Wirtschaftskrise: CDU-Flügel fordert: Bloß keine Politiker in Aufsichtsräten

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Corona-Crash der Wirtschaft im News-Ticker: Die Pandemie und ihre Folgen treffen die Weltwirtschaft massiv, auch die Börsen leiden. Der Finanzmarkt strauchelt, Dax und Dow Jones pendeln zwischen neuem Einbruch und leichter Erholung, der Ölpreis spielt verrückt. Notenbanken und Regierungen mühen sich, mit enormen Hilfspaketen Schlimmeres abzuwehren. Auf FOCUS Online lesen Sie alle neuen Entwicklungen.

Topmeldungen zur Wirtschaftskrise:

US-Wirtschaft bricht im ersten Quartal um annualisiert 4,8 Prozent ein

14.37 Uhr: Die US-Wirtschaft ist im ersten Jahresviertel einer ersten Schätzung zufolge um annualisiert 4,8 Prozent eingebrochen. Erwartet wurde indes nur ein Minus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 4,0 Prozent.

Die Wachstumsraten in den USA sind nicht direkt mit den in Europa und Deutschland üblichen Zahlen vergleichbar. In den Vereinigten Staaten wird das Wachstum aufs Jahr hochgerechnet. Heißt: Die Wirtschaft der USA würde im Gesamtjahr um 4,8 Prozent schrumpfen, sollte das weitere Wachstum bei der Rate des ersten Quartals bleiben.

Corona-Krise: Bundesregierung rechnet mit schwerer Rezession

14.06 Uhr: Die Bundesregierung erwartet wegen der Corona-Krise eine höhere Arbeitslosigkeit in Deutschland. “Der Arbeitsmarkt gerät stark unter Druck”, heißt es in der Frühjahrsprojektion, die am Mittwoch von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) vorgestellt wurde. Demnach dürfte im laufenden Jahr die Erwerbstätigkeit um 370.000 Personen zurückgehen. Besonders betroffen seien das Gastgewerbe, der Handel sowie die Unternehmensdienstleistungen.

Die Kurzarbeit werde im März und April in einem noch nie dagewesenen Ausmaß steigen und viele Entlassungen verhindern, heißt es. Die Arbeitslosigkeit dürfte im Jahresdurchschnitt auf 5,8 Prozent wachsen. Im März lag die Quote bei 5,1 Prozent.

Infolge der Corona-Krise stürzt Deutschland laut Prognose in eine schwere Rezession. Die Bundesregierung rechnet für das Jahr 2020 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 6,3 Prozent. Für das Jahr 2021 wird im Zuge eines Aufholprozesses ein Zuwachs in Höhe von 5,2 Prozent erwartet.

CDU-Flügel fordert: Staat sollte keine Politiker in Aufsichtsräte schicken

13.33 Uhr: Der CDU-Wirtschaftsflügel drängt auf eine Selbstbeschränkung des Staates, sollte es zu Staatsbeteiligungen in der Coronakrise kommen. Der Chef der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung MIT, Carsten Linnemann, sagte der “WirtschaftsWoche”: “Wenn der Staat sich schon an Unternehmen beteiligt und ihm ein Aufsichtsratsposten zufällt, sollte gelten: Nur Experten statt Politiker in das Gremium.” Vorbild könnte beispielsweise die Entsendung von Fachleuten in die Airbus-Gremien durch den Bund sein.

Im Zuge des 600 Milliarden Euro schweren Wirtschaftsstabilisierungsfonds kann sich der Bund an Unternehmen künftig direkt beteiligen. “Grundsätzlich ist wichtig: Staatsbeteiligungen sollten so schnell wie möglich auch wieder beendet werden”, sagte Linnemann der “WirtschaftsWoche”.

Kaum noch Mitarbeiter gesucht: Stellenindex der Agentur für Arbeit bricht ein

12.43 Uhr: Der Stellenindex BA-X der Bundesagentur für Arbeit, der Auskunft über die freien Arbeitsplätze in Deutschland gibt, ist wegen der Corona-Krise eingebrochen. Der Index habe von März auf April um 19 Punkte nachgegeben, teilte die Bundesagentur am Mittwoch in Nürnberg mit. Er liege damit erstmals unter dem Referenzwert, der durch das Mittel des Jahres 2015 errechnet wird.

