Wirtschaft: Wir bewegen uns in Richtung Tyrannei

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Wirtschaft: Wir bewegen uns in Richtung Tyrannei

Er prophezeit die Verhaftung von Mark Zuckerberg und warnt vor Amazon. Hier skizziert der New Yorker Professor Scott Galloway in sechs Thesen die Zukunft der „Big Tech“-Firmen.

1. Amazon wird zum wichtigsten Gesundheitsanbieter

Vor ein paar Wochen wurde mir einmal mehr klar, warum Jeff Bezos als der größte Wirtschaftsvisionär dieses Jahrhunderts in die Geschichte eingehen wird. Es war in einer Telefonkonferenz mit Investoren, und ich habe nur noch gestaunt. Bezos kündigte an, vier Milliarden Dollar in Infektionsschutz zu investieren.

Amazon wird die erste und womöglich einzige virenfreie Lieferkette der Welt anbieten können – egal welche Viren noch kommen werden. Und das ist unglaublich schlau. Gerade entsteht ein Multimilliarden-Dollar-Markt, ein ganz neues Produkt, für das sich vor drei Monaten noch kein Mensch interessiert hat: Virus- und Antikörpertests. Und Amazon wird der Marktführer sein.

Bezos könnte diesen Service sogar als weiteren Vorteil einer Mitgliedschaft bei Amazon Prime anbieten. Ich denke, dass Amazon schon sehr bald der am schnellsten wachsende Gesundheitsanbieter der Welt sein wird.

2. „Big Tech“ wird reguliert – hoffentlich

Wir stehen jetzt an einem kritischen Punkt im Umgang mit den größten Technologiefirmen, mit Google , Facebook , Apple  und Amazon . Wir geben privaten Firmen immer mehr Macht und kürzen dafür Behörden wie der Handelskommission das Geld, die diese Unternehmen eigentlich überwachen sollten. Und diese Machtverschiebung passiert in einer beängstigenden Geschwindigkeit.

Wenn private Interessen wichtiger werden als öffentliche, bewegen wir uns auf eine Form der Tyrannei zu. Unsere politischen Führer müssen schleunigst Stärke zeigen und beispielsweise Amazon aufspalten. Es ist möglich und wichtig und passiert hoffentlich noch in diesem Jahr. Soll Elon Musk uns auf den Mars bringen? Soll Jeff Bezos uns auf Covid-19 testen?

Oder wollen wir, dass es die NASA und die WHO tun? Ich zumindest fühle mich nicht wohl dabei, wenn die wichtigsten Entscheidungen unserer Zeit vom Wohlwollen der Milliardäre und Billionäre abhängen.

3. Disney gewinnt die erste Schlacht im Streaming-Krieg

Im Moment profitieren die großen Streaming-Anbieter wie Netflix , Amazon, Apple und seit Kurzem auch Disney  extrem von der Pandemie. Die Menschen sitzen zu Hause auf der Couch, schauen Filme und Serien. Gleichzeitig kann aber im Moment coronabedingt nicht gedreht, nichts Neues auf den Markt gebracht werden. Wer gewinnt also in dieser Situation?

Walt Disney

Die Marke mit der größten Mediathek: Walt Disney, die seit 40 Jahren En tertainment produziert. Um Millionen Abonnenten für ihren neuen Streaming-Dienst zu gewinnen, brauchte sie zu sätzlich nur eine einzige neue ikonische Hit-Show als Zugpferd, ihr eigenes „House of Cards“. Und das war „The Man da lorian“. Disney wird sich kurzfristig als klarer Gewinner positionieren können. Aber langfristig werden Apple und Amazon den Streaming-Krieg für sich entscheiden.

Denn diese Firmen be sitzen die Gleise, die Infrastruktur. Zwei Drittel aller US-Haushalte haben schon eine Amazon-Prime-Mitgliedschaft und damit Amazon Prime Video. Das macht Amazon praktisch zum größten Fernsehsender der Welt. Warum also einen anderen Dienst nutzen? Und Apple TV Plus hat nur aus einem Grund so viele Abonnenten – viel mehr als ihnen mit diesem spärlichen Pro gramm eigentlich zustünden: ihre Smartphones.

