“Wer schläft, verliert”: Übermüdete Zombie-Promis bringen Zuschauer zum schlafen

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Sadisten-TV im deutschen Fernsehen: ProSieben foltert sechs Promis mit Schlafentzug. 60 Stunden ohne Schlaf. Doch nicht nur die Teilnehmer kämpfen. Auch für den Zuschauer wird es hart, die Sendezeit zu überstehen. Und was ist das Gute an der drohenden Atemwegserkrankung Covid-19?  Zumindest Studiogästen bleiben die fast drei Stunden erspart.

Es ist echt zum Gähnen. Gleich zu Beginn gilt das für die Teilnehmer. So viele weit aufgerissene Münder sieht man selten im deutschen Fernsehen. Und da sprechen wir ausnahmsweise nicht von den zahllosen Talkshows. „Wer schläft, verliert!“ heißt das so genannte „TV-Experiment“. So genannte Prominente werden um den Schlaf gebracht. 60 Stunden am Stück müssen sie wach bleiben – und das, schon bevor die ProSieben-Show zur so genannten besten Sendezeit beginnt. Wird das an diesem Abend tatsächlich eine gute Sendezeit?

 

Zombie-Kandidaten quälen sich durch müde Spielchen

Moderator Thore Schölermann muss es gleich zu Beginn zugeben. „Natürlich“, sagt er, finde die Show ohne Publikum statt: „Es fühlt sich an wie eine Probe.“ Dieses Handicap erstickt eine Show, die aber auch mit Applaus und Gelächter kaum eine Chance gehabt hätte. So aber wird es eine Corona-Show. Eine Corona-Zombie-Show. Die Prominenten stiefeln wie Untote auf die Bühne. Dann hängen sie matt in den Stühlen. Und zwischendurch spielen sie müde Spielchen. „Der Sandmann kommt“, heißt das erste. Die Teilnehmer befüllen eine Sanduhr. Während sie abläuft, müssen sie Kartenhäuschen aufstellen. Schon an dem Punkt erkennt der Zuschauer: Auch er wird schnell mit dem Schlaf zu kämpfen haben.

„Hirnfrost“? Den spüren bald auch die Zuschauer!

Es wird nicht besser. Beim Spiel mit dem Titel „Hirnfrost“ bekommen sie 1,7 Kilogramm eiskalte Himbeer-Slushi zu trinken. Die Schluckkönigin aus der Vorrunde heißt Candy Crash. Sie ist prominent, weil sie von Heidi Klum mal aus einer Show geworfen wurde. Auf der Showbühne schwächelt sie und verliert ihre Spitzenposition. Schnell zeigt sich: Schlafmangel wirkt sich nicht eben positiv auf die Laune aus. Natascha Ochsenknecht, prominent als Ex-Frau von Uwe Ochsenknecht, zeigt dem Moderator den Stinkefinger und beschimpft das Team: „Oh, seid Ihr Ratten!“ Paula Lambert – prominent, weil sie sich auskennt mit allem rund ums Bett – beschwert sich immer wieder, ihr wäre ein wissenschaftliches Experiment versprochen worden. Es bleibt bei albernen Spielchen. Es wird gezählt, wer am wenigsten blinzelt. Die Kandidaten müssen Wörter aus einer Gute-Nacht-Geschichte zählen. Spätestens da kämpfen wahrscheinlich schon die meisten Zuschauer mit dem Schlaf.

Sadisten-Masochisten-TV ohne Gewinner

Es entwickelt sich ein doppeltes Sadisten-Masochisten-TV ohne Gewinner. Die Kandidaten werden gequält, ihre Gesichter verziehen sich im Schmerz beim Trinken der eiskalten Getränke. Sie quälen sich selbst, weil sie nicht einschlafen wollen. Der Fernsehzuschauer quält sich, weil auch er nicht einschlafen will. Das macht ihm ProSieben aber wirklich schwer. Immer wieder kommen matte Einspielfilmchen aus den 60 Stunden Vorbereitungszeit, um die Sendezeit zu füllen. Zu allem Überfluss funktionieren bei  Wettbewerbsspielchen die Buzzer nicht. Reparieren lassen sie sich auch nicht. Uhren fallen aus. Und die übermüdeten Prominenten? Stehen stoisch. Schauen lustlos. Dümpeln durch eine Show ohne Höhepunkte. Und es lässt sich immer wieder feststellen: Schlafmangel macht Menschen einfach nicht schöner. Kurz: Die Premiere offenbart überdeutlich, es ist ein schwachsinniges Showkonzept, das schnell entschlafen wird. Ruhe sanft, ProSieben-Show.


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