“Im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie geht die Arbeitskräftenachfrage massiv zurück”, teilte die Bundesagentur am Mittwoch mit. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung spricht sich unter anderem deshalb für Förderinstrumente aus, die Neueinstellungen flankieren sollen.

Mit Ausnahme der Landwirtschaft sei der Personalbedarf in allen Branchen geringer als im Vorjahr. Fast die Hälfte des Rückgangs gehe auf die abnehmende Nachfrage in Zeitarbeit und Industrie zurück. Besonders von den Regelungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie betroffen sei auch das Gastgewerbe: Hier waren ein Drittel weniger Stellen gemeldet als im Vorjahr. Nahezu ein Drittel weniger sind es bei Verkehr und Logistik. Selbst im Gesundheits- und Sozialwesen sei ein Minus zu verzeichnen.

Der BA-X wird monatlich für Bund und ausgewählte Länder veröffentlicht. Er beruht auf den bei der BA gemeldeten Stellenangeboten. Der saison- und kalenderbereinigte Indikator bildet die Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage am ersten Arbeitsmarkt unabhängig von jahreszeitlichen Einflüssen ab und gilt als Spiegel für die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen in Deutschland.

Bundeskabinett billigt Erhöhung des Kurzarbeitergeldes

10.50 Uhr: Die Bundesregierung hat eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes auf den Weg gebracht. Wie der Nachrichtensender “ntv” unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, billigte das Kabinett am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Das Kurzarbeitergeld soll demnach in zwei Stufen ab dem 4. und dem 7. Monat auf bis zu 80 Prozent beziehungsweise bei Eltern auf bis zu 87 Prozent des Lohnausfalls steigen. Die Erhöhung des Kurzarbeitergeldes ist bis Ende des Jahres befristet.

„Tourismus ist ihnen scheißegal“ – Bruder von Ministerin Karliczek kritisiert Bundesregierung scharf

10.04 Uhr: Olaf Kerssen, Hotelier aus dem westfälischen Brochterbeck und Bruder von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, CDU, hat die Bundesregierung scharf kritisiert. „Sie retten die Banken, sie retten die Versicherungen, sie retten die Autoindustrie. Aber der Tourismus ist ihnen scheißegal“, sagte er der “WirtschaftsWoche“.

Kerssen führt das Familienunternehmen Ringhotel Teutoburger Wald, in dem seine Schwester vor ihrem Einstieg in die Bundespolitik eine Ausbildung zur Hotelfachfrau gemacht und gearbeitet hatte. „Ich halte meine Schwester zu großen Teilen da raus, weil ich sie damit diskreditiere“, sagte Kerssen, „aber auf der anderen Seite habe ich hier auch ein persönliches Interesse zu vertreten – und ein Interesse meiner Mitarbeiter.“

25.000 Euro Soforthilfe habe sein Familienunternehmen erhalten, das Geld sei jedoch schon lange verbraucht. Den Schaden durch entgangene Einnahmen beziffert Kerssen auf 500.000 Euro. „Das ist ein Schaden, der von Amts wegen erfolgt.“ Bis zu 60 Prozent der Hotelbetriebe drohe die Insolvenz, so Kerssen, der Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbands im Kreis Steinfurt ist.

Da helfe auch das Hilfspaket der Bundesregierung wenig. Die große Koalition will den Mehrwertsteuersatz auf Speisen ab Juli für einen Jahr auf sieben Prozent absenken. „Das macht gar keinen Sinn“, sagte Kerssen. Der Zeitraum sei viel zu kurz gewählt, außerdem seien die Umsätze der Branche bis weit ins nächste Jahr hinein höchst unsicher. Er fordert den ermäßigten Steuersatz nicht nur für Speisen, sondern auch für Getränke – mindestens für zehn Jahre. So könnten Betriebe die Kredite abbezahlen, die sie jetzt aufnehmen.

