Zehn Jahre Haft im Iran wegen Spionage für Deutschland | Aktuell Nahost | DW

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Justizsprecher Gholamhossein Esmaili teilte in Teheran mit, Massud M. habe getarnt als Generalsekretär der Österreichisch-Iranischen Gesellschaft Informationen über iranische Raketen, den Atombereich, Nanotechnologie und aus dem Medizinbereich gesammelt und geliefert. Der Mann sei für einen deutschen Geheimdienst und den israelischen Geheimdienst Mossad tätig gewesen. Er müsse für zehn Jahre hinter Gitter.

Nach Angaben der Wiener Ärztekammer vom vergangenen Jahr hat der über 70-Jährige die iranische und die österreichische Staatsbürgerschaft. Der studierte Maschinenbauer war demnach im Januar 2019 im Rahmen einer beruflichen Reise in den Iran festgenommen und verhört worden. Seine Familie soll wochenlang keinen Kontakt zu ihm gehabt haben, bevor sie von dessen Inhaftierung erfuhr. M. soll im Laufe seiner Karriere unter anderem für die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA), Siemens und zwei österreichisch-russische Raumfahrtprojekte gearbeitet haben.

Den Namen des zweiten Verurteilten gab der iranische Justizsprecher mit Schahram S. an. Dieser soll versucht haben, für den britischen Geheimdienst MI6 “Behörden zu bestechen” und Quellen zu rekrutieren. Demnach hatte er es auf Verträge mit Verbindung zur Zentralbank, der iranischen Melli Bank und des iranischen Verteidigungsministeriums abgesehen.

Iran Justiz-Sprecher Gholamhossein Esmaili (picture-alliance/AP Photo/H. Ataei)

Der iranische Justizsprecher Gholamhossein Esmaili

Fünf Verdächtige inhaftiert

Wie der iranische Justizsprecher weiter sagte, wurden kürzlich fünf weitere Verdächtige wegen Spionagevorwürfen festgenommen. Sie sollen versucht haben, das iranische Außen-, Verteidigungs-, und Industrieministerium, die Iranische Atomagentur sowie Firmen aus dem Energiesektor auszuspähen. Zu den Verhafteten gehört demnach auch Dschamschid S., ein Deutsch-Iraner mit Wohnsitz in den USA. Ihm wird vorgeworfen, 2008 an einem tödlichen Anschlag auf eine Moschee in Schiras im Südiran beteiligt gewesen zu sein. Die iranische Justiz bezeichnet ihn als Anführer der monarchistischen Terrorgruppe Tondar. Er selbst jedoch hatte sich stets als Sprecher der Gruppe “Königliche Vereinigung Irans” mit Sitz in Kalifornien vorgestellt. Dem Beschuldigten droht die Todesstrafe, falls das Gericht seine Teilnahme an dem Anschlag in Schiras bestätigt.

Wegen des Vorwurfs, im Auftrag der USA und Israels die iranische Armee ausspioniert zu haben, wurde erst im Juli ein früherer Dolmetscher im Iran hingerichtet. Das Todesurteil gegen Mahmud Mussawi Madschid sei vollstreckt worden, hieß es in einem Bericht der offiziellen iranischen Justiz-Website “Mizan Online”. Madschid soll den USA demnach in der Vergangenheit unter anderem Hinweise zum Aufenthaltsort des ranghohen iranischen Generals Kassem Soleimani geliefert haben. Dieser wurde im Januar bei einem gezielten US-Drohnenangriff getötet.

kle/qu (afp, dpa, rtre)



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