Sie sei jedoch sehr dankbar für all die hilfreichen Menschen im Land.

15.46 Uhr: “Solange wir keinen Impfstoff haben, bleiben Regeln wie ‘keine Handschläge’ bestehen”, sagt Merkel.

15.41 Uhr: Damit endet Merkels Statement, sie geht jetzt auf Fragen der anwesenden Journalisten ein.

15.40 Uhr: “Bis dahin möchte ich mich noch einmal an alle Bürgerinnen und Bürger wenden. Es gilt unverändert: Sie schützen Menschen, für die das Virus eine tödliche Gefahr sein kann, sie schützen unser Gesundheitssystem.”

Bundeskanzlerin: “Mein Dank an all die, die die Bestimmungen einhalten”

15.39 Uhr: Die kommenden Woche werde eine Woche der wichtigen Beratungen, auch zur Frage, ob und inwiefern Lockerungen möglich sei, so Merkel.  Am Dienstag werde sich die Bundesregierung erneut treffen, am Mittwoch folge dann ein Gespräch mit den Ministerpräsidenten.

15.37 Uhr: “Mein Dank an all die, die die Bestimmungen einhalten und auch die Bitte, dies beizubehalten.” Ja, der Trend sei da, so Merkel: Die Verdopplungszeiten hätten sich verlangsamt. “Aber: Wenn wir dann überlegen, wie kommen wir in eine nächste Phase, wissen wir nicht, wie sich eine Lockerung der Maßnahmen auswirken würde.”

Merkel: “Wir können schnell zerstören, was wir jetzt erreicht haben”

15.52 Uhr: “Wir dürfen jetzt nicht leichtsinnig sein, wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen. Und ich kenne das auch von mir persönlich: Man hat ein bisschen Hoffnung, dann gewinnt man Zutrauen, dann ist man innerlich etwas entspannter, und schon ist man auch ein bisschen leichtsinnig”, so Merkel.

15.36 Uhr: “Wir müssen konzentriert bleiben, die Lage ist fragil”, betont Merkel. “Wir können schnell zerstören, was wir jetzt erreicht haben.”

15.35 Uhr: “Die neusten Zahlen zum Coronavirus geben vorsichtigen Anlass zur Hoffnung”, so Merkel. Die Kurve habe sich etwas abgeflacht. Zu Beginn der Krise sei sie oft sehr besorgt gewesen und habe sich gefragt, ob man die Maßnahmen noch verschärfen müssen. “Gerade deshalb bin ich sehr froh über die aktuelle Entwicklung. Wir dürfen uns jedoch nicht in Sicherheit wiegen.” Weitere Verschärfungen seien derzeit nicht nötig.

15.33 Uhr: Mit der Frage nach der Versorgung mit Schutzausrüstung beginnt Merkel. Sie betont noch einmal, dass die Produktion von Schutzmasken auch in Deutschland stattfinden müsse, nicht nur in Asien. Dafür solle ein Stab im Wirtschaftsministerium gegründet werden, der die Produktion ankurbeln solle.

15.32 Uhr: Die Kanzlerin ist da, es geht los.

15.27 Uhr: In wenigen Minuten informiert Kanzlerin Angela Merkel nach der Sitzung des Corona-Kabinetts über den aktuellen Stand der Pandemie. Bereits in einer CDU-Sitzung hatte Merkel davon gesprochen, dass es einen “Hoffnungsschimmer” in der Krise gebe.

15.13 Uhr: Die Pressekonferenz ist zwar noch nicht an ihrem Ende angekommen, aber wir gehen an dieser Stelle raus und wechseln ins Kanzleramt: Dort will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) um 15:30 Uhr sprechen.

Giffey zu häuslicher Gewalt: Wir sehen noch keinen signifikanten Anstieg

15.06 Uhr: Die sich in Entwicklung befindliche „Datenspende-App“ sei bereits ein großer Erfolg, sagt Wieler: 160.000 Menschen hätten sich bereits gemeldet.  Die App werde gemeinsam mit einem privaten Anbieter entwickelt, bestätigt Wieler. Die kommerzielle Nutzung der Userdaten durch den Anbieter sei aber untersagt. Diese Daten seien aber wichtig, „um Cluster zu erkennen“ und Infektionswege nachvollziehen zu können, fügt Spahn hinzu.

