Wirtschaftskrise: Ölmarkt-Trubel! “Unheilvolles Zeichen brutaler Marktkräfte”

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+++ News-Ticker zum Corona-Crash+++: Turbulenzen am Ölmarkt: Experte sieht in Einbruch “unheilvolles Zeichen der brutalen Marktkräfte”

Corona-Crash der Wirtschaft im News-Ticker: Das Virus und seine Folgen treffen die Weltwirtschaft und die Börsen massiv. Der Finanzmarkt strauchelt, Dax und Dow Jones pendeln zwischen neuem Einbruch und leichter Erholung, der Ölpreis spielt verrückt. Notenbanken und Regierungen mühen sich, mit enormen Hilfspaketen Schlimmeres abzuwehren. Verfolgen Sie alle Entwicklungen auf FOCUS Online.

Topmeldungen zur Wirtschaftskrise:

Merkel bereit zu höheren EU-Beiträgen wegen Corona-Pandemie

9.41 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich bereit zu höheren Zahlungen in den EU-Haushalt gezeigt, um die Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen. Für einen begrenzten Zeitraum sollten “wir deutlich höhere Beiträge zum europäischen Haushalt leisten”, sagte die Kanzlerin am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Bundestag. Europa sei “eine Schicksalsgeneinschaft – dies muss Europa nun in dieser ungeahnten Herausforderung der Pandemie beweisen”.

Ölpreise erholen sich weiter – Lage bleibt angespannt

09.09 Uhr: Die leichte Erholung der Ölpreise hat sich am Donnerstagmorgen fortgesetzt. Im Zuge der anhaltenden Doppelbelastung aus Angebotsschwemme und Nachfrageeinbruch wegen der Corona-Pandemie bleibt der Ölmarkt dennoch angespannt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zuletzt 21,80 Dollar. Das waren 1,45 Dollar mehr als am Vortag.

db Ölpreis Brent
20,23
USD

Außerbörslich

Die US-Sorte WTI wurde je Barrel zu 15,21 Dollar gehandelt. Sie kostete damit 1,46 Dollar mehr als am Mittwoch. Zum Wochenstart war der Preis eines mittlerweile ausgelaufenen Terminkontrakts auf US-Öl unter die Nulllinie gefallen. Es war das erste Mal überhaupt, dass der WTI-Preis negativ war.

db Ölpreis WTI
13,77
USD

Außerbörslich

Ungeachtet der jüngsten Preissteigerungen ist die Lage am Ölmarkt nach wie vor angespannt. Sie ist gekennzeichnet durch eine massiv fallende Nachfrage wegen der Corona-Krise, einem viel zu hohen Angebot und zur Neige gehende Lagerkapazitäten. Zuletzt hatte das American Petroleum Institute einen erneut starken Zuwachs der amerikanische Rohölvorräte gemeldet. Am Mittwoch folgte das US-Energieministerium und teilte ebenfalls einen erheblichen Anstieg der Erdölvorräte mit.

Auch Marktbeobachter schätzten die Turbulenzen am Ölmarkt zuletzt als mehr als nur eine Anomalie des Termin-Handels ein. “Obwohl manche die negativen WTI-Preise am Anfang der Woche als Kapriole des Future Marktes sehen, es ist ein unheilvolles Zeichen”, hieß es von Victor Shum, Vizepräsident für Energieberatung beim britischen Marktforschungsinstitut IHS Markit. Es zeige die brutalen Marktkräfte, die die Produzenten dazu zwingen, sich auf eine wesentlich niedrigere weltweite Öl-Nachfrage einzustellen.

Daimler mit Gewinneinbruch im 1. Quartal – Einbußen 2020 erwartet

06.32 Uhr: Der Autobauer Daimler muss wegen der Coronavirus-Pandemie einen deutlichen Gewinneinbruch hinnehmen. In den ersten drei Monaten sackte der bereinigte operative Gewinn (Ebit) des Konzerns auf 719 Millionen Euro nach 2,31 Milliarden Euro im 1. Quartal 2019, wie Daimler in der Nacht zu Donnerstag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Der Dax-Konzern erwartet auch im gesamten Jahr 2020 Einbußen.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kundennachfrage, Lieferketten und Fahrzeugproduktion könnten nicht detailliert und auf sicherer Basis geschätzt werden, so dass eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2020 schwer sei, hieß es. Ungeachtet dessen werde davon ausgegangen, dass sich Absatz und Umsatz des Konzerns 2020 unter dem Niveau des Vorjahres bewegen werden. Angesichts der erwarteten Marktentwicklung und Einschätzung zu den Geschäftsfeldern werde auch das Konzern-Ebit niedriger ausfallen.

