Wirtschaftskrise: US-Investor Warren Buffett verliert 50 Milliarden Dollar

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Corona-Crash der Wirtschaft im News-Ticker: Die Pandemie und ihre Folgen treffen die Weltwirtschaft massiv, auch die Börsen leiden. Der Finanzmarkt strauchelt, Dax und Dow Jones pendeln zwischen neuem Einbruch und leichter Erholung, der Ölpreis spielt verrückt. Notenbanken und Regierungen mühen sich, mit enormen Hilfspaketen Schlimmeres abzuwehren. Auf FOCUS Online lesen Sie alle neuen Entwicklungen.

Topmeldung:

Corona-Krise beschert US-Investor Buffett Quartalsverlust von 50 Milliarden Dollar

07.47 Uhr: Die wirtschaftlichen Turbulenzen infolge der Corona-Pandemie haben dem US-Milliardär Warren Buffett empfindliche Einbußen beschert. Seine Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway vermeldete am Samstag einen Quartalsverlust von knapp 50 Milliarden Dollar. 

Das Unternehmen sprach von einem “vorübergehenden” Rückschlag, räumte aber zugleich ein, ungewissen Zeiten entgegenzublicken. Es sei unklar, wann mit einer Normalisierung in den diversen Geschäftsfeldern der Holding zu rechnen sei. Wegen der Corona-Krise wurde die Aktionärsversammlung von Berkshire Hathaway am Samstag als Online-Konferenz abgehalten. 

Buffett verfügt laut dem US-Magazin “Forbes” über ein Vermögen von 72 Milliarden Dollar. Der 89-Jährige Star-Investor gilt damit als viertreichster Mensch der Welt. Berkshire Hathaway hält unter anderem bedeutende Anteile am Computerkonzern Apple sowie an Finanzkonzernen wie American Express und Goldman Sachs. Die Holding ist außerdem in der Versicherungs-, Eisenbahn- und Energiebranche aktiv.

Weitere Meldungen zu den Folgen der Corona-Krise für Verbraucher, Wirtschaft und Anleger:

Autoverkaufszahlen brechen dramatisch ein – Wirtschaft erhöht Druck auf Regierung

Sonntag, 3. Mai 2020, 08.30 Uhr: Die Wirtschaftsverbände erhöhen vor dem nächsten Videogipfel am Mittwoch zu den Corona-Maßnahmen den Druck auf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten, Lockerungen zu beschließen. Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbands, sagte der „Bild am Sonntag“: „Am 6. Mai müssen ein klarer Fahrplan für meine Branche und ein Rettungsfonds beschlossen werden. Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten dürfen die Hoteliers und Gastwirte nicht länger im Stich lassen.“

Auch die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie, Hildegard Müller, forderte gegenüber der Zeitung „einen effektiven Weg aus der Krise“. In Europa seien „die Verkaufszahlen um über 50 Prozent zurückgegangen – und ein neuer Tiefpunkt ist wohl im April erreicht“. Müller beklagte: „Dieser Stillstand verursacht immense Schäden in der Automobilindustrie.“ Und die Reisewirtschaft verliere „bis Mitte Juni 10,8 Milliarden Euro“, rechnete Verbandspräsident Norbert Fiebig vor. Auch er fordert eine „verlässliche Perspektive, wie wir schrittweise den Tourismus wieder in Gang setzen“.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) machte der Wirtschaft Hoffnung: „Wir werden jetzt Schritt für Schritt eine klare Perspektive für die Wirtschaft schaffen. Bei weiter niedrigen Infektionszahlen kann es verantwortbare Lockerungen auch in der Gastronomie geben.“

Umfrage: Vor allem Junge haben in Corona-Krise gehamstert

09.21 Uhr: In der Corona-Krise haben laut einer Umfrage vor allem junge Leute Arzneien, Lebensmittel und Hygieneartikel gehamstert. Das zeigt eine Studie des Marktforschers Nielsen, für die Mitte April rund 1000 Menschen repräsentativ befragt wurden. Die Umfrage im Auftrag des Bundesverbands der Arzneimittel-Hersteller (BAH) lag der Deutschen Presse-Agentur vor.

Demnach gaben 43 Prozent der 18- bis 29-Jährigen an, Arzneien über die in normalen Zeiten beschaffte Menge hinaus gekauft zu haben. Bei den 30- bis 39-Jährigen waren es 34 Prozent. Dagegen hamsterten nur 15 Prozent der 50- bis 59-Jährigen sowie 9 Prozent der über 60-Jährigen Medikamente. Damit lagen die älteren Menschen deutlich unter dem Durchschnitt von 23 Prozent.

Nicht nur bei Arzneien zeigte sich, dass gerade jüngere Menschen auf Vorrat kauften. So gaben 53 Prozent der 18- bis 29-Jährigen an, Produkte des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Seife oder Toilettenpapier über das gewöhnliche Maß beschafft zu haben und 51 Prozent der 30- bis 39-Jährigen. Das waren weit mehr als in der Gruppe zwischen 50 und 60 und bei den über 60-jährigen (24 bzw. 19 Prozent). Große Haushalte mit drei bis vier sowie über fünf Personen hamsterten demnach besonders, ebenso solche mit einem hohen Bildungsgrad. Haushalte mit wenig Einkommen hielten sich zurück.

Eine Ursache für das Einkaufsverhalten sei, dass Eltern Vorräte auch für ihre Kinder angelegt hätten, so die Marktforscher. Das könne erklären, warum relativ junge Menschen bei Lebensmitteln und Arzneien verstärkt zuschlugen. Sie fühlten sich verantwortlich für andere Personen im Haushalt – etwa, wenn diese an Krankheiten litten.

