Wahlsieger in Burundi soll Präsidentenamt schnell übernehmen | Aktuell Afrika | DW

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Nach dem plötzlichen Tod von Burundis Staatschef Pierre Nkurunziza übernimmt im ostafrikanischen Krisenstaat Burundi der Politiker Evariste Ndayishimiye die Amtsgeschäfte. Das gab das Verfassungsgericht des Landes bekannt. Eine Interimsregierung sei laut Verfassung nicht nötig. Ndayishimiye, der aus der Präsidentschaftswahl am 20. Mai als Sieger hervorgegangen war, solle nun schnellstens den Amtseid ablegen. Ein Datum wurde aber zunächst nicht genannt. 

Übergabe vor August 

Der seit 2005 mit zunehmend harter Hand regierende Nkurunziza war nur wenige Wochen nach der Präsidentenwahl im Lande am Dienstag unerwartet im Alter von 55 Jahren an einem Herzstillstand in einem Krankenhaus in Karuzi, im Osten Burundis, gestorben.

Ende Mai hatten Medien berichtet, Nkurunzizas Ehefrau und der Gesundheitsminister des Landes befänden sich zur medizinischen Behandlung in Nairobi. Ein offizieller Grund zum Tode Nkurunzizas wurde nicht genannt, was Spekulationen über eine mögliche Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit COVID-19 unter Regierungsmitgliedern anheizte.

Nkurunziza löste 2015 mit seiner Kandidatur für eine in der Verfassung eigentlich nicht vorgesehene dritte Amtszeit schwere politische Erschütterungen in der früheren belgischen Kolonie aus. Für die Präsidentenwahl im Mai war er von seiner Partei nicht nochmals aufgestellt worden. Er sollte aber noch bis August im Amt bleiben, bis sein enger Vertrauter Ndayishimiye den Posten übernimmt.

sam/se (dpa, rtr, afp, ap)



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