Wohngeld: Zahl der Anträge in vielen Städten explodiert – wer Anspruch hat

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Wohngeld steht Mietern und Eigentümern mit geringem Einkommen zu. Immer mehr Betroffene beantragen das Hilfsmittel, wie der „Spiegel“ berichtet.

Die bayerische Landeshaupstadt München etwa verzeichnete demnach im März ein Antragsplus von 50 Prozent. Die Millionenmetropole weist die höchsten Mieten in Deutschland auf.

Plus 166 Prozent in Köln

In Deutschlands viertgrößter Stadt Köln ging die Antragszahl noch dramatischer nach oben: Vom März 2019 auf März 2020 stieg der Wert von 473 auf 1259 Fälle. Das ist ein Plus von 166 Prozent. Eine Sprecherin der Stadt sagte laut dem Bericht, der massive Anstieg lasse „auf einen Zusammenhang zum Coronavirus schließen”.

Düsseldorf verbucht einen Anstieg von rund 67 Prozent. Dort stieg der Wert im März von rund 900 Anträgen im Vorjahr auf ungefähr 1500 Anträge. 

In Frankfurt am Main setzt sich die Entwicklung auch im April fort. Im laufenden Monat hätten die Wohngeldansprüche „immens zugenommen”, heißt es. Detailzahlen liegen noch nicht vor.

Wohngeldreform zum Jahresbeginn hat Zahl der Berechtigten erhöht

Auch die neuen Bundesländer sind vor der Entwicklung nicht gefeit. In Leipzig stieg die Zahl im März auf 2367 Anträge. Im Vorjahresmonat waren es lediglich 1430 Fälle.

Es wäre allerdings kurzsichtig, für die Entwicklung ausschließlich die Corona-Krise verantwortlich zu machen. Seit Januar 2020 können mehr Haushalte die Hilfen beantragen. Deshalb verzeichnen viele Kommunen seit Jahresbeginn eine steigende Anzahl von Wohngeldanträgen.

Wohngeld steigt ab 2021

Erst diese Woche beschloss der Bundestag, das Wohngeld ab dem kommenden Jahr zu erhöhen. Der Grund: 2021 machen Klimaschutz-Maßnahmen das Heizen mit Öl und Gas teurer. Haushalte sollen im Schnitt rund 15 Euro mehr pro Monat mehr bekommen. Der Bundesrat muss noch zustimmen.

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Konkret sieht das Gesetz eine nach Haushaltsgröße gestaffelte Komponente vor. „Mit dem Beginn der CO2-Bepreisung für die Sektoren Verkehr und Wärme soll die Entlastung der Wohngeldhaushalte ab dem 1. Januar 2021 erfolgen“, heißt es in dem Gesetz, das mit den Stimmen aller Fraktionen außer der FDP angenommen wurde. Die Liberalen enthielten sich bei der Abstimmung.

665.000 Haushalte profitieren von Reform

Die Mittel für Wohngeld, die sich Bund und Länder zur Hälfte teilen, sollen um 120 Millionen Euro jährlich aufgestockt werden. Von der Maßnahme werden nach Schätzung der Bundesregierung 2021 etwa 665.000 Haushalte profitieren.

Das Wohngeld ist eine Sozialleistung, die Bürgern mit geringem Einkommen beim Stemmen der Mietkosten oder der Ausgaben fürs Wohnen in den eigenen vier Wänden helfen soll. Die Höhe hängt vom Einkommen, der Haushaltsgröße und den Miet- beziehungsweise Wohnkosten ab. Wohngeld wird nach § 22 WoGG nur auf Antrag gewährt. Zuständig sind die Wohngeldbehörden der Gemeinde-, Stadt-, Amts- oder Kreisverwaltung.

 

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