Wirtschaftskrise: Amazon-Aktie auf Rekordhoch – Boss Jeff Bezos macht Milliarden

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+++ News-Ticker zum Corona-Crash+++: Amazon-Aktie auf Rekordhoch – Boss Jeff Bezos macht Milliarden in Corona-Krise

Die rasante Ausbreitung des Coronavirus erschüttert Weltwirtschaft und Börsen. Regierungen und Banken versuchen mit Hilfspaketen das Schlimmste abzuwehren. Verfolgen Sie alle Entwicklungen im News-Ticker von FOCUS Online.

Amazon-Aktie auf Rekordhoch – Jeff Bezos macht Milliarden in Corona-Krise

Mittwoch, 07.21 Uhr: Die Corona-Pandemie legt die US-Wirtschaft lahm, Millionen Amerikaner müssen Abstriche machen, doch der reichste Mensch der Welt wird noch reicher. Das Vermögen von Amazon-Chef Jeff Bezos ist dem Bloomberg Billionaires Index zufolge seit Jahresbeginn um 24 Milliarden auf 138,5 Milliarden Dollar (126,1 Mrd. Euro) gestiegen. Grund ist der anhaltende Höhenflug der  Amazon-Aktie. Sie legte am Dienstag um gut fünf Prozent zu und erreichte ein neues Rekordhoch, von dem der Konzerngründer als Großaktionär profitiert.

Amazons Lieferdienste sind in der Corona-Krise sehr gefragt. Der weltgrößte Online-Händler tut sich zwar mit dem Ansturm schwer, viele Kunden müssen derzeit lange warten oder können keine Bestellungen aufgeben. Amazon wird zudem vorgeworfen, nicht genug für den Mitarbeiterschutz zu tun. Der Konzern ist mit Protesten konfrontiert und steht wegen umstrittener Kündigungen in der Kritik. Anleger stört das jedoch nicht, trotz des allgemeinen Kurssturzes an den Börsen ist die Amazon-Aktie seit Jahresbeginn um fast ein Viertel gestiegen.

 

Adidas bekommt Milliardenkredit von KfW

Topmeldung 18.19 Uhr: Der Sportartikelhersteller Adidas erhält wegen der Folgen der Corona-Pandemie einen Milliardenkredit von der staatlichen Förderbank KfW. Die Bundesregierung habe am Dienstag die Zusage gegeben, dass sich die KfW mit einer Darlehenszusage in Höhe von 2,4 Milliarden Euro an einem sogenannten Konsortialkredit beteiligt, teilte der Konzern mit. Dazu kämen Zusagen eines Bankenkonsortiums in Höhe von 600 Millionen Euro.

“Nach den gravierenden Auswirkungen der weltweiten Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie auf sein Geschäft hat Adidas weitere Schritte unternommen, um die finanzielle Flexibilität des Unternehmens zu sichern”, begründete das Unternehmen den Schritt.

Solange der Kredit läuft, zahlt Adidas keine Dividende. “Zudem hat der Vorstand jüngst entschieden, den Rückkauf von Adidas-Aktien zu stoppen sowie auf die eigenen kurz- und langfristigen Boni, die insgesamt 65 Prozent der Jahreszielvergütung ausmachen, für das Jahr 2020 zu verzichten”, betonte der Konzern. Auch andere Führungskräfte erhalten im laufenden Geschäftsjahr keine “langfristige Bonuskomponente”.

Eklat um Mietzahlungen

Der Konzern teilte weiter mit, die Auswirkungen der Pandemie auf das Geschäft könnten derzeit nicht vorhergesagt werden. “Daher kann Adidas weiterhin keinen Ausblick geben, der diese Auswirkungen für das Gesamtjahr 2020 mit einbezieht.” Die Zahlen für das erste Quartal sollen nun bereits am 27. April 2020 veröffentlicht werden.

Adidas ist von der Corona-Krise hart getroffen und benötigt frische Liquidität. Bereits vor zwei Wochen hatte das Unternehmen betont, es werde Kredite brauchen. Für Empörung hatte der Sportartikelhersteller mit der Ankündigung gesorgt, wegen der Corona-Krise die Mietzahlungen für einige Filialen auszusetzen. Adidas entschuldigte sich daraufhin und zahlte doch Miete.

Derzeit versorgen sich viele Konzerne mit Liquidität, um in der Corona-Krise flüssig zu bleiben.

Scholz hält trotz Corona-Krise am Zeitplan für Grundrente fest

16.56 Uhr: Bundesfinanzminister Olaf Scholz, SPD, geht trotz der Corona-Krise von einer planmäßigen Einführung der Grundrente zum Jahreswechsel aus. “Wir werden die Grundrente zum 1. Januar 2021 einführen”, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zuvor hatte die Deutsche Rentenversicherung Bund erklärt, wegen der Corona-Pandemie und den daraus folgenden erschwerten Arbeitsbedingungen sei der Zeitplan für die Einführung des Vorhabens in Gefahr. Sachbearbeiter und IT-Fachleute seien im Homeoffice und kämen nicht mit der erhofften Geschwindigkeit voran, hatte die Rentenversicherung erklärt.