Aus Sorge um das Coronavirus hatten sich Verbraucher mit Toilettenpapier, Seife, Nudeln und Hefe eingedeckt – in Drogerien und Supermärkten blieben Regale mangels Nachschub leer. Um Ostern normalisierte sich das Einkaufsverhalten dem Statistischen Bundesamt zufolge wieder, auch weil der Bedarf vieler Haushalte gedeckt war.

Auch Arzneien gegen Erkältungen, Fieber oder Schmerzen waren aus Angst vor der Pandemie bei den Verbrauchern stark gefragt. Zugleich stiegen Lieferengpässe bei Medikamenten, so das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Apotheker betonten wiederholt in der Corona-Krise, es gebe bei rezeptfreien Arzneien oft Alternativen, wenn ein Mittel gerade knapp sei.

In der Umfrage gaben viele Menschen auch an, Arzneien ohne dringende Beschwerden gekauft zu haben. Rund drei Viertel der Befragten, die Arzneien auf Vorrat erwarben, beschafften sich demnach rezeptfreie Medikamente für Krankheiten, die nicht akut vorlagen. Mehr als 80 Prozent nannten als Grund die Angst vor Versorgungsengpässen. Nur ein Drittel handelte auf Rat von ihrem Arzt oder Apotheker.

Jeder fünfte Befragte gab ferner an, dass ein gewünschtes Medikament in den vergangenen acht Wochen nicht verfügbar gewesen sei – vor allem bei rezeptfreien Mitteln. Eine Mehrheit von 57 Prozent geht aber davon aus, dass die Verfügbarkeit von Arzneien gesichert ist.

Es gebe keinen Grund, sich auf Vorrat mit Arzneimitteln einzudecken, wenn nicht der Arzt oder Apotheker dazu raten, betonte Hubertus Cranz, Hauptgeschäftsführer des BAH. “In vielen Fällen führt erst der unverhältnismäßige Kauf von Arzneimitteln, die nicht benötigt werden, zu kurzfristigen Lieferengpässen zulasten anderer Patienten.”

SPD will europäisches Geld vor allem für Investitionen nutzen

Samstag, 2. Mai, 10.42 Uhr: Die SPD plädiert dafür, das europäische Corona-Hilfsprogramm vor allem für Investitionen zu nutzen. “Beim europäischen Wiederaufbauprogramm geht es nicht darum, mit Krediten oder Garantien kurzfristige Zahlungsprobleme zu überbrücken”, sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Achim Post, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Ziel müsse vielmehr eine “solidarische und europäisch koordinierte Investitionsoffensive” sein. Diese könne Europa einen gemeinsamen Weg aus dieser beispiellosen Krise bahnen.

Die Mittel, die über gemeinsame europäische Wiederaufbau-Anleihen gewonnen werden, sollten daher zu einem erheblichen Anteil für Investitionszuschüsse in den besonders von der Krise getroffenen Ländern genutzt werden, forderte Post. Dafür seien pragmatische und schnelle Entscheidungen nötig und “keine neuen ideologischen Grundsatzdebatten, die am Ende die Gräben in Europa nur noch weiter vertiefen”.

Die EU-Staaten hatten Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beauftragt, die Details des Wiederaufbau-Plans auszuarbeiten. Sie sollen in ein bis zwei Wochen vorliegen. Von der Leyen will mit Hilfe von Garantien der EU-Staaten im nächsten siebenjährigen EU-Haushalt eigene Anleihen ausgeben und am Kapitalmarkt Geld leihen – das scheint im Kreis der 27 Länder auch konsensfähig.

Umstritten ist jedoch, ob dieses über Kredite aufgenommene Geld nur als Darlehen – also mit Rückzahlungspflicht – an die Krisenstaaten gehen kann oder als Zuschuss. Von der Leyen sagt, sie wolle eine Balance von beidem. Die in der Pandemie besonders betroffenen Staaten Italien, Spanien und Frankreich befürworten Zuschüsse. Deutschland und andere Staaten haben dagegen Einwände. Hintergrund ist, dass die EU für den laufenden Haushalt üblicherweise keine Schulden machen darf.

McKinsey-Studie: Deutschland verliert 15 Milliarden Euro pro Woche – erst 2028 wieder auf Kurs

15.20 Uhr: Der aktuelle Wirtschaftseinbruch fällt noch dramatischer aus, als viele Experten befürchtet haben. In der vergangenen Woche (ab dem 20. April) sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert geschrumpft, so das Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey, von der der „Spiegel“ berichtet. In der vorigen Woche habe Deutschland demnach eine Wirtschaftsleistung von 43 Milliarden Euro erzielt, 2019 waren es im Wochenschnitt 58 Milliarden Euro.

 

Hauptursache für den Rückgang sei der Einbruch der Nachfrage. Allein auf das produzierende Gewerbe, vor allem auf die Autoindustrie sowie auf den Maschinen- und Anlagenbau, entfiel laut Bericht ein Minus von vier Milliarden Euro. Verloren hätten auch das Gesundheits- und Sozialwesen (1,6 Milliarden Euro), der Großhandel (1,1 Milliarden Euro), die Hotellerie und Gastronomie (900 Millionen Euro) sowie Kunst und Unterhaltung (800 Millionen Euro).