Weitere Meldungen zu den Folgen der Corona-Krise für Verbraucher, Wirtschaft und Anleger:

Krise drückt Quartalszahlen bei General Electric – Aktie stürzt vorbörslich ab

14.30 Uhr: Der Mischkonzern General Electric (GE) hat im ersten Quartal die Auswirkungen der Corona-Pandemie erheblich zu spüren bekommen. Allein der milliardenschwere Verkauf der Tochter BioPharma sorgte für einen deutlichen Anstieg des Nettogewinns, wie der Siemens-Rivale am Mittwoch in Boston mitteilte. Operativ musste GE jedoch Einbußen hinnehmen, vor allem im Segment Luftfahrt, wo derzeit nahezu Stillstand herrscht. Den Anlegern an der Börse schmeckten die Zahle nicht. Vorbörslich rauschte die GE-Aktie um 5,7 Prozent ab.

Einen Ausblick gab General Electric nicht – wie so viele andere Konzerne hatte das Unternehmen im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Corona-Krise seine Prognose zurückgezogen. Das zweite Quartal werde sich jedoch im Vergleich zum Vorquartal nochmals verschlechtern, schätzt GE.

Der Umsatz sank im ersten Quartal um 8 Prozent auf 20,5 Milliarden US-Dollar. Die Auftragseingänge sanken um 5 Prozent auf 19,5 Milliarden Dollar. Das bereinigte Ergebnis der Industriegeschäfte wurde mit knapp 1,1 Milliarden Dollar fast halbiert. Hier waren vor allem die Rückgänge im Luftfahrtgeschäft verantwortlich. Aber auch das Energiegeschäft sowie die Windanlagen-Sparte mussten Einbußen hinnehmen und schrieben Verluste. Einzig das Medizintechnikgeschäft profitierte von der Covid-19-Krise und verbuchte höhere Ergebnisse.

Unter dem Strich erzielte GE einen Gewinn von knapp 6,2 Milliarden Dollar nach 3,5 Milliarden Dollar im Vorjahr, maßgeblich getrieben durch den Verkaufserlös von BioPharma, welches GE für 20 Milliarden Dollar veräußert hatte. Bereinigt um den Verkaufsgewinn bei BioPharma, Abschreibungen auf den Ölfeldausrüster Baker Hughes sowie um verschiedene Sondereffekte fiel das Ergebnis je Aktie jedoch deutlich niedriger aus. Es betrug noch 0,05 Dollar, verglichen mit 0,13 Dollar im Vorjahr. Dank des Verkaufs von BioPharma kann GE auch auf ein dickes Finanzpolster blicken. Das Unternehmen verfüge über eine Liquidität von 47,3 Milliarden Dollar, erklärte GE.

Ölpreise stabilisieren sich – Experten erwarten weitere Schwankungen

12.48 Uhr: Die Ölpreise sind am Mittwoch gestiegen und haben damit an die Erholung vom Vorabend angeknüpft. Im Mittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 21,38 Dollar. Das waren 92 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für die US-Sorte WTI stieg um 1,84 Dollar auf 14,18 Dollar je Barrel. Am Dienstagvormittag war der Preis für US-Öl zeitweise bis an die Marke von 10 US-Dollar gefallen, bevor die Erholung einsetzte.

Marktbeobachter verwiesen auf jüngste Aussagen des russischen Energieministers Alexander Nowak. Der hatte der Nachrichtenagentur Interfax gesagt, dass russische Ölfirmen ihre Fördermenge um etwa 19 Prozent im Vergleich zum Fördervolumen im Februar senken wollen. Zuvor hatte Nowak bereits gewarnt, dass es keine schnelle Lösung für die niedrigen Preise geben werde. Demnach sei erst in der zweiten Jahreshälfte mit einer Stabilisierung am Ölmarkt zu rechnen.

