Wirtschafts-Magnat: „Krise wird unseren Lebensstandard und Wohlstand verringern“

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Deutschland scheint in der Corona-Krise die Kurve zu kriegen: Die Zahl neuer Infektionen sinkt, während Hilfsgelder auf die Konten von Unternehmen und Selbstständigen fließen. Die Debatte um ein Ende der Beschränkungen rückt dadurch in den Fokus. Der Unternehmer Klaus-Michael Kühne ist dennoch vorsichtig, was die nähere Zukunft angeht – und warnt vor schrumpfendem Wohlstand.

„Ich bin eher pessimistisch, was die Länge des Shutdowns angeht“, sagte der Manager in einem Interview mit dem „Handelsblatt“. Noch hätten nicht alle Länder in Europa den Höhepunkt der Pandemie erreicht, so Kühne. Der Unternehmer fürchtet darum, dass es „noch sehr lange dauern“ wird, bis „wir wieder festen Grund unter den Füßen spüren“.

Länger als ein, zwei Monate werde Deutschland den Shutdown dem Unternehmer zufolge auch nicht aushalten. Gleichzeitig fürchtet Kühne auch eine verfrühte Lockerung: „Wir als Unternehmen sind in mehr als hundert Ländern aktiv und global vernetzt. Wir werden es immer sehr schnell zu spüren bekommen, wenn Corona wieder aufflammt.“ Kühne rechnet daher damit, dass die globale Wirtschaft bis 2021 holpern wird.

Müssen aufpassen, dass Länder nicht in „völlige Armut zurückkatapultiert“ werden

Die Antwort Berlins auf die Corona-Krise lobte Kühne indes: „Berlin zeigt sich bislang schnell und konsequent, was das Notfallmanagement angeht.“ Dennoch mahnte Kühne, sich nichts vorzumachen, denn auch „ein wohlhabender Staat wie Deutschland kann nur eine bestimmte Zeit lang helfen – und muss irgendwann die Rechnung präsentieren“. Das Resultat, so Kühne, werde eine „gigantische Verschuldung“ sein.

Auch um unseren allgemeinen Wohlstand fürchtet Kühne: „Ich denke, dass die jetzige Krise zu einer Verringerung des allgemeinen Lebensstandards und des Wohlstands führen wird.” Man müsse aufpassen, dass Länder der dritten Welt durch die Pandemie nicht in „völlige Armut zurückkatapultiert“ werden. In den Industrieländern wiederum werde sich der Konsum nachhaltig verändern, erwartet Kühne. Künftig werde sich der Verbrauch „stärker auf wirklich notwendige Produkte und Waren ausrichten“. Güter, die laut Kühne nur „nice to have“ sind, werden künftig weniger gefragt sein.

Logistikkonzern wird „mit einem blauen Auge davonkommen“

An ein Ende der Globalisierung glaubt Kühne indes nicht. Allerdings werde sich alles „auf einem niedrigeren Niveau einpendeln“, so der Unternehmer. Seinen eigenen Konzern sieht Kühne „mit einem blauen Auge davonkommen“. Das Logistikunternehmen sei „gut aufgestellt“ und verfüge über „eine gute Liquidität“.

Trotzdem gibt es bei Kühne + Nagel bereits Kurzarbeit. Wie andere Unternehmer auch will der Konzern zu Entlassungen aber nur im absoluten Notfall greifen. „Wir versuchen, soziale Härten zu vermeiden, wo immer wir es können“, versicherte Kühne. Die Personalabteilungen des Konzerns seien dafür rund „um die Uhr im Einsatz“.

Hilfe vom Staat seien währenddessen kein Thema bei dem international tätigen Konzern. „Von Olaf Scholz‘ Hilfen werden wir wohl nicht profitieren, schon weil wir in zu vielen Ländern unser Geschäft betreiben“, sagte Kühne.

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