Die deutsche Wirtschaft sollte ihre Digitalisierungspotenziale ausschöpfen, um die negativen Konsequenzen der Krise zumindest teilweise auszugleichen, raten die McKinsey-Berater dem „Spiegel“ zufolge. Nutze Deutschland die Krise und treibe den digitalen Strukturwandel voran, dauere es nach ihrer Schätzung bis 2028, bis das Land wieder den Wachstumspfad erreicht, den es ohne Ausbruch der Pandemie gegangen wäre. Andernfalls sei eine Rückkehr auf den ursprünglichen Wachstumspfad „in diesem Jahrzehnt nicht mehr machbar“, so McKinseys Deutschland-Chef Cornelius Baur.

„Müssen wachsam sein“: EU-Kommission warnt vor Schnäppchenjägern aus Ausland

15.06 Uhr: EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager befürchtet wegen der Corona-Krise wachsende Ungleichgewichte in der Europäischen Union, weil einige der 27 Staaten viel mehr Geld für Krisenhilfen haben als andere. „Diese Ungleichheit droht tatsächlich, noch extremer zu werden“, sagte Vestager dem „Spiegel“. Deutschland etwa hat nach Jahren mit Haushaltsüberschüssen mehr Spielraum als hoch verschuldete Länder wie Italien.

Zu Eigenkapitalhilfen für Unternehmen und daraus folgenden Staatsbeteiligungen, wie sie die Bundesregierung mit dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds WSF plant, sagte Vestager: „Die Auswirkungen für die Chancengleichheit auf dem Binnenmarkt sind enorm.“ Die EU-Kommission müsse sicherstellen, „dass sich der Staat wirklich aus den Firmen zurückzieht, wenn die Zeiten besser werden“. Das werde gerade geprüft. Die Genehmigung für den WSF aus Brüssel steht noch aus.

Vestager warnte auch vor Übernahmen angeschlagener europäischer Unternehmen durch ausländische Wettbewerber. Diese könnten die Krise in Europa ausnutzen und „bei uns auf Schnäppchenjagd gehen“, sagte die Kommissionsvizepräsidentin. „Wir müssen wachsam sein.“

Ölpreisabsturz bringt Exxon in die roten Zahlen

14.30 Uhr: Der größte US-Ölkonzern ExxonMobil ist im ersten Quartal in die roten Zahlen geraten. Unterm Strich fiel ein Verlust von 610 Millionen US-Dollar (556 Mio Euro) an, wie das Unternehmen am Freitag im texanischen Irving mitteilte. Der Ölpreisverfall – der sich wegen der Rezessionsrisiken aufgrund der Corona-Pandemie noch stark beschleunigt hat – bringt Exxon schwer in Bedrängnis. Abschreibungen in Höhe von 2,9 Milliarden Dollar verhagelten das Quartalsergebnis. Zum Vergleich: Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte es noch einen Gewinn von 2,4 Milliarden Dollar gegeben.

Die Erlöse gingen um zwölf Prozent auf 56,2 Milliarden Dollar zurück, obwohl die Ölproduktion sogar um zwei Prozent auf 4,0 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag erhöht wurde. Angesichts des schwierigen Marktumfelds will Exxon die Ausgaben und Investitionen nun drastisch senken. Die Corona-Pandemie habe die Nachfrage nach Öl stark beeinträchtigt, zu einem Überangebot am Markt geführt und die Preise und Gewinnspannen auf beispiellose Art unter Druck gebracht, sagte Konzernchef Darren Woods. Bei Anlegern kam der Quartalsbericht nicht gut an – die Aktie büßte vorbörslich zunächst fast vier Prozent ein.

EZB: Wirtschaft könnte bis Ende 2022 unter Vorkrisen-Niveau liegen

12.21 Uhr: Die Wirtschaft der Eurozone könnte nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) bis Ende 2022 brauchen, um das Niveau vor der Corona-Krise wieder zu erreichen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) könnte in einem gravierenden Szenario noch bis Ende 2022 unter dem Niveau von Ende 2019 liegen, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Bericht der Notenbank.

In diesem pessimistischen Szenario dürfte die Wirtschaft in diesem Jahr um 12 Prozent schrumpfen. Für das zweite Quartal wird sogar ein Rückgang um 15 Prozent des BIPs erwartet.

Bei einem milden Verlauf der Krise erwartet die EZB einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um fünf Prozent in diesem Jahr. Im mittleren Szenario wird ein Minus von acht Prozent prognostiziert.

Man erwarte, dass das Bruttoinlandsprodukt kurzfristig stark einbrechen werde, heißt es in dem Bericht. Wirksame Maßnahmen seien dann entscheidend für die Gewährleistung einer robusten Erholung danach.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte bereits am Donnerstag einen massiven wirtschaftlichen Einbruch prognostiziert. Sie unterstrich jedoch die hohe Unsicherheit derartiger Vorhersagen, weil auch die Dauer der Corona-Krise ungewiss sei. Zugleich weitete die Zentralbank ihre bereits extrem lockere Geldpolitik ein Stück aus und legte unter anderem ein neues Kreditprogramme für die Banken auf.

Verdi-Chef Werneke will Prämie für Neuwagen verhindern

09.50 Uhr: Der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Werneke, hat sich gegen eine staatliche Autoprämie in der Corona-Krise ausgesprochen. „Auch unter den Bedingungen von Corona macht der Kapitalismus keine Pause. Das sehen wir besonders, wenn bestimmte Unternehmen Extra-Vorteile herausholen wollen. Stichwort: Abwrackprämien und Steuersenkungen für einzelne Branchen“, sagte er in einem Interview mit ZDF-„heute“.

