Wirtschaft: OSZE warnt vor massiver Korruption, Behörden wegen Virus überfordert

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Corona-Crash der Wirtschaft im News-Ticker: Die weltweite Pandemie und ihre Folgen treffen die Wirtschaft massiv, auch die Börsen leiden darunter spürbar. Der Finanzmarkt strauchelt, Dax und Dow Jones pendeln zwischen neuem Einbruch und leichter Erholung, der Ölpreis spielt verrückt. Auf FOCUS Online lesen Sie alle neuen Entwicklungen.

Topmeldungen aus den Bereichen Wirtschaft, Recht und Börse:

Japanische Wirtschaft rutscht wegen der Corona-Krise in eine Rezession

04.01 Uhr: Wie Deutschland ist auch Japan im Zuge der Corona-Krise in eine Rezession gerutscht. Japans Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im ersten Quartal dieses Jahres, auf das Jahr hochgerechnet, um real 3,4 Prozent, wie die Regierung in Tokio am Montag auf vorläufiger Basis bekanntgab. Die vor Deutschland drittgrößte Volkswirtschaft der Welt war bereits im Schlussquartal 2019 wegen einer Erhöhung der Mehrwertsteuer geschrumpft, auf das Jahr hochgerechnet um 7,1 Prozent. Sinkt die Wirtschaftsleistung eines Landes zwei Quartale in Folge, sprechen Ökonomen von einer “technischen Rezession”.

Notenbank: US-Wirtschaft könnte dieses Quartal um bis zu 30 Prozent schrumpfen

Montag, 18. Mai, 02.01 Uhr: Die US-Wirtschaft könnte im laufenden Quartal nach Einschätzung der Notenbank Fed um bis zu 30 Prozent schrumpfen. Es sei gut möglich, dass das Bruttoinlandsprodukt um 20 bis 30 Prozent abnehme, sagte Fed-Direktor Jerome Powell am Sonntagabend (Ortszeit) in einem Interview des Fernsehsenders CBS. Er sehe aber eine “gute Chance”, dass es im dritten Quartal dann wieder eine Zunahme des Wachstums gebe.

Behörden überfordert: OSZE warnt vor massiver Korruption wegen Corona

12.14 Uhr: Die Korruption dürfte durch die riesigen Corona-Hilfspakete für die Wirtschaft aufblühen, weil Behörden überfordert sind – das befürchtet die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

„Wir vermuten, dass wir in den nächsten Monaten sehr viel mehr Korruption sehen werden“, sagte der OSZE-Generalsekretär Thomas Greminger der österreichischen Nachrichtenagentur APA. „Die Kriminellen passen sich rasch an die Systemschwächen an, die durch die Covid-Krise hervorgerufen werden.“

Auch der Menschenhandel dürfte zunehmen, meinte der Schweizer Diplomat. Durch die Einführung der Kontrollen an den Binnengrenzen seien die Grenzbehörden im Schengen-Raum überfordert. An anderen Stellen fehlten dadurch Ressourcen. Das nutzten Kriminelle aus. Leider habe die Corona-Krise die Tendenz zu „sehr nationalen Reflexen, Alleingängen und unilateral isolationistischen Ansätzen verstärkt“.

10.000 Jobs in Gefahr: Gewerkschaft warnt vor massivem Stellenabbau bei der Bahn

Sonntag, 17. Mai 2020, 7.15 Uhr: Nach Berechnungen der Eisenbahngewerkschaft EVG sind bei der Deutschen Bahn wegen der Corona-Krise mehr als 10.000 Jobs gefährdet. „Es droht ein dramatischer Stellenabbau“, warnte der amtierende EVG-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel gegenüber der „Bild am Sonntag“. „Die Deutsche Bahn AG will im Gegenzug für staatliche Hilfen etwa fünf Milliarden Euro, davon etwa 2,25 Milliarden beim Personal, einsparen. Die Umsetzung dieser Vereinbarung zwischen dem Konzern und der Bundesregierung heißt im Klartext: Abbau von weit über 10.000 Stellen bei der Deutschen Bahn im gesamten Bundesgebiet.“ Aktuell arbeiten in Deutschland etwa 213.000 Mitarbeiter für den Konzern.