Am Markt für Rohöl herrscht weiter Unsicherheit. Experten rechnen mit starken Preisschwankungen. Einer wegen der Corona-Pandemie wegbrechenden Nachfrage steht ein viel zu hohes Angebot gegenüber. Dies hat zur Folge, dass immer mehr Erdöl in die verbliebenen freien Lager fließt.

Volvo will in Schweden über tausend Stellen streichen

12.28 Uhr: Der Fahrzeughersteller Volvo Cars will in seiner schwedischen Heimat über Tausend Stellen abbauen. Die Positionen von 1300 Angestellten werden gestrichen, wie der Autobauer am Mittwoch mitteilte. Darüber hinaus werde die Zahl der Berater um etwa 300 verringert, sagte Konzernchef Håkan Samuelsson im schwedischen Radio.

Damit wolle man die Kosten senken und das Geschäft neu ausrichten, erklärte Volvo. Auch die Coronavirus-Pandemie habe zu dem Entschluss beigetragen. “Die Corona-Krise trifft die Wirtschaft mehr als wir anfangs angenommen haben”, sagte Samuelsson. Man könne von den Kunden nicht erwarten, dass sie weiter an denselben Produkten interessiert seien, wenn die Nachfrage in einigen Monaten hoffentlich wieder steige.

Der Pkw-Hersteller ist seit vielen Jahren vom Nutzfahrzeughersteller Volvo AB getrennt und gehört seit 2010 dem chinesischen Autokonzern Geely, der auch an Volvo AB beteiligt ist. Volvo Cars hat weltweit 41.500 Mitarbeiter, darunter rund 12.000 Angestellte und 12.000 Arbeiter in Schweden.

Zulieferer Bosch stellt sich auf härtere Rezession als 2009 ein

12.12 Uhr: Der Technologiekonzern Bosch rechnet wegen der Corona-Krise und der Transformation in der Automobilbranche mit einer deutlich stärkeren Wirtschaftskrise als während der Rezession im Jahr 2009. “In der Automobilproduktion rechnen wir aktuell für 2020 auf Basis der bislang bekannten Effekte mit einem Minus von mindestens 20 Prozent”, sagte Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung, am Mittwoch in Stuttgart. Es werde im Konzern größter Anstrengungen bedürfen, überhaupt nur ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen.

Eine konkrete Prognose für den Konzern wollte Denner angesichts der “erheblichen Unsicherheiten” nicht geben. Von Vorteil sei für Bosch jedoch die breite Aufstellung mit unterschiedlichen Unternehmensbereichen. Wichtig seien zudem Kostenreduzierungen und die Liquiditätssicherung. So gebe es derzeit an vielen europäischen Standorten Arbeitszeitverkürzungen, und Investitionen würden stärker geprüft. Außerdem habe man vor kurzem eine zusätzliche Kreditlinie von 3 Milliarden Euro vereinbart. Ähnlich wie in der Finanzkrise 2008 und 2009 gelte diese Maßnahme der Vorsorge.

Bereits im vergangenen Jahr hatte bei Bosch die weltweite Schwäche der Autoindustrie durchgeschlagen: Der Technologiekonzern erzielte einen Umsatz von 77,7 Milliarden Euro und lag damit knapp unter dem Vorjahreswert. Der operative Gewinn fiel mit 3,3 Milliarden Euro deutlich geringer aus als 2018 – damals waren es 5,5 Milliarden.

Porsche-Gewinn schrumpft um mehr als ein Drittel

11.27 Uhr: Die Auswirkungen der Coronavirus-Krise bremsen auch Porsche und nagen spürbar am Gewinn des Sportwagenbauers. Das Ergebnis aus dem operativen Geschäft der Porsche AG ging im ersten Quartal um mehr als ein Drittel auf 572 Millionen Euro zurück, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen der Konzernmutter VW hervorgeht.

Porsche hatte zuletzt viel Geld in Zukunftsthemen wie Elektromobilität und Digitalisierung und vor allem in den Anlauf seines ersten reinen Elektro-Fahrzeugs Taycan gesteckt. Nun bremst Corona den Absatz, wenn auch nicht so stark wie bei anderen Herstellern. Rund 56.000 Autos konnte Porsche von Januar bis Ende März weltweit verkaufen, 1,3 Prozent weniger als im Vorjahresquartal.