Werneke forderte erneut Konsum-Schecks für jeden Bürger. Diese könnten einen Gegenwert von 500 Euro haben. „Die Menschen sollen dann selbst entscheiden, welche Dienstleister, Produkte und Projekte sie damit unterstützen wollen.“ Die von Werneke bereits Mitte März ins Spiel gebrachten Schecks sollen allen Bürgern die Möglichkeit geben, durch Konsum die Konjunktur anzukurbeln.

An diesem Dienstag (5. Mai) ist ein „Autogipfel“ mit Kanzlerin Angela Merkel geplant. Die Branche fordert angesichts der schweren Belastungen durch die Corona-Krise staatliche Hilfen, Merkel hatte aber am Donnerstag gesagt, die Branche könne nicht mit speziellen Anreizen rechnen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) plädiert für eine „Innovationsprämie“, die Kaufprämien an Klimaschutz bindet. Am Montag will er darüber mit seinen Kollegen aus Baden-Württemberg und Niedersachsen sprechen.

Ryanair geht wegen Corona-Krise von 3000 Stellenstreichungen aus

09.30 Uhr: Der irische Billigflieger Ryanair geht davon aus, wegen der Corona-Krise bis zu 3000 Stellen abzubauen. Das teilte die Fluggesellschaft am Freitag mit. Die Airline werde im Juli mit einem Restrukturierungsprogramm beginnen. Betroffen von den Stellenstreichungen seien vor allem Piloten und Kabinenpersonal. Auch unbezahlter Zwangsurlaub, Gehaltskürzungen um bis zu 20 Prozent und die Schließung von Standorten in ganz Europa seien zu erwarten, hieß es in der Mitteilung. Auch Mitarbeiter in der Führungsebene und in der Verwaltung müssten mit Jobverlust und Gehaltskürzungen rechnen. Ryanair-Geschäftsführer Michael O’Leary stimmte zu, für das gesamte Haushaltsjahr auf die Hälfte seines Gehalts zu verzichten.

Die Fluggesellschaft geht davon aus, dass es mindestens zwei Jahre dauern wird, bis Passagierzahlen und Ticketpreise wieder das Niveau von 2019 erreichen. Ryanair hatte die meisten seiner Flüge im März eingestellt und rechnet nicht damit, dass der Betrieb vor Juli wieder aufgenommen werden kann.

Im ersten Geschäftsquartal (April bis Juni) dürften weniger als ein Prozent der eigentlich geplanten Flüge stattfinden und im zweiten Geschäftsquartal maximal die Hälfte, teilte der Konzern mit. Vor diesem Hintergrund rechnet Konzernchef O’Leary zum Jahresstart mit einem Nettoverlust von mehr als 100 Millionen Euro und weiteren Verlusten im zweiten Viertel des Geschäftsjahres.

Streit um Herkunft des Coronavirus: Trump droht China jetzt mit Strafzöllen

08.30 Uhr: Im Streit mit China um den Ursprung der Coronavirus-Pandemie hat US-Präsident Donald Trump am Donnerstag mit neuen Strafzöllen gedroht. Ihm lägen Informationen vor, die die Annahme rechtfertigten, dass das neuartige Coronavirus aus einem Labor in der chinesischen Stadt Wuhan stamme.

Angesprochen auf Berichte, wonach er im Streit um den Ursprung des Coronavirus die Rückzahlung von Schulden an China aussetzen könne, sagte Trump, er könne „Strafzölle“ verhängen. Dies hatte er bereits im Handelskonflikt mit Peking getan. Zuletzt hatte Trump auch Entschädigungsforderungen an Peking nicht ausgeschlossen.

Zahl der Krankschreibungen schießt in die Höhe

Freitag, 1. Mai 2020, 07.20 Uhr: Das Corona-Virus treibt den Krankenstand in Deutschland auf den höchsten Wert seit Jahren. Die Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verzeichnete im April um 43 Prozent mehr Krankschreibungen von Arbeitnehmern als im März, wie die „Augsburger Allgemeine“ unter Berufung auf ihr vorliegende Daten berichtete. Absolut stieg die Zahl der wegen Krankheit arbeitsunfähigen, krankengeldberechtigten Mitglieder von 1,49 Millionen im März um über 640.000 auf 2,13 Millionen im April, wie die Zeitung aus einem ihr vorliegenden Bericht des GKV-Spitzenverbandes zitiert.

Der Krankstand der arbeitsunfähig geschriebenen Mitglieder stieg demnach von 4,6 Prozent auf  6,48 Prozent im Berichtszeitraum April. Einen noch höheren Wert hatte es nach der schweren Grippewelle 2017/2018 gegeben. Im März 2018 stieg der Krankenstand den Angaben zufolge auf 6,98 Prozent. Im April des Jahres 2018 sank er jedoch auf 3,43 Prozent. Durch die Influenza starben damals schätzungsweise 25.100 Menschen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte. Ärzte durften im April wegen der Coronavirus-Pandemie Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen größtenteils telefonisch ausstellen.

Rezessionswarnung der EZB zerrt Dax unter 11.000 Punkte

17.44 Uhr: Nach der Aufholjagd die Katerstimmung: Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben am Donnerstag vor dem langen Wochenende die Reißleine gezogen. Nachdem der Dax im frühen Handel die Marke von 11.200 Punkten übersprungen hatte, bereiteten insbesondere warnende Aussagen der Europäischen Zentralbank der Kauflaune ein Ende. Prognosen der Notenbank gehen für 2020 von einer Schrumpfung der Wirtschaftsleistung in der Eurozone um bis zu zwölf Prozent aus.

