Vorderbeine abgeschnitten: Dalmatinerwelpe wird aus Schlachthaus gerettet

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Emma Roo hatte keinen leichten Start ins Leben. Vermutlich war sie von ihrem Züchter abgebeben worden, da sie einen kleinen Defekt an ihren Zehen hatte. Dadurch habe man sie nicht mehr teuer weiterverkaufen können. Der Dalmatinerwelpe sei schließlich in einem Schlachthaus in der chinesischen Provinz Xi’An gelandet, berichtet die „Daily Mail“. Dort hätte sie Schreckliches durchmachen müsssen.

In dem Schlachthaus seien Emma Roo die Vorderbeine, Teile der Ohren und des Schwanzes entfernt worden – alles ohne Betäubung, da man im Hundefleischgeschäft der Glaube herrsche, dass durch das Abschneiden der Gliedmaßen ohne Betäubung Adrenalin produziert werde. Dies mache das restliche Fleisch zarter.

2017 wurde Emma Roo dann aus dem Schlachthof gerettet und anschließend aufgepäppelt. Die Hündin habe sogar ein neues Zuhause gefunden. Doch die Freude hielt nicht lange. Zwei Jahre später wurde sie wieder zurückgegeben.

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Rettung aus den USA

Allerdings hatte die Hündin kurz darauf erneut Glück: Die Tierschutzorganisation, die sie gerettet hatte, wandte sich an „Dalmatian Rescue“ in Süd-Florida, in der Hoffnung, dass Emma Roo und andere Hunde außerhalb Chinas bessere Chancen auf Adoption haben würden. Und tatsächlich habe sie so die Aufmerksamkeit der 27-jährigen Amerikanerin Misha Rackcliff Hunt erregt, die sich sofort in die mittlerweile dreijährige Dalamatinerdame verliebte.

„Ich erinnere mich daran, wie ich Emma das erste Mal online gesehen habe – sie hatte die menschlichsten hellbraun gefärbten Augen. Ich wusste, dieser Hund wurde mir aus einem Grund geschickt“, so Rackcliff Hunt. Als die beiden sich das erste Mal trafen, habe sich dieses Gefühl auch weiter bestätigt, denn Emma Roo sei ihr sofort in die Arme gelaufen. Nach ihrem fünfstündigen Roadtrip nach Hause, sei es gewesen, “als ob sie wüsste, dass ich ihr Mensch bin und sie nie verlassen werde“, beschreibt die Amerikanerin ihre Beziehung zu dem Hund.

Am 26. April 2020 adoptierte Rackcliff Hunt Emma Roo offiziell. Dabei sei ihr immer wichtig gewesen, ihrer Hündin das bestmögliche Leben zu ermöglichen und ihr dabei zu helfen von ihrem frühen Trauma zu heilen – sowohl körperlich als auch mental.

Social-Media-Spenden für die Hündin

Mit Hilfe von Social Media konnte sie genug Geld einsammeln, um sowohl einen Radwagen, als auch Prothesen für die Hündin zu kaufen, mit denen sie sich besser fortbewegen kann. Allerdings müsse sie sich noch daran gewöhnen, da sie jahrelang ohne diese Hilfen auskommen musste. Dafür bekommt Emma Roo nun regelmäßig Wasser- und Massagetherapie.

Wie ihre Besitzerin gegenüber „Daily Mail“ erzählt, lerne sie langsam wie jeder andere junge Hund herumzutoben und zu spielen: „Sie liebt es jetzt Fangen oder mit ihren Stofftieren zu spielen und sie benimmt sich sehr gut gegenüber anderen Hunden im Park. Es ist, als hätte sie gerade erkannt, dass es noch so viele andere Aktivitäten gibt.“ Besonders gerne sei die Hündin am Strand, da könne sie frei in dem weichen Sand herumlaufen und schwimmen.

 

Und auch psychisch geht es Emma Roo von Tag zu Tag besser. Während sie anfangs panische Angst davor hatte, alleine zu sein, und Futter und Spielzeuge um jeden Preis verteidigte, soll sie es mittlerweile lieben überall neue Freunde kennenzulernen. Auch ihre Angst vor Männern soll nachgelassen haben, seit sie einen männlichen Massage-Therapeut hat. „Es ist wunderschön zu sehen, wie Emmas Persönlichkeit mit jedem Tag ein bisschen mehr durchscheint“, erklärt Misha Rackcliff Hunt.

Gegen das Yulin Dog Meat Festival

Mittlerweile setzt sich Rackcliff Hunt mit Hilfe von Emma Roo auf Social Media gegen den Hundefleischhandel ein. Beispielsweise macht sie auf das jährlich stattfindende Yulin Dog Meat Festival aufmerksam, bei dem Schätzungen zufolge rund 10.000 Hunde während der zehntägigen Festivitäten konsumiert werden sollen. Ähnliche Praktiken seien auch trotz Versuchen, dies zu verbieten, weiterhin in einigen Ländern zu finden.

Auch setzen sich die beiden für Tiere mit Behinderungen ein. „Die Leute sagen mir immer, was für eine selbstlose und tolle Person ich sei, aber eigentlich ist es gar nicht so schwer. Man denkt, dass man ein besonders guter Mensch sein muss, aber ich bin nicht besonderes“, berichtet die junge Frau. Viele würden sie außerdem oft fragen, warum sie den Hund nicht einschläfern würde, um ihn von seinem Leid zu befreien. Doch darauf antwortet sie nur: „Wenn ich diesen 12 Kilogramm schweren, glücklichen und lächelnden Hund sehe, kann ich mir nicht vorstellen ihr Leben beenden zu wollen.“

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