“Wurde weggesperrt”: Krebskranke Surferin geht während Pandemie durch die Hölle

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Zwei Monate isoliert: “Ich wurde weggesperrt”: Leukämiekranke Surferin geht während Corona durch die Hölle

Freitag, 21.08.2020, 18:35

Das Wasser ist Anjas Element. Doch als die Hamburgerin am 30. Mai mit ihren Freunden an der Ostsee Windsurfen gehen will, verändert ein Anruf ihr ganzes Leben. Danach geht sie durch die Hölle.

Anja hatte sich am 30. Mai mit Freunden zum Windsurfen verabredet. Sie freute sich darauf, auf der schier unendlichen Weite der Ostsee vom Wind getragen über die Wellen zu gleiten.

Beim Surfen erhält Anja die Schock-Diagnose Leukämie

Doch dazu kommt es nicht. Denn während sich Anja ihren Neopren-Anzug überzieht, bekommt sie einen Anruf. „Mein Arzt war dran, sagte, mein Zustand sei lebensgefährlich“, sagt Anja im Gespräch mit „Bild“. Am Telefon erhält sie die Schock-Diagnose akute myeloische Leukämie.

Ein bisschen hatte Anja schon geahnt, dass etwas mit ihrem Körper nicht stimmt. „Ich war schon länger blass, kam einmal nicht mal mehr die Treppe an der U-Bahn hoch. Da ließ ich ein Blutbild machen“, sagt die 31-Jährige.

Doch dass sie an einer lebensbedrohlichen Krankheit leidet, hätte sie niemals für möglich gehalten. “Ich hatte anfangs an ein Magengeschwür gedacht, aber das hier war so unwirklich”, erzählt sie im Gespräch mit dem “Hamburger Abendblatt”.

Leukämiekranke Hamburgerin: “Ich wurde praktisch weggesperrt”

Nach der lebensverändernden Diagnose am Strand muss sie umgehend ins Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Dort bekommt sie sofort eine Bluttransfusion.

Damit Anja sich nicht mit Corona oder anderen Krankheiten ansteckt, wird sie für zwei Monate in einem Einzelzimmer komplett isoliert. Besuche sind nicht erlaubt, auch Spaziergänge sind tabu. Nicht einmal das Fenster darf offenstehen. “Ich wurde praktisch weggesperrt, nichts war wie vorher”, sagt sie im Gespräch mit dem “Abendblatt”.

Über einen Zeitraum von acht Wochen bekommt sie fünf Zyklen Chemotherapie und 15 Bluttransfusionen. Auch drei Knochenmarkpunktionen muss sie über sich ergehen lassen.

Nur Stammzellenspende kann leukämie-kranker Hamburgerin das Leben retten

Dann wird sie aus dem Krankenhaus entlassen. „Die Ärzte können aktuell nichts mehr tun und ich kann nur auf einen Spender warten“, sagt Anja, die im Krisen-Interventionsteam bei der Hamburger Hochbahn arbeitet.

Denn nur eine Stammzellenspende kann ihr jetzt noch das Leben retten. Bisher hat sich noch kein Spender gefunden. Auch ihre Familienmitglieder kommen auf Grund zu unterschiedlicher genetischer Merkmale als Spender nicht in Frage.

Surferin Anja ist wieder im Krankenhaus – wieder sind keine Besuche erlaubt

Seit Anfang dieser Woche ist Anja wieder im Krankenhaus. Für wie lange – das weiß niemand. Auch dieses Mal muss die Surferin ohne die persönliche Unterstützung ihrer Familie auskommen. Denn nach wie vor sind Besuche im Krankenhaus nicht erlaubt. 

Surftipp: Alle Neuigkeiten zur Corona-Pandemie finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online

Der Kontakt zu ihren Lieben ist nur per Handy möglich. In dieser schwierigen Situation versucht sie, sich auf das Positive zu konzentrieren: „Immerhin habe ich auf Wunsch ein Ergometer ins Zimmer bekommen, auf dem ich mich fit halten kann”, sagt sie dem “Abendblatt.”

Leukämiekranke Hamburgerin gibt sich kämpferisch: “Bin froh, dass es mir noch gut geht”

Dass die Surferin die Therapien bisher gut verkraftet hat, gibt ihr Hoffnung. Sogar ihre langen Haare sind noch nicht ausgefallen. “Ich bin glücklich, dass es mir noch so gut geht, dass ich die Kraft habe, die ganze Aktion zu machen. Ich weiß, dass andere Patienten es nicht können, weil sie und ihre Familien zu schwach sind”, sagt Anja nachdenklich.

Ob und wann sie jemals wieder auf einem Surfbrett stehen wird, ist noch ungewiss. Doch Anja gibt sich kämpferisch: “Das ist meine Welle des Lebens, auf der ich nun surfe.“

Sie möchten Anja helfen? Wenn Sie gesund und zwischen 17 und 55 Jahren alt sind, können Sie sich bei der DKMS die Typisierungs-Unterlagen nach Hause bestellen (www.dkms.de/ein-leben-fuer-anja) und der Hamburgerin helfen.

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pn


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