Der Dax beendete den letzten Tag der wegen des 1.Mai verkürzten Handelswoche mit minus 2,22 Prozent auf 10.861,64 Punkte. Das Wochenplus beläuft sich damit immer noch auf rund fünf Prozent. Im gesamten Monat April hat sich der deutsche Leitindex um etwas mehr als neun Prozent erholt, nachdem er allerdings während des Corona-Crashs auch um bis zu 40 Prozent eingebrochen war. Der MDax verlor am Donnerstag 1,55 Prozent auf 23.043,70 Punkte und auch europaweit und in den USA gaben die Börsen nach.

“Auf die Party an der Börse mit teils schon ausgelassener Stimmung gestern folgte heute die Katerstimmung”, kommentierte CMC-Markets-Analyst Jochen Stanzl und verwies auf die von der EZB prognostizierten düsteren Aussichten für die Euro-Länder. Laut Marktanalyst Timo Emden leistet auch das lange Wochenende den herben Verlusten Vorschub: “Gerade vor Börsenfeiertagen sind Gewinnmitnahmen verlockend”, zumal die Unsicherheit hoch bleibe.

Bloß keine Insolvenz: Lufthansa-Piloten wollen dafür sogar auf Gehalt verzichten

15.45 Uhr: Die Piloten der Lufthansa haben dem Unternehmen einen freiwilligen Gehaltsverzicht bis zum Sommer 2022 angeboten. Voraussetzung ist laut einer Mitteilung vom Donnerstag der Verzicht auf die Insolvenz in Eigenverwaltung, die das Unternehmen wegen der Corona-Krise als Alternative zu einem Staatseinstieg prüft. Ein derartiges Schutzschirmverfahren erfülle die Anforderungen nicht, die Krise sozialpartnerschaftlich zu überwinden, teilte die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit mit.

Das Angebot beinhalte für die mehr als 5000 aktiven Piloten im Konzerntarifvertrag ein um bis zu 45 Prozent abgesenktes Gehalt und habe ein Gesamtvolumen von 350 Millionen Euro, teilte die VC mit. Es stelle einen maßgeblichen Beitrag zur Überlebensfähigkeit des Unternehmens dar. Enthalten sei auch eine weitere, kurzzeitig wirksame Absenkung des Kurzarbeitergeldes. Aktuell seien die Cockpitkosten mit Einverständnis der Gewerkschaft bereits um mehr als 50 Prozent abgesenkt.

Im Falle einer Insolvenz in Eigenverwaltung stünden Betriebsrenten und Übergangsvergütungen zur Disposition, weil der Konzern versuchen könnte, die Pensionsverpflichtungen loszuwerden. Auch könnten leichter Tarifverträge gekündigt und Beschäftigte entlassen werden. Lufthansa hat für den gesamten Konzern bislang von einem Personalüberhang von rund 10.000 Beschäftigten gesprochen, gleichzeitig aber das Ziel ausgegeben, möglichst viele Beschäftigte im Unternehmen halten zu wollen.

Mehr als 30 Millionen US-Arbeitslose im März gemeldet

14.38 Uhr: Seit der Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie in den USA im März haben sich mehr als 30 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche bis einschließlich 25. April belief sich auf 3,8 Millionen, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. In den fünf Wochen zuvor hatten bereits 26,4 Millionen Menschen ihren Job verloren – so viele wie nie zuvor in solch kurzer Zeit. Die neue Gesamtzahl lag damit bei 30,2 Millionen seit Mitte März.

Die Erstanträge gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts in der größten Volkswirtschaft der Welt. Sie deuteten zuletzt auf einen dramatischen Konjunktureinbruch hin. Vor der Zuspitzung der Pandemie hatte die Zahl der Erstanträge noch regelmäßig unter 100 000 pro Woche gelegen.

Die US-Arbeitslosenquote dürfte Experten zufolge bereits bei rund 15 Prozent liegen. Einen genauen Wert gibt es aber noch nicht, weil die Statistik zuletzt nicht mit der brachialen Geschwindigkeit der Jobverluste Schritt halten konnte. Neue Daten werden erst Ende kommender Woche veröffentlicht. Die Arbeitslosenquote hatte im Februar noch bei extrem niedrigen 3,5 Prozent gelegen. Viele Amerikaner verlieren auch ihre Krankenversicherung oder können sich diese nicht mehr leisten, wenn sie ihren Job verlieren.

Regierung und Kongress haben angesichts der Krise seit Ende März gewaltige Konjunkturpakete auf den Weg gebracht, um rund 2,7 Billionen Dollar in die leidende Wirtschaft zu pumpen. Davon sollen rund 650 Milliarden Dollar bereitstehen für ein Programm, das kleinen und mittelgroßen Unternehmen für die kommenden Monate weitgehend die Lohnkosten ersetzt, um den Anstieg der Arbeitslosigkeit zu begrenzen.

EZB belässt Leitzins bei Null – Dax sinkt auf Tagestief

14.02 Uhr: Der Leitzins im Euroraum bleibt auf dem Rekordtief von null Prozent. Das entschied der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt, wie die Notenbank mitteilte. Die Entscheidung der Zinshüter war erwartet worden. Auch das Volumen der Wertpapierkäufe zur Krisenintervention blieb vorerst unverändert. Einige Experten hatten eine Ausweitung für möglich gehalten.

Darüber hinaus kündigte die EZB ein neues Programm mit besonders günstigen Langfristfinanzierungen zur Unterstützung der Kreditvergabe in der Corona-Krise an. Das Programm soll in diesem Mai gestartet werden. Die Bedingungen für bereits laufende Kreditprogramme werden zudem weiter gelockert. Das soll Banken in die Lage versetzen, angesichts der wirtschaftlichen Verwerfungen infolge der Pandemie Unternehmen mit ausreichend Geld zu versorgen.