15.04 Uhr: „Wir sehen noch keinen signifikanten Anstieg“, sagt Giffey zur Frage, ob es bereits messbar einen Anstieg von häuslicher Gewalt gebe, wie ihn viele Experten befürchten. „Wir gehen aber davon aus, dass wir ihn sehen werden, sobald die Maßnahmen gelockert werden.“ Der Grund, so Giffey: Viele Opfer hätten jetzt gar nicht die nötige Privatsphäre, um Misshandlungen zu melden.

14.59 Uhr: Spahn warnt vor dem Ansatz, jetzt schon Lockerungen zu beschließen und sie – falls nötig – wieder zurückzunehmen. „Das halte ich nicht für vertrauensbildend.“

14.52 Uhr: „Mein Eindruck ist nicht, dass es eine einhellige Debatte gebe“, sagt Spahn zur Kritik von FDP-Chef Christian Lindner, Forderungen nach einer Lockerung von Ausgangsbeschränken werde ein „Maulkorb“ auferlegt. „Wir sind eine freie, plurale Gesellschaft“. Diese Fragen würden auch in der Forschung und der Politik offen diskutiert. Spahn warnt auch vor dem Begriff „Exit“: „Der suggeriert, dass danach sofort alles so sein wird wie vorher. Aber so ist es ja nicht.“ Der Gesundheitsminister habe allerdings „nicht den Eindruck – und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Christian Lindner den hat – dass es gerade keine Debatte gäbe in unserer Gesellschaft.“

14.47 Uhr: Sorgen macht dem Minister aber das schöne Osterwetter – „gestern hatte es teilweise 28 Grad“, sagt Spahn. Zwar sei es ausdrücklich nicht verboten, spazieren zu gehen. Wichtig sei es aber, die geltenden Regeln zu beachten: Abstand wahren, nicht in Gruppen spazieren.

14.43 Uhr: Wo liegt die Messlatte, um die Entwicklung über das Wochenende zu beurteilen, fragt ein Reporter? Wieler antwortet, es gebe eine Menge Maßzahlen. „Und wir werden diese Zahlen halt auswerten und sehen, wo der Trend ist.“ Spahn wiederum sagt, die lineare Entwicklung der Infiziertenzahlen über die nächsten Tage sei besonders wichtig., außerdem die sogenannte „R-Zahl“ – die Zahl, die angibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Diese Zahl habe schon bei sechs bis sieben gelegen, sagt Spahn, jetzt liege sie noch bei ungefähr eins.

14.42 Uhr: „Die Strukturen sind da, und sie sind intakt“, betont Adli, wenn es um psychologische Hilfe geht für Opfer häuslicher Gewalt. Jetzt dürfen die anwesenden Journalisten Fragen stellen.

14.39 Uhr: „Stress ist etwas ganz Normales“, sagt Adli. Gesundheitsgefährdend werde er aber dann, wenn man das Gefühl habe, man habe keinen Einfluss auf den Stress. „Unsere Psyche leidet bei Dauerbelastung ohne Aussicht auf Entlastung.“ Es helfe daher, sich vor Augen zu führen, dass dieser Zustand endlich sei.

14.36 Uhr: Der Stressforscher Mazda Adli ist jetzt dran. „Wir erleben nicht nur eine Pandemie, sondern auch eine psychologische Krise“, sagt Adli. Der Forscher ermuntert über die Ostertage dazu, seine sozialen Kontakte auf digitalem Wege zu pflegen.

Wieler kündigt repräsentative Blut-Tests an

14.31 Uhr: Jetzt stellt der RKI-Chef drei verschiedene Studien vor, bei der jeweils das Blut eines Teils der Bevölkerung untersucht werden sollen. Aus den Studien sollen sich Rückschlüsse über die Verbreitung von Covid-19 ziehen lassen. Erste Ergebnisse sollen im Mai vorliegen.

14.28 Uhr: Die Todesrate betrage mittlerweile 1,9 Prozent, sagt Wieler. „Das liegt daran, dass wir immer mehr Ausbrüche in Altenheimen, Pflegeheimen und Krankenhäusern haben“, warnt der RKI-Chef – ältere Menschen seien besonders gefährdet. Die jüngste bislang bekannte verstorbene Person sei 28 Jahre alt gewesen und habe an Vorerkrankungen gelitten.