Dass der Umsatz der AG, zu der auch Finanzdienstleistungen gehören, im ersten Quartal trotzdem noch um knapp vier Prozent auf gut sechs Milliarden Euro zulegte, lag den Angaben zufolge vor allem an einem aus Porsche-Sicht günstigeren Produktmix. Das heißt, es wurden mehr Fahrzeuge aus den oberen Preisklassen verkauft.

Rewe steigert sich im Vorjahr deutlich und will trotz Krise investieren

11.15 Uhr: Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler Rewe hat im vergangenen Jahr Umsatz und Ergebnis noch einmal deutlich gesteigert. Dies erleichtere es dem Handelsriesen jetzt, die durch die Corona-Pandemie verursachten Herausforderungen zu meistern, sagte Rewe-Chef Lionel Souque am Mittwoch bei der Präsentation der Bilanzzahlen für 2019. Denn der Konzern sei “wirtschaftlich kerngesund”. Für das laufende Jahr plant Rewe trotz der Corona-Krise Investitionen von 2 Milliarden Euro.

Insgesamt steigerte der genossenschaftliche Kölner Handels- und Touristikkonzern seinen Außenumsatz im vergangenen Jahr um rund 2,5 Prozent auf 62,7 Milliarden Euro. Besonders starke Zuwächse erzielten erneut die selbstständigen Rewe-Kaufleute in ihren mehr als 1800 Märkten in Deutschland. Sie steigerten ihre Umsätze sogar um 9,1 Prozent. Der Jahresüberschuss im Rewe-Konzern – also ohne die Gewinne der selbstständigen Kaufleute und ohne Beteiligungen – wuchs um rund 18 Prozent auf 507 Millionen Euro.

Deutlich schlechter als der Rest der Gruppe entwickelte sich allerdings das Deutschland-Geschäft des konzerneigenen Discounters Penny. Hier stieg der Umsatz lediglich um 0,1 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro. Die konsolidierten Umsatzerlöse im Geschäftsfeld Touristik erhöhten sich 2019 noch einmal um 1,6 Prozent auf 5 Milliarden Euro.

Die Touristiksparte ist aktuell das größte Sorgenkind des Konzerns. Während der Lebensmittelhandel auch in der Corona-Krise brummt, ist das Reisegeschäft, zum dem die Marken DerTour, Meier’s Weltreisen und ADAC Reisen gehören, praktisch zum Erliegen gekommen. Rewe verliere dort zwar Hunderte von Millionen Euro, brauche aber vorerst keine Hilfe, sagte Souque kürzlich dem Nachrichtenmagazin “Spiegel”. Das gelte auch, wenn alle Buchungen bis zum Jahresende storniert würden.

Aktie an SDax-Spitze: Deutsche-Bank-Tochter DWS punktet mit Zahlen

10.55 Uhr: Dank positiv aufgenommener Geschäftszahlen von DWS haben die Aktien der Deutsche-Bank-Tochter am Mittwoch ihren klaren Erholungskurs fortgesetzt. Zuletzt notierten die Papiere des Vermögensverwalters mit einem Gewinn von rund acht Prozent bei 28,29 Euro und waren damit Spitzenreiter im SDax. Die Fondsgesellschaft habe im ersten Quartal weniger Abflüsse verzeichnet als befürchtet und auch kostenseitig besser abgeschnitten, lobte Goldman-Sachs-Analystin Roberta De Luca.

Die DWS erlöste im ersten Quartal mit 524 Millionen Euro etwas weniger als erwartet, das Ergebnis vor Steuern lag mit 179 Millionen Euro aber elf Millionen Euro über den Erwartungen. Außerdem flossen zwischen Januar und März nur 2,5 Milliarden Euro aus der Fondsgesellschaft ab – deutlich weniger als die erwarteten 6,4 Milliarden Euro.