An der Börse hatten die Anleger offenbar auf stärkere Maßnahmen gehofft, denn die Gewinnmitnahmen beim Dax verstärkten sich am Donnerstagnachmittag nach den geldpolitischen Entscheidungen. Zuletzt sank der Leitindex des deutschen Aktienmarkts um 1,26 Prozent auf 10.968 Punkte. Am Morgen war er mit 11.235 Punkten noch auf den höchsten Stand seit Mitte März zurückgekehrt.

Audi erwartet deutlichen Rückgang von Ergebnis und Umsatz im Gesamtjahr

17.42 Uhr: Der Autobauer Audi rechnet nach dem Gewinneinbruch im ersten Quartal im Zuge der Corona-Krise auch für das gesamte Jahr mit deutlichen Rückgängen. Der Konzern gehe aktuell von Auslieferungen, Umsatzerlösen sowie einem operativen Ergebnis “deutlich unter dem Vorjahresniveau aus”, teilte die VW -Tochter aus Ingolstadt am Donnerstag mit. Es würden auf Gesamtjahressicht “signifikante Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Weltwirtschaft und die Automobilmärkte” erwartet.

Audi hatte bereits Mitte April Zahlen für das erste Quartal mitgeteilt. Der Absatz brach weltweit in den ersten drei Monaten um 21,1 Prozent auf 352.993 Fahrzeuge ein. Der Betriebsgewinn sackte auf 15 Millionen Euro – nach 1,1 Milliarden Euro im bereits schwachen Vorjahresquartal. Der Umsatz ging innerhalb eines Jahres von rund 13,81 Milliarden auf rund 12,45 Milliarden Euro zurück.

Nur Wochen nach Insolvenz: Vapiano bietet sich zum Verkauf an

17.41 Uhr: Die Restaurantkette Vapiano steht nur wenige Wochen nach ihrem Insolvenzantrag zum Verkauf. “Wir wollen einen offenen, transparenten und zeitlich straffen Verkaufsprozess durchführen. Angesichts der aktuellen Ausnahmesituation ist dies aus unserer Sicht die beste Lösung”, sagte die vorläufige Insolvenzverwalterin Ruth Rigol am Donnerstag.

Der Verkaufsprozess könne sich auf das gesamte weltweite Geschäft der Vapiano-Gruppe oder auch nur auf einzelne Restaurant-Portfolios und Vermögenswerte erstrecken, hieß es in einer Ad-hoc-Mitteilung des Unternehmens. Die Verhandlungen mit interessierten Investoren sollen voraussichtlich bis Ende Mai 2020 erfolgen. Die Franchise-Restaurants werden allerdings nicht in den Verkaufsprozess einbezogen.

Die Vapiano SE hatte Anfang April beim Amtsgericht Köln einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Die Auswirkungen der Corona-Krise waren für das ohnehin rote Zahlen schreibenden Unternehmen zu viel.

Im Rahmen des vorläufigen Insolvenzverfahrens erhielt Vapiano mittlerweile ein Massedarlehen, das zur Überbrückung dienen soll, bis der Geschäftsbetrieb wieder aufgenommen werden kann, wie Rigol mitteilte. Dies sei ein wichtiger Schritt zum Erhalt der Restaurantkette. Die Rechtsanwältin zeigte sich zuversichtlich, einen Investor für die Vapiano-Gruppe zu finden.

Die Verkaufsgespräche für die Tochtergesellschaften in Frankreich befinden sich nach Unternehmensangaben schon “in einem fortgeschrittenen Stadium”. Mit der Unterzeichnung des Kaufvertrages werde bis Ende Mai gerechnet.

Insgesamt sind bei der Vapiano SE und den ebenfalls in vorläufigen Insolvenzverfahren befindlichen operativen Tochtergesellschaften in Deutschland mehr als 2500 Mitarbeiter beschäftigt. Die Vapiano-Tochtergesellschaften in Frankreich und Luxemburg befinden sich nicht in einem Insolvenzverfahren.

Daimler fährt Werk Sindelfingen mit halber Belegschaft wieder hoch

17.23 Uhr: Der Autobauer Daimler fährt nach einer ersten Lockerung der Corona-Maßnahmen die Produktion wieder hoch. Im Werk Sindelfingen können dadurch 17.000 Mitarbeitern – fast die Hälfte der Belegschaft von 35.000 Beschäftigten – wieder zur Arbeit gehen. Das allerdings nur unter strengen Sicherheitsvorkehrungen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

“Es gibt viel Disziplin in der Belegschaft und auch eine Freude, dass es wieder losgeht – Autobauen wird immer Teamarbeit sein”, sagt Sindelfingens Werkleiter Michael Bauer am Donnerstag bei einer Telefonkonferenz. Es sei schön, zu sehen, wie jeder für den anderen mitdenke.

Und das ist auch nötig, denn einfach ist der Wiederanlauf nicht. Kollegen mit Vorerkrankungen etwa, die zur Corona-Risikogruppe gehören, würden nur an sicheren Stellen eingesetzt. Wo sich der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einhalten lasse, herrsche Maskenpflicht. Auch insgesamt werden die Mitarbeiter mit Masken versorgt, und zwar aus der eigenen Produktion. Sogar auf der Busfahrt zur Arbeit erhalten sie die Masken ausgehändigt.