Hommel befürchtet „eine knallharte Sparpolitik auf dem Rücken der Beschäftigten mit einer Halbierung der Ausbildungsplätze und einem Stopp der dringend benötigten Neueinstellungen“. Die drohenden Personaleinsparungen setzten die „notwendige Verkehrswende in Deutschland aufs Spiel“.

Bundesregierung, Konzernleitung, Mitarbeitervertretung und Gewerkschaften müssten, so Hommel, in einem „Bündnis für Beschäftigung und Mobilität“ Regelungen für sichere Arbeitsplätze treffen. Der Gewerkschafts-Chef betonte, die Bahn-Mitarbeiter hätten in der Corona-Krise schließlich „jeden Tag ihre Gesundheit aufs Spiel gesetzt“, um den Zugverkehr aufrechtzuerhalten.

Weitere Meldungen zu den Folgen der Corona-Krise für Verbraucher, Wirtschaft und Anleger:

Vor Bau-Tarifrunde: Arbeitgeber fürchten Auftragseinbruch

Sonntag, 17. Mai 2020, 14.55 Uhr: Vor der Tarifrunde für die rund 850.000 Bau-Beschäftigten in Deutschland dämpfen die Arbeitgeber die Erwartungen der Gewerkschaft. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe rechnet infolge der Corona-Krise mit deutlichen Umsatzrückgängen. „Klar laufen die meisten Baustellen noch weiter“, teilte der Verband der Deutschen Presse-Agentur mit. „Was aber wirklich Sorge bereitet, ist der Blick nach vorne.“

Der gewerblichen Wirtschaft wie auch den Kommunen fehle das Geld für Investitionen. Äußerst fraglich sei auch, ob private Immobilienbesitzer angesichts von Kurzarbeit und drohender Arbeitslosigkeit noch Geld in ihre Häuser und Wohnungen stecken.

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agar-Umwelt (IG BAU) hatte vor wenigen Tagen ihre Tarif-Forderungen bekräftigt, die sie schon vor der Corona-Krise festgelegt hatte: ein Lohn-Plus von 6,8 Prozent, mindestens aber 230 Euro monatlich, außerdem ein Wegegeld für die Anreisezeit zur Baustelle. Die Verhandlungen beginnen an diesem Dienstag in Berlin.

Ölpreise erholen sich weiter – WTI nähert sich 30-Dollar-Marke

18.23 Uhr: Die Ölpreise haben am Freitag erneut zugelegt. Marktbeobachter verwiesen auf die jüngste Nachfrageprognose der Internationalen Energieagentur (IEA), die für Auftrieb bei den Ölpreisen sorge. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 31,91 US-Dollar. Das waren 78 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 1,43 Cent auf 28,99 Dollar.

In der Corona-Krise bricht der weltweite Ölverbrauch nach Einschätzung der IEA weniger stark ein als zunächst befürchtet und der Ölmarkt sei “weniger überversorgt” als zuvor gedacht. Mittlerweile geht die IEA laut einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht davon aus, dass die Nachfrage in diesem Jahr um durchschnittlich 8,6 Millionen Barrel pro Tag schrumpfen wird. Zuvor war ein Rückgang um 9,3 Millionen Barrel pro Tag erwartet worden. Seit Montag hat der Brentpreis um rund einen Dollar zugelegt, US-Öl lag deutlicher um mehr als drei Dollar über seinen Wert zum Wochenstart.

Unterstützt wurde die Preiserholung durch die von führenden Ölnationen beschlossenen Förderkürzungen, die zum Monatsbeginn in Kraft traten. In den ersten zwei Maiwochen sank die tägliche Ausfuhr der in der “Opec+” zusammengefassten Ölstaaten des Kartells und anderer Förderländer nach Einschätzung des Analysehaus Petro-Logistics um fast 6 Millionen Barrel. “Dies kann als ein klares Bekenntnis zum Kürzungsabkommen gesehen werden”, kommentierte Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank.