Auch der Wirtschaftsrat der CDU rechnet wegen der Corona-Krise nicht mit der pünktlichen Einführung und bringt eine Verschiebung sowie eine Überarbeitung des Gesetzentwurfs ins Spiel. “Angesichts der enormen und bisher noch unabsehbaren Lasten der Corona-Krise für die Rentenkasse und die öffentlichen Haushalte muss es ein Moratorium für weitere kostspielige Sozialleistungen geben”, erklärte der Generalsekretär des Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger. Zudem zeigten die erneuten Warnungen der  Rentenversicherung, “dass der Gesetzesentwurf in dieser Form schlecht durchdacht und faktisch nicht umsetzbar ist.“

“Die Bundesregierung sollte die Corona-Krise zum Anlass für dringend nötige Nachbesserungen nehmen”, forderte Steiger. Es müssten nunmehr die Weichen für eine starke und wettbewerbsfähige Wirtschaft in der Zeit nach der Krise gestellt werden. Es sei “jetzt schlicht nicht der richtige Zeitpunkt für die Einführung neuer, teurer Sozialleistungen”.

Alle weiteren Entwicklungen:

Dax weitet Erholung aus – Störung legt Handel zeitweise lahm

18.07 Uhr: Positiv aufgenommene Wirtschaftsdaten aus China haben den Dax am Dienstag gestützt. Der deutsche Leitindex schloss 1,25 Prozent höher bei 10.696,56 Punkten und knüpfte damit nach den Osterfeiertagen an seine jüngste Erholung an. Allerdings hatten technische Störungen bei der Deutschen Börse schon früh eine stundenlange Unterbrechung des Xetra-Handel ausgelöst. Erst am frühen Nachmittag war es dem Börsenbetreiber gelungen, die Probleme zu lösen.

Vom Crash-Tief Mitte März hat sich der Dax nun schon um fast 30 Prozent nach oben gearbeitet. Der MDax der mittelgroßen Werte gewann am Dienstag 1,24 Prozent auf 22.374,20 Punkte.

Chinas Außenhandel war im März von der Corona-Krise deutlich schwächer als befürchtet getroffen worden. “Sollte China mit vergleichsweise geringen wirtschaftlichen Einbußen durch die Pandemie kommen, wäre das positiv für die Weltwirtschaft”, kommentierte Experte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Etwas Hoffnung machen auch abflachende Ansteckungskurven mit dem Coronavirus in Italien oder Spanien. Vermehrt wird nun über eine Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung des Virus debattiert, um die wirtschaftlichen Folgen zu mildern.

Wall Street startet mit Gewinnen in Berichtssaison

16.33 Uhr: In New York hat der Dow Jones Industrial am Dienstag nach seinem schwachen Wochenauftakt wieder zugelegt. Der Wall-Street-Index gewann in der ersten Stunde 2,65 Prozent auf 24.011,01 Punkte. Für Optimismus sorgten Exportdaten aus China, die besser als erwartet ausgefallen waren.

Dow Jones
23.949,76
Pkt.

Außerbörslich

Stärker im Blick steht die startende US-Berichtssaison mit Zahlen der Bank JPMorgan und des Pharmakonzerns Johnson & Johnson (J&J). Für Unsicherheit sorgt weiter die grassierende Coronavirus-Pandemie.

Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 2,87 Prozent auf 2840,86 Punkte vor. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100, der sich bereits am Vortag freundlich präsentiert hatte, ging es um 3,43 Prozent auf 8618,17 Punkte hoch. Amazon-Papiere markierten ein Rekordhoch.

IWF erwartet wegen Corona in diesem Jahr eine globale Rezession

14.41 Uhr: Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr mit einer globalen Rezession. Die Wirtschaftsleistung werde um 3 Prozent schrumpfen, betonte der IWF in seiner jüngsten Prognose zur globalen Konjunkturentwicklung. Das wäre ein schlimmerer Wirtschaftseinbruch als jener nach der globalen Finanzkrise 2008/2009. Im Januar hatte der IWF für 2020 noch ein Wachstum von 3,3 Prozent prognostiziert.

Für das kommende Jahr rechnet der IWF nun mit einer deutlichen Erholung. Die globale Wirtschaft soll dann im Vergleich zum Vorjahr um starke 5,8 Prozent wachsen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Corona-Pandemie im zweiten Halbjahr 2020 weitgehend unter Kontrolle gebracht werden kann und sich auch das Wirtschaftsleben wieder normalisiert, wie der IWF mitteilte. Die Organisation warnte allerdings, dass die jüngsten Prognosen wegen der anhaltenden Pandemie noch mit “extremer Unsicherheit” behaftet seien.