Dax startet stabil

09.00 Uhr: Der Dax beginnt den Handelstag bei 10815 Punkten mit einem leichten Plus von 0,18 Prozent. Der deutsche Leitindex war bereits vorbörslich mit Gewinnen erwartet worden, nachdem er schon in den letzten Tagen in Folge der Corona-Lockerungen zulegen konnte.

“Zahlen deuten auf Pleitewelle hin” – Ifo-Umfrage bei Unternehmern

08.57 Uhr: Viele deutsche Unternehmen sehen ihre Existenz bedroht durch die Coronakrise. Das geht hervor aus der April-Umfrage des ifo Instituts. 29,2 Prozent der befragten Firmen sagten, sie könnten drei Monate oder kürzer überleben, wenn die pandemiebedingten Einschränkungen noch für längere Zeit bleiben würden. Sechs Monate oder kürzer könnten 52,7 Prozent durchhalten. „Das sind beunruhigende Zahlen, die auf eine kommende Pleitewelle hindeuten“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Befragungen.

Besonders kritisch war die Lage im April im Einzelhandel: 44,9 Prozent der Unternehmen antworteten, sie könnten maximal drei Monate durchhalten. Und insgesamt können 63,2 Prozent der Einzelhändler nach eigenem Bekunden höchstens ein halbes Jahr überstehen.

Bei den Dienstleistern haben 31,3 Prozent ein Vierteljahr oder weniger bis zum Aus. Und insgesamt müssen 56 Prozent der Dienstleister spätestens nach einem halben Jahr die Pleite anmelden.

Etwas stabiler ist die deutsche Industrie: 24,8 Prozent der Firmen haben Kraft für ein Vierteljahr. Nach einem halben Jahr oder früher müssen 48 Prozent der Industrie-Unternehmen ihr Geschäft aufgeben.

Der Bau zeigt sich derzeit am robustesten: 20,4 Prozent der Unternehmen halten ein Vierteljahr oder weniger durch. Und  45,4 Prozent der Firmen verschwinden nach spätestens einem halben Jahr.

Ölpreise steigen – Unsicherheit hält aber an

08.39 Uhr: Die Ölpreise sind am Mittwoch gestiegen und haben damit an die Erholung vom Vorabend angeknüpft. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 21,25 Dollar. Das waren 79 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für die US-Sorte WTI stieg um 1,62 Dollar auf 13,96 Dollar je Barrel. Zwischenzeitlich war der Preis für US-Öl am Dienstagvormittag bis an die Marke von 10 US-Dollar gefallen.

db Ölpreis Brent
21,80
USD

Außerbörslich

Trotz der leichten Erholung bleibt die Unsicherheit am Rohölmarkt bestehen. Einer wegen der Corona-Pandemie wegbrechenden Nachfrage steht ein viel zu hohes Angebot gegenüber. Dies hat zur Folge, dass immer mehr Erdöl in die verbliebenen freien Lager fließt. Wie am Vorabend bekannt wurde, hatte der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche einen Anstieg der amerikanischen Lagerbestände um insgesamt 9,98 Millionen Barrel verzeichnet. Davon seien 2,49 Millionen in Lager am Hauptumschlagplatz für US-Öl in Cushing, Oklahoma geflossen. Marktbeobachter rechnen damit, dass die Lager dort innerhalb des nächsten Monats ihr Limit erreichen werden.

db Ölpreis WTI
14,52
USD

Außerbörslich

Den besonders starken Preisdruck auf amerikanisches Rohöl begründen Marktkenner vor allem mit zwei Entwicklungen. Zum einen wird US-Leichtöl in Cushing ausgeliefert, weshalb die dort angespannte Lagersituation besonders schwer wiegt. Zum anderen steigen Investoren derzeit vermehrt aus Ölterminkontrakten mit Fälligkeit in naher Zukunft aus. Das verstärkt den kurzfristigen Preisdruck am Ölmarkt.