Dank Schnäppchenjägern: Dax dämmt Wochenverlust ein

17.46 Uhr: Der Dax hat sich am Freitag vom tiefsten Stand seit fünf Wochen erholt. Der deutsche Leitindex schaffte es zeitweise zurück über die Marke von 10.500 Punkten, konnte dieses Niveau dann aber nicht ganz halten. Am Ende gewann er noch 1,24 Prozent auf 10.465,17 Zähler. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es zu Wochenschluss um 1,20 Prozent auf 23.270,68 Punkte nach oben.

Der Dax konnte sein Wochenminus, das ihm neben der Sorgen um die wirtschaftlichen Perspektiven in der Corona-Krise auch wieder zunehmende Spannungen zwischen den USA und China einbrockten, mit dem Anstieg am Freitag reduzieren. Letztlich hat er in den vergangenen Tagen aber immer noch vier Prozent verloren.

Andreas Büchler vom Börsenmagazin Index-Radar urteilte, dass schon kleinere Rückschläge von Anlegern derzeit immer wieder zu Käufen genutzt würden. “Auf Schnäppchenjäger bleibt Verlass”, so der Experte. Auf der anderen Seite zeigte er sich jedoch etwas beunruhigt von einer derzeit wieder zunehmenden Schwankungsbreite an den Börsen.

Maue Konjunkturdaten bremsen Erholung der Wall Street aus

16.46 Uhr: Die Erholung der US-Aktienmärkte vom Vortag ist am Freitag aufgrund schwacher Konjunkturdaten ins Stocken geraten. Der Dow Jones Industrial notierte im frühen Handel 0,29 Prozent tiefer bei 23.556,90 Punkten. Damit deutet sich für den US-Leitindex ein Wochenverlust von rund drei Prozent an. Der marktbreite S&P 500 verlor am Freitag 0,30 Prozent auf 2844,01 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 büßte 0,69 Prozent auf 9031,42 Punkte ein.

Dow Jones
23.685,42
Pkt.

Außerbörslich

 

Bereits in den vergangenen Tagen war an den Märkten wieder Ernüchterung eingekehrt. Weltweit schreiten die wirtschaftlichen und sozialen Lockerungen zwar voran, doch sorgen sich die Anleger um das Tempo der konjunkturellen Erholung. Zudem droht der Handelsstreit zwischen den USA und China wieder stärker hochzukochen.

Medienbericht: Galeria Karstadt Kaufhof muss womöglich 80 Standorte schließen

16.18 Uhr: Die kriselnde Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof muss offenbar einen beträchtlichen Teil seiner Standorte schließen. Wie die “WirtschaftsWoche” am Freitagnachmittag vermeldete, sind demnach 80 der 175 Standorte von der Schließung bedroht. Das Magazin beruft sich dabei auf ein Sanierungskonzept, welches dem Gesamtbetriebsrat am Freitag vorgestellt wurde.

Sollte es zu Zugeständnissen von Vermietern und weiteren Beteiligten kommen, könnte die Zahl der Schließungen aber noch reduziert werden, hieß es weiter. Der “WirtschaftsWoche” zufolge rechnen Insider dennoch mit dem Abbau von etwa 5000 Vollzeitstellen. Der Stellenabbau müsse dieses Mal “mehr als nur kosmetisch” sein, hieß es intern.

Die Arbeitnehmervertreter wiederum kritisierten die im Sanierungsplan vorgestellten Maßnahmen als “unverantwortlichen Kahlschlag” an Arbeitsplätzen und “an Grausamkeiten kaum zu überbieten”.