Die Produktion der E-Klasse und der S-Klasse läuft in Sindelfingen derzeit einschichtig, bei der S-Klasse will man kommende Wochen auf 100 Prozent hochfahren. “Vom Ablauf her hat sich nichts verändert, aber es wurden zum Beispiel die Pausenzeiten versetzt, um Gruppenbildung zu reduzieren, und die Sitzordnung der Kantine ist ebenfalls optimiert worden”, sagte Bauer. Darüber hinaus gebe es zusätzliche Pausen im Arbeitsprozess, um Reinigungen umzusetzen. Die Reinigungen erfolgten doppelt so häufig wie normalerweise.

Der Anspruch sei, dass alle Mitarbeiter bei der Arbeit so sicher seien wie in der Öffentlichkeit – oder sogar noch sicherer, sagte der stellvertretende Betriebsratschef Ergun Lümali. Allerdings: “Die Aufträge und die Wiederbelebung der Wirtschaft müssen kommen.” So etwa die Abwrackprämie und die Kaufprämie, um der gebeutelten Automobilindustrie unter die Arme zu greifen.

Karstadt Kaufhof scheitert mit Klage gegen 800-Quadratmeter-Beschränkung

17.04 Uhr: Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof muss auch weiterhin die Verkaufsfläche seiner Warenhäuser in Nordrhein-Westfalen auf 800 Quadratmeter beschränken. Das Oberverwaltungsgericht in Münster lehnte am Donnerstag einen Eilantrag ab, mit dem sich der Handelsriese gegen die vom Land NRW zur Bekämpfung der Corona-Krise angeordnete Begrenzung der Verkaufsfläche gewehrt hatte.

Es sei voraussichtlich nicht zu beanstanden, dass das Land durch die Beschränkung der Verkaufsfläche Kundenströme steuern und damit neue Infektionsketten reduziere wolle, befand das Gericht. Der Beschluss ist unanfechtbar.

Nordrhein-Westfalen erlaubt die Öffnung von Geschäften, wenn die Verkaufsfläche 800 Quadratmeter nicht überschreitet. Ausgenommen von der Flächenbegrenzung sind allerdings neben Lebensmittelläden ausdrücklich auch Buchhandlungen, Einrichtungshäuser, Babyfachmärkte und Verkaufsstellen des Kfz- und des Fahrradhandels. Dagegen hatte sich Galeria Karstadt Kaufhof gewehrt.

Das Oberverwaltungsgericht räumte ein, es sei gegenwärtig offen, ob es mit Blick auf den Gleichbehandlungsgrundsatz sachlich gerechtfertigt sei, dass großflächige Einzelhandelsgeschäfte ihre Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter reduzieren müssten, während andere nicht der Grundversorgung dienende Handelsgeschäfte auf gesamter Fläche öffnen dürften. Trotzdem sei bei der Bewertung der Folgen einer Eilentscheidung gegenwärtig nicht davon auszugehen, dass den wirtschaftlichen Belangen des Warenhauskonzerns ein deutlich größeres Gewicht zukomme als den vom Land vorgetragenen Interessen des Gesundheitsschutzes.

Trump-Berater: US-Arbeitslosenquote liegt womöglich schon bei 19 Prozent

16.45 Uhr: Die Arbeitslosenquote in den USA könnte einem Berater von Präsident Donald Trump zufolge bald bei etwa 19 Prozent liegen. Wegen der Coronavirus-Pandemie sei bei der bevorstehenden Veröffentlichung der monatlichen Arbeitsmarktstatistik die höchste Arbeitslosenquote seit der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg zu befürchten, sagte Wirtschaftsberater Kevin Hassett am Donnerstag dem Sender Fox News. Die Arbeitslosenquote werde bei “etwa 19 Prozent” liegen, schätzte Hassett. Im Februar hatte sie noch 3,5 Prozent betragen.

Hassett zeigte sich aber zuversichtlich, dass es sich nur um ein zeitlich begrenztes Hoch handle, zumal viele US-Bundesstaaten bereits damit anfingen, die Corona-Beschränkungen wieder zu lockern. “Solange das Virus bald unter Kontrolle ist, dann wird das Schlimmste sehr schnell hinter uns liegen”, sagte Hassett. Die Wirtschaft könne sich dann im dritten und vierten Quartal wieder erholen.

Seit der Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie in den USA im März sind inzwischen mehr als 30 Millionen Menschen arbeitslos geworden, wie am Donnerstag veröffentlichte Daten des Arbeitsministerium zu Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe zeigten. Die Statistik zur Arbeitslosenquote im April wird am kommenden Freitag veröffentlicht. Analysten waren zuletzt davon ausgegangen, dass die Arbeitslosenquote bis dahin bereits auf rund 15 Prozent gestiegen sein könnte

Hohe Arbeitslosenzahlen belasten Kurse an der Wall Street

15.53 Uhr: Nach dem neuerlichen Kursschub vom Vortag ist den US-Börsen am Donnerstag erst einmal die Kraft ausgehen. Der US-Leitindex Dow gab im frühen Handel um 1,4 Prozent auf 24.288,98 Punkte nach. Immerhin hatte er sich vom Crash-Tief von Mitte März um mehr als ein Drittel erholt. Am Vortag hatte dem Dow nicht mehr viel bis zur runden Marke von 25.000 Punkten gefehlt. Diese dürften die Börsianer weiter im Blick behalten.

Dow Jones
23.723,69
Pkt.

Außerbörslich

Die Corona-Krise fordert derweil auf dem Arbeitsmarkt in den USA immer deutlicher ihren Tribut. Seit der Zuspitzung der Corona-Pandemie im März haben sich mehr als 30 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Vorwoche belief sich nun auf 3,8 Millionen.