Daimler sieht sich finanziell gut aufgestellt, um nach der Corona-Krise wieder durchzustarten: “Angesichts des Umstands, dass wir umfassende Maßnahmen zum Schutz unseres Barmittelbestands getroffen und unsere finanzielle Flexibilität erhöht haben, sind wir zuversichtlich, für die Zeit während und nach der Krise gut positioniert zu sein.”

Daimler fährt seit Montag nach vier Wochen Stillstand in großen Teilen der Produktion seine Werke wieder hoch. Seit dem 6. April gilt zudem Kurzarbeit, die nach jetzigem Stand erst Ende April auslaufen soll. Etwa 80 Prozent der rund 170.000 Beschäftigten in Deutschland sind in unterschiedlichem Maße betroffen.

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Daimler hatte den Produktionsstopp auch mit dem weltweiten Nachfragerückgang aufgrund der Coronavirus-Krise begründet. Von seiner Kernmarke Mercedes-Benz setzte der Konzern im ersten Quartal nach Angaben von Anfang April weltweit rund 477.400 Autos ab, das waren knapp 15 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im gleichen Maße gingen die Verkaufszahlen bei den Vans zurück. Bei Daimler sollte eigentlich das Sparprogramm von Vorstandschef Ola Källenius Fahrt aufnehmen.

Die vollständigen Quartalszahlen will Daimler am 29. April veröffentlichen.

Koalition beschließt höheres Kurzarbeitergeld und niedrigere Mehrwertsteuer in Restaurants

Donnerstag, 23. April 2020, 1.15 Uhr: Die Spitzen der große Koalition haben am Mittwochabend im Rahmen des Koalitionsausschusses verschiedene wirtschaftliche Maßnahmen auf den Weg gebracht, die vor allem besonders von der Corona-Krise betroffenen Arbeitnehmern und Branchen helfen soll. So soll unter anderem das Kurzarbeitergeld auf bis zu 87 Prozent erhöht und die Mehrwertsteuer für Produkte der Gastronomie einheitlich auf 7 Prozent gesenkt werden.

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Wirtschaftskrise 2020: Alle weiteren Entwicklungen:

Dax startet leicht höher

9.00 Uhr: Der Dax steht zum Handelsstart bei 10.438,30 Punkten. Das entspricht einem Plus von 0,22 Prozent. Der deutsche Leitindex war bereits vorbörslich wegen des heute anstehenden EU-Gipfels zurückhaltend mit leicht grünen Vorzeichen erwartet worden.

Bayer-Großaktionär will Dividende ablehnen

Donnerstag, 23. April, 08:27 Uhr: Union Investment, mit einem Prozent der Unternehmensanteile einer der größten Bayer-Investoren in Deutschland, wird laut Meldung der „WirtschaftsWoche“ die vorgeschlagene Dividende auf der Hauptversammlung am 28. April ablehnen. „2,80 Euro sind zu viel“, sagte Union Investment-Analyst Janne Werning der „WirtschaftsWoche“, „wir halten es nicht für sinnvoll, dass Bayer  den gesamten Bilanzgewinn für die Dividende ausschüttet, solange nicht klar ist, wie viel ein möglicher Glyphosat-Vergleich in den USA kostet und auch die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie noch unbestimmt sind.“

Laut Werning hätte es Union Investment sogar verstanden, wenn Bayer in der aktuellen Situation keine Dividende gezahlt hätte. Bei der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat signalisiert  Union Investment dagegen Zustimmung: „Bayer hat sich zuletzt mächtig ins Zeug gelegt, sich auf Vergleichsverhandlungen eingelassen und eine gute Nachhaltigkeitsstrategie präsentiert“, so Werning. Union Investment  zählt  zu den  fünfzehn größten Bayer-Aktionären.