Immobilienindustrie fürchtet “gigantische Krise” wegen Coronavirus

16.16 Uhr: Die Immobilienwirtschaft fürchtet wegen der Corona-Krise schwere Folgen für Einzelhändler und ihre Vermieter. “Wir stehen am Anfang einer gigantischen Krise”, sagte Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA), dem Nachrichtenmagazin “Spiegel”. Einzelhändler hätten binnen eines Monats rund 30 Milliarden Euro Umsatz verloren und Eigentümer von Handelsimmobilien bis zu 70 Prozent der Mieterlöse eingebüßt.

Auch für Mai und Juni sei trotz der Wiederöffnung von Geschäften nur eine Teilzahlung zu erwarten. Keiner könne einen solchen Ausfall schadlos drei Monate durchhalten, sagte Mattner. Was demnächst leer stehe, sei in diesen Zeiten nur schwer wieder vermietbar. Die Fußgängerzonen füllten sich dem Verband zufolge nur langsam: Die Kundenfrequenz in den Innenstädten liege 50 bis 60 Prozent unter dem Vorjahreswert, hatte der ZIA zuletzt festgestellt.

Der ZIA schlug erneut ein zeitlich begrenztes Hilfsprogramm für Gewerbeimmobilien vor. Händler könnten demnach die halbe Miete zahlen, Eigentümer verzichteten auf 25 Prozent, das restliche Viertel solle der Staat beisteuern. Die Lasten könnten nur gemeinsam geschultert werden, meint Mattner. Die Krise werde bis weit ins kommende Jahr ziehen. “Der Niedergang steht schon fest, es geht nur noch darum, das Ausmaß zu begrenzen.” Zuletzt hatte schon der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen gewarnt, viele Gewerbetreibende könnten ihre Mieten nicht mehr zahlen. Vor bei Einzelhändlern, Gastronomen und Hotels häuften sich die Ausfälle.

Schärfster Einbruch seit 101 Jahren: US-Industrie schrumpft massiv

15.45 Uhr: Die Corona-Krise hat die US-Industrie ins Mark getroffen. Wie die Notenbank Fed am Freitag in Washington mitteilte, brach die Produktion im April gegenüber dem Vormonat um 11,2 Prozent ein. Das ist der stärkste Rückgang seit Erhebungsbeginn vor 101 Jahren im Jahr 1919. Analysten hatten im Mittel einen Rückgang um 12,0 Prozent erwartet.

Die Warenproduktion des Verarbeitenden Gewerbes, vergleichbar in etwa mit der deutschen Industrieproduktion, fiel noch stärker um 13,7 Prozent. Auch das ist ein Rekordrückgang. Die Autoproduktion brach um 70 Prozent weg. Im Bergbau nahm die Aktivität ebenfalls deutlich ab. Der Ausstoß der Versorger ging dagegen nur leicht zurück. Die Kapazitätsauslastung der Industrie brach um 8,3 Prozentpunkte auf 64,9 Prozent ein.

Beispielloser Einbruch: Umsatz im US-Einzelhandel schrumpft in Rekordgeschwindigkeit

15.20 Uhr: Der amerikanische Einzelhandel erlebt in der Corona-Krise einen beispiellosen Umsatzeinbruch. Wie das US-Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte, lagen die Umsätze der Branche im April 16,4 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Das ist der mit Abstand stärkste Rückgang seit Erhebungsbeginn im Jahr 1992. Analysten hatten im Mittel einen Einbruch um 12 Prozent erwartet.

Der jüngste Absturz folgt auf einen bereits heftigen Absturz von 8,3 Prozent im März. Gegenüber dem Vorjahresmonat brachen die Umsätze im April um 21,6 Prozent ein. Die Erlöse mit Bekleidung lagen sogar fast 90 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Der Online-Handel konnte seine Umsätze dagegen steigern. Der stationäre Einzelhandel ist durch die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie besonders betroffen. Viele Konsumenten weichen stattdessen auf Internethändler aus.