Für die Eurozone rechnet der IWF mit einer schweren Rezession: Die Wirtschaftsleistung werde um 7,5 Prozent schrumpfen. In Deutschland soll die Wirtschaft demnach im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent schrumpfen, in Italien sogar um 9,1 Prozent. Noch im Januar hatte der IWF für die Eurozone für 2020 ein Wachstum von 1,3 Prozent prognostiziert.

Flugbegleitergewerkschaft: Staat soll sich an Lufthansa beteiligen

14.25 Uhr: Der deutsche Staat sollte sich nach Auffassung der Flugbegleitergewerkschaft Ufo an den Airlines Condor und Lufthansa beteiligen. Es wäre ein “fatales Signal”, wenn der Staat als erster Gläubiger der Condor den Saft abdrehe, erklärte Ufo-Sprecher Nicoley Baublies nach der geplatzten Übernahme des Ferienfliegers durch die polnische Lot-Mutter PGL.

Die frühere Thomas-Cook-Tochter Condor sei ohne eigenes Verschulden in das Schutzschirmverfahren gerutscht und habe in den vergangenen Monaten seine Hausaufgaben erledigt. “Das Unternehmen steht transparent und gut saniert da”, sagte Baublies.

Nach der polnischen Absage verhandeln Condor und Bundesregierung über eine mögliche Zukunftsperspektive der Airline mit mehr als 50 Flugzeugen und 4900 Beschäftigten, die derzeit zum größten Teil in Kurzarbeit sind. In dieser Woche sollte ein KfW-Kredit über 380 Millionen Euro fällig werden.

Aus Sicht der Kabinengewerkschaft sollte sich der Staat an den wichtigen Luftverkehrsunternehmen einschließlich der Lufthansa in einer Übergangszeit direkt beteiligen und auch in den Aufsichtsräten vertreten sein, sagte Baublies. Damit könne man Einfluss auf die Situation nach der Krise gewinnen, um beispielsweise einen Unterbietungswettbewerb in einem ansonsten schwachen Markt zu unterbinden. Über neue Strukturen könne aber erst in vielen Monaten entschieden werden.

Deutsche Bank rechnet mit großer Nachfrage nach KfW-Schnellkredit

14.20 Uhr: Die Deutsche Bank rechnet mit einem Ansturm kleinerer und mittlerer Firmen auf den KfW-Schnellkredit in der Corona-Krise. “Wir rechnen ab morgen mit einer großen Nachfrage”, sagte Stefan Bender, Leiter Unternehmensbank Deutschland der Deutschen Bank. Firmen können den Kredit von diesem Mittwoch an über ihre Hausbank beantragen. “Der KfW-Schnellkredit ist ein wichtiges Signal der Bundesregierung, dass nun auch insbesondere kleinere und besonders betroffene Unternehmen, die durch Corona in Bedrängnis gekommen sind, schnell Liquidität erhalten”, sagte Bender.

Die Förderbank KfW und damit der Staat übernimmt 100 Prozent des Ausfallrisikos dieser Kredite. Eine lange Prüfung soll es nicht geben, die Hausbanken sollen die Anträge schnell durchwinken. Im Gegenzug für den “Kredit-Turbo” sind die Kredite mit drei Prozent höher verzinst als beim bisherigen KfW-Programm. Nach aktuellem Stand soll die Auszahlung des Geldes vom 28. April an beginnen.

Maximal gibt es für ein Unternehmen mit 11 bis 49 Mitarbeitern 500000 Euro, für ein Unternehmen ab 50 Mitarbeitern 800000 Euro.

Audi fährt Motoren-Produktion langsam wieder hoch

12.06 Uhr: Audi fährt seine in der Corona-Krise gestoppte Produktion langsam wieder hoch und beginnt damit im ungarischen Werk Györ. Dort ist seit Dienstag eine erste Linie zur Motorenmontage mit rund 100 Mitarbeitern geöffnet, wie das Unternehmen auf Nachfrage mitteilte. Sie werde allerdings nur in einer anstatt der üblichen drei Schichten betrieben.

Die Produktion liegt einer Sprecherin zufolge bei einigen hundert Motoren am Tag. Normalerweise komme das Werk auf 8000. Ende der Woche soll dort eine weitere Motoren-Linie anlaufen, die Fahrzeugfertigung “nach aktuellen Planungen” Ende kommender Woche.

An den anderen Standorten ruht die Produktion zur Zeit. Nach aktuellem Stand will Audi in Neckarsulm und Brüssel ab dem 20. April und in Ingolstadt ab dem 27. April sukzessive die Produktion wieder hochfahren. Dies sei aber alles noch im Fluss, hieß es. In Mexiko werde die Produktion einem Regierungsdekret entsprechend erst nach dem 30. April wieder beginnen.

Mehr Meldungen lesen Sie auf der zweiten Seite des News-Tickers zum Corona-Crash

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man/mit Agenturmaterial

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