Wegen Coronavirus: Bayern und Saarland schließen Schulen

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Das Saarland ist vorangegangen, Bayern zog kurz darauf nach. Wegen des Coronavirus werden dort von Montag an Schulen und Kitas geschlossen. Und weitere Länder dürften dem Vorstoß folgen.

Wegen des sich ausbreitenden Coronavirus werden im Saarland und übereinstimmenden Medienberichten zufolge auch in Bayern vom kommenden Montag an alle Schulen und Kindertageseinrichtungen geschlossen. Es sind die ersten Bundesländer, die solche Maßnahme ergreifen. Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sagte, wegen der direkten Nähe zu den Nachbarländern Frankreich und Luxemburg stehe sein Bundesland vor besonderen Herausforderungen. Eine Notbetreuung für Familien werde sichergestellt.

“Es braucht jetzt Entscheidungen mit klarem Kopf, die unweigerlich auch eine Einschränkung des öffentlichen Lebens mit sich bringen”, sagte Hans weiter. Nach Angaben der französischen Botschaft in Deutschland sind in Haut-Rhin im nahe gelegenen Risikogebiet Grand Est bis Donnerstag mit 359 infizierten Personen rund 61 Prozent der bestätigten Infektionen der Region aufgetreten.

Die Ministerkonferenz im Saarland berät heute in einer außerordentlichen Sitzung über das weitere Vorgehen. Wie es um die Abiturprüfungen im Saarland steht, sei im Vorfeld der Sitzung noch nicht klar, teilte ein Sprecher mit.

Auch andere Bundesländer erwägen Schließungen

Aus Bayern gab es noch keine offizielle Bestätigung für den Schritt. Die dpa und die “Süddeutsche Zeitung” berufen sich bei ihren Meldungen auf Regierungskreise. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte aber gestern in Berlin gesagt, dass landesweite Schulschließungen in Bayern notwendig werden könnten, um Situationen wie in Italien zu verhindern.

Höchstwahrscheinlich werden weiter Bundesländer nachziehen. Baden-Württemberg will heute über landesweite Schulschließungen entscheiden. In Nordrhein-Westfalen berät das Kabinett. Auch Schleswig-Holsteins Sozialminister Heiner Garg sprach sich im NDR dafür aus, Schulen und Kitas bis auf weiteres zu schließen.

Bislang hat es nur vereinzelte Schulschließungen gegeben. So beschloss die Stadt Halle an der Saale gestern die Schließung aller Schulen, Horte und Kitas. Bei der Kultusministerkonferenz (KMK) am Donnerstag waren großflächige Schulschließungen zunächst nicht geplant worden. Die Konferenz schließe jedoch eine derartige Maßnahme nicht aus, sagte die Vorsitzende, die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD).

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Abend gesagt, Menschen sollten wo immer möglich auf Sozialkontakte verzichten. Eine vorübergehende Schließung von Kindergärten und Schulen etwa durch das Vorziehen der Osterferien sei eine Option.

Lehrerverband warnt vor “Insellösungen”

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hält bundeslandabhängige Regelungen zu Schulschließungen für fatal. “Bei einer so wichtigen Frage verbieten sich Insellösungen”, sagte er dem Bayerischen Rundfunk. “Wenn es richtig ist, dass wir alle in einem Land und in einer Welt leben, dann kann es nicht sein, dass hier die Schulen geschlossen werden und einen Kilometer weiter nicht.”,

Zudem seien Schulschließungen eine “Riesen-Herausforderung” für die Eltern und Schüler, sagte Meidinger, der Direktor eines Gymnasiums in Bayern ist. Man werde um Not-Betreuungseinrichtungen nicht herumkommen. “Ich warte hier auf gute Vorschläge und Organisationspläne und Maßnahmen der Landesregierung.”

Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 13. März 2020 um 08:30 Uhr.


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