Top-Ökonom: Krise verändert Währungsunion – unser Wohlstand wird leiden

 

Ryanair baut 250 Büro-Stellen ab

14.05 Uhr: Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair  baut wegen der Einschränkungen im Luftverkehr durch die Coronavirus-Pandemie 250 Büro-Stellen an verschiedenen europäischen Standorten ab. Betroffen sind Dublin, London-Stansted, das polnische Wroclaw (Breslau) und Madrid, wie Ryanair am Freitag mitteilte.

Nachdem die Airline im März, April und Juni das Programm auf nur ein Prozent der ursprünglich geplanten Flüge zusammengestrichen hat, sollen im Juli wieder 40 Prozent stattfinden. Doch Ryanair geht davon aus, dass weit weniger Mitarbeiter benötigt werden als vor Beginn der Krise. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet die Airline damit, 55 Millionen Passagiere weniger zu befördern als anvisiert. Ryanair hatte mit 155 Millionen Passagieren bis März 2021 gerechnet.

Es sei eine “sehr schmerzhafte Zeit” für die Fluggesellschaft, sagte Ryanair-Personalchef Darrell Hughes. Im Lichte zukünftiger und andauernder Einschränkungen im Flugverkehr sei noch vor Ende des Monats mit weiteren Ankündigungen zu Stellenstreichungen und Gehaltskürzungen bei Crew-Mitgliedern zu rechnen. Bereits Anfang Mai hatte Ryanair angekündigt, bei Piloten und Kabinenpersonal 3000 Jobs abzubauen und Gehälter um 20 Prozent zu kürzen.

Schwierige Verhandlungen über Krisenopfer der Lufthansa-Flugbegleiter

13.27 Uhr: Die Lufthansa verlangt in der Corona-Krise von ihren Beschäftigten erhebliche Sanierungsbeiträge. So sollen nach Forderung des Unternehmens die Einkünfte der Flugbegleiter mindestens um 20 Prozent sinken, bestätigte der Geschäftsführer der Kabinengewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, entsprechende Informationen des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel”. Er wies aber wie auch ein Unternehmenssprecher zurück, dass die Verhandlungen bereits “geplatzt” seien. Die Gespräche dauerten vielmehr an, erklärten beide Seiten am Freitag.

Laut “Spiegel” hat das Unternehmen rund ein Dutzend Maßnahmen zur Kostensenkung benannt, die bis Ende 2023 gelten sollten. Zulagen und Gewinnbeteiligung für 2019 sollten ebenso gestrichen werden wie der Arbeitgeberbeitrag zur Übergangsversorgung. Ab dem kommenden Sommer sollten die rund 22 000 Beschäftigten zudem auf ihr Urlaubsgeld verzichten und ein niedrigeres Grundgehalt beziehen. Im Gegenzug wolle man auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten.

Der Unternehmenssprecher wollte sich nicht zu den Details äußern. Baublies wies die Darstellung zurück, dass die Gespräche an dem Thema der Germanwings-Beschäftigten gescheitert seien. Der Konzern will die Teilgesellschaft auflösen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte den Personalüberhang in einem krisenbedingt verkleinerten Lufthansa-Konzern auf insgesamt etwa 10000 Mitarbeiter beziffert. Mit neuartigen Teilzeitlösungen sollten möglichst viele an Bord gehalten werden, hatte der Vorstandsvorsitzende erklärt. Auch mit den Piloten wird verhandelt.

“Erhöhungen absolut falscheste Weg”: Söder bringt Steuersenkung ins Spiel

12.25 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will die „Corona-Notbremse“ konsequent anwenden. Dies kündigte er vor Journalisten in Berlin an. Zudem sei es angezeigt, neben den regionalen Hotspots die Gesamtlage im Auge zu behalten. Er regte an, dass sich die Ministerpräsidenten der Union dazu nach Pfingsten treffen. Die Corona-Krise sei der „extremste Stresstest für die Wirtschaft“ seit  dem Zweiten Weltkrieg. Steuererhöhungen seien „auf jeden Fall der absolut falscheste Weg“, es brauche aber ein großes Steuerprogramm. Ein Energieeffizienz-und ein Startup-Program seien jetzt fällig. Gegenüber der “Bild“-Zeitung sprach sich Bayerns Ministerpräsident nun für eine Steuersenkung aus: „Wir müssen dafür sorgen, dass mehr Geld bei den Menschen ist und bleibt – das sind keine Steuererhöhungen, sondern eher Senkungen”, erklärte Söder.