14.25 Uhr: Professor Wieler vom RKI hat das Wort. „Die Zahl der neu übermittelten Fälle ist trotz aller Maßnahmen noch immer auf einem hohen Niveau“, warnt Wieler. „Von einer Entspannung kann man noch nicht wirklich ausgehen.“

14.23 Uhr: Ganz ausdrücklich will Giffey auch „den vielen, vielen Frauen“ danken, die in den sozialen Berufen arbeiten – nur 20 Prozent sind Männer. Zu Vorschlägen, die Ausgangsbeschränkungen zu lockern und Senioren dafür unter Quarantäne zu stellen, sagt Giffey: „Ich bin nicht der Meinung, dass wir eine Zwei-Klassen-Gesellschaft aufmachen sollten.“

14.21 Uhr: In den ersten acht Tagen habe es „eine große Antragsmenge“ für das neue, vorerst vereinfachte Kindergeld gegeben, sagt Giffey. Das sei eine große Belastung für die Mitarbeiter in den Arbeitsagenturen und Familienkassen, die diese Anträge bewältigen müssen, aber die bekämen das bislang großartig hin, lobt die Ministerin.

14.17 Uhr: „All denjenigen, die Hilfe brauchen, wird geholfen“, verspricht Giffey. Services wie die Kinder- und Jugendhilfe werden vor allem in diesen schwierigen Zeiten ihre Angebote aufrechtzuerhalten. Frauenhäuser und andere Beratungsstellen sollen dafür ein technisches Upgrade erhalten, finanziert aus Staatsmitteln. Die Mitarbeiter dieser Angebote sollen zukünftig als „systemrelevant“ eingestuft werden, damit sie ihre Kinder in die Kita geben können und Schutzausrüstung erhalten.

14.15 Uhr: Jetzt spricht Familienministerin Giffey. Auch sie appelliert noch einmal an alle Bürger, jetzt nicht locker zu lassen und diszipliniert zu bleiben. Es dürfe nicht vergebens sein, „was für Anstrengungen und was für Verzicht geleistet wurde von uns allen“.

„Ostern wird eine Weggabelung sein“

14.13 Uhr: „Ostern wird eine Weggabelung sein“, sagt Spahn. Wenn man jetzt konsequent bleibe, würden erste Lockerungen wahrscheinlicher. Allerdings werde man noch für eine lange Zeit auf Festivals und Club-Besuche verzichten müssen.

14.11 Uhr: In den meisten deutschen Laboren herrsche derzeit ein „Dreischichtbetrieb“, sagt Spahn, „fast an jedem Tag der Woche.“ Die Angestellten in den Laboren, Arztpraxen und Krankenhäusern könnten derzeit kein Homeoffice machen, für ihren Einsatz gebühre ihnen großer Dank. „Und ich weiß: Applaus ist gut, aber eine gerechte Bezahlung ist besser.“ Dafür werde er sich einsetzen, verspricht Spahn.

14.07 Uhr: Das deutsche Gesundheitssystem habe „bei allen Problemen, die es im Alltag gibt, eine starke Basis“, sagt Spahn.  Es gebe an den Universitäten eine ganze Reihe von Experten für Epidemiologie, 10.000 von 40.000 Intensivbetten seien derzeit noch frei. Das gebe Deutschland auch die Möglichkeit, Solidarität mit den europäischen Nachbarn zu zeigen und ihnen Patienten abzunehmen. Außerdem: „Wir schaffen momentan 100.000 Tests pro Tag.“

14.06 Uhr: Die Kurve der Neuinfizierten „flacht sich ab“, sagt Spahn. Insgesamt gebe es auch schon 50.000 Geheilte in Deutschland. „Die Bevölkerung in Deutschland hat mit ihrem Verhalten maßgeblich dazu beigetragen“, sagt Spahn. Wer jetzt aber nachlässig werde, gefährde diese ersten Erfolge.

14.04 Uhr: Es gebe gute Entwicklungen im Kampf gegen das Coronavirus, beginnt Spahn sein Statement. „Aber wir dürfen nicht nachlässig werden.“ Auch ihn schmerze es, an Ostern nicht seine Eltern im Münsterland besuchen zu können, sowie seine Neffen und Nichten.

14.02 Uhr: Jetzt geht es los! Familienministerin Giffey und Gesundheitsminister Spahn sind bereits eingetroffen, RKI-Präsident Wieler sitzt links daneben.

Bundeskanzlerin Merkel gibt Oster-Statement zur Corona-Krise

13.05 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert sich um 15.30 Uhr im Kanzleramt nach der Sitzung des Corona-Kabinetts.

RKI-Chef und Spahn sprechen um 14 Uhr

13.02 Uhr: Das für 10.00 Uhr geplante RKI-Pressebriefing wurde abgesagt. RKI-Präsident Lothar Wieler wird stattdessen in der Bundespressekonferenz um 14.00 Uhr sprechen. Auch Gesundheitsminister Jens Spahn und Familienministerin Franziska Giffey werden erwartet.

 

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