Um Apple TV Plus auf meinem iPhone zu starten, brauche ich nur drei Klicks. Um einen Netflix-Film zu starten dagegen 17 Klicks. Und die Menschen werden sich, wenn sie die Wahl haben, immer für drei Klicks entscheiden. Wir sind faul. Besonders wenn es um Unterhaltung geht.

4. Zoom und andere Silicon-Valley-Lieblinge werden abstürzen

Start-ups wie Zoom , Slack Technologies  oder Spotify  bieten großartige Produkte an und sind in ihrer Sparte, egal ob Video oder Musik, die besten. Diese Firmen können allerdings nicht nachhaltig sein. Denn die traurige Wahrheit ist, dass die weißen Haie längst kreisen, sie riechen das Blut im Wasser.

Zoom Video Communications Inc. Registered Shs Cl.A
Microsoft  greift Slack an und gewinnt, weil ihre Office-Produkte angeblich sicherer sind. Und Facebook und Google rüsten ihre Videokonferenzsysteme auf, zerstören bald Zoom. Nur wenige dieser Firmen, die über Nacht groß geworden sind, werden die Angriffe auf ihr Geschäft überleben und lange wachsen. Das ist die Gefahr, wenn die lukrativsten Märkte der Welt von einer Handvoll Firmen kontrolliert werden.

5. Mark Zuckerberg wird vor Gericht stehen

Facebook  ist eine korrupte Organisation. Dieses Unternehmen kann nicht wieder gutmachen, was es mit Fake News, Hass auf den Plattformen und Datenverkauf angerichtet hat. Und die Menschen hören trotzdem nicht auf, Instagram oder WhatsApp zu benutzen.

Weil die Dienste großartig sind und sie gefühlt keine andere Option haben. Pablo Escobars Kokain war auch am beliebtesten, obwohl es von einem Verbrecher kam. Mark Zuckerberg ist ein Soziopath, der die Persönlichkeit und das Geschlecht seiner rechten Hand, Sheryl Sandberg, ausnutzt, um die Tatsache zu verschleiern, dass er die gefährlichste Firma der Welt führt.

Zwei Dinge könnten passieren: ein Kartellrechtsverfahren oder eine strafrechtliche Verfolgung. In Kanada wurde er schon vorgeladen. Und bei einer Landung in London würde er vermutlich noch am Flughafen festgenommen werden.

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6. Wir klauen den Jüngeren die Zukunft

Wir erleben gerade, dass Länder in der Krise immer sozialistischer werden. Firmen verwenden plötzlich 96 Prozent ihres verfügbaren Cashflows darauf, Anteile vom Markt zurückzukaufen, müssen dann aber von der Regierung gerettet werden. Das nennt man auch kapitalistische Vetternwirtschaft: Man feiert den Kapitalismus, wenn alles gut läuft, und umarmt den Sozialismus auf dem Weg nach unten.

Das ist die größte Gefahr für unsere Gesellschaft. Viele Politiker und Regierungen konzentrieren sich nämlich nur darauf, die Menschen zu schützen, die ohnehin schon reich sind. Sie operieren unter der Prämisse: „Wenn das Virus die Menschheit ausrottet, wäre das schlimm. Aber noch schlimmer wäre es, wenn der Nasdaq weiter fällt.“ So betrügt man die jüngere Generation, die auch die Chance verdient, zu normalen Preisen Aktien zu kaufen und so vielleicht finanziell aufzusteigen. Wirtschaftslenker und Politiker geben vor, im Sinne der Zukunft zu handeln, tun aber immer nur alles dafür, den Reichtum der Babyboomer zu erhalten. Der Grund, warum wir kommenden Generationen diese immensen Schulden zumuten können, ist, dass sie an keiner Wahl teilnehmen dürfen. Es ist unfassbar unfair und unmoralisch.

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