Die Ende April angelaufene Förderkürzung führender Ölnationen konnte hingegen bisher nicht zu einer Stabilisierung beitragen. Russland warnte daher zuletzt, dass es keine schnelle Lösung für die niedrigen Preise geben werde. Wie Energieminister Alexander Nowak am Dienstag mitteilte, erwarte er erst im zweiten Halbjahr eine Stabilisierung.

Heftiger Gewinneinbruch bei Daimler – Mitarbeiter dürfen vorerst nicht in Urlaub

7.23 Uhr: Die Coronavirus-Krise hat bei Daimler auch unter dem Strich für einen herben Gewinneinbruch gesorgt und den Autobauer nur knapp an einem Verlust vorbeischrammen lassen. Im ersten Quartal stürzte der auf die Aktionäre entfallende Gewinn auf nur noch 94 Millionen Euro ab, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Vor einem Jahr waren es noch rund 2,1 Milliarden Euro gewesen. Der Umsatz ging im Vergleich dazu nur leicht um sechs Prozent auf 37,2 Milliarden Euro zurück.

Daimler hatte im ersten Quartal nur 644.300 Autos und Nutzfahrzeuge verkaufen können. Das waren 17 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Erste vorläufige Zahlen hatte der Konzern bereits vergangene Woche veröffentlicht und dabei auch schon angekündigt, dass man wegen der Coronavirus-Pandemie sowohl bei Absatz und Umsatz als auch beim Gewinn 2020 unter dem Vorjahreswert liegen werde.

Für Beschäftigte von Daimler gilt nun bis Ende Juni eine Urlaubssperre – womöglich auch, um die Liquidität des Konzerns zu schonen. Für Mai und Juni dürfen „keine neuen Abwesenheiten“ wie etwa Urlaub „ins Zeitsystem eingetragen werden“, heißt es in einem internen Schreiben an die Mitarbeiter. Das berichtet die „Wirtschaftswoche“. Ausnahmen gelten etwa für Kinderbetreuung.

Ein Hintergrund könnte sein, dass Arbeitgeber für Urlaubstage das volle Gehalt zahlen müssen und kein Kurzarbeitergeld bekommen. Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht sagte der „Wirtschaftswoche“, dass er Daimler „momentan in einer ernsthaften Situation“ sehe. Klar sei daher, dass man die Kurzarbeit für genau das nutze, wofür sie gedacht sei: „Die Sicherung von Arbeitsplätzen und Liquidität.“
 
Daimler begründet die Empfehlung der „restriktiveren Planung von neuen Abwesenheitszeiten“ damit, dass man den „Hochlauf der Produktion“ sichern wolle. Den Rückschluss auf die Liquidität legt jedoch auch ein anderes Daimler-Dokument nahe. Ein Kurzarbeitstag dürfe nicht durch einen Abwesenheitstag ersetzt werden, weil das eine „negative Cash-Wirkung“ habe, sich also negativ auf die Liquidität auswirke, heißt es dort. Priorität habe weiter ein „möglichst hoher Grad an Kurzarbeit insbesondere in den indirekten Bereichen und der Verwaltung“.

Corona-Krise reißt Airbus in die roten Zahlen

7.17 Uhr: Die Corona-Krise und Sonderabschreibungen haben den Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus im ersten Quartal in die roten Zahlen gerissen. Unter dem Strich stand ein Verlust von 481 Millionen Euro nach einem Gewinn von 40 Millionen ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Mittwoch in Toulouse mitteilte. Der Umsatz sank wegen Unterbrechungen bei der Flugzeug-Auslieferung infolge der Pandemie um 15 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) sackte um knapp die Hälfte auf 281 Millionen Euro nach unten.

Für das laufende Jahr wagt Airbus-Chef Guillaume Faury wegen der unklaren Dauer und Folgen der Coronavirus-Pandemie weiterhin keine neue Geschäftsprognose. Das Unternehmen fährt seine Flugzeugproduktion wie bereits bekannt um rund ein Drittel zurück, weil viele Airlines ihre bestellten Maschinen erst später abnehmen wollen.

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man/mit Agenturmaterial

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