Dax erholt sich merklich von Vortagesverlusten

17.59 Uhr: Nach dem Vortagesrutsch hat sich der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch gefangen. Der wieder steigende Ölpreis sorgte für etwas Erleichterung unter Anlegern. Der Dax erholte sich um 1,61 Prozent auf 10.415,03 Punkte. Am Dienstag hatten Preisverluste historischen Ausmaßes an den Ölmärkten die Aktienbörsen weltweit schwer belastet. Der Dax hatte vier Prozent eingebüßt. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es am Mittwoch um 1,49 Prozent auf 22.274,84 Punkte nach oben.

Auch ein weiteres Konjunkturpaket der USA in Höhe von 480 Milliarden US-Dollar zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise wurde am Markt als hilfreich für die Aktienkurse gewertet. “Die Weltwirtschaft ist entsetzlich schwach, aber die Politiker stehen nicht untätig herum”, kommentierte das Analysehaus BCA Research. Die Hilfszusagen rund um den Globus stellten diejenigen zur Zeit der großen Finanz- und Schuldenkrise tief in den Schatten. In Deutschland und den USA seien die Hilfsmaßnahmen besonders umfangreich.

Netflix-Aktie im Minus – Streamingdienst will Anleihe ausgeben

16.46 Uhr: Trotz hervorragender Abo-Zahlen vom Vorabend hat die Netflix-Aktie am Mittwoch Verluste gemacht. In den USA handelten die Papiere zuletzt bei 424 US-Dollar, was einem Minus von 2,23 Prozent entspricht. Nachbörslich waren die Papiere nach Zahlen zeitweise um gut zehn Prozent nach oben geschossen und markierten außerhalb des regulären Handels bei etwa 470 Dollar ein neues Rekordhoch.

Die Corona-Pandemie und Serienhits wie “Tiger King” hatten dem Online-Videodienst zu seinem bislang stärksten Quartal verholfen. In den drei Monaten bis Ende März schoss die Anzahl der Bezahlabos weltweit um 15,8 Millionen in die Höhe. Es war das Vierteljahr mit dem größten Kundenandrang und übertraf sowohl die eigene Prognose als auch die Erwartungen der Wall-Street-Analysten bei Weitem.

Allerdings waren die Erwartungen an der Börse im Vorfeld schon stark gestiegen: Vom Tief nach dem weltweiten Börsen-Crash Mitte März unter 300 Dollar bis zum Donnerstag vergangener Woche war der Aktienkurs um mehr als 50 Prozent nach oben geschnellt. Anschließend hatten die Aktien oberhalb von etwa 415 Dollar stark geschwankt. “Mit Blick auf die Aktien war wohl schon viel eingepreist”, vermutete Analyst Mark Mahaney von der Bank RBC.

Der Streamingdienst braucht zudem frisches Kapital. Wie unter anderem “MarketWatch” am Mittwoch berichtete, will der Konzern eine Milliarde Dollar über neue Anleihen einnehmen. Die Anleihen sollen sowohl in US-Dollar als auch in Euro ausgegeben werden. Netflix zufolge sollen die Einnahmen für generelle Unternehmenszwecke eingesetzt werden, was auch den Kauf neuer Inhalte beinhalten könnte, so “MarketWatch”.

 

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Börsenprofi Dirk Müller: Die USA werden stärker denn je aus der Krise hervorgehen

Mehr zu den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise:

Das deutsche Traditionsunternehmen Trigema hat in der Krise schnell reagiert und die Produktion auf Behelfs-Mundmasken umgestellt. So konnte Kurzarbeit komplett vermieden werden. Doch jetzt wird Kritik laut, das Unternehmen würde sich mit seine, Stückpreis von 12 Euro je Maske an der Krise bereichern.

Die Trump Organization, die seit dem Amtsantritt des US-Präsidenten dessen Sohn leitet, kann ihre Kredite nicht mehr zahlen. Ansprüche auf Staatshilfen bestehen keine – deshalb wurden Schuldner, unter anderem die Deutsche Bank, gebeten, Kreditzahlungen auszusetzen. Trumps Schwiegersohn Jared Kushner geht es mit seiner Firma ähnlich.

Der WTI-Öl-Preis fiel am Montag noch nie dagewesen ins Negative. Minus 37 Dollar kostete das Barrel am Tiefpunkt. Was dahinter steckt – und wieso das für Donald Trump finanzielle Einbußen im Wahlkampf bedeutet.

Sophia Thomalla stichelt auf Instagram gegen Jens Spahn – der antwortet direkt

man/mit Agenturmaterial

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