Niederländische Wirtschaft schrumpft wegen Corona-Krise

11.49 Uhr: Die Wirtschaftsleistung ist auch in den Niederlanden wegen der Corona-Krise deutlich zurückgegangen. Das niederländische Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im ersten Quartal 2020 nach einer vorläufigen Schätzung um 1,7 Prozent im Vergleich zu den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres, wie die Statistikbehörde CBS am Freitag mitteilte. Es handelt sich um den ersten Rückgang der Wirtschaftsleistung nach 23 Quartalen durchgehenden Wachstums. Im Vorjahresvergleich ging das BIP um 0,5 Prozent zurück.

Im Januar und Februar hatte die Wirtschaft zwar noch weiter zugelegt, wie die Statistikbehörde ausführte. Unter den Folgen der Corona-Krise sei die wirtschaftliche Aktivität in den Niederlande dann ab der zweiten März-Hälfte aber auf “beispiellose” Weise eingebrochen. 

Allerdings wurden andere Staaten der Euro-Zone teils noch stärker von der Krise erfasst. In Deutschland schrumpfte das BIP im ersten Quartal um 2,2 Prozent zum Vorquartal, in Portugal betrug der Absturz 3,9 Prozent.

Deutsche Wirtschaft bricht in der Corona-Krise ein

10.03 Uhr: Deutschland ist im Zuge der Corona-Krise in eine Rezession gerutscht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im ersten Vierteljahr gegenüber dem Vorquartal um 2,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Berlin mitteilte. Der Rückgang sei im Quartalsvergleich der mit Abstand stärkste seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 und der zweitstärkste seit der deutschen Wiedervereinigung. Im März hatte sich die Pandemie in Europa ausgebreitet. Ausgangsbeschränkungen, geschlossene Grenzen und Geschäfte brachten das Wirtschaftsleben in großen Teilen zum Erliegen.

Im Schlussquartal 2019 ging die Wirtschaftsleistung nach neuer Berechnung der Wiesbadener Behörde gegenüber dem Vorquartal um 0,1 Prozent zurück. Sinkt die Wirtschaftsleistung zwei Quartale in Folge, sprechen Ökonomen von einer “technischen Rezession”.

Mit dem Konjunktureinbruch im ersten Vierteljahr ist nach Einschätzung von Volkswirten die Talsohle allerdings noch nicht erreicht. Die Bundesregierung rechnet im Gesamtjahr 2020 mit der schwersten Rezession der Nachkriegsgeschichte. Die Wirtschaftsleistung der größten Volkswirtschaft Europas dürfte demnach um 6,3 Prozent schrumpfen, obwohl es im zweiten Halbjahr wieder aufwärts gehen soll. In der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 5,7 Prozent gesunken. Die weltweite Corona-Krise mit unterbrochenen Lieferketten belastet vor allem den Export, aber auch den privaten Konsum.

Lesen Sie mehr zum Thema: Konjunktur – Ökonomenstimmen zum deutschen Konjunktureinbruch im Überblick

Verwirrung um Lohnfortzahlung für Eltern: Wird sie doch verlängert?

9.30 Uhr: In der Frage der Lohnfortzahlung für Eltern, die in der Corona-Krise wegen geschlossener Kitas oder Schulen nicht arbeiten können, gibt es möglicherweise Bewegung. Es werde keine Verlängerung der Regelung geben, hatte es zunächst geheißen. Nun erfuhr FOCUS Online aus Regierungskreisen, die Entscheidung  sei noch nicht definitiv. Das zuständige Arbeitsministerium werde bald Infos zum Sachstand rausgeben, hieß es.