Der marktbreite S&P 500 gab um 1,06 Prozent auf 2908,28 Zähler nach. Der Nasdaq 100 verlor lediglich 0,10 Prozent auf 8973,53 Punkte. Hier stützten gute Quartalsberichte von Tesla und Facebook , deren Aktien kräftig stiegen.

Förderprogramm für Start-ups startet noch im Mai

14.49 Uhr: Das Förderprogramm der Bundesregierung für innovative und zukunftsträchtige Start-up-Firmen in der Corona-Krise soll im Mai starten. Das haben das Finanz- sowie das Wirtschaftsministerium in Berlin mitgeteilt. Mit dem Programm sollen zwei Milliarden Euro bereitgestellt werden, um die Finanzierung mit Wagniskapital zu erweitern.

Bei dem Programm gehe es darum, Start-up-Unternehmen mit einem funktionierenden Geschäftsmodell zu fördern und nicht darum, den Wagniskapitalgebern unter die Arme zu greifen, sagte Thomas Jarzombek vom Wirtschaftsministerium: “Uns ist es wichtig, dass wir den Start-ups helfen und nicht den Investoren.” Finanzstaatssekretär Jörg Kukies rechnet mit einem schnellen Start: “Wir gehen davon aus, dass noch im Mai die ersten Ergebnisse erreicht werden und Auszahlungen stattfinden können.”

Das Förderprogramm richtet sich an Gründerfirmen, die bereits durch Wagniskapitalgeber finanziert werden. Für sie soll unter anderem der öffentliche Dachfondsinvestor KfW Capital in die Lage versetzt werden, Anteile von ausfallenden Fondsinvestoren zu übernehmen. Der Staat könne sich mit bis zu 70 Prozent an einer Investition beteiligen, es müsse aber auch eine private Beteiligung geben. Außerdem wolle man mit einer “Andienungspflicht” sicherstellen, dass die Risikokapitalgeber nicht “die schönen Sachen mit eigenem Geld” selber machen und öffentliches Geld nur für die “mittelmäßig aussichtsreichen” Projekte verwendet werde.

Die zweite Säule des Programms, die Unterstützung der kleineren Start-ups, die noch ohne Wagniskapital arbeiten, soll über Landesförderinstitute aufgebaut werden. “Das Gute ist, dass diese Institute bereits bestehende Programme haben, die jetzt einfach erhöht werden”, sagte Kukies.

Vielen Start-ups macht die Corona-Krise zu schaffen, da sie nur wenige Rücklagen haben. Neun von zehn jungen Firmen spürten die Pandemie bei ihren Geschäften, warnte der Bundesverband Deutsche Startups.

Corona-Krise brockt McDonald’s massiven Gewinneinbruch ein

13.38 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie hat der weltgrößte Fast-Food-Konzern McDonald’s einen enormen Gewinneinbruch erlitten. Im ersten Quartal sank der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreswert um knapp 17 Prozent auf 1,1 Milliarden US-Dollar (1,0 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag in Chicago mitteilte. “Die globale Krise durch die Covid-19-Pandemie hat unser Geschäft erheblich beeinträchtigt, wir bewegen uns weiter in einem sehr schwierigen und unberechenbaren Umfeld”, erklärte Konzernchef Chris Kempczinski.

Die Erlöse fielen um sechs Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar, der flächenbereinigte Umsatz in Filialen weltweit um 3,4 Prozent. Bis Ende Februar seien die Geschäfte noch gut gelaufen, dann habe die weltweite Ausbreitung des Coronavirus die Verkäufe drastisch einbrechen lassen, hieß es in der Mitteilung. Zwar seien 75 Prozent der rund 39.000 Schnellrestaurants weltweit weiter in Betrieb, jedoch liege der Fokus auf Drive-thru, Take-away und Essenslieferungen. Die Geschäftsprognose für 2020 hatte der Konzern bereits zurückgezogen.

Ölpreise erholen sich weiter – “massive fiskal- und geldpolitische Unterstützung”

Donnerstag, 30. April, 13.32 Uhr: Die Ölpreise haben am Donnerstag deutlich zugelegt und die Gewinne aus dem frühen Handel bis zum Mittag weiter ausgebaut. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 25,09 US-Dollar. Das waren 2,55 Dollar mehr als am Mittwoch. Der Preis für die US-Sorte WTI stieg um 2,42 Dollar auf 17,48 Dollar je Barrel. Am Dienstagvormittag hatte US-Öl zeitweise nur noch etwas mehr als 10 Dollar gekostet, bevor eine Erholung einsetzte.

db Ölpreis Brent
24,99
USD

Außerbörslich

“Die Stimmung am Ölmarkt hat sich deutlich aufgehellt”, beschrieb Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank die Lage. Er nannte als Gründe die “massive fiskal- und geldpolitische Unterstützung” im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise und rasche Förderkürzungen. Zuvor hatte Russlands Energieminister Alexander Nowak einen Rückgang der russischen Fördermenge in Aussicht gestellt.

Außerdem verwiesen Marktbeobachter auf die jüngste Entwicklung der US-Ölreserven, die nicht so stark wie erwartet gestiegen waren. Zudem gingen die Lagerbestände an Benzin sogar überraschend zurück. “Öl scheint ein paar Aufwinde eingefangen zu haben”, erklärte Vandana Harie, Gründer von Vanda Insights. Es sei jedoch zu früh um einen Wendepunkt auszurufen

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