Eltern hatten seit dem 30. März für sechs Wochen Anspruch, vom Staat 67 Prozent des entgangenen Nettoeinkommens zu erhalten – bis zu einer Grenze von 2016 Euro im Monat. Für manche Eltern wären die Zahlungen damit Mitte Mai erschöpft. Allerdings hat nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums jedes Elternteil einen eigenen Anspruch, “so dass insgesamt 12 Wochen häusliche Betreuung möglich sind”.

Dax startet mit Gewinnen

09.00 Uhr: Der Dax beginnt den Tag 1,29 Prozent im Plus bei 10470,85 Punkten. Damit könnte sich der Aktienmarkt nach einer schwachen Woche stabilisieren. Bisher dominierten bei Anlegern Konjunktursorgen, die für Verluste an den Börsen sorgten.

Pharma-Riese Sanofi rudert nach Impfstoff-Aussage zurück

08.46 Uhr: Europas größter Pharma-Konzern sorgte mit einer Aussage zuletzt für Empörung. Dabei ging es um die Bevorzugung der USA bei der Versorgung mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus.

„Die Regierung der Vereinigten Staaten hat das Recht auf die größte Vorbestellung, denn sie hat investiert, um die Risiken zu teilen“, erklärte Paul Hudson, Vorstandsvorsitzender von Sanofi, kürzlich in einem Interview mit der Nachrichtenagentur „Bloomberg“.

Die Aussage sorgte vor allem in Frankreich, Sanofi ist ein französischer Konzern, für Verärgerung gesorgt. Agnès Pannier-Runacher, Staatssekretärin im Finanzministerium, forderte gegenüber dem Radiosender Sud Radio, dass es „keinen privilegierten Zugang für dieses oder jenes Land unter einem finanziellen Vorwand geben“ dürfe. Das wäre „inakzeptabel“.

Nun rudert der Konzern zurück. Der Chef des Verwaltungsrats von Sanofi, Serge Weinberg, sagte dem Sender “France 2”, das Unternehmen werde dafür sorgen, dass ein Impfstoff in allen Regionen der Welt zur gleichen Zeit verfügbar sei. Es gebe sowohl in den USA als auch in Europa Möglichkeiten, das Mittel herzustellen.

„Maßvolle Reduktion“: Jetzt wollen auch IW-Experten die Rentenerhöhung einstampfen

Freitag, 15. Mai, 7.18 Uhr: Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) fordert, Rentner stärker an der Bewältigung der Corona-Lasten zu beteiligen. „Ich plädiere für eine maßvolle Reduktion der Rentenerhöhung und ein Nachholen der ausgelassenen Anpassung im nächsten Sommer, wenn eine Nullrunde droht“, sagte der IW-Rentenexperte Jochen Pimpertz der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ vom Freitag. „Damit wären die Rentner mittelfristig nicht schlechter gestellt, ohne in der aktuellen Situation Beitragszahler zu überfordern.“

Er betonte: „Wie die Rentner an der Finanzierung der Corona-Kosten beteiligt werden sollen, liegt in der Verantwortung politischer Entscheidungsträger. Aus ökonomischer Sicht eröffnet eine Streckung der Erhöhung auf zwei Jahre aber die Möglichkeit, die Entwicklung der gesetzlichen Renten über den Tag hinaus zu verstetigen und gleichzeitig die Rentenkasse aktuell zu entlasten.“

Zum 1. Juli 2020 soll die Rente im Westen bislang um 3,45 Prozent (Ost: 4,2 Prozent) steigen. Doch dagegen regt sich von vielen Seiten Widerstand. So hatte zu Beginn der Woche bereits der Finanzexperte Bernd Raffelhüschen von der Uni Freiburg gefordert, dieRente bis zum Jahresende auf ihrem aktuellen Niveau einzufrierenund über eine Erhöhung später neu zu entscheiden.

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man/mit Agenturmaterial

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